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Podiumsdiskussion →

Metropolen des Südens: unregierbare Orte oder Labore der Demokratie?

Wann: Back to Calendar 14. November 2012 @ 19:00 - 21:00
Wo: Heinrich-Böll-Stiftung Berlin
Schumannstraße 8
10117 Berlin
Deutschland
Kategorien: Podiumsdiskussion Z_Widget
Schlagworte: Brasilien Megacities Partizipation Sao Paulo Slums

Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt ein zur Diskussion:

“Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Städte: Dort leben bereits heute weltweit deutlich mehr Menschen als auf dem Lande. Bis 2050 werden es voraussichtlich 80 Prozent sein, die sich dann vor allem in Millionenstädten und „Megacities“, also Metropolen mit über 10 Millionen Einwohnern, niedergelassen haben.

Diese wuchernden Städte gelten teilweise als unregierbar. Dies betrifft vor allem die Slums, die „neuen Orte der Armut“, in denen immer mehr Bewohner/innen von unregelmäßigen Einkünften und ohne Wasser oder Kanalisation leben müssen. Allein in Sao Paulo wohnt ein Drittel der Bevölkerung – das sind drei Millionen Menschen – in sogenannten informellen Siedlungen. Aber auch andere Bevölkerungsgruppen in den großen Städten des Südens beteiligen sich wenig an der Politik oder werden von Machteliten ignoriert. Die neuen Zentren zerfallen bereits im Entstehen.

In der Sendung berichten Expert/innen über die Beteiligung verschiedener Bevölkerungsgruppen an der Politik der wachsenden Städte. Die kreativen Versuche der Wohnbehörde von Sao Paulo, mit einer armen und wenig gebildeten Bevölkerung Slum-Aufwertung zu betreiben, werden ebenso thematisiert, wie die Überlebenskämpfe der Bewohner/innen von Makoko, dem schwimmenden Slum von Lagos in Nigeria. Es geht um politische Prozesse und gesellschaftlichen Zusammenhalt: Wie kommen die verschiedenen Bevölkerungsgruppen in der Stadtplanung und der politischen Entscheidungsfindung vor? Und wie bringen sie sich selbst ein?
Die Sendung beleuchtet außerdem in einem vorsichtigen Vergleich die politische Beteiligung von Menschen in deutschen Armutsquartieren. Können die hiesigen Stadtplaner/innen und Quartiersmanager/innen etwas von der partizipativen Stadtentwicklung in den Metropolen des Südens lernen?” (Heinrich-Böll-Stiftung)

Mit:
Fabienne Hoelzel – Wohnbehörde Sao Paulo, Programmkoordinatorin Stadtplanung
Monika Umunna – Mitarbeiterin des Auslandsbüros der Heinrich-Böll-Stiftung in Lagos/Nigeria
Elke Pahl-Weber – Professorin am Institut für Stadt- und Regionalplanung, TU Berlin; Projektübergreifende Programmbegleitung „Future Megacities. Megastädte von morgen“


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