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56 Beiträge von Christian
Kunst & Kultur →

Spaziergang auf der Hochstraße

Rauf auf die Magistrale!

Für alle Kurzentschlossenen: Wie wäre es mit einem Sonntagsausflug nach Halle an der Saale? Im Rahmen der IBA findet dort ein spannendes Event statt: HOCH-ZEIT am 30.Mai 2010.
Die Magistrale, Verbindungsstraße zwischen Halle und Halle-Neustadt wird 40. Für den Autoverkehr gesperrt lädt sie zum Wandern, Radfahren und Spazierengehen ein. Auf der kühn geschwungenen Hochstraße, begleitet von himmelblauen Straßenlaternen, kann auf das historische Stadtzentrum geblickt und über die Verkehrsplanung vergangerner Jahrzehnt sinniert werden. Am Ende der Straße wartet Halle-Neustadt. Einst Vorzeigeprojekt der DDR, heute an vielen Stellen vom Bevölkerungsrückgang geprägt. Doch der hohe gestalterische Anspruch ist vielerorts erkennbar und zahlreiche Kunstwerke  im öffentlichen Raum können entdeckt werden.
Von Berlin dauert die Fahrt mit dem Wochenend-Ticket ca. 3 Stunden. Macht Euch auf den Weg und entdeckt Halle aus einer ungewöhnlichen Perspektive!

Mehr Informationen gibt es auf den Seiten der IBA-Projekte  in Halle und auf dem Flyer.

Städtebau & Architektur →

Wenn sich ein Denkmal hinter einem Denkmal versteckt…

…hat es selbst Schuld und wird abgerissen.

Notizen zu einem ungewöhlichen Denkmalstreit…

Am westlichen Ende des Brühls in der Leipziger Innenstadt verschwindet ein Bauwerk der besonderen Art. Es handelt sich um ein Kaufhaus, das 1908 erbaut wurde und nach schweren Kriegsschäden durch einen Umbau in den 1960er Jahre mit einer vorgehängten geschwungenen Aluminumfassade versehen wurde.

Die Alumniumfassade wurde von Harry Müller entworfen und ist ein typisches Beispiel der Nachkriegsarchitektur. Sie konnte nach Protesten vor der Entsorgung bewahrt werden – weichen muss das Gebäude einem Einkaufzentrum, für das bereits drei schlanke Wohnhochhäuser abgerissen wurden. Die Fassadenelemente der „Büchse“, so der Spitzname für das Kaufhaus, werden zum überwiegenden Teil  in die neue Fassade der „Höfe am Brühl“ nach einem Entwurf von Grüntuch/Ernst integriert.

Beim Abnehmen der 1960er-Fassadenelemente wurde nun offensichtlich, dass die  hinter der Aluhülle versteckte Steinfassade im Stile großstädtischer Warenhausarchitektur der Jahrhundertwende im 2. Weltkrieg weit weniger in Mitleidenschaft gezogen wurde als vermutet… Dem Abriss wurde durch das Leipziger Regierungspräsidium im Vorfeld bereits die Genehmigung erteilt, obwohl noch Unklarheit über den Zustand der alten Fassade herrschte.

Während über den Wert dieser Fassadenschicht und die spannende Kombination der beiden Zeugnisse der Warenhausgeschichte diskutiert wird, fressen sich die Bagger von der Rückseite durch das Bauwerk. Mehr als Fragmente der entdeckten Fassade werden wohl nicht erhalten.

Zum Weiterlesen:
Ich war eine Büchse, Artikel im Tagesspiegel vom 02. Mai 2010 von Jürgen Tietz
Offener Brief zum Erhalt der historischen Fassade in der Leipziger Internetzeitung vom 07.04.2010

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Workshop: Beyond Planwerk Innenstadt

Beyond Planwerk Innenstadt copyright by CMS

Das Center for Metropolitan Studies der TU Berlin veranstaltet am 28. und 29. Januar einen Workshop zum Planwerk Innenstadt. Ziel ist, über das Planwerk Innenstadt hinaus zu denken und innovative Ansätze und Ideen für ein strategisches Leitbild Berlins zu entwickeln, das den neuen Herausforderungen (benachteiligte Quartiere, Wasserlagen, Umnutzung der Flughäfen, Touristifikation etc.) gerecht wird. Eine breite Stadtentwicklungs- und Städtebaudebatte soll angestoßen werden – im Fokus steht dabei der gesamtstädtische Blick.

Eine spannende Veranstaltung! Mehr Informationen zum Ablauf, zu den thematischen Schwerpunkten und den Inhalten der Inputreferate gibt es hier.

Eine Anmeldung ist bis zum 20.01. notwendig unter beyondplanwerk@metropolitanstudies.de

Ort: Center for Metropolitan Studies (CMS) an der TU Berlin, Ernst-Reuter-Platz 7, 10587 Berlin, Raum TEL 3-0

Zeit: 28. Januar: 18:00 – 20:00 Uhr; 29. Januar: 9:00 – 19:00 Uhr

Kunst & Kultur →

Rettet die Schriftarten

rettet die zierfische

Leuchtschriften prägen das Stadtbild auf verschiedenste Art. Gerade Jahrzehnte alte Schriftzüge tragen zur Atmosphäre von Straßenzügen und Orten bei und werden zu Widererkennungspunkten. Oft verschwinden solche Relikte sang- und klanglos, wenn das zugehörige Geschäft geschlossen oder umgebaut wird. Seit 2005 gibt es allerdings eine Berliner Initiative, die sich sie Bewahrung und Dokumentation von Buchstaben zur Aufgabe gemacht hat: Das Buchstabenmuseum.

Gesammelt werden in erster Linie Leuchtreklame-Schriftzüge von Geschäften und Institutionen. Wert wird dabei auf handwerklich hochwertige Schriftzüge, Zeichen und Schilder aus dem öffentlichen Raum gelegt.

Im Schaudepot des Museums am Spittelmarkt lehnt das KaDeWe am roten Sparkassen S. Große gelbe Lettern des Ebbinghauses liegen auf dem Boden, vermischt mit den Buchstaben des Hauses des Rundfunks der DDR. Im Nebenraum treffen sich die Zille-Stuben mit dem Emblem der Markthalle am Alexanderplatz und blicken auf ein altes blaues U-Bahn U.

Momentan bittet die Initiative um Mithilfe: Das Buchstabenmuseum möchte die oben abgebildeten bekannten leuchtenden Zierfische und den Schriftzug des gleichnamigen und Geschäfts am Frankfurter Tor erwerben, um sie dauerhaft für das Museum sichern zu können. Mehr Infos zur Spendenaktion und den Öffnungszeiten des Schaudepots unter buchstabenmuseum.de

Hinweise zu erhaltenswerten und gefährdeten Schriftzügen können dort auch gegeben werden, um sie für die Sammlung des Museums zu retten.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Ausstellung: Nachnutzung TXL

Der Flughafen Tegel soll geschlossen werden – und das schon im Jahr 2011. Viel Zeit bleibt nicht mehr, um schlüssige und umsetzbare Konzepte für das 450 ha (fast genauso groß wie das Tempelhofer Feld) große Areal vorzubereiten. Erste Konzepte und Ideen für die zukünftige Nutzung des Flughafen Tegels werden jetzt in einer Ausstellung in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Köllnischen Park gezeigt.

Zeit: 11.12.2009 bis 15.01.2010
Ort: im Lichthof der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung,Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin

mehr Infos unter: Zukunftsraum Tegel

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