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Kategorie »Urbane Mobilität« RSS
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

China und die Hochstrasse: Wuhan sprengt 3.5km Koloss

Ohne sie wäre der Verkehr in Chinesischen Großstädten kaum vorstellbar. Hochstraßen -im Chinesischen Alltag nur Gaojia genannt- bestimmen Sie vielerorts das Stadtbild. Als beleuchtete Betonwürmer schweben sie im 5. Stock durch die Innenstädte um sich an Kreuzungspunkten in urban verschlugene Skulpturen zu verwandeln. Eines ist klar, die Hochstrassen sind ein prägendes Element der neuen Chinesischen  Metropolen. In den meisten Städten sie sind durch ihre schiere Größe ein Zeichen des Fortschritts, der Urbanisierung und der Wirtschaftskraft, anderenorts, wie in Beijing kann man sie mit ihren Dauerstaus und den negativen Einflüssen auf die umliegenden Wohnquartiere langsam als ein Zeichen der Endlichkeit des Wachstums deuten. Wie lange braucht eine Stadt, eine Wirtschaft Hochstrassen? Was wird aus der Umgebung wenn die Verkehrskolosse verschwinden? Seoul und andere Städte haben dafür bereits Beispiele geliefert. In China werden sie sicherlich noch mehr als 10 Jahre ihre Daseinsberechtigung haben…Doch wie spektakulär die Sprengung einer solchen Hochstrasse aussieht hat die 10 Millionen Stadt Wuhan schon mal gezeigt. Dort wurde vor kurzem eine 3.5km lange Hochstrasse gesprengt.

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Dringend gesucht: Velophile Crowdfunder für WE ARE TRAFFIC

Alle Fotos © 2012 Björn Lexius & Till Gläser

Alle Fotos © 2012 Björn Lexius & Till Gläser

WE ARE TRAFFIC , das wunderschön anzuschauende Projekt zur Hamburger (und Berliner) Fahrradkultur braucht  dringend velo- und urbanophile Hilfe bei einer Crowdfunding-Aktion. Das erst im vergangenen Oktober 2012 gestartete Projekt hat in der „Fahrrad-Community“ rasante Verbreitung und Anerkennung gefunden, über 5.000 Fans bei Facebook sind es mittlerweile, beim Fahrrad-Blog-Ranking des Fahrradjournals hat es auf Anhieb für Platz 4 gereicht. Vollkommen zu Recht, die mittlerweile fast 150 Fotostrecken von Hamburger und Berliner Radfahrern sind ein echter Hingucker und bestes Marketing für die so klare wie einfache Botschaft: Nehmt das Fahrrad endlich als Verkehrsmittel ernst, WE ARE TRAFFIC.

Gestartet haben das Projekt die beiden Fotografen Björn Lexius & Till Gläser. Beide haben seit geraumer Zeit den Plan, die besten Fotos in einem hochwertigen Bildband zu

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leises.berlin.de: Auf dem Weg zu einer neuen Beteiligungskultur?

Screenshot zum Online-Dialog (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt / Zebralog)

Screenshot zum Online-Dialog (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt / Zebralog GmbH & Co. KG)

Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat die BerlinerInnen zur Diskussion über die Geräusche der Stadt eingeladen. Auf der Internetseite leises.berlin.de konnten sie Anfang 2013 vier Wochen lang ihre Erfahrungen über zu laute Straßen oder Flugrouten mitteilen. Einerseits finde ich die Methodik dieses partizipativen Verfahrens einen Fortschritt für die Berliner Beteiligungskultur, anderseits bezweifle ich die tatsächliche Durchschlagskraft der Ergebnisse in der Umsetzung.

Meine Wohnung ist ein traditioneller Altbau. Vor ein paar Wochen stellte leider das Fenster der inneren Balkontür seinen Dienst ein und dekorierte unseren Boden mit unzähligen Glasstückchen. Für die Reparatur wurde die Tür komplett entfernt. Der Raum war kälter als vorher, der größte Unterschied war jedoch zu hören: Berlins omnipräsenter Schall des Verkehrs.

Als ich den taz-Artikel „Wo darf’s noch etwas leiser sein?“ (27.01.2013) durchlas, wurde mir der Umfang des Problems bewusst.

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Kurzdoku über den Alltag eines amerikanischen Fahrradkuriers

Fahrradkurier in der Autonation Nummer 1 zu sein, ist sicherlich nicht leicht. In dieser netten Kurzdoku von Jon Barber berichtet ein Kurier von seinem Alltag. Wer das Thema etwas Hollywood-artiger aufbereitet sehen möchte, der kann zu »Premium Rush« greifen, mit einer hundsdämlichen Story aber richtig guter Fixie-Action in New York.

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Der Ritt auf dem heißen Draht durch die Stadt – Oder: Seilbahnen als urbane Massentransportmittel?

Die amerikanischen Designer von frog design haben in ihrer Freizeit ein interessantes Konzept für ein Seilbahn-Nahverkehrssystem für die Stadt Austin entwickelt, das sie auf „The Wire“ getauft haben. Kern des Konzepts ist das Hub and Spoke-Prinzip, bei dem es einige Hauptdrehkreuze im Zentrum der Stadt und eine Vielzahl an Nebenknoten gibt, von denen aus in die Vororte oder zu bestimmten Points-of-interest (z.B. zum Flughafen) verzweigt wird. Die Argumentation Pro-Seilbahn der frog-Designer lautet: Man kann die Route entlang der schönsten urbane Szenerien führen, da Seilbahnen in kürzester Strecke extreme Steigungen überwinden können. Sie kann also von der Spitze des Hochhauses zur Wasserfront abtauchen, um anschließend in den nächstgelegenen Park zu schweben. Und Seilbahnen können in extrem dichter Folge verkehren und so eine sehr hohe Beförderungskapazität erzielen, ohne Tokioter Sardinendosenerlebnis.
Und das Gute: Seilbahnen sind verhältnismäßig günstig zu bauen. Obwohl die Infrastrukturinvestitionskosten, die frog da kalkuliert hat nicht ganz plausibel scheinen. Denn nimmt man die Emirates Air Line in London, sieht der Investitionsaufwand nicht mehr ganz so günstig aus. Denn im Gegensatz zur Kalkulation der Designer von frog kostete hier der Kilometer nicht knapp 2 Mio. €, sondern 67 Mio. €… Doch günstiger als der Bau einer U-Bahn (~200 Mio. €/km) ist die Seilbahn dann wohl sicher, ohne dass man sich nach einem Taktfahrplan richten müsste.
Vielleicht wäre eine Seilbahn auch was für Berlin? Ein Seilbahngesetz gibt es immerhin schon…

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