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Städtebau & Architektur →

Was gut ist für Kinder…

Mit Architektur kann man nie früh genug anfangen. Sust ist eine schottische Initiative, die für Nachhaltigkeit im Bauwesen eintritt und entwickelte ein online Spiel für Kinder. Hier können sie einfache Zusammenhänge von Nachhaltigkeit beim Bau eines Hauses und in der Stadt kennen lernen. In kleinen animierten Filmen werden Faktoren der Nachhaltigkeit erläutert und später kann das erworbene Wissen beim Häuserbau eingesetzt werden.

(Quelle: mysusthouse)

Dem Architekten liegt bei den Entscheidungen des öfteren ein „ja, aber…“ auf den Lippen. Das Spiel ist aber dennoch schön designt und bei den mit schottischen Akzent gesprochenen Texten kann man noch den ein oder anderen Fachbegriff lernen. Und was gut für Kinder ist, kann ja nicht schlecht für Erwachsene sein.

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Möge der Bessere gewinnen

Die olympischen Spiele beginnen regelmäßig mit dem Auflaufen verschiedener Folklore- und Musikgruppen, dass sich die meisten Betrachter in der Regel ersparen. Dabei bildeten die Künste nach einem der Väter der modernen olympischen Spiele Pierre de Coubertin einen festen Bestandteil neben den Sportveranstaltungen. In den Jahren zwischen 1912 und 1948 wurden so in den Disziplinen Architektur (mit der Unterteilung in Stadtplanung und Architekturdesign), Skulptur, Literatur, Malerei und Musik ebenfalls Medaillen verteilt. Eingereicht werden konnten Arbeiten, die einen Zusammenhang zum Sport hatten. Wohingegen die Sportler dem Amateurstatut verpflichtet waren und ihre Disziplin nur nebenberuflich ausübten, stammte die Mehrheit der Kunstarbeiten jedoch von vollberuflichen Künstlern. Dies führte wohl auch zu deren Ausschluss und liess sie zu dem werden, was sie heute sind: eine nette und wenig beachtete Begleiterscheinung.

(Alfréd Haj??s als Sportler und sein Beitrag zu Olympia als Architekt. Quellen: Hajos-Gesellschaft und Olympic-Museum)

In der Geschichte gab es zwei Personen die sowohl sportlich als auch künstlerisch bei Olympia geehrt wurden. Der Amerikaner Walter Winans gewann nicht nur eine Goldmedaille als Sportschütze sondern auch für seine Skulptur „An American Trotter“. Der Ungar Alfréd Haj??s widmete sich nach einer erfolgreichen Karriere als Sportler (Zweimal Sieger bei Schwimmdisziplinen) der Architektur. 1924 reichte er bei den Spielen in Paris zusammen mit Deszo Lauber einen Entwurf für ein Schwimmstadion in Budapest ein und wurde mit der Silbermedaille belohnt. Inwiefern es bei Haj??s zu einer Synthese von Sport und Kunst gekommen ist, ist dem Autor leider nicht bekannt.

Weitere Quellen: Wikipedia, Meaus, University of Leeds, Internationales Komitee Pierre de Coubertin, Wikipedia

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Der Kartenbaumeister

Nach ein paar Bier in einer Kneipe werden viele von uns zu Bierdeckelbaumeistern. Im Falle des Harvard-Architekten Bryan Berg war es der Großvater, der ihn in diesem Fall zum Kartenbauen brachte. Heute hält er den Rekord für das höchste Kartenhaus und lebt davon für verschiedene Auftraggeber genau dies zu machen. Wer nicht glaubt, dass die Konstruktionen ganz ohne Kleber halten, kann sich bei Reader’s Digest ein kleines Video anschauen wie er das amerikanische Kapitol baut. (pdf)

(Quelle: Reader’s Digest und Bergs Homepage)

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Lebendige Restauration

Die Bauforschung hat für den entwerfenden Architekten nicht häufig interessantes zu bieten gerade wenn dies Restaurationsmethoden betrifft. Seit kurzem wird dort jedoch mit lebenden Bakterienkulturen geforscht für den ewigen Kampf um Statuen und Reliefs. Zum einen sollen „gute“ Bakterien eingesetzt werden, um Nitratausblühungen im Gemäuer aufgrund von zu hoher Feuchtigkeit zu bekämpfen. Aufgetragen auf die Schadstelle fressen die kleinen Helfer die Nitrate einfach weg. Das zweite Anwendungsgebiet ist der Aufbau von Kalkschutzschichten an Mauerwerken und Verzierungen. Das Ergebnis lässt sich nach der Webseite des Projektes Biobrush gut bildlich verdeutlichen.

(Quelle: Projekt Biobrush)

Im zweiten Fall wird übrigens der Bacillus cereus verwendet, der auch dafür verantwortlich ist, dass Milchprodukte sauer werden. Also falls der Joghurt das nächste mal seine Haltbarkeit überschreitet, einfach an die Wand klatschen und etwas Kalziumazetat dazu mischen. Die Hauseigentümer werden dankbar sein.

Quellen: Zeit, Sueddeutsche, Wikipedia

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Das geschlossene Berufsfeld

Die Universität von Arkansas brachte dieser Tage mit „APPX“ eine neue architekturbezogene Zeitschrift heraus, mit dem Ziel einen „schwarzen Architekturdiskurs“ zu fördern. Die Artikel sind leider nicht online zu lesen, aber da das Interesse an Inhalten dieses Diskurses besteht, stießen wir auf der Suche nach verfügbaren Quellen auf die Konferenz „2020: A Diversity Conference for Design Professionals“ aus dem Jahr 2003 in Boston. Neben vielen Beiträgen findet sich hier auch einer des Redakteurs von APPX, Darrell Fields.

(Cover der ersten Ausgabe von APPX)

Er bezieht sich in seinem Text auf die Unterrepräsentation der Afro-Amerikaner an Architekturschulen des Landes, die 1% beträgt in Relation zu 12,1% in der Gesamtbevölkerung. Falls jedoch eine größtmögliche ethnische in intellektueller Diversität mündet und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Berufes erhöht (was gemeinhin nicht bezweifelt wird), so können einige Probleme der Architektur deutlicher gesehen werden. Die Homogenität des Berufsfeldes macht es immun gegenüber den sozio-politischen Diskurs außerhalb der Disziplin und schließlich bedeutungsloser in der Sicht der Allgemeinheit. Und der außer akademische Bedeutungsverlust wird ja allgemein anerkannt.

Falls wir auf Daten und Texte der hiesigen Zusammensetzung der Architektenwelt stoßen, lassen wir es wissen. Vielleicht wäre die Thematik auch für die am Freitag sich gründende Stiftung Baukultur interessant, die sich der Kommunikation innerhalb und außerhalb des Berufsfeldes widmen will.

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