Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Kategorie »Digitale Stadt« RSS
Digitale Stadt →

Stadt der Ströme Konferenz | Rückblick 1 | Datenströme, Adressaten und Wetterkarten

Ambitioniert und gut besetzt war die Stadt der Ströme Konferenz – mit einem elementar wichtigen Anspruch: Nämlich der Auseinandersetzung mit den „vielfältigen Schnittstellen zwischen digitaler und analoger (physischer) Stadt“, wie es im Vorwort heißt. Dabei sollten die „Wechselwirkungen zwischen neuen digitalen Services und Lebenswelten und Entwicklungen in der Architektur, Stadtplanung, Quartiersmanagement etc.“ diskutiert werden. Das Programm versprach einiges und lies auf neue Erkenntnisse hoffen.

Der erste Teil Datenströme „Mapping the City“, an der ich teilnahm, war eine gelungene Einführung in die neuen Möglichkeiten der Stadtkartografie und den damit einhergehenden neuen Ansätzen der Stadtanalyse und Visualiserung.

Den Auftakt der Vorträge machte Till Nagel, der 3 Projekte vorstellte, die Studierende entwickelt hatten und die sich die vielfältigen  digitalen Datenströme und Datenspuren zu Nutze machen. Das Projekt Splendor zeigt den Mehrwert von georeferenzierten Metadaten – die Ausertung dieser zeigt, „aus welcher Perspektive Fotoaufnahmen vorzugsweise gemacht werden und welche Regionen und Sehenswürdigkeiten besonders stark frequentiert sind.“ Weiteren Projekte waren Venice unfolding und Liquidata. Einen Schritt weiter in Bezug auf Visualisierung, aber der Auswertung und Analyse der vorhandenen Datenströme, geht das Projekt LiveSingapure, bei welchem beispielsweise die Informationen über Ein- und Auschecken in Bus und Bahn für genaue Auslastungs- und Bedarfsanalyse der im ÖPNV genutzt werden können.

Hier anknüpfend machte sich Michal Migurski daran, mit eben soviel Spirit und die Begeisterung weitere spannende Projekte vorzustellen. Dabei stellte er die These auf, dass die Datenvisualisierung selbst inzwischen nicht mehr die wirklich Herausforderung ist – „visualisation problems are solved“, da es es in diesem Bereich inzwischen genug Kompetenz und Tools gibt. Viel wichtiger sei nun der Umgang mit den Daten, deren Aufbereitung, ihre Interpretation und das richtige In-Kontext-Setzen. Beispiele für gelungene Visualisierungen zeigte er natürlich auch: beispielsweise die auf OpenstreetMap basierenden Maps, in denen man zwischen grafisch-reduzierten (toner) und eher spielerisch-atmosphärischen Karten (watercolor) wählen kann.

weiterlesen →

Digitale Stadt →

Verlosung | Stadt der Ströme

Der Veranstaltungsort der Konferenz, das Hans Otto Theater in Potsdam

Die Konferenz Stadt der Ströme findet nächste Woche (12.-14. Juli) in Potsdam statt und hält eine Menge an spannenden Vorträgen bereit, wie sich dem aktuellen Programm entnehmen lässt. In der Session „Wie sich die Wahrnehmung der Stadt durch die digitalen Technologien verändert“, werden bspw. Stamen Design spannenden Projekte aus den Bereichen „Visualizing urban data“ und Till Nagel über „Geovisualiserung“ vorstellen.

Wer diese und all die anderen spannenden Vorträge und Diskussionen nicht verpassen möchte, der kann nun eine Eintrittskarte gewinnen. Einfach eine bis heute 17 Uhr Mail an s.hoeffken(at)urbanophil.net mit dem Betreff „Ja, ich will“ schreiben. Viel Erfolg!

Digitale Stadt →

zehn Anti-Helden

Der hier zu findende Essay von Christian Berkes ist eine kritische Reaktion auf den Beitrag „Benötigt die Netzwerkgesellschaft eine neue Stadtplanung?“ von Prof. Bernd Streich und die in ihm geäußerten zehn Thesen.

1. Die Netzwelt gleicht einem traumhaften Meer aus nicht endend wellenden Informationen. Die Hoffnung auf eine Zeit allgegenwärtigen Wissens zerstäubt in den bluescreen. Nennen wir ihn Himmel. Hier und da taucht die Nautilus aus den Wogen und ermöglicht den Auf-enthalt. *

 

Netzwerktechnologien sind nicht per se sozial. Gesellschaftliche Kommunikations-bedürfnisse und -notwendigkeiten leiten sich gerade auch aus dieser alltäglichen Erfahrung ab. Zu erklären, dass eine „Wissensgesellschaft“ durch den Informations-austausch geprägt sei, bedeutet zudem keinesfalls, dass man von einer Sphäre des „ubiquitären Wissens“ ausgehen könnte. Um dies zu belegen muss man lediglich die politisch, finanziell und technisch regulierten Zugänge zur Wissensbildung befragen. Dieser Aufgabe sollte sich eine zeitgenössische Stadtplanung widmen.

 

Digitale Stadt →

10 Thesen für eine neue Stadtplanung

Immer wieder berichten wir in der Kategorie digitale Stadt über die neuen Möglichkeiten, die sich aus dem Internet und der Digitalisierung unserer Umwelt ergeben. Ob neue Analysemethoden des Sozialen, Open Data oder die Vernetzte Stadt – immer steht dahinter der veränderte Umgang mit Information und das Teilen des Wissens. Das wird unsere Gesellschaft grundlegend verändern – und zwar fundamental und auf mehreren sozialen Ebenen.

Der digital ausgelöste gesamtgesellschaftliche Wandel wird auch die Stadtplanung in aller Konsequnez erfassen, wie Herr Prof. Bernd Streich in seinem Thesenpapier aufzeigt, das er beim 5. Internationalen Symposium des Planungsnetzwerks geo-Innovation vorstellte:

Das Zeitalter der Industriegesellschaft neigt sich nun seinem Ende zu und wird allmählich überformt durch eine Art Netzwerkgesellschaft (Manuel Castells, Yochai Benkler), in der sich das Wissen als die wesentliche ökonomische Ressource konstituiert und deren prägendes Merkmal die immer neu sich strukturierenden relationalen Funktionalitäten sind. […] All dies wird nicht ohne Auswirkung auf die Stadtplanung bleiben: Ihre Inhalte und Methoden werden sich ebenso verändern wie ihre Organisation und Institutionen.

weiterlesen →

Digitale Stadt →

Der digitale Kiez

Dass einzelne Kieze, bzw. Quartiere, ihren individuellen Charakter haben, ist bekannt und macht Städte so interessant und abwechslungsreich. Zudem können sie identitätsstiftend wirken und  Zusammengehörigkeitsgefühl fördern. Ein Projekt der School of Computer Science der Carnegie Mellon University versucht nun virtuelle Kieze aufgrund digitaler Vernetzung zu erfassen. Hierzu werden die Check-Ins des Geo-Sozialen Netzwerks Foursquare ausgewertet und miteinander in Bezug gesetzt, wenn sie eine räumliche oder soziale Nähe haben.

Our research hypothesis is that the character of an urban area is defined not just by the the types of places found there, but also by the people that make it part of their daily life. To explore this idea, we use data from approximately 18 million check-ins collected from the location-based social network foursquare, and apply clustering algorithms to discover the different areas of the city.

Es entstehen sogenannte Livehoods, die sich in den Grenzen, aber auch in der Einschätzung des Gebiets von den bisherigen unterscheiden. Karten gibt es aktuell für NY, San Franciso und Pittsburgh. Es bleibt spannend zu sehen, in wie weit die Idee – nämlich Understanding cities through social media – erfolgreich ist und neue wichtige Erkenntnisse über unsere Lebensumfeld bringt.
Danke an Eric für Hinweis

nach oben ↑
Themen