Kunst & Kultur →
Vernissage – Signs of the City – Metropolis Speaking
Die Großstadt ist ein Meer der Zeichen. Moderne Menschen, Großstädter zumal, sind umgeben von einer Kultur funkelnder Zeichen und bunter Bilder: kommerzielle und politische Plakate, private Botschaften, spontanes Gekritzel, bombastische Graffiti und penetrante Werbung. Reglements und urbane Sprechblasen suchen ihre Adressaten.
In einer spielerischen Szenerie dokumentiert die Ausstellung „Signs of the City – Metropolis Speaking“ die künstlerische Auseinandersetzung mit der urbanen Zeichenwelt europäischer Großstädte.
Die Ausstellung lässt den Besucher diese Zeichen in konzentrierter Form erleben, tritt in den Dialog und fordert ihn auf zur Reflexion über die eigene Stadt, seine Wahrnehmung und allgegenwärtige Aufforderung zur Kommunikation. Während seiner Entdeckungsreise durch das urbane Setting wird der Besucher ganz spielerisch Teil des interaktiven Forschungsprozesses nach den Unterschiedenen und Gemeinsamkeiten urbaner Zeichenwelten.
Wo: Haus der Kulturen der Welt
Wann: 26.09.-02.11.2008, Di – So 12 – 20 h
Infos zur Ausstellung, Konferenz und Workshops: www.hkw.de/
Städtebau & Architektur →
Neues Wohnen für das Auto
Für Menschen, denen das Auto Gold wert ist, gibt es nun eine Art Balkon für das Auto. “Downtown, umschlossen vom Grüngürtel des Landwehrkanals” (so die Werbung) stehen ab Oktober Wohnungen mit einer so genannten Carloggia zum Bezug bereit.
Der Erfinder Herr Dick, hat nun ausgerechnet in Kreuzberg in den Paul-Linke-Höfen den Prototyp gebaut – “in einem Viertel, in dem gerne mal Navigationsgeräte aus dem Auto geklaut werden”, wie er sagt.
Diese Carloggia wurden wegen dem sonst teuren Garagenbau auch für den Komfort gebaut, damit man den Einkauf vom Auto direkt in die Wohnung tragen kann oder die eingeschlafenen Kinder im Auto weiterschlummern können. Und man selber kann auch ohne Sorgen schlafen, denn das geliebte Auto steht genau neben dem Schlafzimmer, nur von einer Glastür getrennt.
Mit Verdrängung hat aber dieser Bau nichts zu tun, versichert Christoph Berger, der mit seiner Firma am Bauprojekt beschäftigt ist. “Ich habe das multikulturelle Kreuzberg immer so verstanden, dass dort Platz für jeden ist, und da finde ich nicht, dass man unseren Kundenkreis ausschließen darf.” Berger weiter: “Veränderungen sind nicht immer schlecht, man schaue sich den Bezirk Prenzlauer Berg an. Was wurde damals, als der Kiez hip wurde, nicht alles befürchtet – und jetzt finden”s alle toll, wie positiv er sich gewandelt hat.”
Die Carloft-Wohnungen von 224 bis 540 qm kosten ab 1000 Euro pro qm. Luxusausstattung wie Kamin und Sauna nicht enthalten, auch die 500 Euro Hausgeld für den Doormann-Service etc. sind nicht inklusive.
Wer solch ein Loft besitzt, dem kann wenigstens in Kreuzberg nicht mehr das Luxusauto abgefackelt werden.
Quelle: www.sueddeutsche.de/ und http://jungle-world.com/
Video, Film & Fotografie →
Kulturtipp – Filmreihe im Zeughauskino
Und nun der zweite Kulturtipp von urbanophil. Das Zeughauskino zeigt ab dem 04.09. im September und Oktober eine Filmreihe zum Thema Bauen und Wohnen. So heisst es in der Ankündigung:
“Architektur, Städtebau, Bauen und Wohnen. In neun Programmen mit insgesamt 23 Filmen stellt die Reihe Kunst des Dokuments rare, wegweisende oder außergewöhnliche Filme vor, in denen sich Architekturgeschichte und Filmgeschichte kreuzen. Neben den visionären Projekten etwa des Neuen Bauens und des avancierten Films der 1920er und 1930er Jahre erzählen mehrere gesellschaftskritische Filme von städtebaulichen Konzepten und ihren Auswirkungen auf das Bauen, Wohnen und Leben der Menschen.”
Die Auswahl der historischen Filme und das thematische Spektrum beeindruckt und macht diese Reihe zu einem kleinen Muss für cineastische Urbanisten.
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