Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Kategorie »Städtebau & Architektur« RSS
aktuelle Termine →

Willkommensstadt – Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden

logo-willkommensstadt_g

Daniel Fuhrhop wandelte sich vom Architekturverleger, der fünfzehn Jahre lang vor allem über Neubauten publizierte, zum Buchautor (Verbietet das Bauen) und zum Bauverbot-Blogger, der sich gegen den Neubau wendet. „Willkommensstadt – Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden“, ist nun sein zweites Buch als Autor. Es untersucht, wie wir Flüchtlinge gut unterbringen, so dass Integration gelingt. Zudem wirft das Buch einen Blick zurück auf frühere Wanderungen nach Deutschland: Vertreibung, Gastarbeiter, Aussiedler, und fragt, was wir daraus lernen können – dabei werden natürlich auch Probleme angesprochen. Eingebettet wird all das in die Frage, wie wir lebendige Städte schaffen, die natürlich auch klimaschonend sein sollen. Kurz gesagt: Wenn wir mit dem KO-Argument, es gehe um Flüchtlinge, nun schnell und viel neu bauen, dann heizen wir jenen Klimawandel weiter an, der uns die nächsten Flüchtlinge beschert – und machen quasi nebenbei unsere Städte kaputt.

Damit knüpft das Buch an „Verbietet das Bauen!“ an, ist aber im Gegensatz zu dessen provokantem Grundton gelassen und positiv.

Seine Argumente wird Daniel Fuhrhop mit seinem neuen Buch vorstellen und anschließend im Gespräch mit dem Stadtplaner Georg Balzer vom Netzwerk „Architekten für Architekten“, sowie Gabriele Fink, Architektin vom Netzwerk „n-ails“, sowie Toni Karge vom Netzwerk „urbanophil“ diskutieren.

Ihr seid herzlich eingeladen, mit zu diskutieren!

Mehr Informationen hier und hier.

Wann? Mittwoch, 26. Oktober 2016, 19.00 Uhr

Wo? www.plattformnachwuchsarchitekten.de
Ladenlokal Nazarethkirchstr. 39, 13347 Berlin-Wedding

Städtebau & Architektur →

Die Stadt im Dorf lassen

Moderne Kirchen in Frankfurts Speckgürtel

Ein Gastbeitrag von Karin Berkemann
„Eine typische protestantische Kirche“ – so wirbt das Freilichtmuseum Hessenpark für die barocke „Kirche aus Kohlgrund“. Bis 1971 stand sie in eben jenem Dorf, das im selben Jahr nach Bad Arolsen eingemeindet wurde. Der frisch gebackene Stadtteil erhielt eine neue Betonkirche, kein Einzelfall in diesen Jahren in Nord- wie in Südhessen. Die Fachwerkkirche von Kohlgrund bekam im Freilichtmuseum eine zweite Chance. Den barocken Altaraufbau aber behielt man vor Ort unter dem modernen Kirchendach und zeigt ihn heute stolz den Touristen.

„Eine typische protestantische Kirche“ – so wirbt das Freilichtmuseum Hessenpark für die barocke „Kirche aus Kohlgrund“. Bis 1971 stand sie in eben jenem Dorf, das im selben Jahr nach Bad Arolsen eingemeindet wurde. Der frisch gebackene Stadtteil erhielt eine neue Betonkirche, kein Einzelfall in diesen Jahren in Nord- wie in Südhessen. Die Fachwerkkirche von Kohlgrund bekam im Freilichtmuseum eine zweite Chance. Den barocken Altaraufbau aber behielt man vor Ort unter dem modernen Kirchendach und zeigt ihn heute stolz den Touristen.

Es ist etwas Merkwürdiges mit der Stadt: Wer drinnen ist, will möglichst bald aufs Land (Marmelade kochen/Schafe züchten/Yoga lehren). Wer draußen ist, will unbedingt mit der Stadt gleichziehen (Marmelade kaufen/Balkonkatzen halten/Tango lernen). Von diesem Zwiespalt sind auch die Kirchengemeinden nicht frei, die sich im Speckgürtel größerer Städte wie Frankfurt zu behaupten suchen. Als es die wirtschaftswunderlichen Jahrzehnte nach dem Krieg möglich machten, wurde daher vielerorts mit einem neuen Gemeindehaus „aufgerüstet“. Und wo es irgend finanzierbar schien, sollte dann noch ein „Stararchitekt“ mit einer extravaganten Betonkirche ein urbanes Zeichen setzen.

„Wenn es gilt zu bauen, wird modern gebaut“

aktuelle Termine →

Call for Minis: Geliebtes, Gehasstes und Gehassliebtes in der Stadt

Eure Blümchen fehlen noch.

Eure Blümchen fehlen noch.

Am 15. Oktober 2016 feiert URBANOPHIL seinen 10. Geburtstag. Dazu möchten wir Euch einen bunten Strauß Urbanes schenken. Vase, Wasser und Steckwerk stellen wir.

Von Euch wünschen wir uns zum Geburtstag ein paar urbanophile Blüten und schreiben daher diesen „Call for Minis“ aus. Denn bei unser Feier gibt es auch ein Miniposium, ein kleines Symposium also, über die gebauten Schönheiten und Hässlichkeiten der urbanophilen Welt.

Manches Gebäude wirkt auf den ersten Blick abstoßend, unverständlich, man sagt, es sei hässlich. Ein langes Gespräch beginnt, ein Streit entsteht und wir merken, da steckt doch Schönheit drin.

Städtebau & Architektur →

Stadtforschertraining #22 mit Sabine Schneider

Abb.: Sabine Schneider

Abb.: Sabine Schneider

Tänzer testen und erforschen Bühnenräume mit ihren darin befindlichen Objekten, indem sie in eine Interaktion treten,  Möglichkeiten und Grenzen im Raum körperlich ausloten. Dabei finden sie nicht nur für sich neues Bewegungsvokabular und –qualitäten, sondern decken ungeahnte Eigenschaften, Charakter und Atmosphäre von Räumen und Objekten auf und zeigen diese lebendig und sichtbar über ihren Tanz dem Zuschauer.

Städtebau & Architektur →

Als Städtebau olympisch war

Eine Silbermedaille in Architektur: Alfréd Hajós; Dezsö Lauber (1936): Plan for a stadium.

Eine Silbermedaille in Architektur: Alfréd Hajós; Dezsö Lauber (1936): Plan for a stadium.

Die olympischen Spiele sind in vollem Gange, es wurde schon viel über den Sport selbst, über weiße Elefanten und die soziale Lage in Brasilien geschrieben. Nur ein Aspekt – ein ziemlich urbanophiler Aspekt! – blieb bislang unbeachtet: 36 Jahre lang war Architektur eine olympische Disziplin, die olympische Kategorie Städtebau gab es 20 Jahre lang.

nach oben ↑
Themen