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125 Beiträge von Karsten Michael
urbanoREVIEW →

Rezension „Transforming Cities – Urban Interventions in Public Space“

Städte wachsen rasant und stetig und es ist nicht abzusehen, wann dieses Wachstum zu einem Ende kommen wird. Dies birgt viele Herausforderungen denen Kommunen und urbane Akteure lokal begegnen müssen, denn das was ein urbanes Lebensgefühl ausmacht, wird vielfältig sichtbar und an jedem Ort auf andere Weise verhandelt.

Abb.: Cover der Publikation mit freundlicher Genehmigung des Jovis Verlags

Abb.: Cover der Publikation mit freundlicher Genehmigung des Jovis Verlags

Städte sind ein interessantes Spielfeld, in dem viele unterschiedliche NutzerInnen erproben, wie sich ein vielfältiges qualitätvolles Miteinander gestalten und dauerhaft leben lässt. Nicht selten helfen performative, temporäre und dauerhafte Interventionen Zusammenleben zu strukturieren, Begegnungen zu ermöglichen, gewohnte räumliche Situationen anders wahrzunehmen oder schlicht über eine kurze Gelegenheit des gemeinsamen Erlebens und Erfahrens die eigenen Nachbarinnen und Nachbarn kennenzulernen.

Stadtentwicklung kann schon lange nicht mehr einfach angeordnet und von oben herab durchgesetzt werden, deshalb finden viele Entwicklungen aus privater Initiative, oft auch ohne administrative Beteiligung statt und bergen große Potentiale, aus denen kommunale Stadtentwicklungsakteure umfangreich schöpfen und lernen können.

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Gesammelte Landschaften – Stadt als Text

Welche Sprache haben wir, um eine Stadt und die Wege, auf denen wir uns täglich durch sie hindurch bewegen, zu beschreiben? Wie unterscheiden sich die Erzählungen über die Wege, durch die unterschiedlichen Erfahrungshintergründe derer, die sie begehen?

FLYER GESAMMELTE LANDSCHAFTEN FORDERSEITE

Ivna Zic und Lea Letzel haben zwei Architektinnen, einen Urbanisten, einen Lyriker und drei Baubotaniker gebeten sich auf den Weg zu machen und ihre ganz eigenen Gänge durch Stuttgart als Tonspur aufzuzeichnen. Herausgekommen sind vier unterschiedlich fokussierte Routen, die ab sofort als Audio Walk zu Verfügung stehen und im Literaturhaus Stuttgart ausgeliehen werden können.

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Veranstaltungsreihe an der Waschküche in Stuttgart

Für Kurzentschlossene: Heute Abend findet an der Waschküche auf dem Galgenbuckel in Stuttgart eine weitere Präsentation künstlerischer Arbeiten in Erinnerung an Joseph Süß Oppenheimer statt.

Abb.: Blattvergoldung eines Hakens am Trockenplatz (Peter Vogel)

Abb.: Blattvergoldung eines Hakens am Trockenplatz (Peter Vogel)

Das Kuratoren-Team (Stephan Köperl, Harry Walter und Sylvia Winkler) hat dieses mal die Stuttgarter KünstlerInnen Andreas Bär, Susanne Kudielka und Kaspar Wimberley eingeladen den Ort zu bespielen bzw. eine Arbeit im Rahmen der lokalen Erinnerungsarbeit zu präsentieren.

Ab 19.00 Uhr geht es auf dem Waschküchengelände an der Mönchstraße, Einmündung Friedhofstraße in 70191 Stuttgart-Nord los. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. ÖPNV: Stadtbahnhaltestelle: ‘Pragfriedhof’ oder ‘Milchhof'; Koordinaten für Navigationsmedien: 48°47’31.19″N, 9°11’14.92″E

Weitere Informationen und Dokumentationen über die vergangenen Veranstaltungen findet ihr hier: galgenbuckel.bplaced.net/wordpress

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Heute Abend wird Kreuzberg 36 versteigert!

Das Kottbusser Tor in Kreuzberg ist vor allem eins: extrem unübersichtlich. Vielleicht sogar unergründlich. Auf jeden Fall unendlich schön. Es ist der Ort in Berlin für mich, der sich gegen jene Starbucks-Wohlfühlatmosphäre stemmt, die jeden, der Mitte betritt, automatisch zum Touristen macht, egal ob er in der Stadt wohnt oder nicht. (Jörg Albrecht)

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Diesmal heißt der Abend Nasty Peace, und diesmal wird wirklich versteigert. Und wirklich ganz Kreuzberg 36. Die Zuschauer können mitbieten und sich später anschauen, worum es bei der Auktion eigentlich ging. Sie werden in den nahenden Winter entlassen, mit Kopfhörern, und durch das Areal gelenkt, das man Kottbusser Tor nennt, auch wenn das tatsächliche Stadttor nach Cottbus schon seit fast drei Jahrhunderten nicht mehr existiert. Währenddessen hören sie Geschichten über diese Gegend, vor allem über das Wohnen hier: über die steigenden Mieten – gegen die die Mieterinitiative Kotti & Co seit Frühjahr 2012 auf einem Platz permanent protestiert –, über die Privatisierung von Wohnungsbau in Berlin und über Privatisierung überhaupt seit der sogenannten „Wende“.

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Derzeit Verliehen – ein Fotobuch dokumentiert das Sterben deutscher Videotheken

Ben Kuhlmann ist, und das darf ich jetzt mal so hervorheben, ein sehr junger Fotograf, der aber, nicht nur was seine Themenauswahl, sondern auch die Reife seiner Projekte und Bilder betrifft, keinesfalls seinem Alter entspricht. So widmet er sich durchgehend kleinräumlichen Biotopen und den Menschen, die diese bewohnenden und belebenden.

Vielleicht hört er das jetzt nicht gerne, da er einen anderen Ansatz verfolgt, aber ich sehe in seinen Arbeiten auch immer eine große Melancholie, die sich im Benjaminschen Sinne an Schwellen zeigt, auf die er seine Kamera richtet.

Abb.: Ben Kuhlmann

Abb.: Ben Kuhlmann

Eine dieser Schwellen sind Videotheken, die langsam aus dem Stadtbild verschwinden. Die Süddeutsche schreibt über das Projekt: „Videotheken waren einst die Rettung des Samstagabends und eine Bedrohung der Kinokultur. Doch dann kam das Internet – und der Weg in die Videothek erscheint immer mehr Deutschen als überflüssig. Der Fotograf Ben Kuhlmann dokumentiert den Niedergang.“

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