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Die Wand hat den Dreh raus!


(Bild: Liverpool Biennial)

Zuerst ist man verunsichert. „Dreht sich die Wand? Oder ist das nur gemalt? … Dann dürfte sie sich aber nicht bewegen!“ Das Werk „Turning the place over“ des Künstlers Richard Wilson entstand im Rahmen der Biennale zeitgenössischer Kunst. Dafür wurde bei einem leerstehenden Gebäude in Liverpool ein 8m-großes Stück aus der Fassade herausgeschnitten, das nun, an einem Stahlarm befestigt, rotiert. Und damit das vorbeilaufende und -fahrende Publikum ins Staunen versetzen soll (Quelle). Die Frage ob das Kunst ist, bezweifelt zumindest Nick Coligan in seinem Artikel „Citys new room with a view… but is it art?. Wie auch immer… dies sollte jeder für sich selbst entscheiden, aber unbedingt vorher den Film ansehen. (via: meta.mag.de)

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Tanzen – die beste Raumaneignung


(Foto: hedonistische Internationale)

Jeder tanzt anders: der eine etwas ausladender, der andere etwas ruhiger. Aber egal was einem mehr liegt… man kann es auch draußen machen – und sich dabei den öfffentlichen Raum aneignen. Die Hedonistische Internationale (von denen wir 2 Vertreter bei unseren urbanoFILMS #6 willkommen heissen konnten) und das Bündnis für urbane Mobilbeschallung (kurz BUMS) haben im Rahmen des Worldtronics-Festivlas einen Stand mit dem dem Motto „Tanzen ist die schönste Art, sich öffentlichen Raum anzueignen„. Und die Jungs und Mädchen sprechen ja aus Erfahrung, wie sie schon öfter bewiesen haben: (z.B. hier, hier).

Eine wunderbare Mischung aus Spass, guter Musik, politischen Ambitionen und kreativen Ideen. Und aus Sicht eines Stadtplaners natürliche eine tolle Entwicklung, die dem öffentlichen Raum neue Bedeutung zu teil werden lässt. Was zahlreiche stadtplanerische Aktionen und soziologische Analysen nicht schafften wird nun umgesetzt. Das gibt zu denken… und viel Anlass mitzutanzen.

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Street-Art-Werbung

(Quelle: sawse.com)

Street-Art Techniken in der kommerziellen Werbewelt aufzugreifen dient nicht nur, um bei Jugendlichen an Coolness zu gewinnen, sondern kann manchmal auch sehr effektiv sein. Diese Werbeaktion des Roten Kreuzes soll auf Umweltkatastrophen in anderen Teilen der Welt aufmerksam machen und für benötigte Hilfe werben. Die Bilder sprechen wohl für sich.

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Die Straße der Lieder

Manche innovativen Ideen entspringen einem Zufall oder Unfall. Ein gewisser Mr. Shinoda beschädigte ein Stück Straße in Japan mit einem Bagger und bemerkte anschließend beim Überfahren des beschädigten Straßenbelages, dass Töne entstehen. Das hätte er wohl auch beim Passieren eines Kuhgitters feststellen können, aber so scheint sich nun mal die Geschichte zugetragen zu haben.


(Quelle: deputy-dog.com)

Zusammen mit dem Hokkaido Industrial Research Institute wurde darauf hin die Idee ausgearbeitet an 3 Stellen in Japan die Straßenoberfläche so zu behandeln, dass die Töne ganze Lieder bilden. Dazu wurde der Asphalt quer zur Fahrtrichtung eingeritzt. Die Tiefe und er Abstand der Rillen bestimmen den jeweiligen Ton. Ein kleines Video auf der Internetseite deputy-dog.com sehr anschaulich und amüsant den Effekt.

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Zu nah am Forschungsobjekt

Bekannt ist das Phänomen von hauptsächlich Jugendlichen, die ihr gesamtes gesellschaftliches Leben in die nächstgelegene Shopping Mall verlegt haben. Die Mall „Providence Place“ in Rhode Island/USA warb, vielleicht in Anspielung darauf, in einem Werbespot 2003 damit, wie schön es doch wäre gleich in ihr zu wohnen. Michael Townsend und 6 Künstlerkollegen namen dieses Gedankenspiel wörtlich und errichteten im folgenden Jahr im Parkhaus der Mall eine ca. 70qm große Wohnung, die sie bis zur Entdeckung durch Sicherheitsleute im Oktober dieses Jahres regelmäßig bewohnten.


(Quelle: Homepage von Trummerkind)

Das Projekt mit dem Namen „Trummerkind“ entwuchs dem Wunsch die Mall und das Leben als Konsument besser zu verstehen. Die Erfahrungen und Beobachtungen, die sie sammeln konnten, hoffen sie (und auch wir) bald mit einem größerem Publikum zu teilen.

(siehe auch: Artikel bei ABC News)

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