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Städtebau & Architektur →

Adventskalender Tag 14: Das älteste Bürgerhaus Charlottenburgs

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Nur einen kurzen Spaziergang vom Schloss entfernt, befindet sich das älteste Bürgerhaus Charlottenburgs in der Schustherusstr. 13, unweit der Luisenkirche am Gierkeplatz. Wenn man heute vor dem eingeschossigen Gebäude aus dem Jahre 1712 steht, dann hält es man es kaum für möglich, dass noch vor 30 Jahren in der Nacht des 24. Dezember 1983 ein großer Bagger anrückte, um dieses Haus – in der dichten Bebauung vornehmlich des 19. Jahrhunderts – niederzureißen, obwohl es zu diesem Zeitpunkt schon unter Denkmalschutz stand.

Der Initiative einiger Charlottenburger Bürger ist es zu verdanken, dass dem Einhalt geboten wurde und das Gebäude neu aufgebaut werden konnte. Man verwendete unter dem Architekten Ulrich Böhme Techniken des 18. Jahrhunderts und rekonstruierte weite Teile der Fassade und der Innenräume nach Befund des Zustands um 1800.

Für die ursprünglichen Pläne des Gebäudes zeichnet sich der Architekt des Charlottenburger Schlosses, Eosander von Göthe (1669-1729), verantwortlich, der auf Betreiben König Friedrichs I. in Preußen (1657-1713) einen Generalplan für die Anlage einer Stadt in diesem Gebiet ausarbeitete, welcher ab 1705 umgesetzt wurde.

Im Anschluss an das Bürgerhaus befindet sich ein kleinerer Innenhof, den man betritt, wenn man durch den Flur des Gebäudes läuft. Man erblickt einen quergelagerten Bau mit Laubengang und dahinter öffnet sich ein mit Rasen begrünter Hof, der von Arkaden aus Backstein gesäumt wird. Diese gehörten zu einem Tanzsaal, der dem letzten Krieg in weiten Teilen zum Opfer gefallen ist.

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Adventskalender Tag 13: Die Unterführung Pasaje Obelisco Sur

Pasaje Obelisco Sur, Buenos AiresPasaje Obelisco Sur, Buenos Aires

Buenos Aires

Viele haben vermutlich schon von der berüchtigten, für Argentinier breitesten Straße der Welt gehört: Die Avenida 9 de Julio. In den 1880er Jahren geplant wurde sie ab 1935 zögerlich durch die 110 m breiten bebauten Häuserblöcke geschnitten. Ihr Herzstück: Der Obelisco. Täglich bewegen sich hier tausende Menschen im belebten Businessdistrikt, lautes Hupen, lange Blech- und Menschenlawinen, die sich schon früh morgens über den Asphalt schieben, bestimmen das angeregte, oft hektische Straßenbild.

Zwischen den Fassaden misst der Raum ca. 140 m. Um diese zu überqueren bedarf es an Geduld und schnellem Schritt, zwei Ampelphasen sind das Minimum!

Nachdem ich mehrere Blocks gelaufen bin fällt mein Blick auf ein ranziges, leicht abgeblättertes Schild direkt neben einem kleinen Zeitungskiosk. Unscheinbar weißt es auf einen Zugang zur U-Bahn hin, im Hintergrund ragt der Obelisk in die Höhe, man kann zwischen Graffiti noch folgendes lesen:

“Locales Comerciales – Galeria Comercial!”

Von Neugier getrieben begebe ich mich in die Unterwelt der Avenida 9 de Julio. Unten angekommen erstreckt sich vor mir die in den 1940er Jahren eröffnete und in den 1960er Jahren in ein „Shopping“ umgewandelte Unterführung. Für Kenner der Innenstadt ist dies wohl die schnellste Art, die Avenida 9 de Julio zu unterqueren, doch für viele ist es auch eine eigene, in der Zeit stehengebliebene Welt, in der man oft zur Pause oder zum Schnack verweilen kann. Eine Art Querschnitt typischer, argentinischer Kultur die man dort noch fühlen und erleben kann: Eine 140 m lange Zeitreise!

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Adventskalender Tag 12: La Grande-Motte

La Grande-Motte: Blick übers Marina-Becken

La Grande-Motte: Blick übers Marina-Becken

La Grande-Motte? Noch nie gehört? Ich auch nicht. Bis ich es gesehen habe. Seither ist es im Kopf. Seither prägt es mein Bild von Frankreich. Beton, das Mittelmeer, blauer Himmel, die geschwungene Linie in Perfektion, eine Utopie. Das sind die Zutaten für eine gebaute und noch heute lebendige und funktionierende Stadt.

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Adventskalender Tag 11: La Biblioteca Nacional

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Eine der schönsten Ausflüge in Buenos Aires sind für mich nach wie vor endlose und ziellose Stadtspaziergänge durch die engen und schier endlos scheinenden Straßenschluchten.

Von Hochhäusern und ständigem Einzelhandel, Kiosken und Cafés gesäumt, kann man sich vom lebendigen Strom der Menschen durch das strikte Schachbrettraster treiben lassen, nach je 120 m muss man sich dann nur entscheiden ob man nach rechts, nach links, geradeaus oder wieder zurückgehen möchte.

Erreicht man durch Zufall oder gewollt die Avenida Las Heras wird man Zeuge der Umkehr dieser strengen Blockrandbebauung. Plötzlich tut sich eine ungewohnte Weite im Stadtbild auf.  Vereinzelte Bäume, ein ca. 12 m hoher Park und eine wahnsinnige Betonskulptur ragen leicht schüchtern und doch bestimmt in den stahlblauen Himmel dieser Stadt.

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Adventskalender Tag 10: Barcelona-Pavillon

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Barcelona-Pavillon, Fotograf: Toni Karge

Endlich mal eine Rekonstruktion, die man ohne schlechtes Gewissen großartig finden kann: Der deutsche Pavillon zur Weltausstellung in Barcelona 1929 (auf Spanisch daher auch ‘Pabellón alemán’) sollte die moderne Weimarer Republik, ihren Aufbruch und ihre berühmte Bauhaus-Architektur repräsentieren. Niemand weniger als Mies van der Rohe entwarf ihn. Doch direkt nach der Ausstellung erfolgte wie geplant der Rückbau, die Bauteile wurden in die Welt verstreut. Erst 1986 wurde er wieder rekonstruiert, seine Wirkung auf die Besuchenden ist bis heute ungebrochen.

Die gesamte Anlage beeindruckt durch die absolute Freiheit im Grundriss. Was außen, was innen ist, verschwimmt. Nicht zuletzt durch große Wasser- und Glasflächen und kaum wahrnehmbare Tragkonstruktionen wirkt alles frei und – ja – unwirklich. Der Blick im Pavillon wandert immer wieder zur Skulptur “Der Morgen” von Georg Kolbe, die geschickt an den Sichtachsen platziert wurde – auch hier leider nur eine Kopie, das Original steht in den Berliner Ceciliengärten

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    Mi
    all-day Ausstellung mit Fotos vom ICC @ Architektenkammer Berlin
    Ausstellung mit Fotos vom ICC @ Architektenkammer Berlin
    Apr 2 – Nov 30 all-day
    35 Jahre nach der Einweihung am 2. April 1979 schließt das ICC. Aus diesem Anlass zeigt die Architektenkammer Berlin eine Fotoausstellung zum Internationalen Congress Centrum. Mila Hacke hat bereits 2002 mit der fotografischen Dokumentation des[...]
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    all-day FESTIVAL OF FUTURE NOWS @ Neue Nationalgalerie
    FESTIVAL OF FUTURE NOWS @ Neue Nationalgalerie
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    Olafur Eliassons Institut für Raumexperimente mit dem FESTIVAL OF FUTURE NOWS in der Ausstellung „Sticks and Stones“ von David Chipperfield in der Neuen Nationalgalerie   Fünf Jahre lang stellte das Institut für Raumexperimente der Universität[...]
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    18:00 Farben in der Stadt – Lebensräum... @ Geodätenstand TU Berlin, Hauptgebäude H6101
    Farben in der Stadt – Lebensräum... @ Geodätenstand TU Berlin, Hauptgebäude H6101
    Nov 3 @ 18:00 – 20:00
    Farben in der Stadt - Lebensräume als Farbräume erfassen @ Geodätenstand TU Berlin, Hauptgebäude H6101 | Berlin | Berlin | Deutschland
    Am 3. November 2014 spricht der Kunsthistoriker Lino Sibillano, Co-Leiter des Haus der Farbe, Zürich, an der TU Berlin zum Thema: Lebensräume als Farbräume erfassen, darstellen, analysieren Farbe ist in unseren öffentlichen wie auch privaten[...]

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