Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Kategorie »Städtebau & Architektur« RSS
Städtebau & Architektur →

Statistiken fürs Kaffeekränzchen

Rankings sind was feines. Schön anschaulich kann man sehen, wer sich vor und wer sich nach jemanden in der Bewertung befindet. Und im Anschluß läßt sich mit anderen vortrefflich darüber streiten. Ein Ranking über Architekturbüros gibt es schon etwas länger bei der Baunetz. Die us-amerikanische Zeitschrift Architect Magazine hat jetzt ein eigenes Ranking herausgebracht und es läßt sich zuerst festhalten: Andere Statistik, anderes Ergebnis.

Die Schwierigkeit der Bewertung von Bedeutung und Einfluß von Architekturbüros anhand von quantitativen Kriterien und letztendlich der Bedeutung der Statistiken, läßt sich leicht an der Umfrage nach dem bekannteste Architekten in Deutschland ablesen: Hier antwortet die Mehrheit der (nicht-)architektonischen Bevölkerung mit Friedensreich Hundertwasser. sueddeutsche/zeit

Städtebau & Architektur →

Architekturzensur

Türme gelten in diesen Breiten generell als Symbole von männlicher Potenz. Sind sie schlank, hoch und zieren eine Moschee stehen sie in den Augen von SVP und EDU-Politikern in der Schweiz allerdings für „Leuchttürme des Jihad“. Die beiden Parteien initiierten deshalb eine Initiative für ein generelles Minarett-Verbot und sorgen für ordentlich Gesprächsstoff im Land. Für was Architektur manchmal so herhalten muss?

nzz, swissinfo, schweizer bischöfe

Städtebau & Architektur →

Das nordische Modell und die Moderne

Die Nordischen Botschaften in Berlin laden am 28.4. zu einem eintägigen Symposium zum Thema nordische Moderne ein. Anlass ist das 50ste Jubiläum des Hansaviertel (Interbau 57), wo mehrere nordische Architekten beteiligt waren.
Im Symposium wird die Moderne in den Kontext von Wohlfahrt und Gesellschaftsideologien gesetzt. Die Verbindungen zwischen den nordischen Ländern und Nachkriegsdeutschland werden erneut betrachtet, und vielleicht finden sich in dieser Betrachtung Wurzeln des stetig wachsenden Verständnisses zwischen Deutschland und den nordischen Ländern, das sich zurzeit auch durch die große Attraktivität Berlins für Skandinavier zeigt.
Nach dem Symposium gibt es die Möglichkeit an der Führung Stadtfinden Moderne (www.stadtfinden-moderne.de) durch das Hansaviertel teilzunehmen.

Ort: Nordische Botschaften – Felleshus
Rauchstraße 1

Infos: http://www.nordischebotschaften.org/veranstaltungen/

Städtebau & Architektur →

Fräulein Seidenmann und das Hotel Unter den Linden

Hotel Unter den Linden
photo by krummsdorf | flickr.com/photos/krummsdorf/

Das im Jahre 1966 erbaute Interhotel „Unter den Linden“ am Standort Friedrichstraße/ Unter den Linden war neben dem Berolina-Hotel in der Karl-Marx-Allee der zweite Interhotel-Bau Ostberlins. Im Gegensatz zu anderen umliegenden Hotels hatten es Luxushotelbetreiber in den 90er Jahren nicht übernommen. Es fiel zu Beginn diesen Jahres einer vom Planwerk Innenstadt diktierten Stadtreparaturmaßnahme bzw. der kommerziellen Nachverdichtung zum Opfer. Unter der Projektbezeichnung „Upper Eastside Berlin“ wird die Münchener Rück an dem Standort einen aus drei Blöcken bestehenden Komplex mit Büros, Läden und Wohnungen für rund 200 Millionen Euro errichten und den Blockrand auch in diesem Teil der Friedrichstraße endgültig schließen.

Der Essay „Fräulein Seidenmann und das Hotel Unter den Linden“ von Till Greite stellt eine lyrisch traumwandlerische Momentaufnahme des Hotelabrisses und der Atmosphäre seiner städtischen Umgebung dar. Er beschreibt auf seine ganz eigene Weise die Wirklichkeit eines städtischen Ortes, den man in naher Zukunft nicht einmal mehr erahnen wird…

Essay downloaden :: PDF

Städtebau & Architektur →

Schloss wird zum Einkaufspalast – die Stadt Braunschweig zahlt 13,5 Mio. dazu

Vor genau einer Woche wurde „eines der größten und spektakulärsten Wiederaufbauprojekte in Europa“ (so der Entwickler ECE) fertig gestellt: die ehemalige Braunschweiger Residenz wurde als „Schloss-Arkaden“ eröffnet – ein Schloss mit einer integrierten Shoppingmall von fast 34.000 qm Verkaufsfläche. Entwickler dieses 200 Mio. Euro Projektes war der Center Entwickler ECE.
Das Schloss, 1840 erbaut von C.T. Ottmer und in den 60er Jahren wegen Kriegsschäden abgerissen, ist zu den „Schloss-Arkaden“ mutiert.

Arkaden gibt es im gesamten Bauwerk nicht, hinter dem Rundbogenportal bekommt man eine Multifunktionsdecke zu sehen, in Verbindung mit viel Glas, viel Granit und Rolltreppen. Nach Aussage der Jury war dieser Entwurf der Berliner Architekten Grazioli/ Muthesius „virtuos“.
Die Rekonstruktion der Schlossfassade, gebaut mit 600 ursprünglichen Steinen, wurde wohl nur vollzogen, um dem Namen „Schloss-Arkaden“ des Einkaufscenters gerecht zu werden – oder umgekehrt?!.

weiterlesen →

nach oben ↑
Themen