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Aktuell
Städtebau & Architektur →

Berlintypisch: Öffentliche Bedürfnisanstalten

Der Ruf öffentlicher WC-Anlagen ist nicht der beste. Sie sind geruchsintensiv, nicht selten herunter gekommen und Treffpunkt für „zwielichtige“ Gestalten. Viele Menschen machen einen großen Bogen um sie und betreten die Örtlichkeit nur im Notfall. Dann verlassen sie sie so schnell wie möglich wieder. Kaum jemand erzählt später davon, sie besucht zu haben. Doch die Schmuddelkinder der Großstadt leisten ungeheure Dienste, sorgen für Hygiene und sind aus dem Stadtbild kaum wegzudenken.

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Eine WC-Anlage hat eine spektakuläre Karriere hinter sich, erlangte große Beliebtheit in der Bevölkerung, sie gehören zu den Wahrzeichen der Stadt, in der sie stehen und der Volksmund erfand einen Kosenamen für sie. Die Rede ist vom Berliner Typus der öffentlichen Bedürfnisanstalt, dem „Café Achteck“. Die unverwechselbare achteckige Form und der grüne Anstrich ließen die stählernen Häuschen zum untrennbaren Bestandteil des Berliner Stadtlebens werden.

Städtebau & Architektur →

Berlin Unlimited – Workshop

Wir sind jetzt langsam schon ein bischen aufgeregt, da das Berlin Unlimited Festival immer näher rückt. Langsam beginnen die Veranstaltungen, so konnte z.B. vergangenen Samstag in Neukölln an einem neuen Beteiligungsformat “Play the Kiez” teilgenommen werden und die Anmeldefristen für die Workshops, die wir euch besonders empfehlen wollen, enden bald. Da am kommenden Freitag die Zeit der Early Birds endet, hier eine Information, worum es in den Workshops geht:

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Berlin Unlimited Workshop
An International Workshop on the City
3 – 9 October  2014, Berlin, Germany

Architects, researchers, artists, a DJ, a social scientist and a journalist, are the international team of tutors leading the Berlin unlimited workshop. Focusing on Berlin’s actual problematics, the workshop is an interdisciplinary exercise in understanding the urban condition.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Kölner Erklärung: Was denkt ihr?

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Abb. urbanophil

Aufmerksame Planer werden es schon bemerkt haben: es rumort etwas in der Szene. Anlass ist die „Kölner Erklärung zur Städtebau-Ausbildung“, die von einem Kreis um Prof. Christoph Mäckler im Mai diesen Jahres in Umlauf gegeben wurde. Die Unterzeichner wollen damit auf die, ihrer Meinung nach, vorherrschenden Defizite in deutschen Städten hinweisen, die sie vor allem an der fehlenden Gestaltung des Stadtraums festmachen (u.a. beschrieben durch „Häuser ohne Adresse und ohne anschauliche Straßenfassade“, „Resträume, die weder privat noch öffentlich sind“ und „Autoschneisen in der Innenstadt“).

Deutschland war noch nie so wohlhabend, seine Stadträume aber noch nie so armselig. Die Planungssysteme waren noch nie so ausgefeilt, die Bürger aber erhielten noch nie so wenig städtebauliche Qualität.

urbanoREVIEW →

Rezension: Herausforderung Erdgeschoss

Abb. Jovis Verlag

Abb. Jovis Verlag

Die Planung und Gestaltung der Erdgeschosszone ist eine besondere und wichtige Aufgabe von Architektur und Städtebau. Als Übergangsbereich vom Öffentlichen zum Privaten, als sozialer Interaktionsraum oder als Ort für Handel und Gewerbe wird im Erdgeschoss der urbane Charakter der Stadt formuliert. Das Erdgeschoss ist die primäre Wahrnehmungsebene, auf der man der Stadt Auge in Auge begegnet.

Diesem oft zu wenig beachteten und durch viele unglückliche Gestaltungsversuche gekennzeichneten Themenfeld widmet sich die Wüstenrot Stiftung mit dem Buch „Herausforderung Erdgeschoss“. Die jetzt erschienene Veröffentlichung dokumentiert die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Ground Floor Interface“ und fokussiert das Spannungs- und Problemfeld Erdgeschoss im verdichteten Wohnungsbau. Betrachtet wird dabei aus 2 grundlegenden und gekoppelten Perspektiven: der Perspektive des öffentlichen Raumes und aus der Perspektive des Wohnungsbaus. Ergebnis ist eine wertvolle Schnittstellenbetrachtung, welche diese räumlichen Übergänge hinsichtlich aktueller Aufgabenstellungen untersucht und Lösungen vorstellt.

Video, Film & Fotografie →

Das Video zum Wochenende | Timelapse Pjöngjang

Zum Start ins Wochenende dieses sowohl schön anzuschauende, aber vor allem hochinteressante Timelapse-Video aus Pjöngjang, Nordkorea. In Zusammenarbeit mit einem auf Nordkorea-Reisen spezialisiertem Reisebüro gelang es den Filmemachern eine Drehgenehmigung zu bekommen (was echt selten ist), u.a. auch in der U-Bahn, wo noch alte West-Berliner Dora-Wagen rumfahren. Technisch ist dieses Hyperlapse (also Timelapse mit Kamerafahrten) auch erste Sahne.
Wir wünschen viel Spaß und wer noch mehr über die Architektur Pjöngjangs erfahren will, dem sei dieser Architekturführer empfohlen.

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