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Rückblick: urbanoFILMS # 12

Müthers Restaurant Seerose - steht noch in Potsdam. Filmbild aus "Für den Schwung sind Sie zuständig" (2003)

Gestern Abend, am 8. April 2010, veranstaltete urbanophil das 12. urbanoFILMS. Zu sehen war Margarete Fuchs‘ Film „Für den Schwung sind Sie zuständig“ über den Bauingenieur Ulrich Müther (1934-2007; Ahornblatt, Planetarien Prenzlauer Berg und Wolfsburg, Teepott in Warnemünde u.v.m.). Der Filmabend fand statt im Bierpinsel in Berlin-Steglitz im Rahmen der Reihe „schonungslos retro – urbanophil im Bierpinsel„.

Für alle die da waren und alle, die den Film mögen und alle, die Müther mögen, hat www.architekturvideo.de, die die Veranstaltungsreihe unterstützen, eine ganz besonders eindrucksvolle Installation entdeckt und gepostet, die Margarete Fuchs in Weiterentwicklung ihres Müther-Films gedreht und geschnitten hat. „Kaum da“ heisst der 6 minütige Film, in dem Margarete Fuchs Originalszenen von Aufbau und Abriss des Ahornblatts zeigt und diese unterlegt mit Ausschnitten aus der Tonspur des DEFA-Films „Spur der Steine“, in dem ein Baukollektiv an sich selbst und am DDR-System scheitert.

Die spannende Diskussion mit Margarete Fuchs und Tanja Seeböck zu Wert- und Wertschätzung von Ulrich Müther und der Nachkriegsmoderne in Ost und West kann bei Twitter nachgelesen werden.

Nächste Woche geht die Reihe weiter mit dem weltallerersten urbanoQUIZ.

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urbanoFILMS#12: „Für den Schwung sind Sie zuständig“

Am heutigen Donnerstag den 8. April um 20 Uhr zeigt urbanophil zum Auftakt der 5-wöchigen Veranstaltungsreihe „Schonungslos Retro – urbanophil im Bierpinsel“ den Film „Für den Schwung sind sie zuständig“ von Margarete Fuchs über den Bauingenieur Ulrich Müther (1934-2007), der u.a. das Berliner „Ahornblatt“ baute. Im Anschluss an den Film diskutieren die Regisseurin Margarete Fuchs und die Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin Tanja Seeböck über Müthers Bauten und ihrer Bedeutung im Kontext der Architekturgeschichte der DDR und der Umgang mit den Bauten Müthers in der heutigen Zeit und die verworrenen Umstände des Abriss des Ahornblatts.

Informationen zum Abend

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urbanoFORUM: „Die Nachnachvorpostlücke: 1970er-Jahre Architektur und Städtebau“

22.04.2010, 19 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr, Eintritt frei

Am 22. April organisiert urbanophil gemeinsam mit der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V. (SRL) die Podiumsveranstaltung „Die Nachnachvorpostlücke: 1970er-Jahre Architektur und Städtebau“, die den thematischen Schwerpunkt auf den Städtebau und die Architektur der 1970er Jahre legt.


Der Begriff „Nachnachvorpostlücke“ ist eine Art Kunstgriff, um eine Epoche zu beschreiben, die eigentlich noch keinen richtigen Namen hat. Gemeint sind Gebäude aus den 1970er Jahren, die nicht mehr so ästhetisch-schwingend und luftig daherkommen sondern eher sehr technisch-orientiert und grob in der Stadt stehen aber gleichzeitig auch noch nicht postmodern sind. Irgendwas dazwischen eben.

Für einen bildhaften Einstieg in das Thema sorgen dabei Franziska Kluge und Lukas Foljanty, die einerseits über das Märkische Viertel mit seinen heutigen, sozialen Problemen berichten und andererseits den Ort der Podiumsdiskussion, den Bierpinsel, beleuchten werden.

In der darauffolgenden Diskussion soll der Frage nachgegangen werden, welchen bauhistorischen und stadtbildprägenden Wert die Gebäude der 1970er Jahre haben und welche Strategien angewandt werden können, um diese Gebäude und ihren eigenen Charme zu erhalten. Dass dabei bspw. bei der Sanierung und Anpassung an Bedürfnisse der Bewohner die prägenden Merkmale verloren gehen können, soll auch Gegenstand der Diskussion sein. Vielleicht findet das Podium ja auch einen geeigneten Begriff, um diese Epoche zu beschreiben.

Auf dem Podium sitzen:

  • Gabi Dolff-Bonekämper, Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin, TU Berlin
  • Friederike Meyer, Architektin und Redakteurin, Bauwelt
  • Rolf Rave, Architekt und Autor des Architekturführers „Bauen der 70er Jahre in Berlin“
  • Georg Unger, Leiter Technik der Gesobau, u.a. energetische Sanierung

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Schonungslos Retro – urbanophil im Bierpinsel„.

Veranstaltungsort:
Schlossturm (Bierpinsel) – Schloßstraße 17, 12163 Berlin-Steglitz, U-Bhf Schloßstraße (U9)

Fotos von der Veranstaltung
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urbanoFILMS#13: „Die Fahrt durchs Haus“

06.05.2010, 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr, Eintritt 3 Euro

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet ein zweiter Filmabend, der auch zeitlich gesehen die Epoche der „Nachnachvorpostlücke“ abschließt. Urbanophil zeigt am 6. Mai den Film „Die Fahrt durchs Haus“ von Knut Klaßen und Carsten Krohn, der sich dem Werk und Leben des Architekten Georg Heinrichs (*1926) widmet. Von ihm geplant und errichtet wurden u.a. das Forum Steglitz, das Märkische Viertel und die Autobahnüberbauung an der Schlangenbader Straße. Der Film stellt auf künstlerische Art den Architekten sowie seine Bauwerke und ihre Besonderheiten vor.
Die anschließende Diskussion mit den beiden Regisseuren Klaßen und Krohn wird sich mit der Person Georg Heinrichs beschäftigen und die Bedeutung seiner Bauwerke für die Berliner Architekturlandschaft beleuchten. Die Regisseure werden in der Diskussion über die Gebäude Heinrichs, insbesondere zu denen der 1970er Jahre, interessante Aspekte und Details benennen und deren – vielleicht bislang verborgene – Schönheit zu Tage bringen können.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Schonungslos Retro – urbanophil im Bierpinsel„.

Veranstaltungsort:
Schlossturm (Bierpinsel) – Schloßstraße 17, 12163 Berlin-Steglitz, U-Bhf Schloßstraße (U9)

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urbanoFILMS#12: „Für den Schwung sind Sie zuständig“

08.04.2010, 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr, Eintritt 3 Euro

Zum Auftakt der 5-wöchigen Veranstaltungsreihe zeigt urbanophil den Film „Für den Schwung sind sie zuständig“ von Margarete Fuchs über den Bauingenieur Ulrich Müther (1934-2007). Eines seiner bekanntesten Werke, die im Jahr 2000 abgerissene Gaststätte „Ahornblatt“ auf der Berliner Fischerinsel, ist ebenso wie viele anderer seiner Bauten durch spektakuläre, meist schwungvolle Dachkonstruktionen gekennzeichnet. Diese experimentellen Schalenbauten machen seine Gebäude zu charakteristischen Solitären, die leider in vielen Fällen vom Verfall bedroht sind. Nicht nur in der DDR, auch in Wolfsburg, Helsinki und Tripolis entstanden Müthers Bauten, die ihn zu einem Ausnahmefall ostdeutscher Ingenieure werden ließen. Der Film zeigt viele seiner Bauten, die Ulrich Müther und drei seiner Bauarbeiter beschreiben und gleichzeitig von den Erfahrungen im Ausland, der Aufbruchstimmung in den 1960er Jahren und den Veränderungen durch die Wende erzählen.

Die anschließende Podiumsdiskussion mit der Regisseurin Margarete Fuchs und der Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin Tanja Seeböck, die sich intensiv mit dem Werk Müthers und seiner Rezeption auseinander gesetzt hat, widmet sich den Besonderheiten von Müthers Bauten und ihrer Bedeutung im Kontext der Architekturgeschichte der DDR und darüber hinaus. Diskutiert werden auch der Umgang mit den Bauten Müthers in der heutigen Zeit und die verworrenen Umstände des Abriss des Ahornblatts.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Schonungslos Retro – urbanophil im Bierpinsel„.

Veranstaltungsort:
Schlossturm (Bierpinsel) – Schloßstraße 17, 12163 Berlin-Steglitz, U-Bhf Schloßstraße (U9)

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