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Tagungsbericht 3 | Von Open-Data, Schwarmfinanzierung und Stammtischrevolution

Nachmittags ging es dann stärker um technische Aspekte und Stadtplanung. Top-Down als übergreifendes Thema traf die Inhalte der Vorträge nicht wirklich, denn es wurden das Projekt Mogdy, aber auch Open-Data-initiativen und daraus resultierende Maßnahmen von Seiten der Community vorgestellt. Auch die Crowdfunding-Plattform Startnext arbeitet vielfach mit der Crowd und damit stark mit bottom-up-Prozessen.

Thomas Pfeiffer präsentiert den Offenen Haushalt München.

Thomas Pfeiffer zeigte wie anhand des Pilotprojektes Mogdy (für Munich Open Government Day), „wie eine Öffnung der Verwaltung Nutzen für Bürgerinnen und Bürger schaffen kann“ (Mogdy). Das von der Community und der Verwaltung München durchgeführte Projekt war ein wichtiger Schritt in Richtung einer Open-Data-Kultur. Für die Veranstaltung kamen Bürger, Community und Politiker zusammen um Ideen zu entwicklen, zu deren Realisierung ein Programmierwettbewerb ausgelobt wurde. Aus der Diskussion und Abstimmung entwickelten sich unterschiedliche Ideen, wie etwa die Forderung „Geodaten freigeben“ oder die Entwicklung einer Münchner Fixmystreet Plattform sowie anderer mobiler Anliegenmangements. Aus diesen Entwicklungen entstand auch das Projekt Offener Haushalt München, der die Webtechnologie nutzt, um „die komplexen Daten des Haushalts zu erschließen und graphisch aufbereitet für breitere Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen“. Als beispielhafte Umsetzung wird damit Transparenz geschaffen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie von städtischer Seite bereitgestellte Daten, durch die Community für eine bessere Information der Bürger genutzt werden können. Open-Data und deren konfliktfreie Nutzung stehen aber erst am Beginn, wie Lizenzierungsfragen etwa bei dem Projekt Open-RIS (RIS= Ratsinformationssystem) verdeutlicht. Dabei stellt sich auch die Frage, wie die der entstehende Rücklauf in den Verwaltungsablauf integriert werden kann und am Ende belastbare Ergebnisse stehen. Es wurde aber klar, dass das Potential von Open-Data erst in Ansätzen für die Verwaltungsmodernisierung genutzt wird.

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Tagungsbericht 2 | Die Revolution geht weiter

Das Programm des zweiten Tages unterteilte sich in verschiedene perspektivische Ansätze, unter denen Dynamiken und Potentiale von neuen Medien im realen und digitalen Raum betrachtet wurden. Zur Einführung richtete sich der Fokus in der ersten Session auf Protest und Revolutionen im arabischen Raum (Hannah Wettig), die Raumwirksamkeit der Bildsprache in der ägyptischen Revolution (Rania Gaafar) und soziale Bewegungen in westlichen Ländern (Prof. Dr. em. Dieter Rucht). Unter dem Label „bottom up“ versuchten die Vortragenden zum einen eine Ortsbestimmung der unterschiedlichen Revolutionen und Initiativen der letzten Zeit vorzunehmen sowie deren Bildsprache und Medienwirksamkeit zu untersuchen.

Ein Blick in die Agora der Evangelischen Akademie mit dikussionsfreudigem Publikum.

Die Journalistin Hannah Wettig begann mit einem Vortrag über den Begriff und die Rolle der Zivilgesellschaft im arabischen Raum. Sie äußerte eine gewisse Verwunderung über das scheinbare Existieren einer solchen; zumindest, wenn man einen Maßstab nach westlichen Verständnis anlegt, nach dem bspw. Menschenrechts-, Frauen-, Homosexuellen und Umweltorganisationen und (christliche) Religionsgemeinschaften die Zivilgesellschaft abbilden. Dennoch ist in den letzten ein, zwei Jahren ein stetiger Wandel in der Nutzung und Frequenz des öffentlichen Raums zu beobachten, der in Richtung einer beginnenden Zivilgesellschaftlichkeit gedeutet werden kann. Hiermit sind vor allem die Nutzung von Straßencafés, die aktive Teilnahme von Frauen an der Öffentlichkeit und Sportevents (v.a. Fußballspiele) gemeint, die eine neue Gegenöffentlichkeit zu den Moscheen schafften. Immerhin konnte sich insbesondere innerhalb der gewachsenen Verbindungen unter den Fußballfans der revolutionäre Geist schnell verbreiten und ein aktiver Austausch über die aktuellen Ereignisse erfolgen.

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Tagungsbericht 1 | Auftakt der Tagung „Revolution im Zwischenraum“ als verdichtete Debatte

Wenn man auf der Suche nach neuen Räumen ist, die man für eine politische Auseinandersetzung, für Diskurs und Debatte nutzen und bespielen kann, dann ist das Internet, als sogenannter Zwischenraum ein noch zu entdeckendes und nutzendes Feld. Ein momentan noch „Wilder Westen“, den es zu erobern und anzueignen gilt. Denn es ist klar, dass das Internet nicht nur vielfache gesellschaftliche Veränderungen mit sich gebracht hat und noch bringen wird, aber auf der anderen Seite noch nicht klar darstellbar ist, was dies für das Individuum genau bedeutet und welche Konsequenzen dies für eine (Stadt-)Gesellschaft hat.

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Videos | Blogging the City

Nun ist es so weit. Die Vorträge unserer letztjährigen Konferenz „Blogging the City“ sind nun alle online. 6 Stunden Video-Material zum anschauen und – hören. Kommentare und Diskussion zu den Themen sind natürlich gerne gesehen.

Herzlichen Dank an Fred Plassmann und Julia Geiß von Offscreen Media für die Aufnahmen während der Veranstaltung sowie an Felix Höffken für den Videoschnitt!

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Open Data in Berlin

Berlin hat ja schon im September 2011 seine Seite „Berlin Open Data“ online gestellt. Hier finden sich Radwege, Standorte von Altglascontainern, Einwohnerstatistiken und Verwaltungsgrenzen. Damit ist Berlin einen wichtigen ersten Schritt für einen offeneren Umgang mit Daten gegangen.

Nun gibt es hierzu eine Studie, die vom Fraunhofer Fokus im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung veröffentlicht wurde und die zukünftige Berliner Open Data Strategie erläutert.

Die Studie bedeutet einen wichtigen Schritt und kann als Blaupause für andere Städte und Bundesländer sowie den Bund dienen. Ausführlich wird sich in dem Werk dem Open Data und Open Government-Prinzip, rechtlichen Fragen und technologischen Aspekten gewidmet. (Quelle: netzpolitik)

Eine äußerst positive Entwicklung, die sich in Berlin in Bezug auf Open Data abzeichnet.

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