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127 Beiträge von Karsten Michael
Städtebau & Architektur →

Architektur kann man hören. Immer! – Tagung Signalstadt

Am 22. und 23. Mai 2015 findet an der Humboldt-Universität Berlin  SIGNALSTADT,  eine Tagung zur Kulturgeschichte und Architekturpraxis des Auditiven statt: Aus historisch – kulturwissenschaftlicher Perspektive entwickelt sich die Stadt und die Architektur in Richtung eines komplexen Signalraums, in dem sich u.a. auditive und visuelle Signale zunehmend durchdringen und vielfa?ltig u?berlagern. In der Architekturpraxis ist jedoch ein bewusster Umgang mit diesem Gestaltungsraum, oder gar eine das Hören einbeziehende Entwurfshaltung nur in ersten Ansätzen vorhanden. Die Entwurfsmittel und Methoden der Architektur werden diesbezüglich von Seiten der Kulturwissenschaften schon länger kritisch befragt.

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Die SIGNALSTADT – Konferenz wird erstmals aktuelle Positionen aus beiden Disziplinen gezielt gegenüberstellen:
– aus der Architekturpraxis des konkreten Planens und Entwerfens der gebauten Stadt
– und aus Sicht der Kulturgeschichte, die historische, zeitgenössische und futurische Deutungen der Signalstadt entwirft.

Termin: Freitag/Samstag 22./23. Mai 2015 im Auditorium des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums, Geschwister-Scholl-Straße 3, 10117 Berlin

urbanoREVIEW →

Rezension: «dazwischen – von der Wohnungstür zur Trottoirkante» Hrsg. von Claudia Cattaneo, Verena Huber, Anja Meyer, Roland Züger

Lange galt das Postulat: Architekten kümmern sich um die Häuser und Objekte einer Stadt, Planer um die technischen und (soweit planbar) gesellschaftlichen Grundlagen und darum, dass die Stadt „funktioniert“. So schafften die einen Grundlagen, sahen Infrastrukturen vor, zonierten den Stadtkörper und sorgten auf einer übergeordneten Ebene dafür, dass das Leiden, wie es ein Stuttgarter Planer einmal in einem Kamingespräch sagte, möglichst gleichmäßig verteilt wird. Parallel tobten Architekten sich in Form von Objekten aus, die in dem vorgegebenen Rahmen möglichst viel künstlerisches Ego zu Tage brachten.

Zugegeben, ganz so drastisch ist es nicht, doch trotz aller Polemik, so ganz anders auch wieder nicht; Denn wie sollte sonst erklärbar sein, dass da, wo die Stadt an die Objekte heranreicht bzw. auf der anderen Seite die Objekte an die Stadt, Zwischenzonen entstehen die, wenn wir den rechtlichen Status außer Acht lassen, nicht eindeutig dem Öffentlichen oder dem Privaten zuzuschlagen sind? Diese Zwischenräume sind oftmals diffuse, gefühlte Räume, in denen sich vielfältige Ansprüche und Nutzungen vermischen, die teilweise absichtsvoll aneignend, oder aber sich auch durch kontinuierliche Nutzung sowie Andersnutzung Bereiche des Privaten im Öffentlichen Markieren.

Trotzdem Fragen wie „Wo beginnt die Wohnung?“ oder „Wo endet der private Gartenanteil?“ feuerpolizeilich oder baurechtlich geklärt sind, bleiben diese Fragen, wenn man sie von einem wahrnehmungsbetonten Standpunkt aus betrachtet, im Unklaren. Dies weist darauf hin, dass es neue Formate des Erlebens und neue Methoden der Erschließung benötigt. Denn so einfach, wie in der einführenden Polemik dargestellt, ist die Grenzziehung in der Praxis beileibe nicht: An vielen Orten existiert ein Dichtes Netz an räumlichen und sozialen Verflechtungen, das lediglich durch langes aufmerksames hinsehen, durch neugieriges Fragen und durch den Blick von ExpertInnen sichtbar wird.

Das Logo zeigt es wunderbar: Wovon reden wir, wenn wir vom Dazwischen reden?

Das Logo zeigt es wunderbar: Wovon reden wir, wenn wir vom Dazwischen reden?

urbanoREVIEW →

Rezension „Transforming Cities – Urban Interventions in Public Space“

Städte wachsen rasant und stetig und es ist nicht abzusehen, wann dieses Wachstum zu einem Ende kommen wird. Dies birgt viele Herausforderungen denen Kommunen und urbane Akteure lokal begegnen müssen, denn das was ein urbanes Lebensgefühl ausmacht, wird vielfältig sichtbar und an jedem Ort auf andere Weise verhandelt.

Abb.: Cover der Publikation mit freundlicher Genehmigung des Jovis Verlags

Abb.: Cover der Publikation mit freundlicher Genehmigung des Jovis Verlags

Städte sind ein interessantes Spielfeld, in dem viele unterschiedliche NutzerInnen erproben, wie sich ein vielfältiges qualitätvolles Miteinander gestalten und dauerhaft leben lässt. Nicht selten helfen performative, temporäre und dauerhafte Interventionen Zusammenleben zu strukturieren, Begegnungen zu ermöglichen, gewohnte räumliche Situationen anders wahrzunehmen oder schlicht über eine kurze Gelegenheit des gemeinsamen Erlebens und Erfahrens die eigenen Nachbarinnen und Nachbarn kennenzulernen.

Stadtentwicklung kann schon lange nicht mehr einfach angeordnet und von oben herab durchgesetzt werden, deshalb finden viele Entwicklungen aus privater Initiative, oft auch ohne administrative Beteiligung statt und bergen große Potentiale, aus denen kommunale Stadtentwicklungsakteure umfangreich schöpfen und lernen können.

Kunst & Kultur →

Gesammelte Landschaften – Stadt als Text

Welche Sprache haben wir, um eine Stadt und die Wege, auf denen wir uns täglich durch sie hindurch bewegen, zu beschreiben? Wie unterscheiden sich die Erzählungen über die Wege, durch die unterschiedlichen Erfahrungshintergründe derer, die sie begehen?

FLYER GESAMMELTE LANDSCHAFTEN FORDERSEITE

Ivna Zic und Lea Letzel haben zwei Architektinnen, einen Urbanisten, einen Lyriker und drei Baubotaniker gebeten sich auf den Weg zu machen und ihre ganz eigenen Gänge durch Stuttgart als Tonspur aufzuzeichnen. Herausgekommen sind vier unterschiedlich fokussierte Routen, die ab sofort als Audio Walk zu Verfügung stehen und im Literaturhaus Stuttgart ausgeliehen werden können.

Kunst & Kultur →

Veranstaltungsreihe an der Waschküche in Stuttgart

Für Kurzentschlossene: Heute Abend findet an der Waschküche auf dem Galgenbuckel in Stuttgart eine weitere Präsentation künstlerischer Arbeiten in Erinnerung an Joseph Süß Oppenheimer statt.

Abb.: Blattvergoldung eines Hakens am Trockenplatz (Peter Vogel)

Abb.: Blattvergoldung eines Hakens am Trockenplatz (Peter Vogel)

Das Kuratoren-Team (Stephan Köperl, Harry Walter und Sylvia Winkler) hat dieses mal die Stuttgarter KünstlerInnen Andreas Bär, Susanne Kudielka und Kaspar Wimberley eingeladen den Ort zu bespielen bzw. eine Arbeit im Rahmen der lokalen Erinnerungsarbeit zu präsentieren.

Ab 19.00 Uhr geht es auf dem Waschküchengelände an der Mönchstraße, Einmündung Friedhofstraße in 70191 Stuttgart-Nord los. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. ÖPNV: Stadtbahnhaltestelle: ‘Pragfriedhof’ oder ‘Milchhof'; Koordinaten für Navigationsmedien: 48°47’31.19″N, 9°11’14.92″E

Weitere Informationen und Dokumentationen über die vergangenen Veranstaltungen findet ihr hier: galgenbuckel.bplaced.net/wordpress

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