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Virtuelle Architektur


(Quelle: Archidemo)
Dass die virtuelle Welt zunehmend als Spielraum für Architekten und Stadtplaner funktioniert, ist nicht mehr wirklich neu. So lobte die Verantwortlichen im Rahmen des Shrinking Cities Projekts den Wettbewerb 2.0 aus, in dem Ideen für „neue Handlungsansätze“ gesucht wurden, „um die Schrumpfung von Second Life positiv zu gestalten“. Die UdK führt Lehrveranstaltungen in Second Life durch und in Japan gab es nun einen Architekturwettbewerb – „Digital Design Competition“.

Es gewann das „Life Media Museum in 21st century“. Viele der eingereichten Entwürfe sind noch durch die reale Welt geprägt, in der die Schwerkraft gilt und in der die Menschen nicht fliegen können. Der Siegerentwurf hingegen schwebt und hebt sich auch durch seine interessante Fassagengestaltung von anderen Entwürfen ab. Man darf gespannt sein, wie sich die Architektur im Metaverse weiterentwickelt – wenn die Architekten erkennen, welche Anforderungen an die Gebäude dort gestellt werden. Denn Wände und Treppen sind ja eigentlich überflüssig.

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Fassadenkommunikation…

Wir berichteten schon einge Male über Projekte, welche Hausfassaden als Kommuniaktionsfläche nutzten (1, 2). Schön sind dabei immer die Projekte, die auch den Passanten mit einbeziehen und nicht nur zum Empfänger der visuellen Eindrücke machen (wie es insbesodnere bei den „klassischen“ Medienfassaden der Fall ist). Ein Beipiel für die Einbeziehung ist das Projekt TXTual Healing, welches dem Passanten erlaubt, per SMS eine Botschaft an die Hausfassade zu „schreiben“. So kann man seinen spontanen Gedanken, seiner Umwelt mitteilen.

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Berliner Gewerbeimmobilien in Google Earth

Nachdem Berlin mit seinem 3D-Stadtmodell ja einiges Aufsehen und auch Kritik (wir berichteten: 1,2,3) erregte, ist nun ein neues Feature hinzugefügt worden. Nun können „detaillierte Informationen zur Immobilienbranche“ in Google Earth abgerufen werden, da die Berlin Partner GmbH „ihre Gewerbeimmobilien-Datenbank mit insgesamt rund 1.300 Einträgen mit dem […] Stadtmodell Berlins verknüpft“ hat (BLC Berlin). Wer also eine Immobilie kaufen oder mieten möchte, kann sie schon im Vorfeld virtuell betrachten.

So weit, so gut. Allerdings frage ich mich, ob man nicht aus so einem Programm mehr machen könnte für eine Stadt, als die leeren Immobilien zu verorten. Nichts gegen diese Nutzung, die ja ihre Berechtigung hat. Aber großer Teil des vorhandenen Know-Hows bleibt ungenutzt. Vorstellbar sind etwa Bürgerinformationen, Bebauungspläne, etc. die der Bürger in Google Earth abrufen könnte. Auch wenn das nicht die Aufgabe von Berlin Partner ist, sollte Berlin die Chance für weitere Ideen ergreifen.

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Der Sound der Straße

Die Straße und im speziellen die Hochgeschwindigkeitsstraßen sind Korridore durch den sie umgebenen Raum. Was auf der anderen Seite passiert, mag die Phantasie anregen oder es kann ebenfalls Unangenehmes verdrängen. 11 Umweltorganisationen entlang der Intersect-5, dem Highway zwischen San Fransisco und Los Angeles, haben sich im April letzten Jahres zusammengetan, um die Verkehrsader für ihre Zwecke zu nutzen.

Das entstandene Projekt trägt den Namen „Invisible 5“ und ist ein „kritischer Audio-Guide“ ähnlich Audio-Museumsführern. Auf der entsprechenden Internetpräsenz können Textbeiträge zu den Orten entlang des Highway im mp3-Format heruntergeladen werden. Auf der Fahrt leiten sie den Hörer durch die vorbeiziehende Landschaft und erzählen Geschichten von Umweltverschmutzung, dem Kampf der Organisationen dagegen und der dahinterstehenden Raumpolitik.

Aus der Ferne betrachtet wirkt das Projekt wie eine gelungene Schnittstelle zwischen virtuellem und realem Raum sowie zwischen Aktivisten und Interessierten.

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Second Architecture

Warum sollte sich ein Architekt mit Second Life beschäftigen, wenn er damit nicht gleichzeitig die Aufgabe der Realisierung seiner Ideen eingesteht und in das Virtuelle flieht? Zu diesem Zweck veröffentlichte Archinect ein Interview mit Tor Lindstrand vor knapp einem Monat. Tor ist Gründer des größten Architekturbüros LOL in Second Life, Professor des Royal Institut of Technology in Stockholm und arbeitet mit Studenten von verschiedenen Instituten und Universitäten zusammen.

(Der unechte Koolhaas in seinem Showroom)

Die Antwort ist sowohl praktischer wie theoretischer Natur. Zum einen wird sich, nach Tor, die Architektur und das Erscheinungsbild des Internets in Zukunft (web 3.0?) stark an eine virtuelle Welt anlehenen. Es ist damit räumlicher und in einem sogar wörtlichen Sinne „architektonischer“. Als Plattform bietet Second Life aber auch die Möglichkeit soziale Strukturen und architektonische Arbeitsmethoden neu zu denken. So fügt er als Theorie hinzu, habe wohl Excel die Architektur mehr verändert als Koolhaas, Hadid und Gehry zusammen.

Wo wir bei den großen Meistern sind, gibt es, nach dem Artikel, einen Avatar in Second Life mit dem Namen Rem Koolhaas. Dieser entwirft und verkauft Gebäude in einem Showrooom, soll aber kein Marketing-Gag des echten sein.

(Auf 3D-Graffiti kann man auch sitzen)
Schön von der Idee ist auch die Arbeit von Alpar Asztalos, einem Studenten von Tor Lindstrand. Er baut 3D-Graffiti auf und an die Gebäude von Second-Life, um das Verhalten der virtuellen Besitzer zu untersuchen. In der echten Welt wäre diese Studie wohl überflüssig.

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