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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Radiant City – Doku über kanadische Suburbs

Radiant City by Jim Brown & by Gary Burns, National Film Board of Canada

Der kanadische Regisseur und Komiker Gary Burns hat gemeinsam mit dem Journalisten Jim Brown eine rund 80-minütige Dokumentation über das Leben in Oakville, einem kanadischen Suburb westlich von Toronto gedreht. Etwas deprimierend, aber sehenswert!

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urban view – Abschlussveranstaltung zum Forschungsprojekt “Umwege und Unorte”

“Flanieren ist Programm!” unter dieser Losung wurde von Tina Saum und Daniela Metz (die flanerie) aus Stuttgart ein Projekt initiiert, das sich im Bereich der “Artistic Research” verortet. Das bedeutet, dass Wissenschaftler und Künstler aus unterschiedlichen Disziplinen innert eines selbst erschaffenen temporären und mobilen flanerie-labors die umwege & unorte Stuttgarts erkundet haben und in dieser Konstellation ausprobiert haben, inwiefern das Flanieren als Arbeitsmethode in Verwaltung, Kunst und Wissenschaft verwendet werden kann.

 

 

Nachdem sechs Wochen lang flaniert, visioniert, entwickelt und experimentiert wurde, sollen ab Mittwoch kommender Woche (10.-14. Oktober 2012) die entstandenen Arbeiten und erste Erkenntnisse in einer interaktiven Werkschau im Stadtlabor Stuttgart aus- und vorgestellt werden. Gemeinsam soll ein Resümee über die Arbeitsweise, die Methode und die Vorgehensweise erarbeitet werden, das zum einen das Ende des ersten und gleichzeitig den Beginn des zweiten Zyklus markieren soll.

urban viewÖffentliche Werkschau zum Abschluss des flanerie-labors 10.-14. Oktober 2012, Stadtlabor Stuttgart

Claus Bauman, Anja Dauschek und Karsten Michael Drohsel begleiteten den gesamten Prozess und beobachteten als gop – groupe observateur provokativ den Arbeitsprozess. Zum Auftakt der urban view-Woche bitten sie nun in eine Arena zur Live-Auswertung der im Modellprojekt umwege & unorte gesammelten Materialien und Erkenntnisse. Mit Reflexion, Diskussion und Neuverortung eindeutig mehr als nur ein Einblick in die Arbeit der Flaneure!

Arena-Live-Auswertung: Mittwoch, 10.10.2012 / 19 Uhr im Stadtlabor Stuttgart / Kriegsbergstraße 30 / 70174 Stuttgart

Zudem finden Freitag, 12.10.2012 & Samstag, 13.10.2012 mehrere Audio-Walks des Belgrader Literaten Simon Maric und der Stuttgarter Flaneurin Tina Saum statt,  die eine Gruppe junger, blinder Menschen der Stuttgarter Nikolauspflege sie auf ihren alltäglichen Wegen durch Stuttgart begleiteten. Startzeitpunkt: Im Zeitraum von jeweils 11 bis 19 Uhr selbst auswählbar, Start- und Endpunkt: Stadtlabor Stuttgart / Kriegsbergstraße 30 / 70174 Stuttgart

Weitere Informationen unter: www.dieflanerie.wordpress.com/umwegeunorte

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yeah, urbanize! – die Dritte

Ende dieser Woche, ab dem 5. Oktober,  findet die mittlerweile dritte Auflage des „urbanize! Festival“ der geschätzten wiener Zeitschrift für Stadtforschung, dérive, statt. Unter dem Motto „stadt selber machen“ wird an insgesamt 10 Tagen innert unterschiedlicher Veranstaltungsformate die Diskussion der Forderungen nach Mit- und Selbstbestimmung im urbanen Lebensraum ins Zentrum gerückt und von verschiedenen Seiten untersucht.

Mit Vorträgen, Präsentationen und Diskussionen, Workshops, Spotlight-Lectures, Bar- und Kamingesprächen, Performances, Ausstellungen, Literatur und Film (ihr seht, die 10 Tage sind mehr als anregend voll gestaltet), soll historisches und aktuelles Wissen um Partizipation an urbanen Prozessen, aktive Stadtaneignung, Erkämpfung und Erhaltung von Freiräumen, also eine Menge Chancen, aber auch die Grenzen von diesen Prozessen, ausgelotet und weitergegeben werden.

 

© dérive

Traditionell expandiert das Festival mit vielen Aktionen in den urbanen Raum. Stadtspaziergänge und künstlerische Interventionen lassen sicher den einen oder die andere WienerIn neues entdecken und die Stadt mit anderen Augen sehen und wahrnehmen. Insofern könnt ihr euch sicher vorstellen, dass mir genau diese Formate am meisten am Herzen liegen, vor allem das „laboratoire dérive“, ein zentraler Bestandteil des Festivals und der Gründungsmythos aus dem die Zeitschrift vormals hervorgegangen ist.

Das laboratoire derive, eine zufallsgesteuerte Erkundungsreise durch die eigene Stadt ist nicht nur eine Möglichkeit Wien nochmal ganz anders kennenzulernen, sondern in der eigenen Stadt (europaweit) am Festival teilzunehmen: Nach situationistischen Regeln wird eine Route ausgeklügelt, die es ermöglicht weitestgehend unvoreingenommen und erwartungsfrei die Stadt zu erkunden. Wer daran teilnehmen möchte findet hier die Anleitung und hier die Webseite zur Vernetzung. Dieses Jahr erstmalig dabei ein Fahrrad-Dérive. Im dérive-Archiv könnt ihr euch ansehen, wie die Spaziergänge des letzten Jahres verlaufen sind, wo sie die Teilnehmer hingeführt haben. Hier findet ihr z.B. die berliner Version. Stattfinden wird das laboratoire am 13. Oktober ab 13 Uhr. Wer noch teilnehmen möchte, kann sich unter laboratoire@derive.at anmelden.

Also Freunde und Freundinnen, auf nach Wien!

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Hardt-Waltherr Hämer ist tot.

Hardt Waltherr Hämer

Hardt Waltherr Hämer. Quelle: studentendorf-berlin.com

Urbanophil gedenkt Hardt-Waltherr Hämer. Er verstarb am Donnerstag, den 27. September 2012 im Alter von 90 Jahren. Hämer entwickelte in den 1960er Jahren die Strategie der “Behutsamen Stadterneuerung” als Reaktion auf die negativen Auswirkungen der Flächensanierung. Die behutsame Stadterneuerung prägt noch heute das Selbstverständnis von Stadtplanern.

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Wettbewerb für eine neue Nachbarschaft

Für alle, die sich mit dem Thema der Nachbarschaften und kreativen Ansätzen für ein gutes Miteinander beschäftigen, hat die Montag Stiftung Urbane Räume nun einen groß prämierten Wettbewerb Neue Nachbarschaft ausgelobt. Ausgangslage ist die Feststellung:

Die Kommunen haben aufgrund des Sparzwangs wenig Handlungsspielraum und viele Probleme sind so komplex, dass man sie nicht nur „von oben“ steuern kann. Hier sind Initiativen der Bewohnerinnen und Bewohner gefragt: Neue Nachbarschaften, die Verantwortung für das Miteinander vor Ort übernehmen wollen.

Daher wird nach Antworten gesucht, “wie sich Städte und Gemeinden nachhaltig entwickeln können”. Es geht um Projekte, “die das Zusammenleben in Nachbarschaften und Quartieren spürbar verbessern”. Teilnehmen können konkrete Projekte, aber auch Ideen und Konzepte die ein besseres Zusammenleben fördern. Da bestimmt einige Leser sich genau mit solchen Themen beschäftigen, hoffen wir zahlreiche Bewerbungen und wünschen wir allen Teilnehmenden “Viel Erfolg.”

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