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Montmartre, Bohème, Esprit?

Blick auf Montmartre um 1904

Blick auf Montmartre um 1904

Montmartre fehlt in keinem Reiseführer zur französischen Hauptstadt, immerhin scheint es doch ein Ort purer Nostalgie zu sein, an dem die Erinnerung an die Pariser Bohème, die Künstler und das verruchte Nachtleben, lebendig bleibt. Denken wir an Montmartre, hören wir förmlich die Musik aus der fabelhaften Welt der Amélie und sehen vor unserem inneren Auge einen idyllischen Platz, auf dem Künstler hinter Staffeleien stehen und auf hellen Leinwänden Kunstwerke entstehen lassen.

Warum entwickelte sich ausgerechnet Montmartre im 19. Jahrhundert zu einem Künstler-Viertel, das einen neuen Stil urbaner Malerei hervorbrachte? Geprägt waren die damaligen Werke von Motiven des alltäglichen Lebens und der Bewohner des Viertels, die zu jener Zeit dem Rand der Gesellschaft zugerechnet wurden.

Als die Industrialisierung noch im Aufbruch begriffen war, befand sich auf der Anhöhe vor den Toren der Stadt ein kleines Dorf mit Rebhängen, ausgedehnten Gärten, Feldern und Mühlen. Hier war der Wein billig, es gab Platz für Garten- und Schankbetriebe und die Gegend war bekannt für ihre Tanz- und Amüsierstätten. Die Pariser genossen am Wochenende die Vielfalt der Cabarets und Tanzlokale, und Montmartre entwickelte sich zu einer freizügigen Welt, in der gesellschaftliche Konventionen fielen. Kurz: Ein buntes Treiben, bei dem alle sozialen Schichten aufeinandertrafen.

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Esprit Montmartre

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Die SCHIRN Kunsthalle in Frankfurt zeigt in der Ausstellung Esprit Montmartre eine umfassende Auswahl an Werken der bedeutendsten Künstler der Moderne, die in Montmartre gelebt und gearbeitet haben. Erstmals werden die Werke in ihrem gesellschaftlichen, sozialen und historischen Kontext diskutiert. Allein die Betrachtung der Kunstwerke evoziert in unserem Geiste ein Bild des damaligen Montmartres und es zeigt sich, dass der besondere Ort die Werke der Künstler beeinflusste und diese gleichzeitig das Bild Montmartres prägten.

Im Rahmen der begleitenden Berichterstattung des SCHIRN MAGAZIN zur Ausstellung Esprit Montmartre in Frankfurt schreiben unterschiedliche Blogger aus Ihrer ganz eigenen Perspektive einen Beitrag zur Ausstellung. Urbanophil wird darin der Frage nachgehen, was von dem Bild Montmartres in unseren Köpfen und Reiseführern heute eigentlich noch vorhanden ist.

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Roadsworth – Die Fahrbahnmarkierung als Leinwand

© Roadsworth, http://roadsworth.com

© Roadsworth, http://roadsworth.com

Seit 2001 ergänzt der kanadische Künstler ROADSWORTH Fahrbahnmarkierungen, Schatten von Stadtmöbeln oder andere urbane Gegenstände im öffentlichen Raum mit seinen Stencils oder Bemalung und lässt so profane Dinge wie einen Zebrastreifen zu einem spielerischen Kunstwerk werden. Anfangs ging es ROADSWORTH in seinen Werken darum, die Auto-fixierte Planung des öffentlichen Raumes anzuprangern. Seit seiner Verhaftung und Anklage über 53 Fällen von Sachbeschädigung und Vandalismus im Jahre 2004, hat ROADSWORTH eine Vielzahl an Aufträgen erhalten.

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Berlinale 2014

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Die 64. Berlinale hat heute begonnen. Das nehmen wir zum Anlass, Euch ein paar Filme ans Herz zu legen, die in einem urbanophilen Kontext stehen. Viel Spaß bei der Kartenjagd!

Cathedrals of Cultures ist ein 3-D-Projekt über die Seele von Bauwerken, welches sechs sehr unterschiedliche Architekturikonen für sich selbst sprechen lässt und erkundet, wie sie unsere Kultur reflektieren und unser kollektives Gedächtnis bewahren. Eine Architekturreise zu Bauwerken und Skulpturen in Deutschland, Europa, Südamerika, den USA, Japan sowie einer Inselgruppe im Pazifik, die durch historische Ereignisse, Kriege und geopolitische Auseinandersetzungen miteinander in Verbindung stehen, zeigt der Film The Airstrip – Aufbruch der Moderne, Teil III. Dass das “Haus Tugendhaft” eine Ikone der Architekturmoderne ist, haben wir ja bereits hier auf dem Blog diskutiert. Sky Lines zeichnet Linien wie Panoramen auf den Filmscreen, begleitet durch Musik. 

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London Tube – Signbusting

Umsteigen in 'Stop Staring', © Imgur LL.C.

Umsteigen in ‘Stop Staring’, © Imgur LL.C.

Wer Adbusting / Subvertising zu politisch oder eindimensional findet, kann sich pünktlich zur Wochenmitte über diese neue Sub-Subkultur aus dem weiten Meer der Streetart freuen, bei dem wohl das Wort subversively zu subsurface umgedeutet wurde: Tube-Sign-Busting.

We apologise that all apologies for the chronic overcrowding on this train are shallow and meaningless.

Auch in Berlin gibt es schon zaghafte Versuche (siehe Bild unten), die Hinweisschilder der U-Bahn – neutral ausgedrückt – zu verändern. In London scheinen dort aber professionellere Macher am Werk zu sein, die zudem das Verhalten der Großstädter im Untergrund treffsicher auf den Arm nehmen.

Trotz wochenlangen Recherchen des Urbanophil-Teams war es leider nicht möglich, die Urheber herauszufinden und ihnen die sich aufdrängenden Fragen zu stellen. Aber die Bilder der ‘Signbusters’ auf imgur.com sind auch ohne weitere Erklärung großartig!

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    Aug
    30
    Sa
    11:00 Stadtführung zu Ludwig Leos Bauten
    Stadtführung zu Ludwig Leos Bauten
    Aug 30 @ 11:00
    Architekturführung Ludiwg Leo: Sporthalle Charlottenburg Startpunkt: direkt vor der Halle, Sömmeringstraße 29. Führung von Gregor Harbusch, Kunsthistoriker. Anmeldung erbeten unter Tel.: 9029 24 106 Die Führung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung Nachkriegsmoderne – Architektur[...]
    Sep
    2
    Di
    15:30 Stadtforum Berlin 2030 – Abschlu... @ Umspannwerk Alexanderplatz
    Stadtforum Berlin 2030 – Abschlu... @ Umspannwerk Alexanderplatz
    Sep 2 @ 15:30 – 18:00
    Aus der Einladung zur Veranstaltung: In den vergangenen anderthalb Jahren haben interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie die Fachöffentlichkeit in mehreren Stadtforen 2030 über die soziale und wirtschaftliche Zukunft unserer Stadt sowie über die[...]
    Sep
    14
    So
    11:00 Finissage: Kuratorenführung durc... @ Villa Oppenheim
    Finissage: Kuratorenführung durc... @ Villa Oppenheim
    Sep 14 @ 11:00
    Letzte Gelegenheit: Führung mit Mila Hacke, Kuratorin der Ausstellung Nachkriegsmoderne – Architektur in Charlottenburg Wilmersdorf . Teilnahme frei. Anmeldung erbeten unter Tel.: 9029 24106 Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung Nachkriegsmoderne – Architektur[...]

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