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Städtebau & Architektur →

Von Tankstellen und Funktürmen

Tankstellen gehören vielleicht nicht zu den architektonischen Aushängeschildern von Städten – dennoch gibt es auch hier einige Prachtexemplare vergangener Zeiten, die zumindest ein brilliantes Fotomotiv abgeben! Weitere schöne Bilder findet ihr bei Lostplaces oder bei einestages, wo man auch Informationen zur ihrer Geschichte in Deutschland lesen kann.


Tankstelle in Hannover, fotografiert von Galene Haun

Ein Gegenteil zu Tankstellen bilden die Funktürme – galten sie durchaus als architektonisches Highlight und als Stadtbildprägendes Element. Sie sprossen ab Mitte der fünfziger Jahre aber nicht nur zu Funktionszwecken aus den Stadtböden, sondern auch als Reputation für den jeweiligen Bürgermeister. Jahrelang waren sie Anziehungspunkt für Touristen und bekannt für ihre Rundblick-Cafés, doch ihr Glanz scheint getrübt – so zumindest heißt es bei „Deutschland, deine Protzstengel“. Festzustellen ist aber, dass Funktürme und Tankstellen der 50er Jahre durchaus ihren Charme besitzen!

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Kopenhagen in China

Hier ein schön gemachtes Video für den dänischen Pavillon für die Expo 2010. Den Wettbewerb hierfür hat das dänische Büro BIG gewonnen, die schon mit manch anderem Projekt auf sich aufmerksam gemacht haben (1, 2). Der Pavillon ist eine Endlosschleife, in der die Besucher Ausschnitte aus dem Kopenhagener Leben kennenlernen – man kann Baden gehen und auf dem Dach mit dem Fahrrad herumfahren. Ein Stück Kopenhagen in China.

Das soll soweit gehen, dass die berühmte Meerjungfrau dort zu sehen ist – und zwar nicht als Kopie, sondern als Original. Natürlich hat Bjarke Ingels recht, wenn er sagt

“it is considerably more resource efficient moving The Little Mermaid to China, than moving 1.3 billion Chinese to Copenhagen”. [www.archdaily.com]

Vielleicht werden in Zukunft ganze Städte oder zumindest ihre Wahrzeichen verschifft. „Besuchen sie den Eiffelturm für 3 Wochen in Singapur“ wird es heissen – und der Paris-Tourist schaut sich derweil den Berliner Fernsehturm neben Notre Dame und Zuckerhut an.

[via archispass]

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Symposium: MEGASTRUCTURES RELOADED

Am 18./19. Oktober findet begleitend zur Ausstellung MEGASTRUCTURES RELOADED ein wissenschaftlisches Symposium zum Thema Megastruktur statt. Das Symposium wird von European Art Projects in Kooperation mit Archigram Archives, London und dem Center for Metropolitan Studies, TU Berlin organisiert.

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VERNISSAGE: MEGASTRUCTURES RELOADED

„Archigrams Plug-in City, Constant Nieuwenhuys New Babylon und Yona Friedmans La Ville spatiale gehören zu den Inkunabeln der 1960er Jahre. Mit ihrer Verbindung von visionärer Architektur, Popkultur, Kunst und situationistischer Rebellion sind sie weit über den engeren Bereich der Stadtplanung hinaus bekannt geworden. Bislang aber gab es keine Ausstellung, die sich explizit der Visionen der Megastrukturalisten gewidmet hat. MEGASTRUCTURE RELOADED will nun erstmals La Ville spatiale, Plug-in City und New Babylon im Zusammenhang zeigen.“ >> MEHR

Eröffnung der Ausstellung am 19.09.2008 um 19 Uhr

Adresse: Ehemalige Staatliche Münze, Molkenmarkt 2

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Neues Wohnen für das Auto

Für Menschen, denen das Auto Gold wert ist, gibt es nun eine Art Balkon für das Auto. „Downtown, umschlossen vom Grüngürtel des Landwehrkanals“ (so die Werbung) stehen ab Oktober Wohnungen mit einer so genannten Carloggia zum Bezug bereit.
Der Erfinder Herr Dick, hat nun ausgerechnet in Kreuzberg in den Paul-Linke-Höfen den Prototyp gebaut – „in einem Viertel, in dem gerne mal Navigationsgeräte aus dem Auto geklaut werden“, wie er sagt.
Diese Carloggia wurden wegen dem sonst teuren Garagenbau auch für den Komfort gebaut, damit man den Einkauf vom Auto direkt in die Wohnung tragen kann oder die eingeschlafenen Kinder im Auto weiterschlummern können. Und man selber kann auch ohne Sorgen schlafen, denn das geliebte Auto steht genau neben dem Schlafzimmer, nur von einer Glastür getrennt.
Mit Verdrängung hat aber dieser Bau nichts zu tun, versichert Christoph Berger, der mit seiner Firma am Bauprojekt beschäftigt ist. „Ich habe das multikulturelle Kreuzberg immer so verstanden, dass dort Platz für jeden ist, und da finde ich nicht, dass man unseren Kundenkreis ausschließen darf.“ Berger weiter: „Veränderungen sind nicht immer schlecht, man schaue sich den Bezirk Prenzlauer Berg an. Was wurde damals, als der Kiez hip wurde, nicht alles befürchtet – und jetzt finden”s alle toll, wie positiv er sich gewandelt hat.“
Die Carloft-Wohnungen von 224 bis 540 qm kosten ab 1000 Euro pro qm. Luxusausstattung wie Kamin und Sauna nicht enthalten, auch die 500 Euro Hausgeld für den Doormann-Service etc. sind nicht inklusive.
Wer solch ein Loft besitzt, dem kann wenigstens in Kreuzberg nicht mehr das Luxusauto abgefackelt werden.

Quelle: www.sueddeutsche.de/ und http://jungle-world.com/

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