Urbane Mobilität →
The Biggest, Baddest Bike-Share in Europe and…
Das erfolgreichste und wohl bekannteste Fahrradverleihsystem der Welt dürfte Vélib´in Paris sein. Seit 2007 stehen über 20.000 Leihräder an über 1.400 Stationen in der französischen Hauptstadt zur Entleihe bereit. Vélib´hat eine “Velorution” ausgelöst, automatisierte öffentliche Fahrradverleihsysteme sind ein weltweiter Trend. Weniger als vier Jahre nach dem Start (bereits im März 2011) wurde mit einem Vélib´ Fahrt Nr. 100.000.000 unternommen, an guten Tagen werden die Räder durchschnittlich 80.000 – 120.000 täglich ausgeliehen. Das 100 Millionen-Jubiläum wurde in Paris von der japanischen TV-Show “Yatta” (“Du hast es geschafft“) gefeiert – sehr skurril, und deshalb sehenswert…
Urbane Mobilität →
…the Biggest, Baddest Bike-Share in the World
Seit kurzem ist Vélib´ nicht mehr das größte Fahrradverleihsystem der Welt. In der chinesischen Millionenmetropole Hangzhou gibt es seit geraumer Zeit ein System, welches mittlerweile 50.000 Leihräder umfasst. Geplant ist der Ausbau auf 100.000 Räder im Jahr 2015. Streetfilms war vor Ort und hat mit Machern und Nutzern des Systems gesprochen.
Urbane Mobilität →
Wo joggt die Stadt?
Jogging ist wohl die Sportart, die zuletzt die stärksten Wachstumsraten im urbanen Raum erfahren hat. Selbst auf Restgrünflächen wird gelaufen, große Parks haben sich zu wahren Laufbahnen entwickelt. Doch wo genau und wie intensiv werden städtische Räume von Joggern genutzt?
Die schöne neue Welt der freiwilligen Selbstüberwachung liefert hier als zufälliges Nebenprodukt intessante Daten: Wer das passende Add-On zu seinem iPhone von einem großen Sportausstatter kauft, wird mit detaillieren Daten zu der eigenen Laufperformance versorgt. Da die Daten zu Durchschnittsgeschwindigkeit, Herzfrequenz und Laufweite mit dem GPS-Empfänger gekoppelt sind, kann die Laufroute exakt nachvollzogen werden.
Cooper Smith hat nun 1.000 Datensätze aus New York ausgewertet und diese visualisiert. Das Ergebnis ist hübsch anzuschauen und gibt interessante Aufschlüsse, wo in der Stadt Sportinfrastruktur besonders stark benötigt wird.
Urbane Mobilität →
MAPNIFICENT – ÖPNV-Livetracking und Geolokalisierung
Stefan Wehrmeyer, Student der Uni Potsdam hat ein sehr interessantes Web-Tool zur Geolokalisierung von ÖPNV-Angeboten in Großstädten programmiert. MAPIFICENT kann auf Basis von Echtzeitdaten von ÖPNV-Betreibern anzeigen, wie weit man von einem Standort in einer definierten Zeit kommt. So kann man sehr eindrucksvoll sehen, wie gut eine Stadt mit dem ÖPNV erschlossen ist. Im Falle von Berlin kann man innerhalb der Innenstadt jeden Ort in maximal 30 Minuten erreichen, in die Großwohnsiedlungen am Stadtrand können es aber dann auch mal leicht 50 Minuten werden.
Leider ist die Berliner Karte nicht mit Echtzeitinformationen hinterlegt, da sich die BVG und VBB weigern, ihre Daten zur Verfügung zu stellen. Dadurch sind die Angaben rein theoretische Werte, die bei verpassten Anschlüssen auch mal schnell deutlich mehr werden können. Ganz anders in anderen Städten, wie New York, wo die Schnittstellen der MTA frei verfügbar sind, so dass hier wirklich brauchbare Aussagen getroffen werden können.
Dass in Berlin die Daten nicht zugänglich sind ist doppelt schade, da Wehrmeyer auch eine sehr schöne anzuschauende Ansicht von den Bewegungen der ÖPNV-Verkehrsmittel erstellt hat. Leider auch hier nicht in Echtzeit.
Urbane Mobilität →
Große Abschlusskonferenz zu Fahrradverleihsystemen
Fahrradverleihsysteme, Bike-Sharing, Mietradsysteme, StadtRAD, Bicing, Boris Bikes oder wie auch immer sie heißen oder genannt werden: Öffentliche Leihräder sind in aller Munde. In Paris wurde im März 2011 Fahrt Nummer 100.000.000 mit einem Vélib´ registriert, in Hamburg bricht StadtRAD Hamburg alle nationalen Rekorde und in Berlin hat die Umstellung des Call a Bike-Systems von einem flexiblen auf ein stationsbasiertes System viele Diskussionen ausgelöst.
Die „Velorution“ in Paris im Jahr 2007 war einer der Gründe für die Konzeption des Forschungsprojektes OBIS. In den vergangenen drei Jahren haben 15 Partner in dem Projekt mehr als 50 Fahrradverleihsysteme in zehn verschiedenen Ländern Europas untersucht. Das Projekt ist das bislang umfangreichste Forschungsvorhaben zu dem Thema. Am kommenden Dienstag, den 21. Juni findet die Abschlusskonferenz des Projektes in Prag statt, zeitgleich wird ein umfangreiches Handbuch veröffentlicht (zunächst nur in englischer Sprache, später auch auf Deutsch).
Wer Interesse hat und relativ spontan auch Zeit, der kann sich die Ergebnisse des Forschungsprojektes live vor Ort und in Farbe anschauen, es sind noch ein paar Restplätze verfügbar. Alle Informationen zum Konferenzprogramm, der Anmeldung und der Möglichkeit, ein kostenloses Bier zu ergattern, finden sich auf der Website des Projektes. Bei Fragen kann man sich aber auch gerne an den Autor dieses Textes wenden, der ebenfalls auf der Konferenz anwesend sein wird.



