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Adventskalender Tag 10: Barcelona-Pavillon

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Barcelona-Pavillon, Fotograf: Toni Karge

Endlich mal eine Rekonstruktion, die man ohne schlechtes Gewissen großartig finden kann: Der deutsche Pavillon zur Weltausstellung in Barcelona 1929 (auf Spanisch daher auch ‘Pabellón alemán’) sollte die moderne Weimarer Republik, ihren Aufbruch und ihre berühmte Bauhaus-Architektur repräsentieren. Niemand weniger als Mies van der Rohe entwarf ihn. Doch direkt nach der Ausstellung erfolgte wie geplant der Rückbau, die Bauteile wurden in die Welt verstreut. Erst 1986 wurde er wieder rekonstruiert, seine Wirkung auf die Besuchenden ist bis heute ungebrochen.

Die gesamte Anlage beeindruckt durch die absolute Freiheit im Grundriss. Was außen, was innen ist, verschwimmt. Nicht zuletzt durch große Wasser- und Glasflächen und kaum wahrnehmbare Tragkonstruktionen wirkt alles frei und – ja – unwirklich. Der Blick im Pavillon wandert immer wieder zur Skulptur “Der Morgen” von Georg Kolbe, die geschickt an den Sichtachsen platziert wurde – auch hier leider nur eine Kopie, das Original steht in den Berliner Ceciliengärten

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Adventskalender Tag 9: Das alte Kröpcke-Center

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Das Kröpcke-Center (1972-2012), Landeshauptstadt Hannover

Mein Zug erreicht am Abend Hannover und ich werde aus dem ruhigen und modernen ICE in ein quirliges und hell erleuchtetes Bahnhofsgebäude ausgespuckt. Es ist 20 Uhr. Geschäftsschluss in den angrenzenden Einkaufsstraßen, Reformationstag und Halloween, “es ist sicherlich noch ein Gottesdienst in der Marktkirche”, denke ich. Ich trete hinaus auf den Bahnhofsvorplatz, atme die herbstliche Luft ein – riecht Hannover besonders? – und schaue auf das Reiterdenkmal auf dem Platz.

Schön, wieder hier zu sein. Ich verspüre Lust, noch eine kleine Runde durch die Innenstadt zu drehen und zu schauen, ob noch alles an seinem rechten Platz ist, bevor ich mich zu meinem endgültigen Fahrtziel aufmache.

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Adventskalender Tag 8: Die Kirche Santa Prassede

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Die Kirche Santa Prassede in Rom / Apsis, Quelle: wikimedia/Welleschik, CC-BY-SA 3.0,http://wikipedia/commons/d/d9/Apsis_mosaic_S_Prassede_Rome_W1.JPG

Ich schaue mir gern Kirchen an. Ich liebe die Ruhe, das Eintauchen in eine andere Welt. Und die schönste Kirche Roms ist die Santa Prassede.

Ich habe sie durch Zufall entdeckt – der Eingang liegt in einer Seitenstrasse und man erwartet nicht, so ein Kleinod hinter diesen Mauern zu finden.
Santa Prassede, benannt nach einer römische Jungfrau und Märtyrin aus dem 1./2. Jahrhundert, ist das bedeutendste Beispiel byzantinischer Kunst in Rom.
Im Jahr 822 wurde sie eigentlich in Auftrag gegeben, um zahlreiche Überreste von Märtyrern aufzunehmen. Sie wurde mehrmals umgebaut, aber der frühchristliche Charakter der Basilika ist dennoch erhalten geblieben.

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Adventskalender Tag 7: Das Tiring-Kaufhaus in Kairo

Das ehemalige Tiring Kaufhaus

Das ehemalige Tiring-Kaufhaus

Der Ataba-Platz in Kairo. Einst prallten hier Welten aufeinander. Orient und Oxident. Arabien und Europa. Geschichte und Moderne. Diese Stelle markiert im Stadtbild von Kairo einen prägnanten Punkt entlang der scharfen Trennlinie zwischen der muslimischen Altstadt und der europäisch geprägten Neustadt, die heute Downtown genannt wird. Hier erhebt sich das ehemalige Tiring-Kaufhaus mit seiner markanten Kuppel und den vier weithin sichtbaren Atlas-Figuren. Erbaut wurde das imposante Eckhaus 1912 vom tschechischen Architekten Oscar Horowitz im Auftrag des österreichischen Unternehmers Victor Tiring. Architektonisch stand es seinem Vorbild, der Galerie Lafayett in Paris, in nichts nach. Mit seinen hochaufragenden Fenstern und weitläufigen Verkaufsflächen über fünf Etagen wurde es schnell das erste Haus am Platze.

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Adventskalender Tag 6: Das Hotel Bogota – Abschied von einem Original

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Hotel Bogota, via www.hotel-bogota.de

Überall Veränderungsdruck in Berlin. Vielleicht ist im steten Wandel gerade das von besonderer Attraktivität, was aus der Zeit gefallen zu sein scheint und unwandelbar anmutet – ein Fixpunkt. Nostalgie ist verführerisch, und im Glanz der Vergangenheit kommt leicht Verklärung auf.

Das Hotel Bogota in der Schlüterstraße, fast direkt am Kudamm, war ein Ort, der genau diese Stimmungen evozierte. Inmitten von immer mehr hochpreisig renovierten Wohnungen, vornehmen Büroetagen und teuren Geschäften war es ein Stück Berlin, das sich alle oder doch zumindest mehr Leute leisten konnten als das mit dem sonstigen Ambiente jener Gegend heutzutage der Fall ist. Vor allem hatte es eine Ausstrahlung von Geschichte und Echtheit, die vieles Neue in der Umgebung nicht aufweisen kann, bei aller gestalterischen Qualität der Boutiquen und Hotels. Gebäude und Ausstattung erzählten von allen Zeitschichten, Nutzungen und Nutzern seit Erbauung 1911.

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    Sep
    2
    Di
    15:30 Stadtforum Berlin 2030 – Abschlu... @ Umspannwerk Alexanderplatz
    Stadtforum Berlin 2030 – Abschlu... @ Umspannwerk Alexanderplatz
    Sep 2 @ 15:30 – 18:00
    Aus der Einladung zur Veranstaltung: In den vergangenen anderthalb Jahren haben interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie die Fachöffentlichkeit in mehreren Stadtforen 2030 über die soziale und wirtschaftliche Zukunft unserer Stadt sowie über die[...]
    Sep
    14
    So
    11:00 Finissage: Kuratorenführung durc... @ Villa Oppenheim
    Finissage: Kuratorenführung durc... @ Villa Oppenheim
    Sep 14 @ 11:00
    Letzte Gelegenheit: Führung mit Mila Hacke, Kuratorin der Ausstellung Nachkriegsmoderne – Architektur in Charlottenburg Wilmersdorf . Teilnahme frei. Anmeldung erbeten unter Tel.: 9029 24106 Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung Nachkriegsmoderne – Architektur[...]

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