Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Kategorie »Stadtentwicklung & Stadtpolitik« RSS
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Partizipation des Vergessens

Rathausforum, Design der website www.stadtdebatte.berlin.de (zebralog). Um diesen Stadtraum geht´s

Quelle: zebralog

Rathausforum, Design der website www.stadtdebatte.berlin.de (zebralog). Um diesen Stadtraum geht´s

André Franke schaut auf die Entwicklung der Berliner Mitte, hier sein Gastbeitrag:

Es ist schon ganz schön viel verlangt, was Stefan Evers sich da wünscht. “Mit einem weißen Blatt Papier” sollten wir in den Stadtdialog ums Rathausforum gehen. Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU im Abgeordnetenhaus hat da schlichtweg eine Unmöglichkeit geäußert. Oder eben einen Wunsch.

Die Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung zur “Berliner Mitte” vom letzten Montag hatte Ausnahmecharakter. Es wirkte, als fände sie in einem geschützten Raum statt. Und dieser Raum kam zustande, weil jedem klar war, dass es heute nicht um Inhalte ging, sondern um die Form. Zebralog, Agentur für crossmediale Bürgerbeteiligung, stellte das “Prozessdesign” für das Debattenprojekt ums Rathausforum vor. Heute wurde nicht geboxt, sondern der Boxkampf verabredet. Und das ist nicht einmal das falsche Wort. Antje Kapek von den Grünen, wünschte sich ausdrücklich, dass die anstehende Diskussion “knackig und kontrovers” geführt werde. Bisher war es so, dass die Debatte, ob Freiraum oder Bebauung, in den Medien und über Veröffentlichungen ausgetragen wurde. Ein Vorschlag jagte den anderen. Alle waren sie unverbindlich. Und die Giganten der Stadtplanung blieben unter sich, in ihren eigenen Veranstaltungen und übten am

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Olympia Anders Denken

OlympiaAndersDenken

Quelle: Hans-Hermann Albers

OlympiaAndersDenken

Die „Wir wollen die Spiele“  –Kampagne ist in Berlin unübersehbar. Mit einem Aufgebot an Plakaten, Anzeigen, Werbespots und Promistimmen macht das Berlin Marketing (Berlin Partner) Stimmung für die Bewerbung Berlins als Olympiastadt 2024 oder (wenn es nicht klappt) 2028.

Der Senat informiert parallel zum Bewerbungsvorgang (www.berlin.de/spiele-in-berlin/) und lädt auf der Website „Was will Berlin?“ zur Bürgerbeteiligung und Ideensammlung ein (http://was-will.berlin.de). Auch für eine sogenannte Bürgerbegleitgruppe kann sich der engagierte Bürger bewerben.

Leider ist die zuerst genannte öffentliche Kampagne „nur“ populäre und klassische Event-PR, ohne maßgeblich auf Hintergründe einzugehen und Inhalte über ein mögliches Konzept der Spiele zu transportieren. Für eine Stadt, in der Debatten um Stadtentwicklung ein breites und engagiertes Publikum haben, ist dies durchaus als Missachtung der bestehenden urbanen Kultur zu verstehen. Und das Senatsangebot zur Olympiabewerbung wirkt bislang trocken, wenig aufklärend und nur begrenzt motivierend – die geringen Teilnahmewerte an den Umfragen und dem Online-Diskussionsforum bestätigen dies hinreichend – (möchte man hier überhaupt Olympische Spiele?). Beides fördert die Skepsis und hinterlässt bei vielen Bürgern hinter dem Slogan „Wir wollen die Spiele“ ein großes Fragezeichen, dass oft mit der Sicht auf die herrschenden Stadtentwicklungsprobleme eingelöst wird: BER Skandal, Wohnungsproblematik, marode städtische Infrastrukturen und ein belasteter Finanzhaushalt. Eine fruchtbare Debatte, die eine gesamtstädtische Entwicklung über das Thema Olympische Spiele stellt ist bislang kaum sichtbar.

Etwas kurzfristig und überraschend ploppte deshalb in der vergangenen Woche die Meldung in den digitalen Postkasten: #OlympiaGehtAuchAnders! Kulturstaatssekretär Tim Renner und Vertreter der Berliner Kunst- und Kreativszene laden zum öffentlichen Brainstorming für Ideen und Vorschläge für Olympischen Spiele ein. Als Diskussionsgrundlage legte man ein kurzes Thesenpapier vor, dass unkonventionell, bunt und frisch wirkt und mit Dialog anregenden Übertreibungen spielt – also den Charakter eines jungen, frechen und kreativen Berlins aufnimmt. In der Presse und den sozialen Medien kursierte bald der Begriff „Coolympia“…

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Das Volk MUSS Weg – Die gewollte und geplante Gentrifizierung des Zoo!

Endlich Schluss mit Billigläden und Sexshops. Stattdessen neue Hochhäuser und Läden. Die City-West erfindet sich neu. Wohlklingende Schlagzeilen, die da über das Viertel rund um den Zoo grassieren.

Im Frühjahr verschwindet dann die letzte „Schmuddelecke“, das Aschinger-Haus mit benachbartem Leineweber-Haus an der Joachimsthaler Straße werden abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Doch schauen wir uns die sogenannte „Schmuddelecke“ mit Spielhallen, Sexshops und Imbissbuden einmal genauer an, und wie es dazu kam.

Der Bau, 1973 fertiggestellt nach Plänen des einstigen (West-)Berliner Stararchitekten Dietrich Garski, zählte sicherlich nie zu den Schönheiten Berlins, doch beherbergte er bis vor wenigen Jahren noch ein gerade bei Touristen mit knappen Geldbeutel beliebtes Hostel. Jahrzehntelang war hier auch die bekannte Fußballlokalität „Holst am Zoo“, zuletzt betrieben als „Hanne am Zoo“, beheimatet. Ex-Bundesligaprofi Hans Weiner hätte das Berliner Traditionslokal auch gern weiterbetrieben, doch hatte der neue Eigentümer des Hauses wohl kein Interesse an einer Verlängerung des Mietvertrages und so blieb 2010 nur die für viele plötzliche Schließung des Lokales. Hanne Weiner ist es trotz intensiver Bemühungen bis heute nicht gelungen, am Zoo neue Räumlichkeiten anzumieten. Entweder sind die Mieten zu hoch oder eine Fußballgaststätte passt den Vermietern nicht ins Konzept. Hier ist eben kein Platz mehr für den Volkssport Fußball.

Dem Erotikmuseum von Beate Uhse im Leineweber-Haus, das im letzten Dezember schließen musste, ging es ebenso. Deren Geschäftsbetrieb kann man wohl kaum als Sexshop bezeichnen und selbst wenn? Immerhin befinden wir uns in einer Metropole, die sich allzu gern als weltoffen und tolerant definiert.

Abb.: Das Aschinger-Haus; Foto Axel Goedel

Abb.: Das Aschinger-Haus; Foto von Axel Goedel

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Call for Papers re:publica 2015 – Zukunftsstadt?

In 1954 the city of the tomorrow would provide flying saucers for everybody! Credit: James Vaughan (CC BY-SA 2.0) http://bit.ly/1sBVf0Q

Quelle: re:publica

In 1954 the city of the tomorrow would provide flying saucers for everybody! Credit: James Vaughan (CC BY-SA 2.0) http://bit.ly/1sBVf0Q

Wir empfehlen:

Von Fritz Lang’s Metropolis bis hin zu schwimmenden Städten, das Schlagwort “Zukunftsstadt” löst verschiedenste Visionen des Zusammenlebens aus. Die Frage nach dem “wie” leben gewinnt zunehmend an Bedeutung, denn immer mehr Menschen ziehen in die Städte. Ob Klimaanpassung, nachhaltige Mobilität, bezahlbares Wohnen, demographischer Wandel oder Zuwanderung, in der Stadt treffen diese Fragen aufeinander und werden diskutiert. Und weil es wichtig ist, vielfältige Perspektiven zu thematisieren, bevor die “smarte” Stadt Einzug erhält, hat das Wissenschaftsjahr 2015 das Augenmerk auf die Zukunft der Städte gelegt.

Auch in diesem Jahr wird es auf der re:publica in Kooperation eine Subkonferenz geben, die sich an der Schnittstelle von urbanem Leben und nachhaltiger Innovation bewegt. Nicht nur smarte Sensoren und die Vernetzung im Öffentlichen Raum sollen Gegenstand sein, sondern auch alternative Lösungen für das zukünftige Miteinander sind gefragt. In diesem Rahmen gibt es einen speziellen Aufruf innerhalb des Call for Papers an alle, die sich mit dem Thema Zukunftsstadt auseinander setzen wollen. Für die Zukunftsstadt wurde die Frist bis zum 20. Februar 2015 verlängert.

Weitere Details zu dem Thema Zukunftsstadt sind hier zu finden: https://re-publica.de/news/wissenschaftsjahr-2015-zukunftsstadt-beteiligt-euch-am-call-papers Und weitere Informationen zum re:publica Call for Papers gibt es hier: https://re-publica.de/call-papers

Die re:publica Subkonferenz ist Teil des Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt:

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Leerstandsmelder unterstützen

Entstanden im Umfeld des Gängeviertel gibt es die Initiative des Leerstandsmelders bereits in über 20 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine wirklich erstaunliche Entwicklung, die nicht nur die Möglichkeiten und Notwendigkeit dieses Tools aufzeigt, sondern auch das vielfältige damit verbundene Engagement. Nun aber soll die Technik auf den neuesten Stand gebracht werden.

Nach vier Jahren ist die Betaphase vorbei – Leerstandsmelder.de braucht dringend technische Erweiterungen wie eine App und die Integration der zahlreichen Verbesserungsvorschläge. So wollen wir die Nutzerfreundlichkeit erhöhen, noch mehr Leerstände in noch mehr Städten sammeln und die Arbeit lokaler Leerstands-Initiativen unterstützen. Für die Umsetzung fehlt uns allerdings noch die Finanzierung. Daher haben wir eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

Diese findet ihr auf der Crowdfunding-Plattform kickstarter.

Disclaimer: Der Autor ist als Mitglied der Raumpiraten Mitbetreiber des Leerstandsmelders Kaiserslautern.

  • Terminkalender

    Mrz
    16
    Mo
    13:30 Fachtagung: Neue Wege zum öffent... @ Heinrich-Böll-Stiftung
    Fachtagung: Neue Wege zum öffent... @ Heinrich-Böll-Stiftung
    Mrz 16 @ 13:30 – Mrz 17 @ 16:30
    Urbane Biodiversität hat in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewonnen - erst 2012 haben sich 60 Städte, Gemeinden und Landkreise zum Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" zusammengeschlossen. Siedlungsgebiete können vielen Tier- und Pflanzenarten bessere[...]
    Apr
    2
    Do
    16:00 Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Apr 2 @ 16:00 – 18:00
    An jedem ersten Donnerstag im Monat beantwortet das IGA-Team Fragen rund um die Internationale Gartenausstellung im persönlichen Gespräch. Im Gegensatz zu den vielfältigen Informationsveranstaltungen werden bei dieser Veranstaltung keine Themen aktiv vorgestellt. Vielmehr steht die[...]
    Mai
    7
    Do
    16:00 Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Bürgersprechstunde zu Fragen run... @ IGA-Markthalle
    Mai 7 @ 16:00 – 18:00
    An jedem ersten Donnerstag im Monat beantwortet das IGA-Team Fragen rund um die Internationale Gartenausstellung im persönlichen Gespräch. Im Gegensatz zu den vielfältigen Informationsveranstaltungen werden bei dieser Veranstaltung keine Themen aktiv vorgestellt. Vielmehr steht die[...]

    View Calendar

  • Neuste Kommentare

  • Häufig genutzte Schlagworte

  • nach oben ↑
    Themen