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urbanoREVIEW

urbanoREVIEW ist unsere Rezensionsreihe, in der wir Bücher, Webprojekte, Zeitschriften oder andere Medien aus urbanophiler Sicht rezensieren.

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Rezension „Bodies in Urban Spaces“ von Willi Dorner

Zehn Jahre ist es nun schon her, dass Willi Dorner erstmals unter dem Titel „bodies“ Installationen und Performances konzipierte, in denen er die Dimensionen von Wohnungen und Wohnräumen in Bezug zu menschlichen Körpern setzte.

Was er seinerzeit im Rahmen der Recherchephase in der Wiener Wohnanlage „Hängende Gärten“ begann, ist mittlerweile ein sehr erfolgreiches Projekt, das in den Außenraum von Städten rund um den Globus expandiert ist.

Abb.: Cover "Bodies in Urban Spaces" Willi Dorner, Hatje Cantz Verlag

Abb.: Cover “Bodies in Urban Spaces” Willi Dorner, Hatje Cantz Verlag

Auf sympathische Art kann Willi Dorner den Erfolg selbst kaum fassen, denn zum einen scheiterte das Projekt am Anfang beinahe: Beim ersten Anlauf fehlte es an ausreichend Darsteller und Darstellerinnen, um die ursprüngliche Choreographie zu realisieren, beim zweiten Anlauf fehlte es an geduldigem Publikum, das unter einer choreographierten Körperperformance schlicht etwas anderes erwartet hatte als für Minuten erstarrte menschliche Skulpturen im urbanen Raum. Es sah sogar so schlecht für eine Fortsetzung aus, dass, so meine ich herauszulesen, selbst Dorner nicht mehr so recht an eine Weiterentwicklung glauben wollte. Wenn da nicht eine wohlwollende Seele dem Projekt einen Rahmen gegeben hätte, der wie ein Katalysator wirkte und letztlich dazu führte, dass „bodies“ by accident nicht nur das erfolgreichste Projekt Dorners, sondern auch Ausgangspunkt für viele neue Fragestellungen und weitere Projekte wurde.

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Rezension “The Acoustic City” von Matthew Gandy und BJ Nilsen (Hrsg.)

Die im Sammelband „The Acoustic City“ enthaltenen Texte umkreisen den Begriff der „soundscape“ (Klanglandschaft) der Städte. Geprägt wurde der Begriff vor etwa vierzig Jahren vom kanadischen Klangforscher, Lehrer und Komponisten R. Murray Schafer in dessen Grundlagentext: „The tuning of the world“ ( dt.: „Die Ordnung der Klänge“): Schafer fiel an seinen Schülern eine stark eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit auf, die er auf eine mangelnde Fähigkeit zum Zu-Hören zurückführte. Innerhalb eines Forschungsprogramms, versuchte er diese elementare Fähigkeit mittels verschiedener Übungen zu fördern. Die dabei entwickelten Techniken, wie „soundwalks“ (Klangspaziergänge), „ear cleaning“ ( Entwicklung eines umfassenden nicht selektiven Hörens ) und „fieldrecordings“ ( Aufnahmen einer Klangsituation) bestimmen die Diskussion seither. Im von ihm mitgegründeten „world soundscape project“ wurden die Klänge der Gegenwart quasi wie in einem Klang-Museum gespeichert.

Abb.: Cover "The Acoustic City", Jovis Verlag

Abb.: Cover “The Acoustic City”, Jovis Verlag

Der vorliegende Sammelband “The acoustic City” versucht nun eine Aktualisierung, Erweiterung und Re-Definition dieser Begriffe aus heutiger Sicht.

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Rezension: Herausforderung Erdgeschoss

Abb. Jovis Verlag

Quelle: Jovis Verlag

Abb. Jovis Verlag

Die Planung und Gestaltung der Erdgeschosszone ist eine besondere und wichtige Aufgabe von Architektur und Städtebau. Als Übergangsbereich vom Öffentlichen zum Privaten, als sozialer Interaktionsraum oder als Ort für Handel und Gewerbe wird im Erdgeschoss der urbane Charakter der Stadt formuliert. Das Erdgeschoss ist die primäre Wahrnehmungsebene, auf der man der Stadt Auge in Auge begegnet.

Diesem oft zu wenig beachteten und durch viele unglückliche Gestaltungsversuche gekennzeichneten Themenfeld widmet sich die Wüstenrot Stiftung mit dem Buch „Herausforderung Erdgeschoss“. Die jetzt erschienene Veröffentlichung dokumentiert die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Ground Floor Interface“ und fokussiert das Spannungs- und Problemfeld Erdgeschoss im verdichteten Wohnungsbau. Betrachtet wird dabei aus 2 grundlegenden und gekoppelten Perspektiven: der Perspektive des öffentlichen Raumes und aus der Perspektive des Wohnungsbaus. Ergebnis ist eine wertvolle Schnittstellenbetrachtung, welche diese räumlichen Übergänge hinsichtlich aktueller Aufgabenstellungen untersucht und Lösungen vorstellt.

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Rezension: „Wer organisiert die ‚Entbehrlichen‘?“ von Hoeft, Klatt et al.

Cover_Entbehrliche

Abb. transcript-Verlag

In der jahrzehntelangen Geschichte sozialer Stadtteilentwicklung ist es ab und zu notwendig innezuhalten und zu überprüfen, wie das was konzipiert und umgesetzt wurde, vor Ort wirksam geworden ist. Nicht nur im Sinne einer Evaluation abstrakter Kennwerte, sondern vielmehr basierend auf den Geschichten und Erfahrungen derjenigen Menschen, die in den Blick genommen wurden. In allen Programmen der Städtebauförderung ist ja genau das das Neue und Spannende gewesen, dass versucht wurde, jenseits von Bauen und Infrastrukturinvestitionen, wieder diejenigen zuvorderst in den Blick zu nehmen, die vor Ort leben und arbeiten und durch ihr Alltagshandeln tagtäglich ihre Stadtteile gestalten. Hier fügt sich genau die Publikation aus dem Göttinger Institut für Demokratieforschung ein und versucht über die Frage „Wer organisiert die ‚Entbehrlichen‘?“ solche „Viertelgestalterinnen und Viertelgestalter in benachteiligten Stadtteilen“ (so der Untertitel) näher zu beleuchten.

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Rezension “Aspekte des städtischen Radverkehrs” von Karsten Michael Drohsel, Arvid Krenz, Jörg Leben und Vanessa Lösche (Hrsg.)

Seit 1971 werden am Verkehrswesenseminar der TU Berlin Texte und Berichte verfasst. Sei es als Ergebnis von Projekten oder als erste wissenschaftliche Arbeit von Studierenden. Nun sind, man könnte sagen endlich, einige Arbeiten veröffentlicht worden. Endlich, da bisher auch herausragende Arbeiten oftmals sang- und klanglos in den Schubladen versanken und nach fünf tristen Jahren, so will es der Datenschutz, vernichtet wurden. Das soll sich nun möglichst dauerhaft ändern, denn mit der neu gegründeten Schriftenreihe sollen herausragende und/oder interessante Arbeiten fortlaufend öffentlich zugänglich gemacht werden. Dabei geht es aber nicht ausschließlich um das Publizieren, vielmehr ist die Reihe darüber hinaus ein großes Lehr- und Lernprojekt des Verkehrswesenseminars: Für die Autorinnen und Autoren, um mit ihren Texten vertiefter umzugehen, für die Herausgeber, um zu lernen, Studierende intensiver zu betreuen, Texte zu redigieren und ein Buch zusammen zu stellen, das einem Thema folgt.

Abb.: Cover der Publikation, Gestaltung Fine Heininger

Abb.: Ausschnitt aus dem Cover der Publikation, Gestaltung Fine Heininger

Die Schriftenreihe ist, der den Herausgebern gemeinsamen Leidenschaft für Musik geschuldet, wie ein Schallplattenlabel gedacht, was es ermöglicht sowohl ›Alben‹ als auch ›Singles‹ und ›Compilations‹ veröffentlichen zu können.

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    Nov
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    all-day West:Berlin! Ausstellung im Stad... @ Stadtmuseum Berlin Ephraim Palais
    West:Berlin! Ausstellung im Stad... @ Stadtmuseum Berlin Ephraim Palais
    Nov 14 – Jun 28 all-day
    West:Berlin! Ausstellung im Stadtmuseum @ Stadtmuseum Berlin Ephraim Palais | Berlin | Berlin | Deutschland
    Mit der Vereinigung Deutschlands 1990 ist nicht nur die DDR als Name und Staat von der Landkarte verschwunden sondern auch das Gebilde "West-Berlin", "Berlin (West)", "Westberlin". Nachdem jahrelang insbesondere die DDR im Interesse von Forschungen,[...]
    Nov
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    Mi
    18:00 Smart People & Urban Commoning I... @ TU Berlin, Hardenbergstraße 16-18, Raum HBS 005
    Smart People & Urban Commoning I... @ TU Berlin, Hardenbergstraße 16-18, Raum HBS 005
    Nov 26 @ 18:00 – 20:00
    im Rahmen der Dialogische Veranstaltungsreihe “Smart People & Urban Commoning” Die interdisziplinäre Dialogplattform „Smart People und Urban Commoning“ greift die Diskussion um die Smart City als Forschungsgegenstand auf, um gezielt die Stadtgesellschaft und die zivilgesellschaftlichen Akteur/innen und[...]
    Nov
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    Do
    all-day Symposium: Wer gestaltet die Stadt @ KISD
    Symposium: Wer gestaltet die Stadt @ KISD
    Nov 27 all-day
    Am 27. November 2014 lädt die Köln International School of Design (KISD) der Fachhochschule Köln zum öffentlichen Symposium Wer gestaltet die Stadt? Formen kritischer Stadtforschung und Raumpraxis ein. Aus verschiedenen disziplinären Perspektiven werden sich Wissenschaftler/innen[...]

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