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124 Beiträge von Till
Kunst & Kultur →

Gekühlte Gemeinschaft

In dem äußerst kalten Winter vor zwei Jahren war die Spree so tief zugefroren, dass man sie zu Fuß überqueren konnte. In Regionen, wo dies regelmäßig geschieht erfreut man sich des Eisfischen. Hierzu werden nicht bloß Löcher in die Eisdecke über Wasserflächen gebohrt, um die Angelrute durch zu stecken, sondern manchmal ganze Hütten auf das Eis gehievt, um bei dem zeit intensiven Sport etwas im Warmen zu sitzen. Dieses Freizeitvergnügen nahmen David Pitmann und Peter Haakon Thompson zum Ausgangspunkt, dass Art Shanty Project ins Leben zu rufen. Zum fünften Mal haben sie diesen Winter zum Einsenden von Entwürfen für Eisfischerhütten aufgerufen, welche über den Winter mit Aktionen bespielt werden sollen. Auf dem Medizin Laken in Minneapolis, USA, bilden sie eine temporäre Siedlung, welche Wege erforschen soll, den öffentlichen Raum auf dem Eis zu nutzen. Einen strengen Winter gibt es bei uns durchschnittlich alle 7 bis 9 Jahre, um dann wieder eine Ahnung von diesem Raum zu gewinnen.

(Quelle: Art Shanty Project), via This is no declaration

Kunst & Kultur →

Grünes Graffiti

„…. Ich glaube, wenn jeder einen eigenen Garten zum kultivieren hätte, hätten wir eine ausgeglichenere Beziehung zu unserer Umgebung. Natürlich kann ein Garten vieles sein.“ Edina Tokodi (freie Übersetzung), Schafferin dieser Moos-Graffitiwerke.

(Quellen und mehr Bilder: www.inhabitat.com und Bad Banana Blog)

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Krise? Nein, Revolution!

Wie erkennt man eigentlich eine Revolution in der Architektur? Kristina Luce nimmt sich zur Beantwortung, in ihrer Dissertation an der Universität von Michigan, der Untersuchung des eigentlichen Werkes der Architekten an: Ihren Darstellungsmethoden wie Grundriss, Schnitt und Axionometrie. Diese seien nicht bloße Repräsentationsmittel der späteren Werke, sondern in ihnen spiegeln sich Architekturauffassungen und mit ihnen werden Schlachten über vorherrschende Architekturverständnisse geschlagen, wie auch umgekehrt die technischen Möglichkeiten der Darstellungsart neue Impulse für die Architektur geben können. Folgt man Luce weiter, gehen große Umbrüche im Berufsbild und in der Architektur einher mit dem Aufkommen neuer Darstellungsarten, wie dies der Übergang von Gotik zur Renaissance zeigt. Dieser historische Vergleich mündet in der für den Schreiber sympathisch-erscheinenden These, dass die heutigen Veränderungen in der digitalen Darstellungstechnik nur den Schluss zulassen, dass sich die Architektur in einer ähnlich gravierenden Umbruchphase, sprich Revolution, befindet. Denn wer ließt schon lieber, die Architektur würde sich zur Zeit in einer Krise befinden?
Die Dissertation scheint noch nicht fertig zu sein oder zumindest nicht online verfügbar. Im Netz findet sich jedoch eine Kurzfassung derselben sowie ein lesenswertes Interview mit Kristina Luce.

Kunst & Kultur →

Städte aus Eiern und Bechern

Der Metapher „the city as an egg“ ist den meisten Architekten während ihres Studiums zur Genüge begegnet. Hier ist die Stadt aus Eiern. Den Grundriss des Stadtmodells des chinesischen Künstlers Weng Fen, das den Untertitel „the beautiful new world“ trägt, bildet ein 50-Yuan-Geldschein. Die Arbeit könnte als Antwort zu dem zwei Jahre früher entstandenen Werk „Urban Landscape Beijing“ gesehen werden. Gestapeltes silber-glänzendes Küchengeschirr nutzte Zhan Wang hier für die nach gebaute Skyline Pekings. Ob es jedoch wirklich einen Zusammenhang zwischen den Arbeiten gibt, wissen wir allerdings nicht.

(Quellen: Yahoo Groups, Williams College Museum)

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Leben wie ein DJ

Die Internetseite ikor.com hat eine kleine Galerie von den Wohnräumen deutscher DJs zusammengestellt. Die Bilder, die aussehen wie aus einer Publikation gescannt, lassen lediglich die Frage offen, ob in digitalen Zeiten die Masse an Platten nicht langsam der Vergangenheit angehören.

(Quelle: www.ikor.com)

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