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Kategorie »Städtebau & Architektur« RSS
Städtebau & Architektur →

Neues Wohnen für das Auto

Für Menschen, denen das Auto Gold wert ist, gibt es nun eine Art Balkon für das Auto. „Downtown, umschlossen vom Grüngürtel des Landwehrkanals“ (so die Werbung) stehen ab Oktober Wohnungen mit einer so genannten Carloggia zum Bezug bereit.
Der Erfinder Herr Dick, hat nun ausgerechnet in Kreuzberg in den Paul-Linke-Höfen den Prototyp gebaut – „in einem Viertel, in dem gerne mal Navigationsgeräte aus dem Auto geklaut werden“, wie er sagt.
Diese Carloggia wurden wegen dem sonst teuren Garagenbau auch für den Komfort gebaut, damit man den Einkauf vom Auto direkt in die Wohnung tragen kann oder die eingeschlafenen Kinder im Auto weiterschlummern können. Und man selber kann auch ohne Sorgen schlafen, denn das geliebte Auto steht genau neben dem Schlafzimmer, nur von einer Glastür getrennt.
Mit Verdrängung hat aber dieser Bau nichts zu tun, versichert Christoph Berger, der mit seiner Firma am Bauprojekt beschäftigt ist. „Ich habe das multikulturelle Kreuzberg immer so verstanden, dass dort Platz für jeden ist, und da finde ich nicht, dass man unseren Kundenkreis ausschließen darf.“ Berger weiter: „Veränderungen sind nicht immer schlecht, man schaue sich den Bezirk Prenzlauer Berg an. Was wurde damals, als der Kiez hip wurde, nicht alles befürchtet – und jetzt finden”s alle toll, wie positiv er sich gewandelt hat.“
Die Carloft-Wohnungen von 224 bis 540 qm kosten ab 1000 Euro pro qm. Luxusausstattung wie Kamin und Sauna nicht enthalten, auch die 500 Euro Hausgeld für den Doormann-Service etc. sind nicht inklusive.
Wer solch ein Loft besitzt, dem kann wenigstens in Kreuzberg nicht mehr das Luxusauto abgefackelt werden.

Quelle: www.sueddeutsche.de/ und http://jungle-world.com/

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Die unendliche Geschichte – Berlin und sein Schloss

Stadtwerkstatt Infozelt

Das Infozelt im Rahmen der Stadtwerkstatt zur Schlossplatzdiskussion (2002)
Seit Jahren schon wir diskutiert, debattiert, entworfen, verworfen… und am Ende kommt es teuer als angekündigt. Der Palast ist fast weg, der White Cube steht bald – aber so richtig entschieden ist eigentlich immer noch nichts. Zwar gibt es das Humboldtforum, mit angeklebter Fassade, aber auch hier ist das Nutzungskonzept noch nicht ausgereift, die Finanzierung der Fassade noch nicht gesichert und begonnen wird auch erst in ein paar Jahren.

Um eine gute Idee wird diese lange Schlossdebatte nun bereichert, um zwar um das Forum Schlossdebatte, das von den Philipp Oswalt und urban catalyst initiiert wurde.

„Als kritische (Gegen-) Öffentlichkeit versteht sich der Blog als Informations- und Diskussionsforum, in der die Debatte fundiert und konstruktiv kommentiert und begleitet wird. […] Der Blog Schlossdebatte versteht sich als Plattform für alle kritischen Geister, die weder resigniert haben noch als gehorsame Untertanen sich einem fragwürdigen Bundestagsbeschluss ohne Widerrede ergeben.“ (Quelle: Baunetz)

Auf jeden Fall eine tolle Idee, mit schon einigen guten Beiträgen. Bleibt zu hoffen, dass sich daraus eine fruchtbare Diskussion ergibt. Einen guten Beitrag in dieser Hinsicht hat Jens Bisky mit „So wird das nie was“ beigetragen.

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Platzsparender Abriss

Das ist eine neue Abrissvariante für Hochhäuser, welche die japanische Firma Kajima Corporation entwickelt hat. Da wird nicht einfach gesprengt oder ungeschickt zerstört, sondern stückweise die stützenden Elemente im Ergeschoss abgetragen. So rückt das nächste Stockwerk nach und das Spiel beginnt von vorne. Das Prinzip heisst Daruma-Otoshi und bezieht sich auf das gleichnamige japanische Kinderspiel (hierzu ein Video).

Während unten schon abgerissen wird, wird im obersten Stock noch gepackt. [via architecture]

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Stadtplanung, Architektur und Moral

Der CCTV-Tower von Koolhaas und Scheeren (Foto von ssedlmayr1)

Alber Speer Jr. antwortet in einem Interview mit der FR, dass er mit seinen Stadtplanungsprojekten, wie z.B. in Anting, nicht das Regime stützt. Vielleicht auch ein berechtigtes Argument, wenn man bedenkt, dass dies städtebauliche Projekte sind und keine repräsentativen Bauten.

Für solche Gebäude ist die Diskussion schon schon heftiger geführt worden (u.a. Bauten des Bösen, Bauen für Despoten). In diesem Zusammenhang sei insbesondere auf das Interview mit dem Architekten C. Ingenhoven (mp3-Format) hingewisen, der sich mit der Frage nach Moral in der Architektur beschäftigt. So kritisiert Ingenhoven die „Planung von Prestigegebäuden in Unrechtsregimen“ (dradio.de) und spricht sich dafür aus, dass über die Frage der moralischen Verantwortung in der Architektur- und Planerszene diskutiert wird.

Ein Bericht im Spiegel, mit dem Titel „Der Speer-Faktor“ (allerdings ist diesmal der Vater gemeint) geht der Frage nach, wie „es Baukünstler mit der Moral halten“. Und G. Matzig feiert die Architektur von Koolhaas CCTV-Tower und stellt gleichzeitig die moralische Frage nach solchem Tun. Wie die Antwort auszufallen hat, muss wohl jeder für sich ausmachen.

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Lützowplatz: Abriss eines Pilotprojektes IBA 1987?

Einladung zur Podiumsdiskussion zum drohenden Verlust eines Pilotprojektes der Internationalen Bauausstellung 1987

Seit zehn Jahren kämpfen die Mieter der Häuser Lützowplatz 2-18 um den Erhalt ihrer Wohnungen. Das von dem renommierten deutschen Architekten Oswald Mathias Ungers konzipierte Ensemble war ein viel beachtetes Pilotprojekt zur IBA 1987 und wurde mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Der Münchener Investor Dibag erwarb die Häuser 1998 bei einer Zwangsversteigerung und will am Lützowplatz neu bauen. Von den ursprünglich 84 Mietparteien wohnen nur noch zwölf in den Bauten, die einmal bezahlbares Wohnen in Maisonettewohnungen mit großzügigen Terrassen oder Gärten mitten in der Stadt symbolisierten.

Anlässlich des angedrohten Abbruchs eines Teils der Wohnanlage am Lützowplatz und der noch offenen politischen Entscheidung über den Bebauungsplan für den beabsichtigten Neubau laden wir Sie sehr herzlich zu einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Kultur und der TU Berlin ein.

Auf dem Podium diskutieren

  • Prof. Dr. Adrian v. Buttlar, TU Berlin;
  • Dr.-Ing. Jasper Cepl, TU Berlin;
  • Prof. Dorothee Dubrau, Bezirksstadträtin a.D.;
  • Wolfgang Grimm, DIBAG (angefragt);
  • Jutta Kalepky, Architektenkammer Berlin;
  • Claudia Kleiner, Mieterin;
  • Johannes Modersohn, Architekt und Gewinner des Städtebaulichen Gutachterverfahrens 2005;
  • Birgit Schlieps, Architektin und Künstlerin;
  • Dr. Hans Stimmann, Senatsbaudirektor a.D.;
  • Prof. Karl-Heinz Winkens, Architekt.

Infos: www.pressestelle.tu-berlin.de

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