Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Kategorie »Urbane Mobilität« RSS
Urbane Mobilität →

Groningen – The World’s Cycling City

Vor gut zwei Jahren haben wir euch an dieser Stelle bereits die Grünphase für alle in Groningen vorgestellt. Jetzt haben die Leute von Streetfilms das niederländische Groningen etwas ausführlicher portraitiert als The World’s Cycling City. Bereits Anfang der 1970er wurde hier die Mobilitätspolitik der Stadt drastisch geändert und auf das Fahrrad gesetzt.

Die besagte Grünphase ist dabei nur eine von zahlreichen Maßnahmen, die ergriffen wurden. Es zeigt sich – und das wird in dem Film auch explizit gesagt – dass ein paar Radstreifen hier und eine paar Fahrradständer dort nicht zu einem Umdenken führen, sondern ein ganzes Bündel an Maßnahmen notwendig ist.

Sei es die radfreundliche Verkehrsführung in der Groninger City oder die Fahrradparkhäuser (Mehrzahl!) an der Hoofdstation (Hauptbahnhof) mit insgesamt über 10.000 Stellplätzen, es ist einfach beeindruckend, was hier alles möglich ist. Selbst der dortige IKEA-Markt hat mietbare Lastenfahrräder, die den Filmemachern zufolge vor allem von den 50.000 Studierenden genutzt werden.

Nicht alles, was gezeigt wird, ist extrem neu und innovativ, aber die Bandbreite und konsequente Durchführung beeindruckt ungemein und kann gerne in der ein oder anderen Stadt als Vorlage dienen. Schön wäre es!

Urbane Mobilität →

Trains of Thoughts – Gedanken und Züge

Wer jeden Tag U-Bahn fährt, kennt vielleicht das Gefühl, dass dieses unterirdische Gewirr aus Linien und Knoten mehr ist, als die bloße Funktion für den öffentlichen Massentransport verspricht. Während die einen im Dunkel unter der Stadt den nötigen Abstand zum aufzehrenden Alltag oberhalb finden, grübeln die anderen über gänzlich andere Dinge nach. Steht die U-Bahn in Moskau für die vergangene Zeit der Vormachtstellung innerhalb des sozialistischen Blocks, schürt sie in Hongkong die Angst vor fortschreitender Gentrifizierung und Filialisierung.

Timo Novotny hat sich in seinem unglaublich vielseitigen Film in all diese unterschiedlichen Blickwinkel hineinversetzt. Entstanden ist eine Mischung aus Musikvideo und Kurzgeschichten-Sammlung in und über die Metro. Portraitiert werden Menschen und ihre Bahnen in New York, Los Angeles, Tokio, Hongkong, Moskau und ein bisschen Wien.

„If I really keep using this packed train every day, maybe I can decide that suicide is better somehow.“

Sie philosophieren über die Selbstmordrate auf der Yamanote Line, die sakrale Architektur in Moskaus Bahnhöfen oder die sozialen Unterschiede in der Benutzung der Züge in LA – wer es sich leisten kann, fährt mit dem Auto. Dieses Kaleidoskop – hier passt der Begriff wirklich! – ist noch bis Montag, 6. Januar, in der Mediathek arte+7 zu sehen und danach hoffentlich ganz bald auch als DVD erhältlich.

Urbane Mobilität →

Streetmix – Wie kann der Straßenraum aufgeteilt werden?

streetmix-urbano-street

Mit dem mitunter rasant anwachsenden Fahrradverkehrsanteil in Großstädten gibt es auch eine zunehmend intensivere Diskussion um die Aufteilung des öffentlichen Straßenraumes. Historisch bedingt hat bislang häufig der MIV den größten Anteil – da liegt es nahe zu fordern, vom MIV Fläche zum ÖV und Langsamverkehr umzuverteilen. Dass das nicht immer so einfach ist, lässt sich wunderbar spielerisch mit dem Tool Streetmix erleben, denn selbst wenn man – so wie bei unserer Urbano Street – überhaupt keinen MIV in seiner Straße hat, muss man ganz schön viele Kompromisse eingehen, um innerhalb des verfügbaren Raumes alle Funktionen unterzubringen.

Und? Wie sieht Eure ideale Straßenraumaufteilung aus? Zeigt es uns und allen anderen, in dem Ihr den Link zu Eurer Mix-Street hier per Kommentar teilt!

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

China und die Hochstrasse: Wuhan sprengt 3.5km Koloss

Ohne sie wäre der Verkehr in Chinesischen Großstädten kaum vorstellbar. Hochstraßen -im Chinesischen Alltag nur Gaojia genannt- bestimmen Sie vielerorts das Stadtbild. Als beleuchtete Betonwürmer schweben sie im 5. Stock durch die Innenstädte um sich an Kreuzungspunkten in urban verschlugene Skulpturen zu verwandeln. Eines ist klar, die Hochstrassen sind ein prägendes Element der neuen Chinesischen  Metropolen. In den meisten Städten sie sind durch ihre schiere Größe ein Zeichen des Fortschritts, der Urbanisierung und der Wirtschaftskraft, anderenorts, wie in Beijing kann man sie mit ihren Dauerstaus und den negativen Einflüssen auf die umliegenden Wohnquartiere langsam als ein Zeichen der Endlichkeit des Wachstums deuten. Wie lange braucht eine Stadt, eine Wirtschaft Hochstrassen? Was wird aus der Umgebung wenn die Verkehrskolosse verschwinden? Seoul und andere Städte haben dafür bereits Beispiele geliefert. In China werden sie sicherlich noch mehr als 10 Jahre ihre Daseinsberechtigung haben…Doch wie spektakulär die Sprengung einer solchen Hochstrasse aussieht hat die 10 Millionen Stadt Wuhan schon mal gezeigt. Dort wurde vor kurzem eine 3.5km lange Hochstrasse gesprengt.

Urbane Mobilität →

Dringend gesucht: Velophile Crowdfunder für WE ARE TRAFFIC

Alle Fotos © 2012 Björn Lexius & Till Gläser

Alle Fotos © 2012 Björn Lexius & Till Gläser

WE ARE TRAFFIC , das wunderschön anzuschauende Projekt zur Hamburger (und Berliner) Fahrradkultur braucht  dringend velo- und urbanophile Hilfe bei einer Crowdfunding-Aktion. Das erst im vergangenen Oktober 2012 gestartete Projekt hat in der „Fahrrad-Community“ rasante Verbreitung und Anerkennung gefunden, über 5.000 Fans bei Facebook sind es mittlerweile, beim Fahrrad-Blog-Ranking des Fahrradjournals hat es auf Anhieb für Platz 4 gereicht. Vollkommen zu Recht, die mittlerweile fast 150 Fotostrecken von Hamburger und Berliner Radfahrern sind ein echter Hingucker und bestes Marketing für die so klare wie einfache Botschaft: Nehmt das Fahrrad endlich als Verkehrsmittel ernst, WE ARE TRAFFIC.

Gestartet haben das Projekt die beiden Fotografen Björn Lexius & Till Gläser. Beide haben seit geraumer Zeit den Plan, die besten Fotos in einem hochwertigen Bildband zu

weiterlesen →

nach oben ↑
Themen