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Buchverlosung: „Wir duschen am liebsten nackt“ – Die witzigsten WG-Anzeigen von Joab Nist

Endlich ist es wieder so weit, es gibt neues in Buchform, aus dem „Notes of Berlin“- Universum. Joab Nist, der seit Jahren unermüdlich die schöne urbane Zettelwirtschaft für uns sammelt und aufbereitet, hat sich in seinem neuen Buch mit den überall aushängenden und in den einschlägigen Medien inserierten WG-Anzeigen gewidmet und dort einige Schätze der deutschen Sozial-Kunst geborgen. Manche Anzeigen sind so formuliert, dass alle Stereotypen und Klischees, die man entweder aus der eigenen WG-Karriere oder von Erzählungen des privaten Umfelds kennt, auf das schillernste bedient werden.

Abb.: Buchcover Goldmann Verlag

Abb.: Buchcover Goldmann Verlag

Zur Veröffentlichung des Buches hat uns Joab und sein Verlag zwei Exemplare zu Verfügung gestellt, die wir gerne an euch verlosen wollen. Alles was ihr dafür tun müsst, ist uns entweder ein Foto einer interessanten WG-Anzeige zu schicken oder wahlweise eine eurer Best-of-WG-Geschichten zu schreiben.  Diese schickt ihr bis spätestens 11. Juli, 24 Uhr an unsere Info@-Adresse (Bei Fotos bitte geringe aber noch lesbare Auflösung). Als Betreff “Wir duschen auch am liebsten nackt” angeben. Die zwei lustigsten, rührendsten oder kreativsten Einsendungen bekommen das Buch zugeschickt. Gebt hierfür eure Postadresse (die für die gelbe Post) an. Es werden nur selbst fotografierte Notes akzeptiert, Internet-Resourcen fliegen raus. Die Gewinnerinen bzw. Gewinner werden Anfang der kommenden Woche hier auf dem Blog, durch Veröffentlichung der Einsendung bekannt gegeben, insofern bestätigt ihr durch eure Einsendung, dass ihr im Besitz der Bildrechte seid. Die Auswahl folgt rein subjektiven Kriterien, weswegen der Rechtsweg ausgeschlossen ist.

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Wir duschen am liebsten nackt – Die witzigsten WG-Anzeigen

Herausgeber: Joab Nist

Erschienen: im Juli 2014, im Goldmann Verlag

Taschenbuch, Broschur, 192 S., 8,99 €

ISBN: 978-3-442-15800-3

Weitere Infos über das Buch

Webseite des Verlags

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Wie klingt eigentlich Bonn?

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Sound und Klang. Neben Mapping eines der momentan hippen Themen der urbanen Kultur und der Stadtentwicklung, denn beide Formate sind nicht nur künstlerisches, sondern auch analytisches Medium und Instrument, das auch in den Disziplinen Stadtplanung und Architektur zunehmend Beachtung findet. Im Rahmen der bonn hoeren-Initiative, die in diesem Jahr bereits zum fünften Mal statt findet, steht zwar die Klangkunst im Mittelpunkt, dennoch wird eng mit Architekten und Stadtplanern zusammen gearbeitet.

bonn hoeren ist ein projekt der »beethovenstiftung für kunst und kultur der bundesstadt bonn«. seit 2010 wird jedes jahr ein bedeutender klangkünstler zum stadtklangkünstler bonn berufen. die künstlerischen forschungen und präsentationen der jeweiligen stadtklangkünstler stehen in engem bezug zur stadt bonn, ihren bürgern und besuchern, und deren alltäglichen innerstädtischen lebens- und arbeitsbereichen.

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#STREETARTWOCHEN #12: Grand Budapest Madame

Grand Budapest Madame

Grand Budapest Madame

Lange habe ich überlegt, worüber ich eigentlich schreiben sollte, wenn ich an meine Lieblings-Streetartbilder denke. Die Beiträge der letzten Wochen waren sehr ausführlich und haben weitreichende Informationen zum Nutzen und Wirken von Graffiti und seiner Bedeutung gegeben. So intensiv habe ich mich damit gar nicht beschäftigt.

Als ich vor zehn Jahren zusammen mit anderen Stadtplanungsstudierenden in Poznan war, habe ich meine Kamera zeitweise einem Kommilitonen gegeben, der bereits damals ein gutes Auge für Streetartbilder hatte. Bis dahin waren mir diese kleinen Kunstwerke bei meinen Aufenthalten in Städten noch nie so bewusst aufgefallen. Als ich später dann die Fotos anschaute, wurde mir klar, welch Kunstreichtum, Ausdrucksstärke und Kritik von Streetart ausgehen kann und wie schön es sein kann, den Blick auf die kleinen und manchmal auch verborgenen Dinge in Städten zu richten. Dafür bin ich heute noch sehr dankbar.

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#Streetartwochen #11: Murals und Stencils in Kairo

Von ganz groß bis ganz klein: zum Abschluss der 6-tägigen Reihe über Graffiti in Kairo dreht sich der heutige Beitrag um Murals und Stencils. Ging es in der vergangenen Woche vorrangig um Inhalte und sehr politische Themen, stehen heute eher die unterschiedlichen Techniken und Formen der Wandbemalungen im Vordergrund.

Murals sind großflächige Graffitidarstellungen, die ganze Fassaden oder breite Wandflächen in Beschlag nehmen und meist sehr aufwendig gestaltet sind. Durch ihre Dimensionen beeindrucken sie mit einer hohen Detaildichte und starken Aussagekraft. Stencils hingegen sind Schablonenbilder, die relativ leicht, unauffällig und ohne hohen Zeitaufwand aufgesprüht werden können. Ob ihrer Schlichtheit transportieren sie ihre Botschaften oft in komprimierten, symbolhaften Bildern mit hohem Wiedererkennungswert.

In der Kairoer Innenstadt sind Stencils sehr weit verbreitet. Sie begegnen einem praktisch an jeder Hausecke, manchmal prominent platziert, manchmal raffiniert versteckt. Murals hingegen finden sich vor allem auf den Wänden in der Mohamed Mahmoud Straße – besonders beliebt sind die Mauern des Campus der American University in Cairo – nahe das Tahrir Platzes. Gerne genutzt wurden auch die Wälle aus Betonquadern, die während der Revolution zum Schutz des Regierungsviertels in den Querstraßen errichtet wurden, mittlerweile jedoch größtenteils wieder abgebaut wurden.

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Monkey see, monkey do. Oder auch: der Affe wählt sein Ebenbild.

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#Streetartwochen #10: Rede- und Pressefreiheit in Ägypten

Mittlerweile kennen wir das: geradezu reflexartig greifen Machthaber, die ihre politische Vormachtstellung gefährdet sehen, zu „kreativen“ Maßnahmen, um Presse- und Redefreiheit einzuschränken. Kritische Stimmen sollen ausgeschaltet, eine unabhängige Berichterstattung verhindert werden. Momentan ist das in der Türkei wieder exemplarisch zu beobachten (Sperre von YouTube und Twitter).

Der Umsturz in Ägypten wurde auch als Facebook-Revolution bekannt. Hunderttausende Bürger verabredeten sich über die sozialen Netzwerke zu ihren Protestmärschen. Misshandlungen von Demonstranten wurden gefilmt und beinahe in Echtzeit auf Videoplattformen hochgeladen. Auf Kurznachrichtendiensten wurden die neusten Ereignisse geschildert, debattiert und in alle Welt verbreitet. Gleichzeitig wurden von politischer Seite Grundrechte der Rede-, Presse-, und Versammlungsfreiheit massiv eingeschränkt, staatliche Medien in Ihrer Berichterstattung zentral gelenkt, das Internet phasenweise ganz abgeschaltet.

In der Gemengelage aus Gerüchte, Anschuldigungen und Verleumdungen war es beinahe unmöglich, sich ein neutrales Bild der Lage zu erschließen. Die resultierende Propagandaschlacht wurde auch auf Kairos Wänden ausgetragen, auf denen sich Graffitikünstler auf bildliche Weise mit den Themen der Presse- und Redefreiheit auseinadersetzten.

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Wo ist bloß der Schlüssel zur Redefreiheit?

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