Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Kategorie »Digitale Stadt« RSS
Digitale Stadt →

Smartphonegestützte Schlaglocherkennung

Ein sensorgestütztes Crowdsourcing-Projekt ist StreetBump, bei der Nutzer per Smartphone Schlaglöcher erkennen können. Per Beschleunigungssensor im Smartphones werden Erschütterungen erfasst und diese, mittels GPS-Koordinaten verortet, automatisch in die Datenbank hochgeladen. Bei ausreichend Daten können so Unebenheiten und Schlaglöcher auf Straßen erkannt werden. Nutzer tragen auf diese Weise dazu bei, Informationen über den Zustand der Straßen zu sammeln, wodurch die verantwortlichen Behörden im besten Falle bessere Datengrundlagen haben, um Reparaturmaßnahmen einzuleiten. Allerdings sind die Zahlen der erfassten Daten ernüchternd – so wurden in den letzten 3 Jahren gerade mal 549 Strecken zurückgelegt und 0 Schlaglöcher gefüllt (Stand 25.09.2015). Und das, obwohl Stadt Boston selbst an der Entwicklung beteiligt war.

Nun hat Google ein vergleichbare Patent angemeldet, um Schlaglöcher zu erfassen.

Fixing potholes is simple—municipalities and states simply fill them in—but locating them is inefficient, usually relying on people to fill out a form and report them individually. If Google puts this technology into cars, an entire database of road condition would be available to the Department of Transportation, enabling it easily identify and prioritize problem areas. (time)

Bleibt nur zu hoffen, dass es ein ernstgemeinter Ansatz ist – und nicht nur ein „Verhinderungspatent“ wie Golem befürchtet.

Digitale Stadt →

Karte der Gerüche

Dass Städte Orte mit einer Vielzahl von Gerüchen sind, die – positiv wie negativ – auf einen einströmen, ist jedem bekannt. Erinnerungen an manche Orte sind untrennbar mit Gerüchen verbunden, bzw. der Düfte erinnern einen an bestimmte Orte. Gerüche tragen ihren Teil zum Reiz der Städte bei und haben einen Einfluss darauf, wie wir Orte wahrnehmen und wie wir uns an sie erinnnern. Demenstprechend wird auch daran gearbeitet diese Düfte und Gerüche einzufangen: ob als Stadtduft, Beton-Parfum oder Heimat-Essence.

Um dieser Bedeutung Rechnung zu tragen, hat eine Forschergruppe für London eine detailierte Karte der Gerüche erstellt, auf der straßengenau eingetragen ist, welche Gerüche dort vorherrschen. Für die Studie Smelly Maps: The Digital Life of Urban Smellscapes wurden die Daten einerseits durch sog. Smell-Walks erhoben und andererseits durch die Auswertung von Standortbezogenen Social-Media Daten gefiltert.

Sehr schön. Aber was soll das? […] Wo es zu stark nach Auspuffgasen riecht, kann man die Ampelschaltung ändern. Andernorts hilft das Pflanzen von Bäumen. Und manchmal reicht es auch schon, die Mülltonnen umzuräumen. Man muss nur darauf achten. Darum geht’s. (ZentraleOrte)

Via Zentrale Orte

 

Digitale Stadt →

WLAN für Flüchtlinge

Freifunk-Nodes wie hier im Hamburger Hafen sprechen miteinander.

Freifunk-Nodes wie hier im Hamburger Hafen sprechen miteinander.

Eine gelungene Aktion der Initiative Freifunk ist die Versorgung von Flüchtlingen mit Wlan. Denn diese können auf diese Weise Kontakt in ihre Heimat und ihren Freunden aufnehmen und damit ihre Isolation überwinden. Aber leider besteht nach Angaben von Netzpolitik nur in etwa 15 % der Flüchtlingsheime eine Internetzugangsmöglichkeit, so dass hier Aktivität von Nöten ist.

Wenn Flüchtlinge nach Deutschland kommen, tragen sie oft kaum etwas bei sich – bis auf ihr Smartphone. Während der Flucht ist es die einzige Verbindung nach Hause. Doch nach ihrer Ankunft können sie es oft nicht nutzen: Obwohl Flüchtlingsunterkünfte grundsätzlich einen Internetzugang haben sollten, sieht das in der Realität anders aus. (Quelle)

 

 

Digitale Stadt →

Solarpotentialkataster von Google

Google hat eine Webseite entwickelt, die das Solarpotential von Häusern auf Basis von Google Maps errechnet. Damit erfährt man, ob sich die Installation von Solarzellen auf einem Hausdach rechnet. Hierbei fliessen Informationen aus Luftbildern, 3D-Kubaturen der Gebäude, Schatteberechnung von z.B. Bäumen sowie der Sonnenverlauf mit ein. Leider ist das Ganze nur gebrenzt in ein paar Städten in den USA verfügbar:

According to the video, Project Sunroof currently operates in Boston (home of the product team), the San Francisco Bay Area (home of Google), and Fresno (home to the mom of one of the engineers; that’s why you should make your kids work at Google). If you type in an address in those regions, you’ll see your street with the rooftops ablaze in molten gold where it’s sunny, or glowering in a moody purple where the sun doesn’t shine.

Neu ist das Ganze nicht, da es verschiedene Solarpotentialrechner gibt (z.B. in der Schweiz oder NRW), und Berlin hatte bspw. einen Solaratlas erarbeitet. Aber Google hat eine enorme Datenbasis zur Verfügung, so dass die Eingabe von z.B. Dachfläche, Neigung, etc. wegfällt – und ein wirklich nutzerfreundliches Tool entsteht. Bleibt zu hoffen, ob es bald weltweit zur Verfügung steht.

Digitale Stadt →

Street Dudes

streetdudes

Ein kleines, aber feines Projekt, welches die offene Daten der Stadt Ulm nutzt, ist StreetDudes. Entstanden bei dem Hacking-Event CodeWeek2014 hat es zum Ziel, zu zeigen, „wie viele Plätze und Straßen eigentlich schon nach Männern benannt sind, und wie viele nach Frauen“.

Quelle war das Straßenverzeichnis der Stadt Ulm, das momentan händisch männlichen und weiblichen Namensgeber_innen zugeordnet wurde. Die Namen und Hintergrundinformationen über die weiblichen Namensgeberinnen wurden uns über ein Buch als Abschlussbericht des Arbeitskreis Frauengeschichte des ZAWiW an der Uni Ulm zur Verfügung gestellt (Danke! :D). Die Straßenzüge wurden daraufhin mit QGIS aus der Openstreetmap extrahiert (StreetDudes)

 

nach oben ↑
Themen