Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Kategorie »Urbane Mobilität« RSS
Urbane Mobilität →

Protected Intersection

Was nützen wunderbar geschützte oder abmarkierte Fahrradspuren, wenn die Kreuzungen die eigentliche Gefahrenquelle sind. Eine Lösung ist die geschützte Kreuzung, protected intersection, die der Stadtplaner Nick Falbo für einen Wettbewerb kompakt in einem Video erklärt. Er bezieht sich hierbei auf den niederländischen Fahrrad-Aktivisten Mark Wagenbuurs und sein Blog Bicycle Dutch, das definitiv auch einen Besuch lohnt.

Urbane Mobilität →

Mit der App für Radwege demonstrieren

Radwende

Screenshot der Webseite Radwende

Was tun, wenn eine Stadt als fahrradunfreundlichste Stadt Deutschlands bewertet wird, so wie es in Wiesbaden der Fall war? Dann sollte man Aufmerksamkeit für diese Problematik erzeugen und Lobbyarbeit für eine bessere Verkehrspolitik machen. Genau dies setzt das Projekt Radwende in Wiesbaden – und zwar auf wunderschöne und medial interessante Weise –  um. So können die Fahrradfahrer mittels App ihre zurückgelegte Strecken als GPS-Daten sammeln.

Wiesbaden hat im ADFC Test als die fahrradunfreundlichste Stadt Deutschlands abgeschlossen. Schuld daran ist zum einen die fahrradfeindliche Infrastruktur, aber auch die Respektlosigkeit den Radfahrern gegenüber und die fehlende Lobby. Das wollen wir ändern! Und dafür brauchen wir in erster Linie euch, die Radfahrer. Unsere App macht Radfahrer in Wiesbaden sichtbar und nimmt damit Einfluss auf die Gestaltung der Stadt. Das erreichen wir durch die tatsächliche Nutzung der Infrastruktur selbst, also durch eure täglich gefahrenen Strecken. Das Prinzip ist denkbar einfach: wir zeichnen die Strecken einzelner Radfahrer auf und konsolidieren sie auf einer Karte.

Diese Daten werden dann am nächsten Tag im Museum Wiesbaden als analoge Karte ausdruckt, womit eine gelunge Übersetzung digitaler Spuren im Stadtraum erfolgt. Durch diese kollaborative Form der Datenerfassung wird jeder gefahrene Kilometer zu einer Aufforderung die Infrastruktur zu verbessern und die App Radwende zu einem digitalen Tool, um für eine bessere Infarstrukturpolitik zu demonstrieren.

[Danke an Dennis für den Hinwies]

Urbane Mobilität →

Theoretische Fahrradtipps für`s Wochenende

Nach dem Wettercheck gerade eben, fällt dieses Wochenende vermutlich nicht nur meine Fahrradtour ins Regenwasser, sondern auch Eure, sodenn Ihr eine geplant habt. Schade… Wer aber trotzdem im Thema bleiben will, kann dieses Wochenende von der Praxis in die Theorie wechseln, denn im ZDF Länderspiegel wird es morgen Nachmittag, zumindest der Ankündigung von Ralph Szepanski nach (in der Ankündigung auf der Webseite vom Länderspiegel steht etwas anderes), einen Beitrag zu fahrradfreundlichen Städten im Bundesvergleich geben.

Abb.: Immer ein guter Tipp: LÄCHELN Foto: KMD

Abb.: Immer ein guter Tipp: LÄCHELN Foto: KMD

Dass Erlangen nicht nur zu den fahrradfreundlichen Städten in Deutschland dazugehört, sondern Spitzenreiter ist, verwundert mich ein bischen, da ich bei meinem Aufenthalt im letzten Jahr, nicht gerade den Eindruck hatte, oder anders gesagt, es drängte sich nicht auf, dass Erlangen Musterstadt für Fahrradfreundlichkeit ist. Aber vielleicht ist es ja die Diskretion, mit der der Fahrradverkehr in Erlangen abgewickelt wird, die die Stadt so weit nach vorne gebracht hat. Wir werden es ja morgen erfahren.

Ein Tipp, der mir persönlich besonders am Herzen liegt, ist die erste Publikation aus der neu gegründeten Schriftenreihe „Spektrum des Verkehrswesens„, die sich mit Aspekten des städtischen Radverkehrs beschäftigt.

weiterlesen →

Urbane Mobilität →

Urban Hacking: Die beste Position in der U-Bahn zum Umsteigen

Foto ©: Efficient Passenger Project

Foto ©: Efficient Passenger Project

Das »Efficient Passenger Project« (EPP) in New York hat es sich zum Ziel gemacht, die großen Geheimnisse von Profi-Pendlern der New Yorker Subway jedermann zugänglich zu machen. Denn eine der wichtigsten Informationen, um im vielfach verzweigten U-Bahnnetz mit den Menschenmassen in der Rush Hour schnell und effizient umsteigen zu können ist, an der richtigen Stelle in den Zug zu steigen. Dafür hat das EPP Schilder entworfen, die täuschend echt den offiziellen Schildern der Metropolitan Transportation Authority (MTA) nachempfunden sind, die darauf hinweisen, wo man einsteigen soll, um an zentralen Umsteigeknoten möglichst nah an der passenden Treppe aussteigen zu können.

weiterlesen →

Urbane Mobilität →

Sitzmuster & Polstercodes

Auch die Künstlerin Menja Stevenson hat sich bei "Bustour" den Sitzmustern angenommen.

Auch die Künstlerin Menja Stevenson hat sich bei „Bustour“ den Sitzmustern angenommen.

Während wir letzte Woche über selbstgemachte Gestaltungselemente in öffentlichen Verkehrsmitteln berichteten, geht es nun um grafische Elemente in Bussen und Bahnen, die anscheinend wirklich so geplant wurden: Sitzmuster. Ein Blog mit dem etwas übertriebenen Namen Sitzmuster des Todes hat wahrliche Scheußlichkeiten zusammengetragen, die montägliche Pendler-Übellaune tatsächlich noch verschlimmern können.

Die Kommentare zu den Bildern sind mit Vorsicht zu genießen. Eine Ausnahme sei hier jedoch erwähnt: ‚Vorauseilender Vandalismus‚ als Design-Haltung, die wohl auch beim klassischen Berliner U-Bahn-Sitzmuster zum Einsatz kam: eddingfarbenes Gekrakel – rot-blau-schwarz:

In der Galerie enthalten ist auch ein Werk der Stuttgarter Künstlerin Menja Stevenson, die sich filmisch und fotografisch mit demselben Thema auseinander gesetzt hat, aber eine ganz andere Ästhetik transportiert (siehe oben).

Auch auf dem tumblr-Blog Public Pattern Transport werden die grafischen Schönheiten der Busse und Bahnen dieser Welt gesammelt. Präzise Bezeichnungen von Stadt und Linie lassen ein Inventar der Sitzmuster-Vielfalt entstehen, das wahrlich in Betracht gezogen werden sollte, UNESCO-Weltdokumentenerbe zu werden.

Doch so unterhaltsam die nahezu endlosen Sitzmuster-Galerien sind, lassen sie doch drei essentielle Fragen unbeantwortet: Warum ist die Unterschiedlichkeit der Sitzmuster so enorm groß, dass es wohl kaum zwei Städte gibt, die die gleichen Polstercodes haben? Liegt dies daran, dass kein Muster als gelungen bezeichnet werden kann und es somit kein Best Practice gibt, das sich irgendwann durchsetzt? Und schließlich die grundsätzliche Frage: Wie könnte ein gelungenes Sitzmuster aussehen?

nach oben ↑
Themen