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124 Beiträge von Till
Kunst & Kultur →

Monty Pythons heitere Welt der Architekten


(Quelle: youtube)
Weil viele vor zwei Tagen traditionell das Jahr mit „Dinner for one“ haben ausklingen lassen, wollen wir es genauso mit englischem Humor eröffnen. Dafür eignet sich nichts so gut wie der „Architect Sketch“ von Monty Python. Und auch diesen Fernsehspot kann man sich mehrmals anschauen.

Daneben haben wir noch ein paar Internetseiten mit Karikaturen zum selben Thema heraus gesucht: CartonnStock Ltd. 1 und 2, Ingenieurgruppe-bauen, architecturejokes und miragestudio7.

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Urbanophil wünscht ein frohes Fest

Wir machen bis Anfang Januar eine Pause und verabschieden uns aus dem Jahr mit dem Hinweis auf eine Geschichte, welche eine uns brennend interessierende Frage beantwortet: „Was macht eigentlich ein Architekt am Heiligabend?„.

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Objekte der Begierde

Nach dem etwas nüchternen Artikel zu den neuen Wettbewerbsregeln, haben wir versucht herauszufinden, wie eigentlich die Trophäen aussehen, von denen wir Architekten und Planer träumen. Im folgenden eine kleine Galerie von Preisen, zu denen wir Bilder gefunden haben. So kann jeder schon mal planen, wo sich das Schmuckstück am besten im Regal machen würde.

Der Oskar unter den Architekturpreisen: Der Pritzker-Preis. Wer ihn hat, braucht sich nicht mehr zu sorgen, dass das Telefon nicht mehr klingelt. Allerdings kommt diese Auszeichnung meistens in späteren Lebensjahren. (Quelle: The Pritzker Architectural Prize)

Nike nennt sich die Trophäe des Großen BDA-Preises. Sie war die Siegesgöttin in der griechischen Mythologie und hat eigentlich Flügel. Das kopflose Exemplar hat der Künstler Wieland Förster entworfen und lässt sich bestimmt gut mit einer Hand vor der versammelten Presse hochhalten. (Quelle: Der Architekt)

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Städtebau & Architektur →

Neue Regeln für den Wettbewerb

(Quelle: Statusbericht, Bundesministerium Verkehr, Bau- und Wohnungswesen)
Neue Jahre bringen oft diverse Veränderungen mit sich. Für Architekten und Stadtplaner treten mit dem 1. Januar neue Wettbewerbsregeln in Kraft. Die bisherigen „Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens„, kurz GRW, werden dann durch die „Richtlinien für Planungswettbewerbe“ (RPW) abgelöst. Die neuen, vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erarbeitet Regeln sollen vor allem einfacher sein und mehr private Auslober zu der Durchführung von Wettbewerben bewegen.

So wird es in Zukunft nur noch 4 statt 6 Verfahren bei der Durchführung geben. Die bisherigen Kategorien offen, zweiphasig, begrenzt offen, Einladungswettbewerbe, kooperativ und vereinfacht werden dann nur noch nach offen, nicht offen, zweiphasig und kooperativ gegliedert. Zudem wird die Bestimmung der Preisgelder allgemeiner gefasst. Lediglich die Berechnungsgrundlage der Preisgelder nach dem üblichen Honorar laut HOAI bleibt. Auf die Regelungen zur Staffelungen und Aufteilungen der Preisgelder und ähnliches wird verzichtet.

Interessant ist die Novellierung der Wettbewerbsregeln vor dem Hintergrund der Anzahl jährlich durchgeführter Architekturwettbewerbe. Diese ist seit längerem rückläufig bei ansteigender Architektenzahlen in Deutschland. Dabei liegen die Gesamtkosten eines Wettbewerbes gerade mal bei 0,5-1,5% der Bausumme. Und der Bauherr erhält in diesem Fall mehrere alternative Entwürfe, welche bereits Arbeit aus den ersten drei Leistungsphasen abdecken. Vielleicht liegt die sinkende Lust an der konkurrierenden Architekturfindung auch an einer geringeren Wertschätzung von Baukultur. Dann ist nicht davon auszugehen, dass das neue Regelwerk zu einer Belebung des Wettbewerbswesens führt, auch wenn dies zu bedauern ist.
(Aktuellere Zahlen der oben gezeigten Grafik sind für das Jahr 2006: 118.298 Mitglieder in der Architektenkammer und 257 Wettbewerbsauslobungen)

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Musiker die Architekten sind

Lebenswege legen gelegentlich erstaunliche Zwischenstopps ein. Schaut man sich die Biographien verschiedener bekannter Musiker an, haben zumindest einige ihre Nasen für kurze Zeit ins Architekturstudium gehalten. Das berühmteste Beispiel ist die Gruppe Pink Floyd. Die Bandmitglieder Roger Waters, Richard Wright und Nick Mason lernten sich 1964 beim Architekturstudium an der Polytechnischen Hochschule in London kennen. Zu dieser Zeit fällt auch die Entscheidung eine Musikband zu gründen mit dem Namen Sigma6. Sowohl der Name als auch die Mitglieder wechseln im Laufe der Zeit bis sie schließlich die weltbekannte Band von „The Wall“ werden. Zu ihrer architektonischen Vergangenheit befragt, geben Waters und Wright später Auskunft, nie wirklich an dem Fach interessiert gewesen zu sein. Den einzigen Bezug zu ihrem musikalischen Schaffen sehen sie in den erlernten zeichnerischen Fähigkeiten, die sie bei der Erarbeitung ihrer beeindruckenden Bühnenshows zur Anwendung bringen. Nick Mason, der einzige der einen Abschluß in Architektur erlangte, formuliert es so: „I believe that we got a feeling for knowing how to translate strange ideas into reality, especially concerning our pompous stage designs„.
Auch Art Garfunkel drückt für ein Jahr die Bank im Architekturstudium der Columbia Universität in New York, bevor in den Studiengang Kunstgeschichte wechselt, in dem er auch absolvierte. Dies brachte (ihm laut der Internetseite songfacts) den Spitznamen Frank Lloyd Wright bei seinem Bandpartner Paul Simon ein. Das Lied „So long, Frank Lloyd Wright“ auf ihrem letzten gemeinsamen Album „Bridge over Troubled Water“ ist somit nicht als Hommage an den großen amerikanischen Architekten zu verstehen.

Den größten Bezug zur Architektur in ihrer Musik beweist allerdings die Band „Air“ aus Frankreich. Das Mitglied Nicolas Godin des Duos besuchte die Ecole Nationale Supérieure d’Architecture de Versailles. Ähnlich dem Modulor von Le Corbusier arrangieren sie ihre Musik aus gut proportionierten Teilen und benennen sogar ein Lied direkt nach dem Proportionssystem des Architekten auf ihrem Album „Moon Safari“. Ein Jahr später schreiben sie die Musik für den Film „The Architecture of Reassurance“ von Mike Mills. Die junge Alice Cooper wandert in diesem sehenswerten Kurzfilm durch die künstliche Welt der Vorstädte Nordamerikas.


(Auszug aus Mike Mills Film „The architecture of Reassurance“)

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