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Grünes Zertifikat

Im Januar berichteten wir über den amerikanischen Standard für ökologisches Bauen LEED. Was wir nicht wussten: Seit Anfang des Jahres läuft die zweite Testphase für das „Deutsche Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen„. Dabei ist erstaunlich, wie das deutsche Qualitätssiegel dem amerikanischem im Aufbau gleicht.

Freiwillig können Bauherren, Planer und Architekten das deutsche Gütesiegel beantragen und eine Auszeichnung in Bronze, Silber und Gold für ihren Neubau, Umbau oder Bestand erwerben (beim LEED sind es Silber, Gold und Platin). Das Beurteilungssystem, das bisher nur für Neubauten Büros und Verwaltung existiert, ist in 6 Themenfelder unterteilt, welche wiederum in einzeln zu bewertenden Kriterien gegliedert sind. Ähnlich dem LEED wird am Anfang eines Kriteriums das Ziel erklärt, worauf die angewendete Methode und die Datengrundlage folgt.

Der Unterschied des deutschen Gütesiegel ist, dass es differenzierter misst. Bei jedem Kriterium wird nicht bloß in erfüllt oder nicht erfüllt unterschieden, sondern aufgrund von Datenmessungen werden 0 bis 10 Punkte verteilt, die im gesamten Kontext noch mit einem Faktor gewichtet werden. Man könnte das deutsche Gütesiegel also als eine Art Weiterentwicklung des amerikanischen sehen. Allerdings steht die „Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen“ noch vor einem längeren Weg zu einer größeren Relevanz dieses Zertifikates. Die Mitgliedszahl von aktuell 488 Mitgliedern der Gesellschaft stehen wohl exemplarisch hierfür.

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Obdachlosen Stadtgründung

dignity

(Quelle: Dignity Village)

Es ist eine schöne Geschichte, die „Dignity Village“ in Portland, USA erzählt. Weihachten 2000 errichten 8 Obdachlose in der Stadt eine Barackensiedlung, welche sich über die Jahre zu einem selbst-regierten Stadtteil entwickelt, der selbst ökologische Aspekte beim Bau neuer Häuser aufnimmt. Möglich machte die Entwicklung, neben der Hilfe von offizieller Seite, dass die Siedlung auf einem als Camping Platz ausgeschriebenen Ort liegt. Dadurch müssen nicht die strikteren Baugesetze der Stadt befolgt werden. Den Rest erzählen die Bilder und der Film „Adapt“ von Allison Oar.

Weitere Quellen: Myspace, Wikipedia

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Der urbane Bauernhof

Der Living Tower von SOA Architects.

Noch immer haben wir das Bild vom idyllischen Bauernhof im Kopf, wenn wir an die Produktion unserer Lebensmittel denken. Dies ist nur noch begrenzt der Fall und auch kein Modell für die Zukunft. Denn diese liegt in vertikalen Gewächshäusernsagen zumindest einige Agrarexperten. Diese sollen in den Städten stehen, Flächeninanspruchnahme reduzieren und dabei ökologisch korrekt ihre eigene Energie produzieren.

Daher beschäftigen sich auch immer wieder Architekten und Ingenierue mit solchen urbanen Bauernhöfen. Eine gute Übersicht bietet hier die Seite www.verticalfarm.com, welche unterschiedliche Projekte verschiedener Büros präsentiert.

[via: ecosistemaurbano.org]

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Green reciprocity – Grüne Wechselwirkungen von Stadt und Landschaft

„Moderation: Kai Vöckler, Publizist, Berlin
Begrüßung: Kristin Feireiss, Aedes Berlin und Ferdinand Dorsman, Botschaftsrat für Presse und Kultur der Niederländischen Botschaft in Berlin

GREEN RECIPROCITY – Grüne Wechselwirkungen von Stadt und Landschaft: Aufgrund der globalen ökologischen Krise haben Themen wie Nachhaltigkeit und Energiegewinnung in öffentlichen Diskursen an Bedeutung gewonnen. Die Verantwortung von (Landschafts-) Architekten gegenüber der Umwelt ist ebenso komplex wie die Suche nach einer Vielzahl von Strategien unter einer grünen Perspektive. Nachhaltige Mobilität, energiesparende Technologie und Design, multimodale Null-Emission-Strategien, autarke Lebensmittel- und Energieproduktion und grüne Stadt-Landschaft-Netzwerke: Wie kann eine grüne Zukunft aussehen? Welchen Beitrag kann Architektur dazu leisten?

Das Laborgespräch wird in Deutsch/Englisch stattfinden.
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten unter: vy@aedes-arc.de“
(Aedes)

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Keine Architektur ohne Natur

Es ist wahrscheinlich nicht der erste Test, der die psychischen Auswirkungen von natürlicher und gebauter Umwelt auf den Menschen untersuchen soll. An der Universität in Michigan, USA, versuchten Marc Berman, John Jonides und Stephan Kaplan in zwei Experimenten zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu kommen. Sie ließen zwei Testgruppen für fast eine Stunde jeweils durch eine Park oder das Stadtzentrum gehen und unterzogen sie anschließend einem psychologischen Test. Die „Stadtgruppe“ fiel nicht nur durch eine schlechtere Laune auf, sondern hatte auch größere Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten.

In einem zweiten Test wurden den Gruppen dann Fotos von natürlichen und städtischen Szenen gezeigt. Und auch hier wurde der gleiche Effekt festgestellt. Interessant ist die Erklärung, die herangezogen wird und an dieser Stelle ein Laien versucht wiederzugeben. In der Stadt wirken wesentlich mehr Reize auf den Menschen ein, der damit beschäftigt ist, diese zu verarbeiten. Hierfür ist der Präfrontale Cortex, ein Teil der Großhirnrinde, zuständig. Gerade dieser Teil des Gehirn steuert aber auch die Kontrolle von Handlungen. Die Abwehr der Reizüberflutung ist der Konzentration im Weg. Der Boston Globe zieht von hier Parallelen zu einem höheren Gewalt- und Konsumverhalten in Städten.

Frances Kuo, Direktorin des „Landscape and Human Health Laboratory“ an der Universtität von Illinois, formuliert die Ergebnisse so: „Ich glaube die Stadt zeigt, wie schwach einige unserer „höheren“ geistigen Fähigkeiten tatsächlich sind„.

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