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urbanoREVIEW

urbanoREVIEW ist unsere Rezensionsreihe, in der wir Bücher, Webprojekte, Zeitschriften oder andere Medien aus urbanophiler Sicht rezensieren.

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Rezension: Religion in der Stadt von Christopher Zarnow

Abb. EB-VERLAG Dr. Brandt

Das Buch „Religion in der Stadt. Räumliche Konfigurationen und theologische Deutungen“ von den Herausgebern Christopher Zarnow, Birgit Klostermeier und Rüdiger Sachau ist eine der wenigen Publikationen in Deutschland, die sich einer Reflektion von Religion und Stadt sowohl in Theologie als auch in Stadtforschung annimmt. Aufbauend auf den Veranstaltungen und Erfahrungen der Arbeitsstelle „Theologie der Stadt“ der Evangelischen Kirche in Berlin vereint das Buch Forscher verschiedener Disziplinen und schafft es dadurch, einen ersten Überblick über Fragestellungen und Problematiken zu geben.

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Städtebau & Architektur →

urbanoReview: Archigram – The book.

Zeichung des Modells der Plug-In City

Plug-In City, Section, Max Pressure Area, Peter Cook, Archigram 1964

Just what is it, that makes Archigram still so appealing, dass Ende 2018 Archigram – The Book erscheint und zum ersten Mal die kurzen 14 Jahre Archigram in Gänze – vom ersten Flugblatt bis zur Auflösung der Gruppe – nachvollziehbar macht? Archigram bestand aus sechs Architekten, die vier noch lebenden Mitglieder haben an der Erstellung des Buches mitgewirkt. Alle wichtigen Entwürfe, Architekturprojekte, Masterpläne, Modelle, Ausstellungsarchitekturen und Aktionen, die legendären Magazine und Poster werden im Buch als Faksimile gezeigt und zuweilen durch Essays der Archigram-Mitglieder und Wissenschaftler kommentiert. Es vereint damit eine Innen- und eine Außensicht auf das Werk der Avantgardisten. Dieses Buch ist eine Retrospektive, sein Gegenstand historisch.

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Kunst & Kultur →

urbanoREVIEW – Sensual City Studio: A History of Thresholds

„How can an architect show what cannot be seen but only felt?“ fragen sich die Pariser Architekturphilosophen Sensual City Studio in ihrer täglichen Praxis. Mit ihrem Bildessay „A History of Thresholds – life, death & rebirth“ geben sie am Beispiel des architektonischen Elements der Schwelle eine denkbare Antwort auf diese Frage. Gleichzeitig erklären sie mit dem Lebenszyklus der Schwelle – life, death & rebirth – das Mensch-Raum-Problem der Moderne auf andere Art und schlagen die Neuerfindung der Schwelle als konkrete Lösung vor.

An der empfundenen Anonymität, der Distanz, Leere, Beliebigkeit und Unnahbarkeit moderner Stadtstruktur und Architektur, so suggeriert es der Essay in sorgfältig ausgewählten Bildern und kleinen, prägnanten Texten, sei das Verschwinden der Schwelle schuld. Man mag sofort anmerken, dass die Autoren – Pauline Marchetti [Architektin], Philippe Simay [Philosoph], Estefania Mompean [Urban Designer, Architekt] und Jacques Ferrier [Architekt und Stadtplaner] – mit diesem Hintergrundgedanken lediglich bekannte Topoi der Modernekritik aufrufen. Ihre Idee aber, diese so bildhaft an einem zu unrecht oft übersehenen architektonischen Element deutlich zu machen und die konsequente, poetisierende, klare und kluge Durcharbeitung des Narrativs Schwelle überzeugt und ist innovativ.

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Städtebau & Architektur →

Rezension: Vergessene Schulen. Architekturlehre zwischen Reform und Revolte um 1968

Titelseite des Buches Vergessene Schulen

Titel Vergessene Schulen

Die Auslöser, Nach- und Auswirkungen der Proteste und Bewegungen rund um das Jahr 1968 werden derzeit – 50 Jahre danach – vielfach diskutiert. Einen fokussierten Blick auf die Anfänge dieser Umbruchzeit lenkt das Buch „Vergessene Schulen. Architekturlehre zwischen Reform und Revolte um 1968“, das 2017 erschien, herausgegeben von Nina Gribat, Philipp Misselwitz und Matthias Görlich.

Im Mittelpunkt des Buches stehen Zeitzeug*innen der Proteste an Architekturfakultäten. Aus Gesprächen mit ihnen, darunter Harald Bodenschatz, Klaus Brake, Franziska Eichstädt-Bohlig, Helga Fassbinder und Dieter Frick, entsteht ein Panorama der studentischen Reform- und Protestbewegungen an Architekturfakultäten in Deutschland um 1968. Dargestellte Schwerpunkte sind die TU Berlin und die Universität Stuttgart.

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Buchrezension: SOS Brutalismus

Buchcover SOS Brutalismus

Buchcover SOS Brutalismus

Betonmonster im Leinengewand

Mehrere hundert nagelneue Seiten Architekturgeschichte liegen auf dem Tisch. Oben rechts auf dem Buchcover prangt leuchtend rot „SOS“. Der Hilferuf gilt den Bauten des Brutalismus, von denen zahlreiche in dem Buch „SOS Brutalismus. Eine internationale Bestandsaufnahme“ vorgestellt und analysiert werden. Das Buch wurde herausgegeben von Oliver Elser, Philip Kurz und Peter Cachola Schmal (DAM) und ist 2017 bei Park Books erschienen. Es ist die Dokumentation eines gemeinsamen Projektes des Deutschen Architekturmuseums und der Wüstenrot Stiftung, das eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Brutalismus zum Ziel hat.

Die Herausgeber reagieren mit dem Buch auf das gestiegene Interesse in der (Fach)Öffentlichkeit an Bauten des Brutalismus, das wiederum zu großem Teil auch der Verdienst ihres Projekts ist. Sie setzen mit dieser gewichtigen Publikation ein Signal, sich noch intensiver konservatorisch und aus einer architektur- und kunstwissenschaftlichen Perspektive mit den vielerorts gefährdeten Bauwerken zu befassen, ihre Bedeutung und Werte jenseits der bereits von Vielen erkannten Aneignungsfähigkeit für zeitgenössische Kunst und Fotografie zu erkennen und zu vermitteln.

Zusammen mit dem Begleitband, in dem Beiträge eines Symposiums zum Brutalismus (Berlin 2012) veröffentlicht sind, umfasst die Bestandsaufnahme zum internationalen Brutalismus über 700 Seiten. Ein schweres Buch, der Einband fest und aus grobem Leinen. Die Struktur des Stoffes lässt das Foto eines brutalistischen Gebäudes auf dem Cover geheimnisvoll verschwimmen. Neugier wird geweckt und Lust, es aufzuschlagen.

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