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urbanoREVIEW

urbanoREVIEW ist unsere Rezensionsreihe, in der wir Bücher, Webprojekte, Zeitschriften oder andere Medien aus urbanophiler Sicht rezensieren.

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Rezensionsnachtrag “Haus Tugendhat” ein Film von Dieter Reifahrt

Für kommenden Freitag kündigt sich eine Sensation für alle Freunde und Freundinnen der Moderne, insbesondere für Freunde und Freundinnen der Architektur Mies van der Rohes und des Tugendhat Hauses in Brno an: Pandora Films bringt zum DVD-Release des Films “Haus Tugendhat” (ich hatte dazu eine Rezension verfasst, die ihr hier finden könnt) eine Edition heraus, die um zwei weitere Filme eine offenbarende Fußnote zur Sanierung und äußerst sehenswerte Outtakes erweitert wurde.

Haus Tugendhat - Baustelle, 1929 © strandfilm, Pandora Film Verleih

Haus Tugendhat
- Baustelle, 1929 © strandfilm, Pandora Film Verleih

Dieter Reifahrt hat aus den Rohmaterialien des ersten Films eine eigenständige Dokumentation der Sanierung des Hauses von 2009 bis zur Wiedereröffnung 2012 geschnitten, die sich auf unheimlich detaillierte Weise der komplexen Aufgabe der Sanierung eines so wichtigen Hauses, wie dem Haus Tugendhat, widmet. Nahezu alle Gewerke werden beleuchtet und durch ExpertInnEn erläutert. Besuche in den an der Restaurierung beteiligten Spezialwerkstätten geben weite Einblicke in die Detailhaftigkeit aber auch die Schwierigkeiten der Rekonstruktion, da viele Originalteile nicht mehr existieren und aufgrund von Beschreibungen oder Fotografien rekonstruiert werden müssen.

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Das Parlament der Visionen.

Entwurf für einen partizipativen Stadtplanungsprozess

von Ragna Körby und Tobias Kurtz

Cover

Worum geht es?

P A R T I Z I P A T I O N.

Ein Wort, das über alle Medien hinweg und über alle gesellschaftlichen Gruppen und Schichten hinweg in den letzten Jahren wieder Konjunktur hat. Dies bekommt insbesondere die Planung zu spüren, wie die kontinuierlich geführten Bahnhofs-, Flughafen- und Konzerthausdebatten deutlich machen. Bürgerinnen und Bürger verlangen wieder mehr Beteiligung an Planungsprozessen. Sie gehen dafür auch auf die Straße, erwirken durch ein breites Engagement Volksentscheide oder ziehen vor das Bundesverfassungsgericht. Diese Indizien zusammengenommen belegen, dass formelle, rechtlich verankerte Beteiligungsmechanismen nicht mehr angemessen sind, ja mehr noch nicht mehr funktionieren. Sie sind zu spät, zu intransparent, zu unverständlich, zu [hier bitte Wunschwort einfügen]…

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Rezension „Spaziergangswissenschaft in Praxis. Formate in Fortbewegung“ von Bertram Weisshaar

Seit einigen Jahren praktiziert der ausgebildete Fotograf und Landschaftsplaner Bertram Weisshaar in einem sehr spezialisierten wissenschaftlichen Bereich: der Spaziergangsforschung. Beeinflusst und inspiriert von der Lehre und den Theorien Lucius Burckhardts, über ästhetische Fragestellungen, vor allem im Zusammenhang mit gefestigten Landschaftsbildern und menschengerechter Gestaltung der urbanen Umwelt, übt er seither den eigenen kritischen Blick auf gegenwärtige Städte und analysiert diese innerhalb ausgiebiger Einzel- und Gruppenspaziergänge.

Cover "Spaziergangswissenschaft in Praxis. Formate in Fortbewegung" Bildrechte Jürgen Lüftner. Dank an Jovis Verlag

Cover “Spaziergangswissenschaft in Praxis. Formate in Fortbewegung” Bildrechte Jürgen Lüftner. Dank an Jovis Verlag

Durch das vor-Ort-sein und die damit verbundene Gegenwärtigkeit des Körpers sowie Geistes, entstehen so Eindrücke vom durchschrittenen Raum, die Machtgefüge und deren bauliche Äußerung, planerische und nutzerbezogene Konflikte, räumliche Widersprüche und ästhetische Dimensionen von Stadt und Landschaft aufscheinen lassen. Durch das aufmerksame Gehen öffnen sich die Sinne ortskonkret und ermöglichen auf diese Weise vielfache Erkenntnisse, die weit über das bloße Sehen, oder schärfer formuliert, das Konsumieren des Raumes hinausgehen.

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Holidays after the Fall

© Foto: Daniele Ansidei, Berlin Haludovo in Malinska /Krk

© Foto: Daniele Ansidei, Berlin
Haludovo in Malinska /Krk

Urlaub nach dem Fall – die Ausstellung

Holidays after the Fall – das Buch

Ferien in Kroatien, das war und ist für viele deutsche Urlauber die gut erreichbare und oft günstige Gelegenheit das Mittelmeer zu erleben. Deshalb erschlossen in den 1950er und 1960er Jahren die automobilen Touristen-Karawanen die nahen Adriaküsten. Analog wurde im ehemaligen Jugoslawien der Ausbau der touristischen Infrastruktur intensiviert und an der kroatischen Küste entstanden zahlreiche sozialistische Ferienanlagen.

Die Ausstellung „Urlaub nach dem Fall“ zeigt die Geschichte dieser modernistisch geprägten Architektur und fokussiert eindrucksvoll den Transformationsprozess, der mit dem Zerfall Jugoslawiens einsetzte. „Come and see the Truth“, mit diesem Ausruf Titos wird der Ausstellungsbesucher empfangen – ein Slogan mit dem Tito die großen Tourismusanlagen unter sozialistischer Selbstverwaltung als transnationale Begegnungsstätten bewarb – hier sollte der Erfolg des dritten Weges Jugoslawiens kommuniziert werden: im Gegensatz zu den real-sozialistischen Ländern hinter dem eisernen Vorhang war Jugoslawiens Politik von einem expliziten Internationalismus, offenen Grenzen, einer Wirtschaftspolitik zwischen Sozialismus und selbstverwalteter Marktwirtschaft und seiner führenden Rolle in der Vereinigung blockfreier Staaten gekennzeichnet. Historische Werbe-Aufnahmen der Agentur Touristkomerc zeigen hier die Modernität und Mondänität dieser Hotels, ebenso die unübersehbare Präsenz abstrakter moderner Kunst in ihren Innenräumen. Als orientierendes Element begleitet den Besucher eine Wand-Timeline, die dem Graphen der Nächtigungszahlen von Touristen in Kroatien folgt. Dieser stieg seit 1955 kontinuierlich an, knickte erstmals 1988 ein und fiel mit Kriegsbeginn 1991 auf einen vorübergehenden Tiefststand, von dem sich die Tourismuswirtschaft Kroatiens lange nicht erholen sollte:

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Rezension “Couchsurfing Cosmopolitanisms – Can Tourism Make a Better World?”

Abb.: Cover Couchsurfing Cosmopolitanisms, mit freundlicher Genehmigung des transcript Verlags

Abb.: Cover Couchsurfing Cosmopolitanisms, mit freundlicher Genehmigung des transcript Verlags

Who would have believed that a small community created in 2004 by just a handful of people would revolutionize travelling and expand to a size of 6 million members. Making travel a truly social experience was what the founders Casey Fenton, Daniel Hoffer, Sebastian Le Tuan and Leonardo Bassani da Silveira were hoping to do. Today couchsurfing.org is an established community of open-minded people with a passion for travelling and getting to know others by simply staying on their couch or taking part in local events. Couchsurfing has in fact grown so much and influenced the way we travel, that it started to be a subject for academic research. Couchsurfing Cosmopolitanisms. Can Tourism Make a Better World? is one of the first books to bring scholars together and give cumulative insights into their work. It consists of nine articles by David Picard (editor), Sonja Buchberger (editor), Jennie Germann Molz, Dennis Zuev, De-Jung Chen, Bernard Schéou, Jun-E Tan, Paula Bialski and Nelson Graburn.

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