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Kategorie »Städtebau & Architektur« RSS
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U-Bahnexpert*innen gesucht! Call for Papers!

Underground Architecture Revisited heißt die internationale Tagung, die ICOMOS, das Landesdenkmal Berlin und die Initiative Kerberos vom 20.–23. Februar 2019  zur nachkriegsmodernen Architektur von U-Bahnhöfen veranstalten.

Referent*innen aus den Bereichen Bau- und Kunstgeschichte, Denkmalpflege und Restaurierung, Architektur und Ingenieurwesen, Verkehrs- und Stadtplanung sowie Sozial- und Kulturwissenschaften sind eingeladen, zu dieser vergleichenden Bestandsaufnahme beizutragen und zugleich den lange schon erforderlichen interdisziplinären Erfahrungsaustausch zwischen Denkmalpflege und Denkmalforschung mit der Sanierungspraxis und den Machern, Betreibern und Nutzern moderner U-Bahnlinien zu initiieren.

Denkmalwerte und -bedeutung, Konstruktion, Material und Farbe, Erhaltung und Modernisierung, Vermittlung und Rezeption sowie ein Fokus auf Akteure und Netzwerke sind gewünschte Themenspektren. Den gesamten Call for Papers findet Ihr hier: Initiative Kerberos. Einsendeschluss ist der 15. August 2018.

Medienpartner und Partner der Tagung sind moderneREGIONAL, Bundesstiftung Baukultur, Berliner Verkehrsbetriebe BVG, Berlinische Galerie, Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin, Architektenkammer Berlin, Baukammer Berlin und urbanophil.net.

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Die „Wandsbeker Linie“ in Hamburg – Sechs auf einen Streich

von Gastautorin Sabine Kock

Farbstudie zur Haltestelle Lohmühlenstraße. Collage, Fritz Trautwein, 1960. Hamburgisches Architekturarchiv

Farbstudie zur Haltestelle Lohmühlenstraße. Collage, Fritz Trautwein, 1960.
Hamburgisches Architekturarchiv

Sie war das erste Prestigeprojekt der Hamburger Verkehrsplanung nach dem zweiten Weltkrieg. Lichte Farben, schlichte Sachlichkeit und prägnante Details begleiteten die Fahrgäste auf dem Weg in ein neues Zeitalter. Doch anders als die historischen Vorgänger aus Historismus, Jugendstil und klassischer Moderne, werden die Stationen heute nicht sensibel erhalten oder denkmalgerecht saniert. Rücksichtslos verhindern funktionale Erneuerungen und vermeintlich moderne Umgestaltungen ein jüngeres historisches Bewusstsein.

Vom Jungfernstieg bis Wandsbek-Gartenstadt

Eröffnung der Umsteigeanlage am Wandsbek Markt. Unter den Faltdächern sind die Baukörper von Service- und Abgangsbereichen frei angeordnet. Heinz Graaf, 1962. Bildquelle: Hamburgisches Architekturarchiv

Eröffnung der Umsteigeanlage am Wandsbek Markt. Unter den Faltdächern sind die Baukörper von Service- und Abgangsbereichen frei angeordnet. Heinz Graaf, 1962.
Bild: Archiv der Hamburger Hochbahn AG

1955 wollte Hamburg Zeichen setzen. Zehn Jahre nach Kriegsende war die Stadt im Aufbruch und der Wille zur Erneuerung spiegelte sich in den Wiederaufbauplänen, bei denen die Mobilität eine entscheidende Rolle spielte. Dem Umbau zur autogerechten Stadt entsprachen auch die Erweiterungspläne für das U-Bahnnetz, das zur Entflechtung der Verkehrsströme beitragen sollte und so fiel die Entscheidung für die erste Streckenerweiterung nach dem Krieg auf den Neubau der „Wandsbeker Linie“. Dafür wurde die Endhaltestelle Jungfernstieg durchstochen und eine neue Strecke bis zur vorhanden Haltestelle Wandsbek-Gartenstadt geführt.

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Moderne in Haselhorst

Wer am Sonntag schon woanders ist, kann die Siedlung im Buch anschauen. Michael Bienert, Moderne Baukunst in Haselhorst, Berlin Story Verlag, 2015.

Wer am Sonntag schon woanders ist, kann die Siedlung im Buch anschauen. Michael Bienert, Moderne Baukunst in Haselhorst, Berlin Story Verlag, 2015.

1928 begann in Berlin-Haselhorst ein Experiment im Siedlungsbau: das größte Wohnungsbauprojekt im Berlin der Weimarer Republik sollte 12.000 Menschen zeitgemäßen Wohnraum bieten. Als Reichsforschungssiedlung – der Name geht auf die 1927 gegründete „Reichsforschungsgesellschaft für Wirtschaftlichkeit im Bau- und Wohnungswesen“ zurück – ist die Siedlung heute als Denkmal geführt. Damals sollten, ähnlich wie es heute wieder erforderlich ist, Lösungen für die drängende Wohnungsnot erarbeitet werden. Zu den Initiatoren der Gesellschaft gehörten die Reichstagsabgeordnete Marie-Elisabeth Lüders, Bauhaus-Gründer Walter Gropius und Architekt Otto Bartning. Die Reichsforschungsgesellschaft erarbeitete Vorschläge für die Optimierung von Wohnungsgrundrissen und förderte Untersuchungen beim Bau von modernen Siedlungen, wobei neue architektonische Ideen, Bautechniken, Baustoffe und Bauabläufe zu erproben waren.

Die Bauhaussiedlung in Dessau-Törten ist Inbegriff dieses Siedlungsbaus. Weniger bekannt ist die Siedlung in Haselhorst, obgleich sie das größte Projekt der Reichsforschungsgesellschaft ist. 1928 schrieb die Gesellschaft einen städtebaulichen Ideenwettbewerb aus, den Walter Gropius zusammen mit dem Ingenieur Stephan Fischer gewann. Gropius schlug eine Bebauung mit zehn- bis zwölfstöckigen Wohnzeilen vor, die sich allerdings nicht durchsetzen konnte. In Folge der Streitigkeiten zwischen Gropius und der Reichsforschungsgesellschaft wurde das 45 Hektar große Areal in mehrere Baublöcke aufgeteilt und Planungsaufträge an verschiedene Architekten vergeben: Paul Mebes, Paul Emmerich und Otto Bartning gehören zu den bekanntesten.

Bartning entwarf 1934/35 auch die Weihnachtskirche auf dem Areal. Am kommenden Sonntag, 10. Juni 2018, lädt die Otto Bartning-Gesellschaft zur Besichtigung von Weihnachtskirche, Siedlung und einer Musterwohnung aus der Entstehungszeit ein. Treffpunkt ist um 11:15 Uhr am Turm der Weihnachtskirche, Haselhorster Damm 54 in 13599 Berlin-Spandau.

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Rezension: Vergessene Schulen. Architekturlehre zwischen Reform und Revolte um 1968

Titelseite des Buches Vergessene Schulen

Titel Vergessene Schulen

Die Auslöser, Nach- und Auswirkungen der Proteste und Bewegungen rund um das Jahr 1968 werden derzeit – 50 Jahre danach – vielfach diskutiert. Einen fokussierten Blick auf die Anfänge dieser Umbruchzeit lenkt das Buch „Vergessene Schulen. Architekturlehre zwischen Reform und Revolte um 1968“, das 2017 erschien, herausgegeben von Nina Gribat, Philipp Misselwitz und Matthias Görlich.

Im Mittelpunkt des Buches stehen Zeitzeug*innen der Proteste an Architekturfakultäten. Aus Gesprächen mit ihnen, darunter Harald Bodenschatz, Klaus Brake, Franziska Eichstädt-Bohlig, Helga Fassbinder und Dieter Frick, entsteht ein Panorama der studentischen Reform- und Protestbewegungen an Architekturfakultäten in Deutschland um 1968. Dargestellte Schwerpunkte sind die TU Berlin und die Universität Stuttgart.

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Wettbewerb: Land und Leute

Abb. Wüstenrot Stiftung

Die Wüstenrot Stiftunghat erneut den Wettbewerb „Land und Leute“ ausgeschrieben, in dem gelungene Beispiele für Kirchennachnutzungen oder Umnutzungen anderer kirchliche Gebäude in ländlichen Regionen gesucht werden.

Eingereicht werden können alle Arten der Veränderungen an Kirchengebäuden von der Modernisierung, Erweiterung, Verkleinerung bis zur Umnutzung. Besonderes Interesse gilt dabei allen Formen einer damit verbundenen Überführung der in kleinen Gemeinden traditionell vorhandenen Gemeinschaft in neue Formen von gemeinsamer Identität und sozialer Nachbarschaft. Dazu kann der Erhalt von Infrastruktur und Nahversorgung gehören oder lokale Kooperationen zur Stärkung der örtlichen Attraktivität oder neue Dienstleistungsangebote rund um die Sicherung der Lebensqualität in kleinen Gemeinden, beispielsweise rund um Bildung, Kunst und Kultur.

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