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Mies aus dem Off

mies

(Quelle: www.flickr.com)

Keiner sagt es wie ein Meister. Bei BBC gibt es Auszüge eines Interviews auf Englisch mit Mies van der Rohe zum Nachhören. Erstaunlich ist der harte deutsche Akzent von Mies, obwohl er zum Zeitpunkt des Interviews, 1959, schon über 20 Jahre in den Vereinigten Staaten gelebt hat und bereits amerikanischer Staatsbürger war.

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ohrenstrand mobil 08

Ausstellungseröffnung ohrenstrand mobil 08

Das Ausstellungprojekt wird durchgeführt von AedesEast – Internationales Forum für Zeitgenössische Architektur e.V.
Neue Räume für Neue Musik! – Unter diesem Motto rief der von der Zeitgenössischen Oper Berlin und ohrenstrand.net ausgerichtete Wettbewerb „ohrenstrand mobil 08“ Architekten, Bauingenieure und Künstler dazu auf, einen ungewöhnlichen und vielseitigen Raum für aktuelle Musik zu entwerfen, der den unterschiedlichsten Formaten ein mobiles, temporäres Schau- bzw. Hörfenster bietet und an verschiedenen Orten in Berlin aufgestellt werden soll. Diese baukünstlerische Form der Musikvermittlung wird durch das Netzwerk Neue Musik der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

Insgesamt beteiligten sich 134 Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an der ersten Ausschreibungsphase des Wettbewerbs im Mai 2008, von denen wiederum 31 Bewerber für die zweite Runde zugelassen wurden. Die Jury aus Kuratoren, Veranstaltern und Architekten wählte im September 2008 die Preisträger.

Der erste Preis ging an die Nürnberger Architekten René Rissland und Jürgen Lehmeier von eyland 07. Für den Wettbewerb „ohrenstrand mobil 08“ entwickelten sie eine äußerst flexibel zusammensetzbare Architektur aus einzelnen Akustik-Modulen, die Absorption, Diffusion und Reflexion optimal miteinander verbinden. Die Funktionsweise des dabei entstehenden Klangraums wird erstmalig im Architekturforum Aedes zu erleben sein, wenn die Architekten ihren Entwurf im Maßstab 1:1 in das Architekturforum implantieren. Während der Ausstellungsphase sind mehrere musikalische Aufführungen geplant, die die akustischen und flexiblen Eigenschaften der TonRaumArchitektur erproben werden. Die Einweihung von „ohrenstrand mobil“ findet am 13. Februar 2009 mit der Uraufführung von „Layers News Opera“ statt. Den zweiten Preis erhielten Robert Schwarz und Mark Neuner von Divany (Wien) mit ihrer „Raumadapter“ genannten schwebenden Konstruktion aus Styropor-Elementen. Der dritte Preis ging an die AG J.-P. E. R. Sonntag und CC.Mehlhose + Thomas Reinke (Berlin) für HOSOC – HoveringSonicCap, einen freibeweglichen, mit Helium gefüllten Schalldeckel als konsequente Weiterentwicklung des Richard Wagner”schen Schalldeckels. Auch alle weiteren Entwürfe des Wettbewerbs, deren Modelle in der Ausstellung präsentiert werden, zeigen unterschiedlichste Umsetzungsmöglichkeiten der Bauaufgabe in Idee, Form und Material.Der Wettbewerb „ohrenstrand mobil“ wird im Jahr 2009 wiederholt.

Zur Eröffnung der Ausstellung sprechen: Kristin Feireiss, Aedes und Andreas Rochholl, Zeitgenössische Oper Berlin.

Ausstellungsdauer: 23.01. bis 05.052009
Ort: Aedes Am Pfefferberg, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin
Öffnungszeiten: Di-Fr 11 bis 18.30 Uhr, Sa-So 13 bis 17 Uhr

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Vogelfeindliche Medienfassaden

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Die vogelfreundlichere Beleuchtung (Foto via flickr: John & Mel Kots)

Vor genau einem Jahr berichteten wir über das vogelfreundliche Bewertungssystem mit Checkliste, welches die Stadt Toronto bereitstellt. Denn leuchtende Medienfassaden locken nicht nur Menschen an, sondern auch Vögel. Je heller die Gebäude beleuchtet sind, desto eher prallen Vögel gegen deren Fassaden – und verletzen sich oder sterben. Aus diesem Grunde wird die Beleuchtung des Post-Tower in Bonn

…zur Zeit der Haupt-Vogelzüge von März bis Mai und von August bis November […] seit 2008 auf Blau umgestellt, auf 22 Uhr bis 1 Uhr begrenzt und durch bewegte Vogel-Silhouetten ergänzt. (Quelle: Wikipedia)

In wie weit diese Maßnahme wirklich zum Schutz der Vögel beiträgt, untersucht die Studentin Irina von Maravic im Rahmen ihrer Diplomarbeit. Vielleicht wäre es auch ganz interessant herauszufinden, in wie weit solch hell-leuchtenden Fassaden auch Auswirkungen auf Schlaf und Wohlbefinden von Menschen haben. Ein Beispiel hierfür wäre die grell leuchtende O2-Arena in Berlin.

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Beeinbrückend…

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(Quelle: Ken Ohyama)

Zu welch imposanten Brückenkonstruktionen es die Japaner gebracht haben, zeigen die schönen Bilder auf www.darkroastedblend.com. Was man in der eigenen Stadt definitiv nicht haben möchte, entwickelt auf diesen Bildern eine ungewohnte Ästhetik.

[via: phabe]

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Mit dem Zweiten sieht man nur die Hälfte

Vor einem Monat und kurz nach der Entscheidung des Wettbewerbes zum Berliner Stadtschloss, strahlte das ZDF den Dokumentarfilm „Die Welt auf einer Insel“ aus, welcher immer noch in der Mediathek des Senders angeschaut werden kann. Hier wird die Geschichte des Hohenzollernbaus verfolgt bis zu jenem Tag, an welchem dem Publikum der Siegerentwurf für den Neubau von Francesco Stella präsentiert wurde. Die Fernsehproduktion ist fast 45 Minuten lang, doch vermisst man vor allem eins: Ein kritisches Wort zu dem Bauprojekt.

Dies ist nicht mehr so verwunderlich, wirft man einen Blick auf die Entstehungsgeschichte der Dokumentation. Das ZDF ist seit 2001 Medienpartner der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, dem größten späteren Nutzer des Stadtschlosses. Diese Partnerschaft umfasst die Unterstützung der gesamten denkmalpflegerischen Tätigkeit auf der Museumsinsel und ist in den Worten des Intendanten der Sendeanstalt Markus Schächter „Kernbestandteil unseres öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrags„. Wirft man einen Blick in den ZDF-Staatsvertrag, sucht man allerdings vergeblich nach einem denkmalpflegerischen Auftrag des Senders. Hier wird die Aufgabe eindeutig auf das Fernsehvollprogramm gelegt und die Berichterstattung sollte „umfassend, wahrheitsgetreu und sachlich“ sein. Vielleicht hilft es in Zukunft sich nicht mehr ein Auge bei der Produktion zu zuhalten.

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