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Stuttgart 21 – Teil 4
Stuttgart 21 – Teil 4: Kooperatives Gutachterverfahren und Alternativkonzept K21 1996/1997
Anfang 1996 wurde das Projekt Stuttgart 21 mit viel Energie vorangetrieben. Nach einer langen Zeit der theoretischen Planung sollten nun Bilder folgen und sichtbar werden wie modern die Landeshauptstadt zukünftig erscheinen möchte.
Um die Grundlage der Planung, einen Städtebaulichen Rahmenplan, zu entwickeln, wurde ein Ideenwettbewerb ausgelobt, der nach ein bislang in der Form noch nicht praktizierten Format ablaufen sollte. Im Rahmen eines Kooperativen Gutachterverfahrens wurden zehn Planungsbüros gebeten ihre Visionen für das neue Stück Innenstadt einzureichen. Die zehn Entwürfe wurden im Anschluss mit allen zehn Büros diskutiert und im Prozess laufend angepasst. Stück für Stück konkretisierten sich auf diese Weise Nutzungen, Form, Dichte und Mischungsverhältnisse, die guten Ideen aller gingen direkt in den Prozess ein.
Ein außergewöhnliches Verfahren, das allerdings die Beseitigung der oberirdischen Bahnkörper und Gleise voraussetzte, was nicht allen Bürgerinnen und Bürgern gefiel. Aus diesem Grund stellte UMKEHR Stuttgart, ein Bündnis einiger Stuttgarter Umwelt- und Naturschutzverbände, eine alternative Planungsidee mit Erhalt des Stuttgarter Hauptbahnhofs als Kopfbahnhof – Kopfbahnhof 21, kurz K21 – vor, die bis heute ständig aktualisiert und fortgeschrieben wird.
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Richtung 2000 – Vorschau auf die Welt von morgen
Eine schöne Doku des ZDF aus 1972. Die erste Hälfte des (youtube bedingt dreigeteilten) Videos spielt im Jahr 2000 aus damaliger Sicht. Besonders schön das Thema Mobilität: Die Hauptfigur legt den Arbeitsweg multimodal zurück. Er ist zu Fuß, mit der Schnellbahn, dem Elektro-Leihwagen und Transportbändern unterwegs. Der Elektroleihwagen erinnert stark an Car2go, auch wenn man bei diesem System keine Münzen einwerfen muss. ;)
Der erste Teil zeigt die Konsequenz aus Teil 2 der Doku, die eine Art Bestandsaufnahme im Jahr 1972 darstellt und insbesondere an Umweltverschmutzung und Autoverkehr Kritik übt. Interessanterweise wird im Ersten, dem “utopischen” Teil durchgehend geraucht. Weniger Autoverkehr war anscheinend 1972 schon denkbar, das Rauchen aufzugeben offenbar weniger.
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Es wird gekürzt! Städtebauförderung 2012 – Neues aus dem Bundestag
Im Bundestag wurde jetzt über die Städtebauförderung debattiert. Im letzten Jahr wurden die Mittel des Bundes für die Städtebauförderung um rund 150 Mio. Euro gekürzt. Die große Kritik an der Sparmaßnahme wurde von Urbanophil durch die Petition “Stadt fördern! Statt kürzen.” unterstützt. Und jetzt wieder: Es wird gekürzt.
Die Mittel sinken um 10%, was allerdings durch ein neues KfW-Programm zur energetischen Stadterneuerung in Höhe von rund 90 Mio. Euro kompensiert werden soll. Die Argumentation von Peter Ramsauer zur neuen Mittelverteilung und die zum Teil emotionalen Zwischenrufe können in einem Videomitschnitt des Bundestages nachvollzogen werden. Sehenswert auch oder gerade, weil einige Fragen bleiben: Warum wird das Programm „Soziale Stadt“ im letzten Jahr drastisch gekürzt und jetzt als „segensreiches“ Programm bezeichnet und die Mittel wieder erhöht? Warum betont Peter Ramsauer in diesem Jahr die große Bedeutung der Städtebauförderung für die Wirtschaftskraft in den Kommunen, wenn doch im letzten Jahr der Eindruck entstand die Städtebauförderung sei überflüssig?
Weitere Infos und das Video aus dem Bundestag unter www.bmvbs.de
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Gespräch zur Baugruppe R50 in Berlin

Ein ausführliches Gespräch zwischen Jesko Fezer und Christian Berkes über Planungsverständnisse, die Organisation von Gruppenprozessen, Gentrifizierung und manchmal unübersichtliche Begehren in der Architektur.
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Pfandsammler als haushaltsnahe Dienstleister
Flaschensammler gibt es in Großstädten mittlerweile zu hunderten. Ihre selbstorganisierte Arbeit ist Ausdruck der prekären Lebenssituation vieler Stadtbewohner. Damit die Pfandsammler nicht im Müll wühlen müssen, finden sich mittlerweile an vielen Mülltonnen Aufkleber mit der Aufforderung, Flaschen neben die Tonne zu stellen.
Es gibt urbane Hotspots, an denen allabendlich hunderte von Pfandflaschen zusammen kommen. Doch damit die Sammler auch ganztägig und ganzjährig ausreichend Flaschen zusammenbekommen können, gibt es jetzt die Webseite pfandgeben.de. Wenn man in seinen eigenen vier Wänden ausreichend Flaschen angehäuft hat, aber zu faul ist, sie zum Getränkemarkt zu schleppen, kann man auf dieser Webseite die Handynummern von einigen Pfandsammlern bekommen, die dann als Dienstleistung gegen das Pfandgeld die Flaschen abholen kommen. Damit sich der Aufwand lohnt, sollten es aber schon mindestens 30 Flaschen sein.




