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Kategorie »Städtebau & Architektur« RSS
Städtebau & Architektur →

Ausstellungseröffnung: Berlin – New York Dialogues

Die beiden Metropolen Berlin und New York erleben gegenwärtig kontinuierliche, urbane Veränderungsprozesse von unterschiedlicher Intensität, die nicht vollständig abgeschlossen sind. Diesen urbanen Wandel thematisiert die Ausstellung, indem die Ergebnisse einer umfassenden Recherche präsentiert werden.
Die urbane Entwicklung Berlins und New Yorks wird hier als Momentaufnahme gezeigt. Die Darstellung der Gleichzeitigkeit von unterschiedlichen urbanen Entwicklungsstadien ermöglicht die Gegenüberstellung und den Vergleich der beiden Städte.

Ausstellungseröffnung. Es sprechen:
Regula Lüscher, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Michael Frielinghaus, Präsident BDA
Wolfgang Nowak, Sprecher der Geschäftsführung der Alfred Herrhausen Gesellschaft
James McCullar, Präsident, AIA New York Chapter
Kristien Ring, Direktorin DAZ

Ausstellungsort:
Deutsches Architektur Zentrum, Köpenickerstraße 48/49
Bis 04.05.2008 im DAZ_Scharoun Saal, Di bis Fr 12-19 Uhr, Sa + So 14-19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Die Norm regiert den Bau

Vielleicht war der Auslöser eine Szene, die viele bauende Architekten kennen: Sie wollen sich über den Inhalt einer DIN-Norm erkundigen, zu deren Anwendung sie vom Gesetzgeber verpflichtet werden, und die einzige Quelle hierfür ist der kostenpflichtige Beuth-Verlag. An dieser Stelle liegt die Frage nahe, warum Gesetze frei zugänglich seien müssen, aber einige rechtlich verpflichtende Normen nur über einen einzigen privaten Träger erlangt werden können. Dies fragte sich wohl auch der Architekt Bruno Stubenrauch und gründete die „Initiative gegen die Direktregelung privater Normen im Bauwesen„. Sie kämpfte in den Jahren 2002/2003 gegen eine Gesetzesnovelle, durch welche dieses Paradoxes erst entstand. Seither ist es nämlich möglich, dass der Gesetzgeber auf privat erarbeitete Normen verweist (sie also als gemeingültig erklärt), der Urheberschutz aber erhalten bleibt und privat vermarktet werden kann. Die Initiative hatte leider keinen Erfolg und scheint danach ihre Aktivitäten eingestellt zu haben. Einziger Trost bleibt wohl, dass die Kosten für DIN-Normen steuerlich absetzbar sind.

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Architekturgespräch 87: „Hansaplatz 2“ – Ideen für das Geschäftszentrum

„Der Ende der sechziger Jahre von Hans Rudolph Plarre und Ernst Zinsser entworfene Geschäftszentrum zur Gebietsversorgung am Hansaplatz wurde als offene Passage mit Atriumhöfen angelegt und in den 80er Jahren um einen Supermarkt erweitert. Seit einigen Jahren bietet die Anlage einen ungepflegten und schadhaften Eindruck und schadet dem Image des Viertels.
Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen zum Hansaviertel sollen die bisher gestarteten aber nicht weiter verfolgten Ansätze für Verbesserungen der Situation gesammelt und weitergeführt werden.

Der zweiteilige durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung veranstaltete Workshop in Kooperation mit dem Bezirk hat zum Ziel, mit den maßgeblich Beteiligten Strategien zu finden und die für das Gebiet begonnenen Initiativen zu konkretisieren.
Zwei Architekturbüros haben daran gearbeitet, die Anregungen aus dem ersten Termin des Workshops gestalterisch umzusetzen. Diese Vorschläge werden vorgestellt und alle interessierten Beteiligten sollen sie diskutieren, eingeleitet durch eine öffentliche Podiumsdiskussion der fachlich und politisch Verantwortlichen.
Am Ende sollen Strategien zur Umsetzung gesucht werden.“ (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)

Spannenden Diskussion mit u.a. Regula Lüscher (Senatsbaudirektorin), gmp architekten, Westhaus Architekten und Manfred Kühne von der obersten Denkmalschutzbehörde.

Veranstalter: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Architekturwerkstatt
Veranstaltungsort: Saal der Kirche St. Ansgar, Klopstockstraße 31, 10557 Berlin

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Höhe, Macht und Maßstab

Der Wettlauf um das höchste Gebäude der Welt ist im vollen Gange und im Internet finden sich diverse Grafiken zu den höchsten menschlichen Bauwerken. Doch folgt man dem Regelwerk des „Council of Tall Buildings and Urban Habitat“ aus Chicago, wie die meisten Medien, ist nicht die totale Höhe eines Gebäudes bei dem Wettlauf entscheidend. Das Büro des Illinois Institut for Technologie ermittelt den Sieger im globalen Wettrennen anhand der Höhe der strukturellen Oberkante des Bauwerkes. Antennen und dergleichen zählen also nicht mit.

Und auch für den Städtevergleich in Sachen Höhe steht ein Bemessungsmaßstab parat. Die Firma Emporis weißt je nach Geschossanzahl einem Gebäude eine Punktezahl zu. Ab 12 Geschossen werden alle Gebäude einer Stadt zusammenaddiert und der Gewinner ist Hong Kong. Bei Wikipedia heißt es, diese Skala würde die „auffälligsten Skylines“ messen. Ob aus diesem Zahlenwert allerdings eine visuelle oder sonstige Auffälligkeit entstehen muss, ist allerdings fraglich.

Hierzu noch die Arbeiten von Nicholas Manion. Denn das Entwerfen, Bezahlen und Beurteilen von Höhe hängt auch irgendwie mit Geld und Macht zusammen.

Für Audiophile noch zwei aktuelle Links des Deutschlandradios (ein Interview mit Werner Sobek, Ingenieur und ein hörenswerter Bericht zur geschichtlichen und aktuellen Hochhausmanie)

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Krise? Nein, Revolution!

Wie erkennt man eigentlich eine Revolution in der Architektur? Kristina Luce nimmt sich zur Beantwortung, in ihrer Dissertation an der Universität von Michigan, der Untersuchung des eigentlichen Werkes der Architekten an: Ihren Darstellungsmethoden wie Grundriss, Schnitt und Axionometrie. Diese seien nicht bloße Repräsentationsmittel der späteren Werke, sondern in ihnen spiegeln sich Architekturauffassungen und mit ihnen werden Schlachten über vorherrschende Architekturverständnisse geschlagen, wie auch umgekehrt die technischen Möglichkeiten der Darstellungsart neue Impulse für die Architektur geben können. Folgt man Luce weiter, gehen große Umbrüche im Berufsbild und in der Architektur einher mit dem Aufkommen neuer Darstellungsarten, wie dies der Übergang von Gotik zur Renaissance zeigt. Dieser historische Vergleich mündet in der für den Schreiber sympathisch-erscheinenden These, dass die heutigen Veränderungen in der digitalen Darstellungstechnik nur den Schluss zulassen, dass sich die Architektur in einer ähnlich gravierenden Umbruchphase, sprich Revolution, befindet. Denn wer ließt schon lieber, die Architektur würde sich zur Zeit in einer Krise befinden?
Die Dissertation scheint noch nicht fertig zu sein oder zumindest nicht online verfügbar. Im Netz findet sich jedoch eine Kurzfassung derselben sowie ein lesenswertes Interview mit Kristina Luce.

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