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Blogging the City | Livestream

Nach der ersten Blogging the City Konferenz in Berlin, steigt heute die zweite Ausgabe in Amsterdam. Organisatoren sind Pop-Up-City, die letztes Jahr ihre Projekte vorgestellt haben. Mit dabei sind – neben Urbanophil – weitere spannende Blogs. Das Schöne ist, dass die Konferenz live über das Internet übertragen wird. Los geht es dann um 14:00 Uhr. Viel Spaß.

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Stadt der Ströme Konferenz | Rückblick 1 | Datenströme, Adressaten und Wetterkarten

Ambitioniert und gut besetzt war die Stadt der Ströme Konferenz – mit einem elementar wichtigen Anspruch: Nämlich der Auseinandersetzung mit den „vielfältigen Schnittstellen zwischen digitaler und analoger (physischer) Stadt“, wie es im Vorwort heißt. Dabei sollten die „Wechselwirkungen zwischen neuen digitalen Services und Lebenswelten und Entwicklungen in der Architektur, Stadtplanung, Quartiersmanagement etc.“ diskutiert werden. Das Programm versprach einiges und lies auf neue Erkenntnisse hoffen.

Der erste Teil Datenströme „Mapping the City“, an der ich teilnahm, war eine gelungene Einführung in die neuen Möglichkeiten der Stadtkartografie und den damit einhergehenden neuen Ansätzen der Stadtanalyse und Visualiserung.

Den Auftakt der Vorträge machte Till Nagel, der 3 Projekte vorstellte, die Studierende entwickelt hatten und die sich die vielfältigen  digitalen Datenströme und Datenspuren zu Nutze machen. Das Projekt Splendor zeigt den Mehrwert von georeferenzierten Metadaten – die Ausertung dieser zeigt, „aus welcher Perspektive Fotoaufnahmen vorzugsweise gemacht werden und welche Regionen und Sehenswürdigkeiten besonders stark frequentiert sind.“ Weiteren Projekte waren Venice unfolding und Liquidata. Einen Schritt weiter in Bezug auf Visualisierung, aber der Auswertung und Analyse der vorhandenen Datenströme, geht das Projekt LiveSingapure, bei welchem beispielsweise die Informationen über Ein- und Auschecken in Bus und Bahn für genaue Auslastungs- und Bedarfsanalyse der im ÖPNV genutzt werden können.

Hier anknüpfend machte sich Michal Migurski daran, mit eben soviel Spirit und die Begeisterung weitere spannende Projekte vorzustellen. Dabei stellte er die These auf, dass die Datenvisualisierung selbst inzwischen nicht mehr die wirklich Herausforderung ist – „visualisation problems are solved“, da es es in diesem Bereich inzwischen genug Kompetenz und Tools gibt. Viel wichtiger sei nun der Umgang mit den Daten, deren Aufbereitung, ihre Interpretation und das richtige In-Kontext-Setzen. Beispiele für gelungene Visualisierungen zeigte er natürlich auch: beispielsweise die auf OpenstreetMap basierenden Maps, in denen man zwischen grafisch-reduzierten (toner) und eher spielerisch-atmosphärischen Karten (watercolor) wählen kann.

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Verlosung | Stadt der Ströme

Der Veranstaltungsort der Konferenz, das Hans Otto Theater in Potsdam

Die Konferenz Stadt der Ströme findet nächste Woche (12.-14. Juli) in Potsdam statt und hält eine Menge an spannenden Vorträgen bereit, wie sich dem aktuellen Programm entnehmen lässt. In der Session „Wie sich die Wahrnehmung der Stadt durch die digitalen Technologien verändert“, werden bspw. Stamen Design spannenden Projekte aus den Bereichen „Visualizing urban data“ und Till Nagel über „Geovisualiserung“ vorstellen.

Wer diese und all die anderen spannenden Vorträge und Diskussionen nicht verpassen möchte, der kann nun eine Eintrittskarte gewinnen. Einfach eine bis heute 17 Uhr Mail an s.hoeffken(at)urbanophil.net mit dem Betreff „Ja, ich will“ schreiben. Viel Erfolg!

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zehn Anti-Helden

Der hier zu findende Essay von Christian Berkes ist eine kritische Reaktion auf den Beitrag „Benötigt die Netzwerkgesellschaft eine neue Stadtplanung?“ von Prof. Bernd Streich und die in ihm geäußerten zehn Thesen.

1. Die Netzwelt gleicht einem traumhaften Meer aus nicht endend wellenden Informationen. Die Hoffnung auf eine Zeit allgegenwärtigen Wissens zerstäubt in den bluescreen. Nennen wir ihn Himmel. Hier und da taucht die Nautilus aus den Wogen und ermöglicht den Auf-enthalt. *

 

Netzwerktechnologien sind nicht per se sozial. Gesellschaftliche Kommunikations-bedürfnisse und -notwendigkeiten leiten sich gerade auch aus dieser alltäglichen Erfahrung ab. Zu erklären, dass eine „Wissensgesellschaft“ durch den Informations-austausch geprägt sei, bedeutet zudem keinesfalls, dass man von einer Sphäre des „ubiquitären Wissens“ ausgehen könnte. Um dies zu belegen muss man lediglich die politisch, finanziell und technisch regulierten Zugänge zur Wissensbildung befragen. Dieser Aufgabe sollte sich eine zeitgenössische Stadtplanung widmen.

 

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10 Thesen für eine neue Stadtplanung

Immer wieder berichten wir in der Kategorie digitale Stadt über die neuen Möglichkeiten, die sich aus dem Internet und der Digitalisierung unserer Umwelt ergeben. Ob neue Analysemethoden des Sozialen, Open Data oder die Vernetzte Stadt – immer steht dahinter der veränderte Umgang mit Information und das Teilen des Wissens. Das wird unsere Gesellschaft grundlegend verändern – und zwar fundamental und auf mehreren sozialen Ebenen.

Der digital ausgelöste gesamtgesellschaftliche Wandel wird auch die Stadtplanung in aller Konsequnez erfassen, wie Herr Prof. Bernd Streich in seinem Thesenpapier aufzeigt, das er beim 5. Internationalen Symposium des Planungsnetzwerks geo-Innovation vorstellte:

Das Zeitalter der Industriegesellschaft neigt sich nun seinem Ende zu und wird allmählich überformt durch eine Art Netzwerkgesellschaft (Manuel Castells, Yochai Benkler), in der sich das Wissen als die wesentliche ökonomische Ressource konstituiert und deren prägendes Merkmal die immer neu sich strukturierenden relationalen Funktionalitäten sind. […] All dies wird nicht ohne Auswirkung auf die Stadtplanung bleiben: Ihre Inhalte und Methoden werden sich ebenso verändern wie ihre Organisation und Institutionen.

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