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Die indische Kreuzung

// Gastbeitrag von Georg Jahnsen aus Mumbai //

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Indische Kreuzung (Fotograf: Georg Jahnsen)

In einem der vergessenen Stadtviertel Mumbais, an diesem einen Sonntag, an dieser einen Kreuzung, passierte es mal wieder, dass nichts mehr ging. Autos, Rickshaws, Handkarren, Kühe, Ziegen, herumstehende und herumliegende Gegenstände und jede Menge Menschen waren plötzlich ineinander verkeilt ohne sich dabei zu berühren. Respektvolles ineinander verkeilt sein. Es wurde mit den Händen gefuchtelt und Lärm veranstaltet. Normalerweise hilft dies beim eigenen Vorankommen in Mumbai. Nicht so an diesem Tag und an dieser Kreuzung. Am Schluss versuchte jeder noch die letzten paar freien Zentimeter vor sich zu gewinnen. Doch dadurch wurde die Situation nur noch vertrackter. Die letzten möglichen Lücken, die noch als Auswege hätten benutzt werden können, schlossen sich. Ein letztes allgemeines Hupen und Rufen bäumte sich auf. Und dann wurde es still.

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Das blutende Straßenschild

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Irgendwo an der Grenze zwischen abgefahren und abartig ist diese Werbung für mehr Sicherheit auf Neuseelands Straßen. Weil in Neu Seeland der Beginn der Regensaison auch einen Anstieg der Verkehrstoten bedeutet, entwickelte das Papakura & Franklin District Council mit der Agentur Colenso BBDO eine besondere Art der Straßenschildes zur Verkehrssicherheit: das Bleeding Billbord. Bei Regen fängt der Junge auf dem Plakat an zu „bluten„. Die Autofahrer – so die Hoffnung – sollen daraufhin ihre Geschwindigkeit reduzieren. Ob wirklich funktioniert wissen wir nicht. Wer Infos hat – bitte her damit.

[Danke an Jan Abt für den Hinweis]

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Sightjoggen oder promenieren?

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Joggen vor der Kulisse New Yorks (Fotograf: Lab2112)

Städte entdecken wir auf die unterschiedlichste Art und Weise. Mit Reiseführern, Hop-on-Hop-of-Bussen, klassischen Stadtführungen oder aber einem Rundblick von oben kommen wir den Städte näher. Spaziergangsforscher bringen uns an die verrücktesten Orte und lehren uns „das konzentrierte und bewusste Wahrnehmen unserer Umwelt (Wikipedia)“ im Rahmen von Spaziergängen, „da Raum letztlich nur durch die eigene körperliche Bewegung durch denselben erfahrbar ist“. Das Sightjogging dürfte den Spaziergangswissenschaftler deshalb

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Aktionen gegen Autobahnausbau

Der Berliner Senat will die Stadtautobahn A100 verlängern, was inzwischen auf vielfachen Widerstand stösst. Denn für den Ausbau der Autobahn werden 4 Wohnhäuser und das Gebäude der Osthafendirektion abgerissen. Zudem befürchten Kritiker zusätzliche Lärm- und Feinstaubbelastungen entlang der neuen Trasse, sowie das Entstehen einer innerstädtischen Barriere.

Informationen finden sich bei der Bürgerinitiative BISS Berlin, die auch Hinweise für das Einreichen von Einwendungen gibt. Heute findet eine Info-Veranstaltung zur Planfeststellung der Stadtautobahn A100 statt (Beginn 19:00 Uhr, JugendSchiff „Freibeuter“, Kynaststr. 17, Nähe Ostkreuz). Eingeladen sind:

  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
  • Dr. Franz Schulz, Bürgermeister Friedrichshain-Kreuzberg
  • Bürgerinitiative Stadtring Süd (BISS)

Zudem findet ein am 21.03.ein symbolischer Trauermarsch statt. Wer mehr lesen will, findet hier weitere Links zu Pro- und Contra-Argumenten:


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Versicherung für Schwarzfahrer


Im März 2008 fand in Stockholm der ‚ÄöNolltaxedagen“ („der Keinegebührentag“) statt – eine Aktion, bei der mit gemeinschaftlichem Schwarzfahren gegen eine neue Preiserhöhung der Verkehrsbetriebe protestiert wurde.

Mitinitiert hat dies Planka.nu, eine Initiative, die sich dafür einsetzt, dass die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel kostenlos wird. Das Besondere an dieser Initiative ist, dass es eine Versicherung für Schwarzfahrer entwickelt hat. „Versicherungsnehmer“ zahlen statt der für eine Monatskarte benötigten 690 SEK (knapp 70 ‚Ǩ) monatlich 100 SEK in eine Gemeinschaftskasse ein. Dazu kommen 100 SEK Selbstbeteiligung bei jeder fälligen Strafe. Den Rest der Strafgebühr von 1.200 SEK übernimmt dann Planka.nu.

Planka.nu versteht sich explizit als politisch aktive Gruppe, die gerade in letzter Zeit verstärkt Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit betreibt. So wurde mit der schwedischen Linkspartei und verschiedenen Umweltverbänden zusammengearbeitet, um u.a. die negativen Auswirkungen eines geplanten Autobahnausbaus zu thematisieren. Und wer will kann auf der Website der Organisation Schwarzfahrer-Merchandise-Artikel erwerben.

Ob man die einzelnen Aktionen für gerechtfertigt hält oder nicht, aber die Forderung nach kostenlosem ÖPNV rückt die wichtige soziale Frage in den Vordergrund, für wen aus finanziellen Gründen öffentliche Verkehrsmittel (oder eben nicht) nutzbar sind.

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