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Städtebau & Architektur →

Offener Brief zum Erhalt des Experimentalbaus „Pylonen-Hängedach“ am Chemnitzer Busbahnhof

Omnibusbahnhof Chemnitz, August 2019 (Foto: Ernesto Uhlmann)

Mit Sorge beobachtet die Initiative Kerberos die Planungen zur substanzgefährdenden Translokation des denkmalgeschützten Busbahnhofs in Chemnitz.

Sie hat daher einen offenen Brief an

Prof. Dr. Roland Wöller, Staatsminister des Innern
Alf Furkert, Sächsischer Landeskonservator
Barbara Ludwig, Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz
Michael Stötzer, Baubürgermeister der Stadt Chemnitz 
Thomas Morgenstern, Leiter Untere Denkmalschutzbehörde Chemnitz
Mathias Frey, Vorsitzender des Aufsichtsrates Regionalverkehr Erzgebirge
Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der Technischen Universität Chemnitz

geschrieben. Zahlreiche Expert*innen aus Wissenschaft und Denkmalpflege haben als Erstunterzeichner*innen mitgezeichnet. Im Kern des Briefes steht die Anregung, die Planungen zum Busbahnhof Chemnitz nochmals intensiv zu prüfen.

urbanophil veröffentlicht hier den kompletten Wortlaut des Briefes. Als PDF kann der Brief hier heruntergeladen werden.

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Filmabend: 40 Jahre ICC!

Dem Geburtstagskind geht es eigentlich gut, besuchen darf man’s derzeit trotzdem nicht: Das ICC Berlin, entworfen vom Architekt_innenduo Ralf Schüler/ Ursulina Schüler-Witte ist am 2. April 1979 eröffnet worden, feiert dieser Tage also seinen 40. Geburtstag.

Ein deutlich unwürdigeres Jubiläum schließt sich an: Am 9. April wird das jahrzehntelang international ausgezeichnete Gebäude seit nunmehr fünf Jahren geschlossen sein. Die Berliner Politik hat es bis dato nicht geschafft, überhaupt nur ein Konzept zur Sanierung und Revitalisierung vorzulegen. Denkmalfachlich ist die Schutzwürdigkeit des Riesen-Baus längst eindeutig festgestellt, doch auch hier fehlt der Mut zum Entschluss.

Zum 40.Jubiläum der Eröffnung zeigt das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf am Donnerstag, 28. März ab 18 Uhr in Kooperation mit der Filmsammlung des Landesarchivs Berlin und mit freundlicher Unterstützung durch die Berlinische Galerie und der Cürlis- Filmproduktion ein Filmprogramm zum ICC. Gezeigt wird unter anderen der Film „Das Internationale Congress Centrum Berlin“ aus dem Jahr 1979. Regie führte Peter Cürlis, das Konzept stammte von Ulrich Conrads (damaliger Chefredakteur der Zeitschrift Bauwelt), die Musik komponierte Oskar Sala. Der Film ist eine Dokumentation der Bauarbeiten bis zur Eröffnungsveranstaltung am 2. April 1979.

Im Anschluss folgt ein Gespräch der Kuratorin Christine Kisorsy mit ICC-Architektin, Dipl. Ing. Ursulina Schüler-Witte.

Der Einlass zum Filmabend am 28. 3. beginnt um 17.30 Uhr im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf/ Villa Oppenheim in der Schloßstrasse 55 in Charlottenburg. Mehr Infos gibt es hier.

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Underground Architecture Revisited

Internationale Tagung zur U-Bahnarchitektur in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts

20.–23. Februar 2019
Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124-128, Berlin-Kreuzberg

Architekturmoderne unter Tage. Die internationale Konferenz Underground Architecture Revisited widmet sich der architektonischen Gestaltung von U-Bahnhöfen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im europäischen Vergleich. Verkehrsarchitekturen prägen das Erscheinungsbild unserer Städte in hohem Maße und fungieren als Identifikationsorte für ihre Nutzer*innen. Unter Modernisierungsdruck drohen großstädtischen Infrastrukturen der Nachkriegsmoderne entstellende Veränderungen und Verluste.

Die internationale Tagung zielt auf eine vergleichende Bestandsaufnahme dieser bisher wenig thematisierten Bauaufgabe im Untergrund unserer Metropolen und auf einen interdisziplinären Erfahrungsaustausch zwischen Denkmalpflege und Denkmalforschung mit der Sanierungspraxis und den Machern, Betreibern und Nutzern moderner U-Bahnlinien. Im Sinne des Europäischen Kulturerbejahres 2018 sollen auf der Tagung gleichermaßen die Fachwelt wie die interessierte Öffentlichkeit zu Wort kommen und für die Bedeutung und die Qualitäten dieses jungen baukulturellen Erbes sensibilisiert werden.

Programm

Im Rahmen der Tagung findet auch der Filmabend urbanoFILMS #35 „Merci Métro“ am 22. Februar im Centre Français de Berlin“ statt. Es werden gezeigt „Barres“ (von Luc Moullet, 1984, 14min) und „Subway“ von Luc Besson (1986, 104min).

Zum detaillierten Programm der Tagung

Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung erforderlich.

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48 Stunden im Tiny House – ein Selbstexperiment

Das Tiny House von Architekt Van Bo Le-Mentzel im Studentendorf Schlachtensee

Als mich eine Freundin auf den Facebook-Post des Studentendorfs Schlachtensee hinwies, war ich als Tiny House Fan sofort Feuer und Flamme: Man konnte sich bewerben, zwei Tage und Nächte im Tiny House des Berliner Architekten Van Bo Le-Mentzel zu verbringen, das einen Monat lang auf dem Gelände der Wohnanlage für Studierende in Berlin-Nikolassee steht. Wie lebt es sich auf 6,4 Quadratmetern? Das sollte ich 48 Stunden lang in einem Selbstversuch testen können.

Die Bewerbung für das Experiment war völlig unkompliziert. Per E-Mail konnte man angeben, an welchen Tagen im Februar 2019 man für jeweils zwei Nächte in dem Tiny House wohnen könnte. Wohl selbst etwas überrascht von der Flut an Bewerber*innen erklärte die Leitung des Studentendorfes, man würde per Los entscheiden. Ich war unter den glücklichen Ausgelosten und begann fortan, mich im Geiste bereits auf meine Zeit im Quadratmeterminimum einzustellen.

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Tagung „Underground Architecture Revisited“ in Berlin

 

Am Ende könnte es so voll werden wie in einer verspäteten Berliner U-Bahn während des Berufsverkehrs: Gut 4.500 Follower haben bei Facebook bereits ihr Interesse an der Tagung „Underground Architecture Revisited“ bekundet, die die Initiative Kerberos vom 20. bis 23. Februar gemeinsam mit ICOMOS Deutschland, dem Landesdenkmalamt Berlin und der Berlinischen Galerie in eben jener Berlinischen Galerie veranstaltet. Medienpartnerin ist die Onlineplattform moderneRegional und das Programm gibt es hier.

Die Initiator_innen sind dann mal kurz stolz. Denn die Resonanz bestätigt, dass U-Bahnhofs-Architektur weit mehr ist als bloßer Funktionsbau – gerade in Berlin. An drei Konferenztagen werden sie die Berliner-U-Bahnhofsarchitektur der Nachkriegszeit gemeinsam mit Kolleg_innen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland „vernetzen“ und ihren gemeinsamen architekturhistorischen Kontext debattieren.

Am vierten Konferenztag steht dann Berlin wieder im Fokus: Denn parallel zur Tagung hat die Berlinische Galerie – mit der Initiative Kerberos als wissenschaftlicher Beraterin – die Ausstellung „Underground Architecture“ zusammengestellt, in der die U-Bahnhofsplanungen in West-Berlin im Zentrum stehen. Neben zahlreichen Originalzeichnungen aus den Entwurfsphasen sowie Fotografien wird es vor allem ein Highlight zu bestaunen geben: Den Kopf der von Waldemar Grzimek entworfenen Kerberos-Skulptur, die seit den 1970er-Jahren vom Zwischengeschoss des U-Bahnhofs Rathaus Steglitz aus über die Unterwelt gewacht hat – und damit für die Initiative nicht nur namens- sondern vor allem beispielgebend war.

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