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Kategorie »urbanophil«
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Buchrezension: “Leben zwischen Häusern – Konzepte für den öffentlichen Raum”, von Jan Gehl

Abb.: Jovis Verlag

Genaugenommen ist das Buch “Leben zwischen Häusern“ ein Manifest. Ein Manifest gegen die unbedachte Modernisierung der Städte, die Ideologien folgt, jedoch bei all den neuen Erkenntnissen über zeitgemäßes Wohnen die Bewohner vergisst. Architektur und Planung, das wird bei Jan Gehl deutlich, haben nicht nur einen Auftrag, sondern auch Verantwortung. Und genau um diese geht es ihm.

Der dänische Architekt und Planer beschäftigt sich in seiner Arbeit besonders mit den grundlegenden Bedürfnissen der Menschen an die Planung von Stadträumen. Dabei legt er den Fokus auf den Fuß- und Radverkehr, der eine zentrale Rolle in der Gestaltung kommunikativer Räume einnimmt. Er fordert lebendige Straßen in aufgelockerten Wohngebieten, die Kommunikation ermöglichen, Situationen schaffen und zur Teilhabe einladen. Dies gilt sowohl für Kinder, als auch Erwachsene.

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urbanoQUIZchen#14: Arbeit

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Frage 1
  Auf dem Bild zu sehen ist die Turbinenhalle der AEG in Berlin-Moabit, die nach Plänen von Peter Behrens 1909 entstand. Er bekleidete auch eine offizielle Position bei der AEG. Welche?
Mitglied des Aufsichtsrates
Leitender Baumeister
Künstlerischer Beirat
Question 1 Explanation:
Peter Behrens wurde 1907 zum künstlerischen Beirat der AEG berufen, nachdem er bereits einzelne, kleinere Aufträge erfüllt hatte. In seiner neuen Funktion erarbeitete er das Corporate Design der AEG, war für alle grafischen Veröffentlichungen verantwortlich, gestaltete das Design der Haushaltsprodukte der AEG und entwarf mehrere große Fabrik- und Verwaltungsbauten. Hier eine Auswahl von Designs von Behrens für die AEG: http://picasaweb.google.com/ID100Y/TheVirtualPeterBehrensExhibition
Frage 2
  Die ehemalige Van Nelle Fabrik gilt als wichtiges erhaltenes Beispiel des Nieuwe Bouwen, also der niederländischen Moderne. Wo befindet sie sich?
Den Haag
Rotterdam
Utrecht
Question 2 Explanation:
Die Fabrik befindet sich in Rotterdam und entstand zwischen 1925 und 1931 nach Plänen der Architekten Johannes Brinkman und Leendert van der Vlugt. Die Gestaltung der Fabrik trägt Züge des sowjetischen Konstruktivismus. Heute ist die Fabrik zu einem Medienstandort umgebaut worden.
Frage 3
  Das Einkaufszentrum "manufaktura" in Łódź umfasst eine Fläche von 27 Hektar. Es entstand in einem historischen Industriekomplex mit Fabriken, Arbeiterwohnungen, Verwaltungsbauten, einem Elektrizitätswerk und sogar einer Schule für die Arbeiterkinder. Aber was wurde hier ursprünglich produziert?
Textilien
Fleischkonserven
Maschinenbau
Question 3 Explanation:
Die Fabrik diente - wie so viele in Łódź - der Textilienproduktion. Eigentümer war der Textil-Pabst Izrael Poznański (1833-1900), der zahllose Fabriken besaß. Direkt neben "manufaktura" steht Poznańskis Privathaus, das als "Louvre von Łódź" betitelt wird. Auf die Frage seines Architekten, in welchem Stil sein Wohnhaus gestaltet werden solle antwortete Poznański, dass er reich genug für alle Stile sei. Also entstand ein schön-schrecklich eklektizistischer Bau.
Frage 4
  Neff Daslari ist ein Unikum in der Welt: Eine Stadt, um mitten auf dem Meer Öl fördern zu können. Auf welchem Meer befindet sich Neft Daslari?
kein Meer: Im Aral-See
Schwarzes Meer
Kaspisches Meer
Question 4 Explanation:
Neff Daslari liegt 300 km vor der Küste Aserbaidschans im Kaspischen Meer. 1949 begann die Offshore-Ölförderung im Kaspischen Meer und damit der Aufbau von Neft Daslari, zunächst für Wanderarbeiter geplant, schnell zu einer richtigen Stadt erweitert. Zur Blütezeit waren 2.000 Fördertürme in Betrieb, verbunden miteinander und mit dem Stadtzentrum über mehr als 300 Brücken, auf denen schwere sowjetische Lkw fahren können. Bis zu 5.000 Menschen lebten und leben in Neft Daslari. Es gibt 9-geschossige Plattenbauten, ein Kulturzentrum und ein paar Kneipen und eine Limonadenfabrik. Sehr sehenswert: "OIL ROCKS – City above the Sea (La Cité du Pétrole)"
Frage 5
  Walter Gropius' meisterhaftes Frühwerk ist das Fagus-Werk in Alfeld in Niedersachsen. Das Gebäude wird auch heute, 101 Jahre nach Fertigstellung, immer noch so wie geplant benutzt: Zur Produktion für Schuhleisten. Das Gebäude steht selbstverständlich unter Denkmalschutz. Aber seit wann?
1946
1966
1986
Question 5 Explanation:
Als eines der ersten Beispiele der architektonischen Moderne wurde das Fargus-Werk bereits 1946 unter Denkmalschutz gestellt. 2011 wurde es zudem zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
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Buchrezension: “Urban Constellations”, herausgegeben von Matthew Gandy

Wie nähert man sich einer Stadt, die, wie Ruth Glass es beschreibt, zu weitläufig, zu komplex, zu gegensätzlich und zu stimmungsvoll ist, um als Ganzes erkannt und gesehen zu werden? Matthew Gandy, Geographieprofessor am UCL – University College in London und zwischen 2005 und 2011 Direktor des dort ansässigen Urban Laboratory bietet im kürzlich von ihm herausgegebenen Buch „Urban Constellations“, eine überraschende Herangehensweise an.

Der Stil der Publikation ist denkbar ungewöhnlich: Im Rekurs auf Walter Benjamins Gebrauch des Begriffs der Konstellation im Sinne einer Möglichkeit scheinbar disparate Elemente in einem historisch und intellektuell fassbaren Schema abbilden zu können, wurden Texte zusammengetragen, die der sog. „kleinen Form“ wie sie die großen Berliner Flaneure Benjamin, Krakauer und Hessel in den 1920er Jahren erfanden und pflegten, folgen. Diese Einzelbilder des Ganzen können vom Leser beliebig kombiniert und in Reihenfolgen bzw. Konstellationen gebracht werden und erlauben so einen eigenen Umgang mit der Komplexität des Begriffs „Stadt“.

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urbanoQUIZchen#13: Ostern

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Frage 1

Quelle: Wikipedia

In Flanders auf Long Island, New York gibt es die "Big Duck", ein Verkaufsgebäude für Enten und Enteneier. Seit 1997 ist das Gebäude als nationales Monument unter Schutz gestellt. Wann wurde es gebaut?
1981
1931
1951
Question 1 Explanation:
Das etwa 6 Meter hohe, 9 Meter tiefe und 5 Meter breite Gebäude wurde vom Farmer Martin Maurer in den Jahren 1930 bis 1931 errichtet. Im Innern findet sich eine Holzrahmenkonstruktion und die Fassade besteht aus Beton. Vorbild war übrigens die Pekingente.
Frage 2

Quelle: Expo 2010 Shanghai China

Der Pavillon von Macao für die Expo 2010 in Shanghai sah aus wie ein riesiger Hase (der munter die Farbe wechselte). Weshalb wurde diese Gestaltung gewählt?
Der Hase ist in Macao - wie auch in vielen anderen Kulturen der Welt - Symbol für Fruchtbarkeit und Wohlstand.
Der Lepus Sinensis, der chinesische Hase, ist Grundlage für das berühmte Macao'sche Gericht "minchee".
Der Jadehase ist in der chinesischen Mythologie der Führer, der den Weg nach Nantianmen, dem gelobten Land weist.
Question 2 Explanation:
Der Macao'sche Pavillon wurde von dem chinesischen Büro Carlos Marreiros Architects entworfen und ist den Jadehasen-Laternen nachempfunden, die in der Mythologie an den Toren nach Nantianmen hängen.
Frage 3

Quelle: Wikipedia

    Kein Ostern ohne Eier: Dieses Gebäude steht in Figueres, Katalonien. Welche Funktion hat es?
Technikmuseum
Ostermuseum
Theatermuseum Dalí
Question 3 Explanation:
Es handelt sich bei dem Bau um das Teatre-Museu Dalí, das auf Initiative des Künstlers ab 1960 in den Ruinen des im Spanischen Bürgerkrieg zerstörten städtischen Theaters errichtet wurde. Es wurde 1974 eröffnet und in den 1980er-Jahren erweitert.
Frage 4

Quelle: Wikipedia

Das Hauptquartier der Longaberger Company in Newark, Ohio sieht aus wie ein riesiger Flechtkorb. Diese architektonische Gestaltung bringt ganz eigene Probleme und Herausforderungen mit sich. Z. B. die Griffe des Korbes, die ganz schön schwer sind. Wie schwer?
71 Tonnen
150 Tonnen
5 Tonnen
Question 4 Explanation:
Die Griffe dieses absurden Gebäudes wiegen tatsächlich 150 Tonnen. Ein besonderes Problem stellt dabei der Winter dar, bei dem Eis und Kälte potentiell erhebliche Schäden verursachen können. Daher sind die vollkommen funktionslosen Griffe beheizbar. Äußerst ökologisch...
Frage 5

Quelle: stangebuildings.com

Das "Snail-House" in Sofia wurde vom bulgarischen Architekten Simeon Simeonov entworfen, der es zugleich besitzt und bewohnt. Was wollte der Architekt mit dieser Gestaltung ausdrücken?
Das Gebäude sollte ursprünglich ein Kindergarten werden und entsprechend fröhlich gestaltete er es. Doch auf Grund baupolizeilicher Auflagen wurde keine Genehmigung für den Kindergarten erteilt, so dass er daraufhin das Gebäude selbst bezog.
Es möchte es als Aufruf verstanden wissen, einen grüneren Lebensstil zu führen.
Neben seiner Tätigkeit als Architekt ist Simeonov Großproduzent für Weinbergschnecken, die in alle Welt exportiert werden. Das Gebäude gestaltete er als seine Residenz und zugleich Showroom.
Question 5 Explanation:
Mit dem 2008 fertig gestellten "Snail-House" wollte Simeonov ein Zeichen für den Umweltschutz setzen. Ob die Botschaft bei den Nachbarn angekommen ist, ist unbekannt.
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TV Tipp Abendschau: Berlin, schrecklich schön


Diese Woche widmet sich die rbb-Abendschau Orten mit hohem Streitwert. Es geht um Orte, Bauwerke und Plätze, die manche “ganz schön schrecklich und andere ganz schrecklich schön finden”. Heute Abend in der Sendung, die um 19.30 beginnt und Nachrichten aus Berlin und Brandenburg bringt, geht es um den Bierpinsel. Urbanophil findet den Bierpinsel bekanntermaßen schrecklich schön. Die guten Gründe dafür erklärt unser urbanophil-Bierpinselexperte Lukas Foljanty dem rbb-Team. Reinschauen! 19.30 Uhr, rbb. Auch online live und in der Mediathek.

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