Kunst & Kultur →
Urbanophile Themenrouten für die Lange Nacht der Museen

Die nun schon zum 23. Mal wiederkehrende Lange Nacht der Museen in Berlin greift mit dem Motto „Schlösser, Gärten und Parks“ ein durchaus (landschafts)planerisches Thema auf. Mit diesem Motto schließt die Lange Nacht an den in diesem Jahr erstmalig stattgefunden Tag der Parks und Gärten mit dem Motto „Lust am Garten“ sowie der Veranstaltung “Tag der StadtNatur” Anfang Juli an. Für das Programm der Langen Nacht der Museen wurden Dauerausstellungen und Bestände nach Objekten durchforstet, die mit dem Thema „Schlösser, Gärten und Parks“ in Verbindung stehen, woraus ein ansprechendes und umfassendes Programm für den 30. August entstand.
Neben den von den Organisatoren bereit gestellten Routen, die verschiedene Museen aufgrund ihrer räumlichen Lage zusammen bringen, haben wir “urbanophile Themenrouten” erstellt, die hier als pdf heruntergeladen werden können. Bei diesen sind die Museen nicht nach räumlichen Kriterien geordnet, sondern aufgrund eines bestimmtes Thema, beispielsweise “Wohnen”, “Kunst.Design” oder “Architektur.International” für den städtisch und architektonisch, bzw. an urbaner Kultur interessierten Museumsgänger in einer Route zusammengefasst. Die Texte stammen aus dem aktuellen Programm der Langen Nacht der Museen, welches in Gänze (mit genauen Adressen) hier einzusehen ist.
Städtebau & Architektur →
Die unendliche Geschichte – Berlin und sein Schloss

Das Infozelt im Rahmen der Stadtwerkstatt zur Schlossplatzdiskussion (2002)
Seit Jahren schon wir diskutiert, debattiert, entworfen, verworfen… und am Ende kommt es teuer als angekündigt. Der Palast ist fast weg, der White Cube steht bald – aber so richtig entschieden ist eigentlich immer noch nichts. Zwar gibt es das Humboldtforum, mit angeklebter Fassade, aber auch hier ist das Nutzungskonzept noch nicht ausgereift, die Finanzierung der Fassade noch nicht gesichert und begonnen wird auch erst in ein paar Jahren.
Um eine gute Idee wird diese lange Schlossdebatte nun bereichert, um zwar um das Forum Schlossdebatte, das von den Philipp Oswalt und urban catalyst initiiert wurde.
„Als kritische (Gegen-) Öffentlichkeit versteht sich der Blog als Informations- und Diskussionsforum, in der die Debatte fundiert und konstruktiv kommentiert und begleitet wird. [...] Der Blog Schlossdebatte versteht sich als Plattform für alle kritischen Geister, die weder resigniert haben noch als gehorsame Untertanen sich einem fragwürdigen Bundestagsbeschluss ohne Widerrede ergeben.“ (Quelle: Baunetz)
Auf jeden Fall eine tolle Idee, mit schon einigen guten Beiträgen. Bleibt zu hoffen, dass sich daraus eine fruchtbare Diskussion ergibt. Einen guten Beitrag in dieser Hinsicht hat Jens Bisky mit “So wird das nie was” beigetragen.
Digitale Stadt →
Google Earth, der Blick von oben und die Auswirkungen auf unsere Städte

Ein Entwurf für ein Gebäude, welches auch per Google Earth zu sehen wäre (Quelle: ALL-Architekten)
Ein Beitrag in eigener Sache: Ich freue mich mitteilen zu können, dass mein Artikel “Ein neuer Blick auf die Welt – Die Demokratisierung der Gottesperspektive” auf Telepolis veröffentlicht wurde.
In dem Artikel, mit dem ich an meine Diplomarbeit zum Thema “Google Earth in der Stadtplanung” anknüpfe, beschreibe ich die Veränderungen der Weltsicht durch technische Entwicklungen, wie Flugzeug und Bahn. Wenn diese Entwicklungen der Mehrheit der Menschen zur Verfügung steht, dann verändern sie mit der Zeit deren Sehgewohnheiten – und damit auch unsere Umwelt. Die Auswirkungen (auf Architektur und die gebaute Umwelt) durch die zunehmende Verbreitung von Virtual Globes werden anhand von unterschiedlichen Beispielen dargestellt.
Aber lest selbst. Über weiterführende Gedanken, Kritik und Kommentare würde ich mich freuen.
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →
Wohnen in China – Abriss und Neuentdeckung der Hutongs
Hutongs in Peking (Bild von curiousgeoff)
Die Hutongs – die tradionelle Wohnbebauung in China – sind vielfach für olympische Bauten und neue Wohnprojekte abgerissen worden. In Peking beherbergen sie noch etwa die Hälfte der Bevölkerung, verschwinden aber zunehmend aus dem Stadtbild – insbesondere in der Innenstadt (hierzu eine tolle Bilderreihe).
Wo letztes Mal noch ein Altstadtviertel war, stehen jetzt Bürotürme, Einkaufszentren oder mehrspurige Autobahnen. Nirgends auf der Welt verändern Städte ihr Gesicht so schnell wie in China. (Quelle: drs.ch)
Mit dem zunehmenden Verschwinden der traditionellen Strukturen wächst gleichzeitig ein Bewusstsein für diese Bauform und deren kulturellen Bedeutung. Mit jedem Neubau verschwindet auch ein Stück des alten Chinas. Aus diesem Bewusstsein heraus gründetete das Beijing Cultural Heritage Protection Center (CHP) das Netzwerk Friends of old Beijing, welches sich um die Bewahrung der alten Baustrukturen kümmert. Über die Aktivitäten des Netzwerks und die den Wandel berichtet das Schweizer Radio DRS in dem Beitrag “Hofhaus zum Hochhaus – Wohnen in China”, den es online zu hören gibt.
Kunst & Kultur →
Wie Fußball die Stadt verändert

Dass eine sportliche Großveranstaltung wie die EM nicht nur ein bisschen Trubel mit sich bringt, sondern dank Fanmeile, Sicherheitsvorkehrungen und Marketing eine Stadt verändert, dürfte allgemein bekannt sein. Um diese Veränderungen aufzuzeigen und kritischen Fragen nachzugehen, hat ein Workshop in der Roten Fabrik in Zürich eine Kartierung der Auswirkungen der EM auf den öffentlichen Raum erstellt. So heisst es auf der Projektseite: FANCITY 2008 – Zur Eventisierung der Stadt:
“Während der Fussball-EM 2008 befindet sich Zürich im Ausnahmezustand. Denn bei diesem Ereignis geht es nicht nur um den sportlichen Wettkampf in den Stadien, sondern um viele andere Aktivitäten und Interessen, die den städtischen Raum vereinnahmen. Für drei Wochen wird Zürich zur „Fancity“ – einer Stadt mit besonderen Spielregeln. Wir liefern den Spielplan zum Event, einen gefalteten Stadtplan, der die Besucherinnen und Besucher von Fancity mit den Besonderheiten und Regeln dieser Stadt vertraut macht.”
Zudem begleitenten Veranstaltungen mit Podiumsdiskussionen und Stadtrundgängen “zur Eventisierung der Stadt” den Workshop. Den grafisch sehr ansprechend gestalteten Stadtplan kann man sich als Flash- oder pdf-Datei anschauen und runterladen.
(Dank an Olaf Schroth für den Hinweis)

