Städtebau & Architektur →
Schloss wird zum Einkaufspalast – die Stadt Braunschweig zahlt 13,5 Mio. dazu
Vor genau einer Woche wurde „eines der größten und spektakulärsten Wiederaufbauprojekte in Europa“ (so der Entwickler ECE) fertig gestellt: die ehemalige Braunschweiger Residenz wurde als „Schloss-Arkaden“ eröffnet – ein Schloss mit einer integrierten Shoppingmall von fast 34.000 qm Verkaufsfläche. Entwickler dieses 200 Mio. Euro Projektes war der Center Entwickler ECE.
Das Schloss, 1840 erbaut von C.T. Ottmer und in den 60er Jahren wegen Kriegsschäden abgerissen, ist zu den „Schloss-Arkaden“ mutiert.
Arkaden gibt es im gesamten Bauwerk nicht, hinter dem Rundbogenportal bekommt man eine Multifunktionsdecke zu sehen, in Verbindung mit viel Glas, viel Granit und Rolltreppen. Nach Aussage der Jury war dieser Entwurf der Berliner Architekten Grazioli/ Muthesius „virtuos“.
Die Rekonstruktion der Schlossfassade, gebaut mit 600 ursprünglichen Steinen, wurde wohl nur vollzogen, um dem Namen „Schloss-Arkaden“ des Einkaufscenters gerecht zu werden – oder umgekehrt?!.
Kunst & Kultur →
M.C. Escher – Stadtplaner?

Ein wunderschöne Werbung hat uns Audi beschert, die ihr neues Auto durch eine M.C. Escher-mäßige Stadt fahren lassen. Optische Täuschungen allerorten, wie in den Bildern des niederländischen Künstlers. Beeindruckend.
Und hier noch ein Link, der über die Produktion des Filmes berichtet.
Städtebau & Architektur →
Podcast zur Braunschweiger Schlossfassadenrekonstruktion
“Und dann kommt man durch die Toreinfahrt und steht in einer ganz vulgären Shoppingmall. (…) Das ist die große Enttäuschung bei dieser Art Fassadenkonstruktion. (…) Und das Fatale ist, dass das Schloss auch eine Rückseite hat. Und die Architektur von Grazioli und Muthesius, zwei Berliner Architekten, für den Neubau ist schlechtweg ein Skandal zu nennen. Die Glaskiste von ihrer Rückseite ist vollkommen anti-urban, da will kein Mensch entlanglaufen, da gibt es auch keine Öffnung, und das finde ich richtig ärgerlich. Dass man so eine schöne Vorderfront hat, die Spaß macht, und dann so eine indiskutable Rückseite.”
(Architekturkritiker N. Bernau im Interview des Deutschlandradio Kultur)
Anschließend an unseren vorangegangenen Beitrag zum Wiederaufbau des Schlosses in Braunschweig, hier noch der Hinweis auf zwei interessante Beiträge im Deutschlandradio Kultur, die sich mit dem Braunschweiger Schlossaufbau beschäftigen. Zum einen das Interview mit dem Architekturkritiker Nikolaus Bernau, der zwar die Qualität des Wiederaufbau lobt (“Es ist eine wirklich hervorragende Rekonstruktion!”), aber gleichzeitig kritisch den Neubau bewertet.
Kunst & Kultur →
Gesichter der Migration – Ausstellung
Die Ausstellung “Gesichter der Migration” hat das Anliegen, fernab von der öffentlichen Debatte über Integration, diejenigen zu Wort kommen zu lassen, um deren Integration es geht. Wir haben Menschen der ersten und der dritten/vierten Generation von MigrantInnen fotografiert und interviewt. Diese Menschen haben uns ganz offen und liebenswürdig unsere Fragen beantwortet. Wie leben sie hier? Was denken und fühlen sie? Was wünschen sie sich für ihre Zukunft? Was machen sie in ihrer Freizeit – und viele weitere persönliche Fragen haben sie uns beantwortet, wofür wir ihnen sehr danken.
Es sind dabei sehr schöne Fotos und äußerst interessante Interviews entstanden, die sehr aufschlussreich sein können, wenn die Zuschauer und Leser offen sind für ein genaues, facettenreiches Bild der heutigen Migrantengeneration.
Ort: Kreuzberg-Museum, Adalbertstrasse 95a
Eröffnung: 28.4.2007 18:00 (mit Podiumsdiskussion und kulturellen Beiträgen)
Dauer der Ausstellung: bis 10.6.2007
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