Kunst & Kultur →
Abschluss der Stadtsafari
“In den letzten Monaten sind wir mit den Jugendlichen aus dem Kiez um die Häuser gezogen, haben gemeinsam Freiflächen erkundet und Gestaltungsideen für eine jugendgerechte Stadt entwickelt. Am Samstag wollen die Kids Euch zeigen, was bei der Stadtsafari herausgekommen ist: ein Schloss am Moritzplatz, ein Mädchenclub, eine öffentliche Galerie, hängende Gärten, ein Ponyhof in der Stadt und ein Parkour-Parkour. Schlechtes Wetter ist keine Ausrede: wir haben ein Zirkuszelt.”
Samstag 5.12., 14 bis 18 Uhr
in den Prinzessinnengärten, Prinzen- Ecke Oranienstraße
Städtebau & Architektur →
Vortrag Bruno Flierl: Vorwärts in die Vorvergangenheit – Die neue Berliner Mitte vom Lustgarten bis zum Alexanderplatz
In der Vortragsreihe “Akademie c/o” mit Seminaren zur “Raumproduktion in der Berliner Republik” wird diesmal über die Neue Mitte Berlins diskutiert.
“Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg sah sich die DDR 1949 vor die Aufgabe gestellt, im geteilten Berlin ihre Hauptstadt zu planen und die historische Mitte der Stadt – nun als azentral gelegenes neues Zentrum ihres Stadtgebietes in Ostberlin – zu entwickeln. Zu diesem Zweck verfolgte sie zwei Ziele: Herausbildung eines neuen zentralen Ortes von Staat und Gesellschaft in der Mitte der Stadt und Schaffung eines verkehrstüchtigen, zugleich repräsentativen Weges von Osten ins Zentrum als neue räumliche Durchwegung der Stadt: von der Karl-Marx-Allee über den Alexanderplatz und die Spreeinsel bis in die Straße Unter den Linden.
Seit 1991 zielt die Bundesrepublik im vereinten Berlin als ihrer neuen Hauptstadt – bei Akzeptanz des neuen Alexanderplatzes als dem Drehpunkt der entstandenen räumlichen Durchwegung der Stadt – auf den Rückbau der zentralen Bereiche zwischen Lustgarten und Alexanderplatz in die Vorvergangenheit: zuerst mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses auf der Spreeinsel und neuerdings mit der verstärkten Propaganda einzelner Planer für eine Rekonstruktion der Berliner Altstadt zwischen Spree und Alexanderplatz.
Darüber sollte öffentlich diskutiert werden!”
Mehr Infos auch bei ARCH+.
Zeit: 9.Dezember 2009 um 19:00
Ort: Temporäre Kunsthalle Berlin, Schlossplatz
Städtebau & Architektur →
8.559 Meter Politik und Architektur
Buchvorstellung mit den Autoren Friedrich von Borries, Matthias Böttger, Florian Heilmeyer (raumtaktik) und Peter Cachola Schmal (Deutsches Architekturmuseum)
Ob in Moskau, Belgrad, Berlin oder Kairo – kaum eine Stadt oder eine Nation, die sich als fortschrittlich darstellen wollte, konnte auf den demonstrativen Bau eines Fernsehturms verzichten.„Die Fernsehtürme, die seit 1950 die der Städte überragen, sind fast immer Symbole für gesellschaftlichen Wandel bzw. politische oder wirtschaftliche Macht“, so Friedrich von Borries, Matthias Böttger und Florian Heilmeyer (raumtaktik, Berlin). „Kein anderer Gebäudetyp war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts politisch so aufgeladen wie der Typus der Fernsehtürme.“
Die Publikation zeigt nicht nur die architektonische und konstruktive Rekordjagd des Größer, Höher und Weiter, die mit Fernsehtürmen ausgetragen wird, sondern erläutert die Türme aus ihrem gesellschaftlichen und politischen Kontext. Denn kein Gebäudetyp zeigt seit dem Zweiten Weltkrieg ein so großes Verlangen nach gesellschaftlicher, wirtschaftlicher oder politischer Symbolik. Aber wie genau äußern sich diese Wünsche, Zukunftsvorstellungen und Machtbekundungen in der Architektur? Wie wird deren Auslegung durch politische Propaganda oder alltagskulturelle Aneignung transformiert? Und wie politisch kann Architektur sein?
Veranstaltungsort: pro qm – Amstadtsraße 48-50
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →
Metamorphose der Humboldt-Box

Humboldt-Box mit Schloßfassade und Parkplatz
Bis vor wenigen Tagen trug die Humboldt-Box auf dem Schloßplatz noch ein Abbild des Schloßabbilds. Besonders aufregend war dabei, dass die Visualisierung der gewünschten Zukunftsgestaltung einen Parkplatz an der Nordseite des Schloßes zeigte (vgl. Foto oben).
Dieser Parkplatz ist nun verschwunden und mit ihm auch gleich das ganze Schloßabbild. Stattdessen trägt die Humboldt-Box nun Coca-Cola. Nachts beleuchtet und weihnachtlich mit Schneelandschaft in den Bergen. Dezember auf dem Schloßplatz und Coke bei 15 Grad. Zu Silvester dann Henkel trocken? Krimskoje würde wirklich von Mumm zeugen und eine eindeutigere Abkehr der Humboldt-Box von der Schloßfassade und ihrem Ort signalisieren.

Die Humboldt-Box als Werbebox
Terminkalender
Neuste Kommentare
- Citizen Art Days Spot – Anmeldungen freigeschaltet » URBANOPHIL bei Citizen Art Days – Bürger machen Kunst
- (@CREATIVEBERLIN) (@CREATIVEBERLIN) bei 10 Thesen für eine neue Stadtplanung
- 10 Thesen für eine neue Stadtplanung » URBANOPHIL bei „Vernetzte Stadt“ zum Anfassen – Professor Muñoz zu Smart Santander


