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	<title>URBANOPHIL &#187; urbanoREVIEW</title>
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	<description>Netzwerk für urbane Kultur e.V.</description>
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		<title>Rezension: „Architekturwissen Bd. 1 und 2“ von Susanne Hauser, Christa Kamleithner und Roland Meyer (Hrsg.)</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 21:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Michael Drohsel</dc:creator>
				<category><![CDATA[urbanoREVIEW]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kenne noch die Zeiten, in denen meine Urgroßmutter, wenn sie mit einer bestimmten Frage nicht mehr weiter wusste, in die kleine Hausapotheke, das Buch mit den Haushaltstipps oder das Brevier des Weltwissens schaute.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kenne noch die Zeiten, in denen meine Urgroßmutter, wenn sie mit einer bestimmten Frage nicht mehr weiter wusste, in die kleine Hausapotheke, das Buch mit den Haushaltstipps oder das Brevier des Weltwissens schaute. Allesamt Bücher, die in jedem Haushalt standen und dabei halfen, die Dinge verständlich zu machen, für die eine entsprechende Fachbildung fehlte.<br />

<a href='http://www.urbanophil.net/urbanophil/urbanoreview/rezension-architekturwissen-bd-1-und-2-von-susanne-hauser-christa-kamleithner-und-roland-meyer-hrsg/attachment/ums1551archhauser-neu2-indd/' title='Architekturwissen1'><img width="150" height="150" src="http://www.urbanophil.net/wp-content/uploads/2013/05/ts1551g-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Abb.: Architekturwissen Band1, Transcript Verlag" /></a>
<a href='http://www.urbanophil.net/urbanophil/urbanoreview/rezension-architekturwissen-bd-1-und-2-von-susanne-hauser-christa-kamleithner-und-roland-meyer-hrsg/attachment/ums1568-indd/' title='Architekturwissen2'><img width="150" height="150" src="http://www.urbanophil.net/wp-content/uploads/2013/05/ts1568g-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Abb.: Architekturwissen Band 2, Transcript Verlag" /></a>
<br />
Architekturwissen von Susanne Hauser, Christa Kamleithner und Roland Meyer herausgegeben, ist ein zweibändiges ebensolches Kompendium, das in keinem Haushalt fehlen sollte, der sich für Architektur, Raum, Wahrnehmung, Gestaltung oder Baukunst und die dazugehörigen Theorien interessiert.<br />
Gedacht als Handapparat der Texte, die innert der Ausbildung am Lehrstuhl Susanne Hausers an der UdK Berlin vermittelt werden, wurde dieses Werk, sorgfältig gepflegt und umfangreich kommentiert, nun für die Öffentlichkeit im Transcript-Verlag verlegt.<span id="more-22691"></span><br />
In den beiden Bänden, von denen der erste schon vor etwa einem Jahr erschienen ist, der zweite dieser Tage, finden sich zu je sechs Themenfeldern jeweils eine ausgesuchte Textsammlungen, mit denen sich die Grundlagen der Ästhetik und logistischen Funktion von Architektur erschließen lassen.<br />
Beides Themen, die immer stärker in den Fokus der Gestaltungsdisziplinen und konsequenterweise auch in die Ausbildung in diesen Disziplinen rücken, die per se nicht nur Baukörper erstellen und anordnen, sondern dadurch gesellschaftliche Setzungen vornehmen, Verhaltensweisen gestalten und politisch werden.<br />
Alle relevanten Theoretikerinnen und Theoretiker sind vertreten, was jedoch nicht heißt, dass die Bände lediglich ein Best-Of darstellen und den Mainstream abbilden, sondern sie bieten durch die Auswahl und den Zusammenhang, in dem die Texte präsentiert werden, vielmehr eine neue Lesart der teilweise schon aus dem eigenen Studium bekannten Texte.<br />
Jeder Themenblock wurde von einer der Herausgeberinnen oder dem Herausgeber eingeleitet und in einen Kontext gestellt. Diese Einleitungen sind sehr sorgsam geschrieben und keineswegs lehrend oder belehrend, sondern helfen v.a. Fachfremden sich im Thema zu verorten und dieses innert kürzester Zeit, zumindest einführend, zu überblicken.<br />
Sicher werden die zwei Bände das Lesen der Originale nicht überflüssig machen, das, so unterstelle ich den Herausgebern, ist auch nicht deren Aufgabe. Dies wird v.a. dadurch unterstützt, dass die Texte teilweise nicht in Gänze abgedruckt, sondern nur auszugsweise enthalten sind.<br />
So haben es die Herausgeber der avisierten Leserschaft, v.a. ihrer eigenen Studierenden leicht gemacht, sich vergnüglich und kurzweilig ins Studium hineinzulesen. Ganz besonders möchte ich hier auch hervorheben, dass Texte teilweise eigens aus den Originalsprachen übersetzt wurden.<br />
Leider kann ich an diesen Bänden nichts Negatives ausmachen oder kritisieren, da, so wie die Bände konzipiert sind, sie diesem Zweck absolut gerecht werden. Viel mehr noch, durch die Publikation können auch weitere Zielgruppen dazukommen, die sich zwar für Architektur- und Raumthemen interessieren, aber nicht wissenschaftlich einsteigen wollen. Für die Studierenden bzw. Studieninteressierten bieten sie einen Einstieg in einen Kosmos, der unter den heutigen Studienbedingungen vermutlich gänzlich unerschlossen bliebe.<br />
Alles in allem kann ich auch anderen Lehrstühlen und Fachbereichen Mut machen, dem Beispiel von Susanne Hauser, Christa Kamleithner und Roland Meyer zu folgen. Gerade in der Stadtplanung wäre es sicher ein großer Zugewinn, wenn die Kerntexte in so übersichtlicher und liebevoll aufbereiteter Art vorliegen würden.</p>
<p><strong>Architekturwissen. Grundlagentexte aus den Kulturwissenschaften</strong><br />
Bd. 1: Zur Ästhetik des sozialen Raumes<br />
Susanne Hauser, Christa Kamleithner, Roland Meyer (Hg.)<br />
2011, kartoniert 366 Seiten<br />
ISBN 978-3-8376-1551-7, 24,80 €</p>
<p><a href="http://www.transcript-verlag.de/ts1551/ts1551.php" target="_blank">Die Publikation auf der Webseite des Verlags</a><br />
<a href="http://www.transcript-verlag.de/ts1551/ts1551_1.pdf" target="_blank">Leseprobe</a></p>
<p><strong>Architekturwissen. Grundlagentexte aus den Kulturwissenschaften</strong><br />
Bd. 2: Zur Logistik des sozialen Raumes<br />
Susanne Hauser, Christa Kamleithner, Roland Meyer (Hg.)<br />
2013, kartoniert 448 Seiten<br />
ISBN 978-3-8376-1568-5, 27,80 €</p>
<p><a href="http://www.transcript-verlag.de/ts1568/ts1568.php" target="_blank">Die Publikation auf der Webseite des Verlags</a><br />
<a href="http://www.transcript-verlag.de/ts1568/ts1568_1.pdf" target="_blank">Leseprobe</a></p>
<p>Die Buchvorstellung findet am <strong>17. Mai 2013 ab 20:30 Uhr</strong> im Buchladen Pro qm in der Almstadtstraße 48-50 statt. Alle weiteren Infos findet ihr <a href="http://www.pro-qm.de/architekturwissen-veranstaltung" target="_blank">hier</a></p>
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		<title>Rezension: Atelier Bow-Wow, A Primer</title>
		<link>http://www.urbanophil.net/urbanophil/urbanoreview/rezension-atelier-bow-wow-a-primer/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 07:32:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Hermann Albers</dc:creator>
				<category><![CDATA[urbanoREVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[Bow-Wow]]></category>

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		<description><![CDATA[In aktuellen Architektur- und Städtebaudiskursen richtet sich der Fokus wieder vermehrt auf die Betrachtung kleiner Maßstäbe in Verbindung mit gesellschaftlichen Bedürfnissen und nachhaltigen Strukturen – großmaßstäbliche Effektarchitekturen werden indessen hinterfragt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_22634" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-large wp-image-22634" alt="Abb.: Atelier Bow-Wow, A Primer, Verlag Walter König 2013" src="http://www.urbanophil.net/wp-content/uploads/2013/05/cover_bowwow-500x341.jpg" width="500" height="341" /><p class="wp-caption-text">Abb.: Atelier Bow-Wow, A Primer, Verlag Walter König 2013</p></div>
<p>In aktuellen Architektur- und Städtebaudiskursen richtet sich der Fokus wieder vermehrt auf die Betrachtung kleiner Maßstäbe in Verbindung mit gesellschaftlichen Bedürfnissen und nachhaltigen Strukturen – großmaßstäbliche Effektarchitekturen werden indessen hinterfragt. Dazu gewinnt der Begriff der Dichte neue Prägnanz in der Debatte um Lösungen für geeignete Formen urbanen Zusammenlebens.</p>
<p>Es ist nur konsequent, dass in diesem Kontext die Arbeiten des Ateliers Bow-Wow aus Tokyo besondere Aufmerksamkeit erfahren und das jetzt vorgelegte Buch die Erfahrungen aus fast 20 Jahren Forschung und Praxis aufzeigt. Der „Primer“ ist zum einen ein <span id="more-22633"></span>Katalog zu den wichtigsten Arbeiten von Yoshiharu Tsukamoto und Momojo Kaijima mit den bekannten Mini-Wohnhäusern, öffentlichen Bauten und zahlreichen Installationen. Zum anderen bildet die Veröffentlichung das konzeptionelle Spektrum des japanischen Büros ab und zeigt in seiner chronologischen Abfolge den fortgeführten Entwicklungsprozess mit zahlreichen Einflüssen aus verschiedenen Quellen und Disziplinen. Bezeichnend ist beispielsweise die Annäherung an Christopher Alexanders Pattern Language, die sich in vielen Arbeiten wiederfinden lässt. Damit gelingt es, das theoretische und praktische Schaffen in einer kritischen und klärenden Kontextualisierung zusammenzufassen.</p>
<p>Ausgehend von den frühen Gebäudeanalysen und realisierten Kleinstwohnbauten ist die Arbeit Bow-Wows mit Entwürfen für Lücken und Zwischenbereichen gekennzeichnet und die „Kultivierung des Zwischenraumes“ charakterbildend. Dabei verstehen sich Bow-Wow darin, Antworten auf das Leben auf engstem Raum anzubieten. Diese entziehen sich oft einer ästhetischen Gebäudebetrachtung und sind vielmehr einfallsreicher Ausdruck einer sensiblen aber auch humorvollen Bewohnerorientierung. Statt individuell zusammengestellt und trend-minimalistisch, sind die Entwürfe eher selbst Individuen, die sich dem „Bewohnt-werden“ widmen. Schon früh sind die Entwürfe von urbanistischen Grundideen geprägt und verschränken sich – oft experimentell &#8211; mit dem Außenraum. Der öffentliche Raum wird dabei zum Fokus spielerischer Interventionen und Ausdruck spontaner Urbanität. Die dargestellten jüngeren Urbanismus-Projekte profitieren von dieser Basis und entwickeln sich durch prozessorientierte Auseinadersetzung und sozialen Austausch.</p>
<p>Das Buch eröffnet – auch durch den Scriptum-Charakter  &#8211; einen sehr spannenden und zugänglichen Einblick auf die vielschichtige Arbeit Bow-Wow´s – eine Motivation für eine ganzheitliche Sensibilität in der planerischen Praxis.</p>
<p>ATELIER BOW-WOW: A PRIMER &#8211; ZÜRICH, ETH &#8211; Catalogue ed. by Laurent Stalder, Cornelia Escher, Megumi Komura &amp; Meruro Washida. With photographic prints by Lena Amuat. Zürich 2013. 4to. 249 S. mit meist farb., teils ganzseit. Abb. &amp; Plänen, davon 3 Falttafeln, Bibliographie, brosch., Sprache: Engl.</p>
<p>Atelier Bow-Wow, A Primer</p>
<p>Walther König, 2013, 978-3-86335-302-5</p>
<p>EUR 68.00</p>
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		<title>Rezension „WERTE. – Begründungen der Denkmalpflege in Geschichte und Gegenwart“ Hans-Rudolf Meier, Ingrid Scheurmann und Wolfgang Sonne (Hrsg.)</title>
		<link>http://www.urbanophil.net/urbanophil/urbanoreview/rezension-werte-begrundungen-der-denkmalpflege-in-geschichte-und-gegenwart-hans-rudolf-meier-ingrid-scheurmann-und-wolfgang-sonne-hrsg/</link>
		<comments>http://www.urbanophil.net/urbanophil/urbanoreview/rezension-werte-begrundungen-der-denkmalpflege-in-geschichte-und-gegenwart-hans-rudolf-meier-ingrid-scheurmann-und-wolfgang-sonne-hrsg/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 09:54:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Michael Drohsel</dc:creator>
				<category><![CDATA[urbanoREVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[Baukultur]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Diskurs]]></category>
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		<category><![CDATA[Kulturerbe]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Denkmalpflegerische Werte sind immer schwerer zu vermitteln und stoßen oftmals auf wenig Akzeptanz. Die Publikation versucht einen Wertediskurs zu eröffnen, der über unterschiedliche Zugänge zur Materie ein breiteres Publikum erreichen soll.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Selten fand ich das Cover eines Buches passender, als das des Bandes “WERTE.”, das letzten Monat im Jovis Verlag Berlin erschienen ist. Das Cover zeigt den halb abgerissenen Palast der Republik. Lediglich die Treppenhäuser stehen noch trotzig vor der „historischen“ Kulisse mit Lustgarten, Altem Museum, Berliner Dom, Marienkirche etc., aber auch vor der schon neubebauten Ecke an der Spandauer Straße.</p>
<div id="attachment_22566" class="wp-caption alignnone" style="width: 400px"><img class="size-large wp-image-22566" alt="Abb.: Jovis Verlag" src="http://www.urbanophil.net/wp-content/uploads/2013/04/bf92e2b83f-390x500.jpg" width="390" height="500" /><p class="wp-caption-text">Abb.: Jovis Verlag</p></div>
<p style="text-align: justify;">Auf diesem, vom Fotografen Matthias Koch aufgenommenen Bild verdichten sich nicht nur an die 800 Jahre ablesbarer Berliner Stadtgeschichte, sondern auch die großen Auseinandersetzungen um Zerstören und Bewahren, was an dieser zentralen Stelle der Hauptstadt immer mehr mit Bildern und politischen Narrativen zu tun hatte, denn mit zentralen Werten der Denkmalpflege und einer Diskussion um diese.</p>
<p style="text-align: justify;">Obgleich es für den Berliner Schlossplatz zu spät ist, eine (erneute) Wertediskussion zu führen, kann am Umgang mit dem Areal, dem Abriss des Palastes der Republik und dem Gezerre über die Neubebauung gut abgelesen werden, wie sich die Rahmenbedingungen dieser, seit der Begründung der modernen Denkmalpflege um 1900, verändert hat. Nicht dass es um die Bebauung oder Nichtbebauung des Schlossplatzes keinen Diskurs gegeben hätte, doch das Verfahren offenbart, wie es heutzutage um die Erinnerungskultur im Lande bestellt ist. Und nicht nur das, sondern auch, wer die Akteure sind, mit welchen Interessen sie ihre Ziele verfolgen und mit welchen Argumentationen sie die Deutungshoheit über den Ort und die Geschichte erringen.</p>
<p><span id="more-22565"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Erinnerungskultur ist dann auch schon das Stichwort, das uns mitten in den Abschlussband des Verbundforschungsprojekts <a href="http://www.uni-weimar.de/projekte/denkmalwerte/">„Denkmal – Werte – Dialog &#8211; Historisch-kritische Analyse und systematisch-praktische Konzeption denkmalpflegerischer Leitwerte“</a> führt, an dem sich die Universitäten Weimar, Dortmund, Dresden und Halle beteiligt haben. Ziel des Forschungsprojektes war es neben der fachinternen Vermittlung divergierender Positionen und Wertvor­stellungen auch der Übersetzung denkmalpflegerischer Werte in die Gesellschaft bzw. der Rückübersetzung gesellschaftlicher Ansprüche in die denkmal­pflegerische Praxis Rechnung zu tragen und das insbesondere vor dem Hintergrund neuer Herausforderungen an Städte und Kulturlandschaften. Zugespitzt stellt sich das Forschungsprojekt die Frage nach dem Wert von Denkmalen innerhalb von sozialen Integrationsprozessen und dies auf regionaler, nationaler und europäischer und internationaler Wirk-Ebene.</p>
<p style="text-align: justify;">Formal folgt die Publikation vieler jüngst erschienener Bücher, die derart aufgebaut sind, dass um eine Auswahl an Texten zu Geschichte und aktueller Debatte einige interessante Positionen versammelt sind. Zwischen den einzelnen Beiträgen werden die zentralen Begriffe, ähnlich einem Glossar, kurz aufbereitet und mit Quellen zur weiteren Recherche angeboten.</p>
<p style="text-align: justify;">Inhaltlich versucht der Band, so scheint es, nicht nur ein breites Feld der Auseinandersetzung um Wertbildungsprozesse der Denkmalpflege aufzuzeigen, sondern verfolgt neben dieser auch didaktische Ziele, was anhand des Aufbaus rückgeschlossen werden kann. So stehen einleitende Rezeptionen von Kerntexten als Denkanstöße zu „Wertelehren“ vor der Auseinandersetzung mit „Wertegruppen“, die in historische, ästhetische und gesellschaftliche Werte unterteilt sind. Die Gruppen sind intern noch in einem Verlauf von theoretischen Herangehensweisen hin zu praktischer Betrachtung unterteilt, womit die gesamte Diskussion um die unterschiedlichen Einzelwerte von Denkmalen gut abgebildet werden kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch diese Herangehensweise erreichen die Herausgeberinnen und Herausgeber keine Rückschau die in der Theoriebildung stecken bleibt, sondern spiegeln die historische Entwicklung mit gegenwärtigen Tendenzen, wodurch die unterschiedlichen Rahmenbedingungen, mit denen die Denkmalpflege nicht nur seit jeher, sondern auch und vor allem gegenwärtig zu kämpfen hat, deutlich hervortreten. Somit bilden sie ein Fundament, über das, ähnlich der Denkmalpflege selbst, Vergangenes in die Zukunft vermittelt werden kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Hiermit wäre auch die schwierigste Aufgabe der denkmalpflegerischen Gegenwart beschrieben, da, wie die Herausgeberinnen und Herausgeber in der Einleitung problematisieren, die gesellschaftliche Akzeptanz denkmalpflegerischer Werte unsicher geworden ist. So spielt, neben einer wichtigen Fachdiskussion auch die Übersetzung und Vermittlung dieser Werte eine zentrale Rolle. Denn nur jene Denkmale, an denen sich zum einen historische, ästhetische und gesellschaftliche Werte festmachen und ablesen lassen und die zum anderen einer interessierten und aufgeschlossenen Öffentlichkeit vermittelbar sind, werden auch in Zukunft noch relevant sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Letzteres kann wiederum nur bewerkstelligt werden, wenn neue Gruppen aktiviert und in die Auseinandersetzung nicht nur über den Inhalt und die Form, sondern auch über die Materialität der Medien einbezogen werden. Denkmalpflege darf also kein elitärer Diskurs werden, sondern muss sich der Öffentlichkeit mit Verve stellen um die fachlich ermittelten Inhalte angemessen zu (re)präsentieren. Darüber hinaus können Relevanzdiskussionen durch eine breit angelegte Information und Partizipation vermieden werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier leistet “WERTE.” eine gute Vorarbeit: Der Band bietet eine solide Auswahl an Positionen, die sicherlich vielen, die sich im Feld der Denkmaltheorie und -praxis sowie in den Kulturwissenschaften allgemein aufhalten, bekannt sein dürften; schafft aber durch die Auswahl, Reihung und Gruppierung unter einem jeweiligen Oberbegriff neue Zugänge und Lesarten.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber nicht nur für KennerInnen der Materie ist dieser Band geschrieben, sondern auch für Interessierte, die die aktuellen Auseinandersetzungen und Diskurse verstehen und sich ggf. in diese einbringen wollen. Die relativ kurzen Artikel unterstützen dies, ebenso, wie die zwischen die Textblöcke eingefügten Erläuterungen der denkmalpflegerischen Grundbegriffe.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Fotoserie des schon erwähnten Fotografen Matthias Koch erweitert die Theorie in die Praxis und bietet eingangs eine kleine Wahrnehmungsschule für verschiedenste Formen von Schauplätzen der Geschichte und deren erhaltenswerten Eigenschaften.</p>
<p style="text-align: justify;">“WERTE.” liest sich insgesamt sehr gut und vermittelt trotz dem didaktischen Aufbau zu keiner Zeit fachkundige Überheblichkeit, sondern den tiefen Willen ein guter Ausgangspunkt sowohl für eine fachinterne als auch öffentliche Diskussion zu sein. Die Texte regen an weitere Recherchen und Ausflüge in einen interessanten, aber ohne solche „Helfer“ schwer zu erschließenden Bereich zu unternehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">So ist “WERTE.” für mich ein fundierter und unaufgeregter Band, der sein Potential auf einer sachlichen Ebene, jedoch nicht ohne Leidenschaft für die Sache ausbreitet. Er operiert insgesamt fundiert und nachhaltig, was mich persönlich sehr eingenommen hat.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><b>WERTE. Begründungen der Denkmalpflege in Geschichte und Gegenwart</b></p>
<p style="text-align: justify;">Herausgeber: Hans-Rudolf Meier/Ingrid Scheurmann/Wolfgang Sonne (Hg.)</p>
<p style="text-align: justify;">Mit Beiträgen von: Arnold Bartetzky, Anke Binnewerg, Bernd Euler-Rolle, Dominique Fliegler, Silke Haps, Hans-Rudolf Meier, Matthias Noell, Birte Pusback, Ingrid Scheurmann, Wolfgang Sonne, Susanne Thiele, Johannes Warda, Stephanie Warnke-De Nobili und Ulrike Wendland.</p>
<p style="text-align: justify;">Hardcover 256 Seiten mit ca. 40 farb. und 160 s/w Abbildungen</p>
<p style="text-align: justify;">ISBN 978-3-86859-162-0, Euro 38.00  sFr 52.00</p>
<p style="text-align: justify;">Erschienen im Februar 2013</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.jovis.de/index.php?lang=1&amp;idcatside=3759">Die Publikation auf der Webseite des Verlags</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.jovis.de/media/pdf/WERTE.pdf">Beispielseiten</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rezension „Mit Zwischennutzungen Stadt entwickeln“ Urban Catalyst (Hrsg.)</title>
		<link>http://www.urbanophil.net/urbanophil/urbanoreview/rezension-mit-zwischennutzungen-stadt-entwickeln-urban-catalyst-hrsg/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 06:37:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Michael Drohsel</dc:creator>
				<category><![CDATA[urbanoREVIEW]]></category>
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		<category><![CDATA[Forschungsprojekt]]></category>
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		<category><![CDATA[Zwischennutzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Buch „Mit Zwischennutzungen Stadt entwickeln“ von Urban Catalyst stellt viele temporäre Projekte der Stadtentwicklung "von unten" vor. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In letzter Zeit nimmt das Interesse am Thema &#8220;Zwischen-&#8221; oder &#8220;Pioniernutzungen&#8221; deutlich zu. Das zeigen die Publikationen „Urban Reset“, <a href="http://www.urbanophil.net/urbanophil/urbanoreview/buchrezension-second-hand-spaces/">„Second-Hand Spaces“</a> und ganz frisch aus dem Druck auch die Publikation „Urban Catalyst – Mit Zwischennutzungen Stadt entwickeln“. Urban Catalyst sind Player der ersten Stunde, die schon früh temporäre urbane Dynamiken entdeckt und wissenschaftlich, wie praktisch begleitet haben.</p>
<div id="attachment_22332" class="wp-caption alignnone" style="width: 362px"><img class="size-large wp-image-22332" alt="UC Cover" src="http://www.urbanophil.net/wp-content/uploads/2013/03/978-3-86922-244-8_Cover-352x500.jpg" width="352" height="500" /><p class="wp-caption-text">Abb.: Cover „Urban Catalyst – Mit Zwischennutzungen Stadt entwickeln“</p></div>
<p><span id="more-22331"></span>Gegründet wurde das Büro im Anschluss an ein Forschungsprojekt, das schon Anfang der 2000er-Jahre die Potentiale temporärer Nutzungen für die Stadtentwicklung untersuchte. Namentlich Philipp Oswalt, Klaus Overmeyer und Philipp Misselwitz schafften es durch diese Forschung eine Aufmerksamkeit für Projekte der alternativen Nutzungen von Schwellenorten, die gleichermaßen „nicht mehr“ und „noch nicht“ sind, zu generieren.<br />
Aufgrund dieser Zwischeneigenschaften haben solche Orte Potentiale, die nicht nur einen kreativen Umgang mit der Substanz herausfordern, sondern auch planerische Konzepte benötigen, die aus den Gegebenheiten entwickelt bzw. aufgrund von Nutzungskonzepten teilweise neu erfunden werden müssen (einen interessanten Beitrag zu diesem Thema gibt es auch im Film <a href="http://bar25-derfilm.de/" target="_blank">„Bar 25 – Tage außerhalb der Zeit“</a>).<br />
Davon zeugen die im Buch versammelten Beispiele, die auf mehreren Ebenen beleuchtet und nach Handlungsformaten geordnet werden. Aus diesen Beispielen und Referenzprojekten leiten Urban Catalyst eine Typologie der Zwischennutzung ab und beschreiben auf diese Weise ganz unterschiedliche Formen des Temporären: „Lückenbüßer“, „Nomaden“, „Impulsgeber“ usf. werden kenntnisreich vorgestellt und durch Texte verschiedener namhafter Autoren und Interviews zusammengefasst, erweitert und unterbrochen. Besonders sind hierbei die vielen Beispiele aus anderen europäischen Ländern, die aufgrund sozialer, politischer und ökonomischer Schieflagen oder Krieg, z.B. in Ex-Jogoslawien, überhaupt erst denkbar wurden.<br />
Dabei bleiben Urban Catalyst aber stets analytisch und kritisch; den Projekten gegenüber ebenso, wie sich und den eigenen Ergebnissen. Diese Selbst-Kritik ist, und das wird bei der Lektüre schnell klar, unbedingt notwendig, da Zwischennutzungen oftmals als Vorboten einer gewollten Gentrifizierung gedeutet und als solche schnell einseitig vereinnamt werden. Und dieser Verdacht kommt nicht von ungefähr, denn wo Urbanität herrscht, die bunt und vielfältig gelebt wird, wo Pioniernutzungen aufgelassene oder aus der Verwertung herausgefallene Orte erfolgreich bespielen, steigt selbstverständlich auch die Aufmerksamkeit und das Interesse gegenüber dem Ort. Das wird wohl der ewige Fluch der Zwischennutzer bleiben: Ist das Konzept erfolgreich, stürzen sich sofort vielfältige Verwertungs- und Vermarktungsinteressen auf die Orte und Räume, was im Buch anhand des Beispiels aus Manchester und dem Neubau des Shopping Centers an der Arizona Road in Brcko sowie in der Realität anhand der gegenwärtigen Wandlung von Pionierprojekten in Berlin eindrücklich studiert werden kann &#8211; Am Zaun der Prinzessinnengärten ist seit einiger Zeit ein „Gentrifier“-Graffiti aufgesprüht.<br />
So kann es durchaus sein, dass Zwischennutzer an ihrer eigenen Auflösung teilhaben, da sie Prozesse in Gang bringen, die an den bespielten Orten sicher nicht ohne kreative Zwischennutzung möglich wäre. Entweder schaffen sie es den Ort gegen diese Interessen zu verteidigen oder sie werden verdrängt und finden an anderer Stelle neue Potentiale, um diese weiterzuentwickeln. Hier stellt das Buch einige Projekte vor, die diese Dynamik von Anfang an mitkalkuliert haben oder wie das WMF in Berlin, das den permanenten Neustart an jeweils anderen Orten von Anfang an zum Konzept erhoben und von vorne herein ein nomadisierendes Projekt entwickelt hat. Manchmal sind Konzepte aber auch so erfolgreich, dass Zwischennutzer zu Dauernutzern werden, die sich mit viel Verve und Ortskenntnis lokal vernetzen und Orte dauerhaft bespielen. Siehe hier das Projekt „Cable Factory“ in Helsinki.<br />
Formal ist das Buch im Stil eines Manuals aufbereitet, das eine unheimlich schöne Materialität hat; Alleine die Haptik mach unheimlich Freude beim lesen. Die Inhalte sind auf mehreren Ebenen gegliedert, die sich mir en detail jedoch weder auf den ersten noch den zweiten Blick erschließen. So sind mir z.B. die Farbwechsel immer noch nicht ganz klar geworden. Hier hätte ich mir mehr Eindeutigkeit oder eine Legende gewünscht, aus der hervorgeht, wie das Buch gedacht ist.<br />
Inhaltlich versammelt das Buch auf vielfältige Weise einen über Jahre angesammelten Wissenvorrat über Zwischennutzungen und deren Bedingungen und stellt diese einem breiten Publikum zur Verfügung. Es begibt sich aber somit auch auf eine Gratwanderung dieses Wissen nicht nur an potentielle Zwischennutzer und Zwischennutzerinnen weiterzugeben, sondern dieses gleichzeitig auch Investoren und Projektentwicklern zur Verfügung zu stellen.<br />
Trotz der Vielfältigkeit der vorgestellten Projekte, deren wissenschaftlicher Aufarbeitung und kenntnisreicher Beschreibung sowie der Begleitung und Unterbrechung der Beispiele mit Interviews und sehr guten Zwischentexten muss ich doch anmerken, dass in vielen Texten mit Begriffspaaren argumentiert wird, die sich diametral Gegenüberstehen, was mir einen Eindruck des Schwarz/Weiß-Denkens vermittelt. Ein Beispiel wäre die Unterscheidung in „Raumproduzenten“ und „Raumkonsumenten“, die wenig Spielraum für mehrere Kategorien der Raumnutzung lässt und unterschlägt, dass es auch Kategorien der Raum-Nichtnutzung, also der aktiven Nicht-Teilnahme gibt.<br />
Was mir hingegen besonders gefällt ist, dass die Stoßrichtung des gesamten Buchs weniger in Richtung &#8220;Revolution&#8221; sondern in Richtung &#8220;Evolution&#8221; geht. Richtig begeistert bin ich von den einleitenden Gedanken, der aus den Beobachtungen resultierenden Handlungsstrategien und dem „Plädoyer für einen Städtebau des Gebrauchs“. Gerade letzteres kann ich ausdrücklich unterstreichen und möchte hiermit alle urbanen Akteure auffordern mit dieser umfangreichen Sammlung guter, aber auch gescheiterter Beispiele die vorhandenen Spielräume auszuloten und somit den alten Drachen „Planung“ aktiv weiterzuentwickeln. Denn, und das ist ein echter Trost, sowohl bei Investoren als auch in der Verwaltung ist mittlerweile angekommen, dass es diese Spielräume dringend braucht um eine lebhafte und menschengerechte Urbanität zu schaffen und eine dauerhafte Attraktivität zu erhalten.</p>
<p><b>„Urban Catalyst – Mit Zwischennutzungen Stadt entwickeln“</b><br />
Herausgeber: Philipp Oswalt, Klaus Overmeyer und Philipp Misselwitz<br />
Erschienen im Verlag DOM publishers<br />
Softcover 384 Seiten, über 200 Abbildungen<br />
Preis € 38,00; ISBN 978-3-86922-244-8<br />
<a href="http://www.dom-publishers.com/products/de/Neuheiten/Urban-Catalyst.html?XTCsid=7c5bb3beb5bcdc5ac771afb8cce5fd8e" target="_blank">» Webseite des Verlags</a><br />
<a href="http://www.book2look.com/book/VPiifagzgU" target="_blank">» Leseprobe</a><br />
<a href="http://www.urbancatalyst.net/" target="_blank">» Webseite Urban Catalyst</a></p>
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		<title>SELFMADE CITY Berlin</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Mar 2013 10:30:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Hermann Albers</dc:creator>
				<category><![CDATA[urbanoREVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[Baugruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[selfmade]]></category>

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		<description><![CDATA[STADTGESTALTUNG UND WOHNPROJEKTE IN EIGENINITIATIVE
Berlin ist seit vielen Jahren als Experimentierfeld für außergewöhnliche und unkonventionelle Stadtentwicklungsprozesse bekannt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_21960" class="wp-caption alignnone" style="width: 244px"><img class=" wp-image-21960 " alt="Selfmade City, Jovis Verlag 2013" src="http://www.urbanophil.net/wp-content/uploads/2013/02/Selfmade-City-390x500.jpg" width="234" height="300" /><p class="wp-caption-text">Selfmade City, Jovis Verlag 2013</p></div>
<p><b>STADTGESTALTUNG UND WOHNPROJEKTE IN EIGENINITIATIVE</b></p>
<p>Berlin ist seit vielen Jahren als Experimentierfeld für außergewöhnliche und unkonventionelle Stadtentwicklungsprozesse bekannt. Ungenutzte Brachflächen und freie Gebäudebestände wurden mit Zwischennutzungen belebt, durch Selbstaneignung übernommen oder von engagierten Raumpionieren entwickelt. Wohn-, Arbeits- und Freizeitfunktionen sind dabei mit selbstorganisierten und selbstbestimmenden Akteurskonstellationen gestaltet worden – mit Baugruppen, Genossenschaften oder anderen Projektformen. Genug Anlass für eine Publikation, die sich der entstandenen Vielfalt an urbaner Gestaltung und den architektonischen Qualität widmet: Mit SELFMADE CITY legen Kristien Ring, AA Projects und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt eine Bestandsaufnahme von insgesamt 125 Wohn- und Stadtgestaltungsprojekten vor. Von den vorgestellten Wohnprojekten (119), werden 51 Projekte (meist Baugruppen) vertieft analysiert, davon 35 mit einem Steckbrief umfassend hinsichtlich ihrer Qualitätsmerkmale dokumentiert. <span id="more-21959"></span>Dabei kommen insgesamt zwölf Kategorien der Qualitätsbewertung zur Anwendung, von ökologischen und sozialen Aspekten, über urbane und nachbarschaftliche Interaktion, bis zur Bezahlbarkeit bzw. Kostengünstigkeit. Einem Best-Practise-Anspruch folgend wurden nur Projekte in die Betrachtung aufgenommen, die bereits ein Mindestmaß an Kriterien erfüllen. Um die Entwicklungsprozesse und den städtebaulichen Kontext in einzelnen Berliner Stadtgebieten aufzuzeigen, wurden die Projekte in neun Kartierungsgebieten unterteilt. Die Analysen sind zwar komprimiert, ermöglichen aber vor allem einen übersichtlichen Projekteinblick und bieten eine sinnvolle Orientierung im facettenreichen Feld selbstinitiierter Bauprojekte. Die Auswahl von Bild- und Planmaterial erfolgte hinsichtlich der projektspezifischen Lösungsansätze, etwa gemeinschaftlicher und kommunikativer Raumlösungen, flexibler Grundrisse oder Materialwahl. In der abschließenden Wertung geht es folglich auch nicht darum, Siegerprojekte zu küren, sondern die ausgemachten Selfmade-Qualitäten herauszustellen und schließlich um die Vermittlung innovativer und ganzheitlicher Architekturkonzepte. Denn die  Kernfeststellung des Buches ist: selbstinitiierte Projekte ermöglichen hohe, vielschichtige Qualitäten und bilden einen wünschenswerten Gegenpol zu Readymade-Projekten. Die Vermeidung von Verwertungsakteuren (Projektträger/ -Entwickler/ Makler,&#8230;), der Einsatz von alternativen Finanzierungsmodellen oder Selbstausbauvarianten, bedeutet also nicht nur Preisvorteile, Selfmade-Projekte sind vor allem eines: nutzerorientiert.</p>
<p>Das Buch resümiert allerdings nicht, dass die vorgestellten Projekte „das“ Konzept für eine zukünftige (Berliner) Stadtentwicklung bedeuten. Denn die (vorwiegend) betrachteten Baugruppen bieten dafür begrenzte Lösungsmethoden und sind bei gesamtstädtischer Betrachtung ein punktuelles Phänomen. Zudem sind einige Selfmade-Projekte durchaus Bestandteil von „Gentrifizierungs-„ und „Gated-Community-„ Debatten. Auch diese Debatten unterschlägt die vorliegende Publikation nicht, sondern bietet – unterstützt durch Kommentare von Akteuren und Experten – Grundlagen zur konstruktiven Diskussion. Formuliertes Ziel ist deshalb die Übertragbarkeit von Selfmade-Qualitäten auf klassische Akteure der Immobilienwirtschaft anzuregen – etwa auf Wohnungsbaugenossenschaften.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Selfmade City ist deshalb als Plädoyer für neue Planungsprozesse zu verstehen und vor allem ein Aufruf zu mehr Nutzerorientierung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>SELFMADE CITY<br />
BERLIN: STADTGESTALTUNG UND WOHNPROJEKTE IN EIGENINITIATIVE </b></p>
<p>Herausgeber: Kristien Ring, AA PROJECTS und Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin (Hg.)<br />
DEUTSCH/ENGLISCH<br />
224 Seiten<br />
Jovis Verlag 2013<br />
Format: 21 x 27 cm<br />
Euro 29.80  sFr 38.80<br />
ISBN 978-3-86859-167-5</p>
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		<title>Rezension &#8220;Torre David&#8221; von The Urban-Think Tank, ETH Zürich</title>
		<link>http://www.urbanophil.net/urbanophil/urbanoreview/rezension-torre-david-von-the-urban-think-tank-eth-zurich/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Feb 2013 17:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Salomo</dc:creator>
				<category><![CDATA[urbanoREVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[Hochhaus]]></category>
		<category><![CDATA[selfmade]]></category>
		<category><![CDATA[Slum]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Hausbesetzung mal anders.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein 45stöckiges Hochhaus mitten in Caracas, Venezuela, welches nie fertig gestellt wurde, jahrelang leer stand und nun von circa 3000 Menschen halblegal und selbstverwaltend bewohnt wird, das ist Torre David. Das Team von <a href="http://www.u-tt.com/" target="_blank">Urban-Think Tank</a> beschäftigt sich bereits seit 10 Jahren mit den Wohngegenden, die benachteiligt von Regierung und Investoren sind oder denen sogar jegliche Unterstützung verwehrt bleibt. So auch Torre David. Im Rahmen ihrer Untersuchungen entstand dieses Buch, welches Einblicke in die Entstehung, die Gründe für den Abbruch des Baus, den Leerstand und die einsetzende informelle Inanspruchnahme als Wohnort anschaulich bebildert liefert.</p>
<div id="attachment_22032" class="wp-caption alignnone" style="width: 413px"><img class=" wp-image-22032" alt="Lars Müller Publishers" src="http://www.urbanophil.net/wp-content/uploads/2013/02/Lars-Müller-Publishers.jpg" width="403" height="386" /><p class="wp-caption-text">Abb.: Lars Müller Publishers</p></div>
<p><span id="more-22040"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Urban-Think Tank bezeichnet sich selbst als „Design firm“, was man auch sofort bei der Aufmachung des Buches spürt. Die Gestaltung ist überaus ansprechend und hochwertig. Der Inhalt wird abwechslungsreich und aufgelockert präsentiert mit Hilfe verschiedenster Formate wie Comic, Karten und architektonischen Grafiken, deren Erläuterungen allerdings manchmal etwas dürftig und Legendenfarben zwar perfekt abgestimmt aber schwer unterscheidbar sind. Dies ist jedoch nur ein kleines Manko, was durch die großartigen Fotografien von <a href="http://www.iwan.com/iwan_index.php">Iwan Baan</a> leicht wieder wettgemacht wird. Dem von seinen durch Menschen definierte Architektur-Bildern bekannten Fotografen gelingt es, die Augenblicke festzuhalten, die den Betrachter nachvollziehen lassen, welche Probleme aber auch Vorteile das Leben in Torre David haben kann. Darüber hinaus wird durch die Fotografien das im Text hervorgehobene Eigenengagement, ohne welches das Funktionieren der Community nicht möglich wäre, unterstrichen.</p>
<p>Der Fokus des Buches liegt auf den architektonischen Entwicklungen des Hochhauses bisher und die Chancen, die es bietet, streift jedoch immer wieder auch soziale Fragen. Besonders interessant sind daher die Einblicke in einige der selbsteingeteilten Wohnungen und deren Teilnutzungen beispielsweise als Kiosk. Ebenso die verschiedenartigen Ausgestaltungen, welche sich je nach handwerklichen Fähigkeiten, bisheriger Länge des Aufenthaltes und monetären Mitteln zum Teil erheblich unterscheiden. Eine ergänzende Sozialstatistik wäre also sehr informativ, wenn auch im Rahmen dieses Buches nicht essentiell.</p>
<p>Die Geschichte des Torre David ist sehr gut nachzuvollziehen, ebenso wie die Vorschläge, die das Team des Urban-Think Tanks liefert. Inwiefern diese in die Tat umgesetzt werden, wird jedoch zu Recht von den Autoren selbst in Frage gestellt, da zum Einen die Community Veränderungen von außen kritisch gegenüber steht, zum Anderen experimentierfreudige Investoren benötigt werden, um innovative und flexible Lösungen zu implementieren, welche zu den Bedürfnissen der Bewohner passen. Im abschließenden Teil des Buches „Potential“ sowie im Nachwort von Christian Schmid wird schließlich noch einmal einprägend zusammengefasst, welche Lehren aus der Entwicklung Torre Davids gezogen werden können und welche bisher feststehenden Begriffe der Architektur und Stadtentwicklung in diesem Zusammenhang überdacht werden sollten.</p>
<p>„Torre David – Informal Vertical Communities“ ist nicht nur ein beeindruckender Bildband und vermittelt eine architektonisch designorientierte Zukunftsvision, es stellt ebenso kritische Fragen und verdeutlicht die Bedeutung, welche Torre David haben kann, wenn man es lässt. Dies wird sicherlich auch im sich im Entstehungsprozess befindlichen Film wieder aufgegriffen, dessen <a href="http://vimeo.com/49094660" target="_blank">Trailer</a> bereits vielversprechend ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Urban-Think Tank gewann zusammen mit Justin McGuirk und Iwan Baan den Goldenen Löwen der Biennale di Venezia 2012 mit ihrer Installation &#8220;Torre David/Gran Horizonte&#8221;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<address><b>Torre David</b></address>
<address>Informal Vertical Communities</address>
<address> </address>
<address>Herausgegeben von Alfredo Brillembourg und Hubert Klumpner,</address>
<address>Urban-Think Tank Lehrstuhl für Architektur und Städtebau, ETH Zürich</address>
<address>Fotografien von Iwan Baan</address>
<address>Erschienen bei <a href="http://www.lars-mueller-publishers.com/de/" target="_blank">Lars Müller Publishers</a> (Oktober 2012)</address>
<address>Hardcover, 416 Seiten, Englisch</address>
<address>Preis: 45,00€, ISBN: 978-3-03778-298-9</address>
<address><a href="http://www.lars-mueller-publishers.com/de/torre-david" target="_blank">Link zum Buch</a></address>
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		<item>
		<title>Rezension „Landscript 1: Landscape Vision Motion“ von Christoph Girot und Fred Truniger (Hrsg.)</title>
		<link>http://www.urbanophil.net/urbanophil/urbanoreview/rezension-landscript-1-landscape-vision-motion-von-christoph-girot-und-fred-truniger-hrsg/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jan 2013 07:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[urbanoREVIEW]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rezension von Andrea Respondek beschäftigt sich mit der ersten Ausgabe der Reihe "Landscript" aus dem Jovis Verlag.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich das Buch LANDSCAPE VISION MOTION das erste Mal in der Hand gehalten habe, war ich sehr überrascht über die Haptik des Einbands. Bis dahin hatte ich das Titelblatt der ersten Ausgabe der Reihe „Landscript“ nur auf meinem Computerbildschirm gesehen und mir die Frage gestellt, warum bei dem Thema „Landschaftsraum in Bewegung“ der Einband so einfach in schwarz-weiß gehalten wird, es werden weder Zwischentöne noch Bilder gezeigt. Doch durch die spürbare Prägung lässt der Einband Empfindungen aufkommen und gibt so erste Hinweise darauf, dass es in diesem Buch um eine Annäherung an eine Erweiterung des Landschaftsbegriffes geht &#8211; ausgehend von einer kritischen Auseinandersetzung mit dem, wie wir sehen, denken und handeln.</p>
<div id="attachment_21589" class="wp-caption alignnone" style="width: 374px"><img class="size-large wp-image-21589" title="Landscript_1" alt="Landscript_1" src="http://www.urbanophil.net/wp-content/uploads/2013/01/Landscript_1-364x500.jpg" width="364" height="500" /><p class="wp-caption-text">Abb.: mit freundlicher Genehmigung des Jovis Verlags</p></div>
<p><span id="more-21588"></span></p>
<p>Die von der Malerei geprägte durchgezogene Horizontlinie des klassischen Landschaftsbildes wird somit schon auf dem Cover des Buches aufgelöst. Dies setzt sich in den vorwiegend fragmentarisch wirkenden Abbildungen im Buch fort, womit die in der Einleitung beschriebene Abwesenheit von Perspektive durch die digitalen Medien erfahrbar wird. Die Abbildungen springen in allen Maßstäben und Abstraktionsgraden &#8211; von weniger abstrakten Entwurfsabbildungen, über großmaßstäbliche Pläne, Diagrammen bis hin zu bruchstückhaft angeordneten Fotografien und Videosequenzen. Nicht mehr (nur) das <i>starre</i> klassische Landschaftsgemälde macht demnach den gegenwärtigen Landschaftsbegriff erklär- und handhabbar, sondern erfahre laut der Herausgeber durch die Bilderflut der digitalen Medien und dem hierdurch entstehenden Fehlen von Perspektive eine „Entortung“ bzw. “Entkernung“ und müsse somit neu formuliert werden. In Folge dessen seien neue Methoden im Umgang mit diesem Raum notwendig. Methoden, die mit dieser durch den Verlust der <i>einen</i> Perspektive entstehenden Bewegung mitgehen, bzw. diese erfassen können – wie z.B. das Medium Film und seinen bewegten Bildern.</p>
<p>Das Buch – aufgeteilt in die drei Kapitel A, B und C &#8211; beinhaltet eine Sammlung ausgewählter Texte, deren Autoren  unterschiedlicher Profession sind, womit der „Landschaftsraum in Bewegung“ aus entsprechend verschiedenen Richtungen bearbeitet wird. Diese Bandbreite an relevanten Aspekten zum Thema Landschaft und Raum wird schon über die Titel erkennbar und beim Lesen der Abhandlungen dann auch über die Inhalte deutlich. Es geht um die gegenwärtige Entwicklung von Stadt und Land sowie um die mögliche Form der Beschreibung dieser Räume; um Geometrie und Abstraktion, um Bilder, die wir uns von Natur und Landschaft machen, um Sehnsüchte, um die Rolle des Individuums und eben um Vorgehensweisen, die den Umgang mit all diesen Dingen möglich machen. Das erste Kapitel ist zum Teil Bestandsaufnahme dessen, wie Landschaft wahrgenommen wird, führt aber über mögliche Ansätze der Erfassung und des Umgangs mit dem gegenwärtigen Landschaftsraum darüber hinaus. Im zweiten Kapitel steht die konkrete gegenwärtige räumliche Entwicklung hin zu großmaßstäblichen Räumen wie die Metropolen und Regionen im Vordergrund. Es werden Entwurfsarbeiten zur Region von Paris vorgestellt und analysiert, sowie historische Methoden und Instrumente der Raumerfassung in ihrer Kompatibilität auf heutige Gegebenheiten hin beschrieben. Das letzte Kapitel widmet sich dem Medium Film. Es werden Stilmittel untersucht, die Rolle und Darstellung von Landschaft in einigen filmischen Werken werden betrachtet.</p>
<p>Den Kapiteln ist gemeinsam, dass die jeweils behandelten Aspekte durchgängig zwischen verschiedenen Maßstäben und Ebenen springen, wodurch unterschiedlichste Abstraktionsgrade durchlaufen werden. Es werden damit die verschiedensten Bereiche angesprochen, die erst mal auf eine eher unterschwellige Art und Weise und nicht nur über den visuellen Kanal erfahrbar und greifbar sind. Hiermit wird durchgängig auf die Vielschichtigkeit des Raumes und somit auf dem „Landschaftsraum in Bewegung“ hingewiesen. Nicht nur das, was auf den ersten Blick zu sehen ist, scheint von Bedeutung. Dies drückt sich auch über den wechselnden Sprach- bzw. Schreibstil innerhalb der Texte aus, was vor allem in jenen Abschnitten, in denen Inhalte eines Films wiedergegeben werden, stark erlebbar wird. Als Leser taucht man hier komplett in die beschriebene Welt ab. Film scheint – so kommt einem der Gedanke &#8211; unabkömmlich zu sein, um den Landschaftsraum in seiner Fülle fassen zu können. In einem somit durchgängig erlebbaren Wechselspiel zwischen Spannung und Entspannung, welcher den theoretischen Charakter der Inhalte sehr lebendig erscheinen lässt und gleichzeitig dem Thema „Landschaftsraum in Bewegung“ in vielerlei Hinsicht gerecht wird, liegt meiner Meinung nach die Stärke dieses Buches. Als ein „kognitives Produkt“ wird Landschaft hier angereichert mit einer Bewegung und einem Rhythmus, dem der Leser nachgehen kann. Dieses Erleben bleibt auch im Nachklang erhalten. Die Inhalte sind in mehrere Richtungen offen und eignen sich somit zum Weiterdenken und -handeln. Durch den fragmentarischen Stil wird das Dazwischen denk- und spürbar &#8211; sowohl von Text zu Text, als auch in Bezug auf die Abbildungen. Durch den ständigen Perspektivwechsel wird der Leser immer wieder in die Situation gebracht, sich selber zu lokalisieren und damit ständig mit seinen eigenen Vorstellungen eingebunden.</p>
<p>Ist das Buch also eine Fragestellung? Ist es eine Antwort? Sind es Teile einer oder mehrerer Antworten, die hier zu lesen sind? Oder bietet das Buch alles in einem? Welches Bild steht am Ende, wenn da überhaupt eines steht? Welche Dinge müssen zusammengeführt werden, um ein neues Landschafts<i>bild</i> zu schaffen? Das Fehlenvon (<i>einer)</i> Perspektive ist also Programm in LANDSCAPE VISION MOTION. Dies macht das Weiterdenken und dem sich daraus womöglich ergebenden neuen Umgang mit Landschaft umso spannender, das Buch sehr lesenswert und neugierig auf die nächste Ausgabe von Landscript.</p>
<p><b> _____________________________________________________</b></p>
<p><b>Landscript 1: „Landscape Vision Motion“</b></p>
<p>Herausgeber: Christoph Girot und Fred Truniger</p>
<p>Erschienen im Jovis Verlag (Oktober 2012)</p>
<p>ENGLISCH</p>
<p>Broschur, 208 Seiten mit zahlreichen Abbildungen</p>
<p>Preis € 28,00, ISBN 978-3-86859-210-8</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Link zur Webseite des <a href="http://www.jovis.de/">Verlags</a></p>
<p>Musterseiten findet ihr <a href="http://www.jovis.de/index.php?idcatside=3632&amp;lang=1">hier</a></p>
<p>Webseiten der Herausgeber: <a href="http://www.girot.arch.ethz.ch">Christoph Girot</a> und <a href="http://www.tu-cottbus.de/wolkenkuckucksheim/inhalt/cv/de/truniger.php">Fred Truniger</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Über die Autorin: Andrea Respondek hat Landschaftsplanung/Landschaftsarchitektur an der TU Berlin studiert. Besonders gerne beschäftigt sie sich mit Themen rund um Raumwahrnehmung &#8211; den Bildern, die wir uns von Stadt und Land machen, dem Mapping und möglichen Formen der Beteiligung.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rezension &#8220;Arrival City&#8221; von Doug Saunders</title>
		<link>http://www.urbanophil.net/urbanophil/urbanoreview/rezension-arrival-city-von-doug-saunders/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Dec 2012 07:56:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[urbanoREVIEW]]></category>

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		<description><![CDATA[In der deutschen Ausgabe dieses 2011 erschienenen und  viel beachteten Buches über die größten Migrationsbewegungen der Menschheitsgeschichte kann man einem sehr schönen und aussagekräftigen Irrtum unterliegen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In der deutschen Ausgabe dieses 2011 erschienenen und  viel beachteten Buches über die größten Migrationsbewegungen der Menschheitsgeschichte kann man einem sehr schönen und aussagekräftigen Irrtum unterliegen. Im großgeschriebenen „C“ von „Arrival City“ steht nämlich hochkant und klein ein „Blessing“ – und genau darum scheint es dem kanadisch-britischen Autoren Doug Saunders zu gehen: die gerade weltweit stattfindende Verstädterung möchte er unbedingt als gesamtgesellschaftlichen Gewinn verstanden wissen. Der Titel ist indes mitnichten „Blessing Arrival City“ sondern es handelt sich lediglich um den Verlagsnamen des „Karl Blessing Verlages“ – aber Nomen ist Omen.</p>
<div id="attachment_21449" class="wp-caption aligncenter" style="width: 324px"><img class="size-large wp-image-21449" alt="Abb.: &quot;Arrival City&quot; mit freundl. Genehmigung des Verlags" src="http://www.urbanophil.net/wp-content/uploads/2012/12/Neues-Bild-314x500.jpg" width="314" height="500" /><p class="wp-caption-text">Abb.: &#8220;Arrival City&#8221; mit freundl. Genehmigung des Verlags</p></div>
<p><span id="more-21441"></span>Anfangs stolpert man noch gerne über ein-zwei Binsenweisheiten, Lippenbekenntnissen und Mainstream-Aussagen wie: <b>„Ohne Urbanisierung stagniert die Wirtschaft“,</b> aber spätestens ab dem zweiten Viertel fesselt Saunders sowohl mit seinen vielseitigen Beispielen als auch mit einem das ganze Werk durchziehenden Roten Faden. Im Umschlagtext heisst es, dass er der Land-Stadt-Wanderung des 21. Jahrhunderts mit seiner Reportage ein Gesicht gibt. Und genau darin liegt eine seiner großen Stärken. „Arrivale City“ ist weder ein emperisches Sammelsummerium von Zahlen rund um das Thema Migration noch eine politisch-ideologische Streitschrift darüber. Saunders nähert sich stattdessen über unzählige konkrete Beispiele aus der ganzen Welt, jahrelang selbst recherchiert und auf unzähligen journalistischen Reisen vor Ort selbst erlebt. Der Leser braucht nun nicht mehr die Slums von Mumbai, die Banlieue von Paris oder die Wellblechsiedlungen Südamerikas selbst gesehen haben, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Doch Saunders beschränkt sich nicht auf die Beschreibung, er erklärt zudem die Hintergründe. Das zweite große Plus des Buches – auch nach unzähligen Seminaren, anderen Büchern und Dokumentationen über Verstädterung und Wanderung hat man als Leser hier einen sagenhaft hohen Erkenntniszugewinn. Die Erklärungen und Beschreibungen der Begleitumstände ALS AUCH der Hintergründe sind verständlich und einleuchtend, aber keinesfalls banalisierend oder einseitig wertend. Und man muss als Leser noch nicht einmal vom Fach kommen oder über ein ausgedehntes Spezialvokabular verfügen, um seinen Argumentationen folgen zu können. Im Gegenteil – bei aller Komplexität und Aktualität, kann man schon jetzt „Arrival City“ als Standard- oder Einführungswerk in die Stadtsoziologie ansehen.</p>
<p>Worum geht es? Im Gegensatz zu den vielfach dystopisch anmutenden Zukunftsszenarien über Überbevölkerung, Slums, Mobilität und Arbeit gibt Saunders nicht nur ein äußerst anschauliches Modell der Land-Stadt-Wanderung sondern er betont expliziet die Vorteile dieser. Profiteure seien nicht nur die Ankommenden selbst, mögen die Verhältnisse in den provisorischen Slums auch noch so offensichtlich katastrophal sein, sondern vor allem die Städte und Aufnahmegesellschaften, denn so kämen die Menschen, die es zur Aufrechterhaltung der Sozialgefüge und Systeme in den Postindustralisierten Gesellschaften braucht und die Arbeitskräfte für den unteren Dienstleistungssektor und Anlerntätigkeiten in die Stadt bzw. ins Land. <b>„Es ist gut möglich, dass die Länder Nordamerikas und Europas eine aktive Anwerberpolitik betreiben werden und sich keineswegs einer Flut entgegenstemmen müssen.“</b>  Die „Slums“ in den Metroplolen und  andere erfolgreiche  Ankunftsstädte sind entgegen der Wahrnehmung der Mittelstandsgesell-schaft auch keine Orte von Verlierern oder soziale Sackgassen, sondern dynamische Stationen in Wanderungsbiografien: sie sind die Transiträume für die Wandernden. Der rein fiskalische Eindruck, es handelt sich um abgekoppelte und dauerhaft arme Gebiete ergibt sich aus dem Umstand, dass die erfolgreich in der (Mittelstands-)Gesellschaft ankommenden Migranten, diese Gebiete dann wieder verlassen haben und somit auch Platz für die nächsten wiederum armen Wanderer gemacht haben werden. Elementar für den Erfolg einer Ankunftsstadt ist neben der Möglichkeit zur Schaffung von Wohn- und Geschäftseigentum vor allem die – wenn auch nur schwer zu erreichende oder theoretische – Chance, eines Tages legalisiert bzw. amnestiert zu werden. Jegliches illegale Wandern, temporäre Niederlassen und Wirtschaften wird von den Wanderern nur akzeptiert und als lohnend in Angriff genommen, wenn die Möglichkeit besteht, eines Tages seine Geschäfte und Eigentümer formalisiert zu sehen und ein vollwertiger Bürger der Aufnahmegesellschaft bzw. Stadt werden zu können. Daraus folgen mehrere eklante Hindernisse für den Erfolg einer Ankunftsstadt und den damit verbundenen gesamtgesellschaftlichem Gewinn wie beispielsweise die Verwehrung von Bürgerrechten (türkische Migranten in Deutschland), die Aufwertung der Baustruktur als finanzielle Barriere für den Zuzug (Slumclearance in Mumbai) oder die Vermeidung  bzw. Unterdrückung von Wanderung allgemein (südamerikanische Diktaturen, China, Polen). Ist die Ankunftstadt solchen „Störungen“ ausgesetzt, entwickelt sie interne Kompensationsinstrumente und extremistische Reaktionen, wobei die offensichtlichsten Nationalismus (Hindu-Moslem-Konflikt in Indien), extremistischer oder zumindest überproportionaler Islamismus in Deutschland und Frankreich (Zwangsheiraten, Kopftuch, Ehrenmord) und kriminelle Selbstorganisation (Drogenbanden in den brasilianischen Flavellas) sind. Daraus folgend sieht Saunders in den Ankunftstädten auch die unbedingten Motoren für gesellschaftliche Veränderungen bis hin zu zahlreichen Revolutionen und Umbrüchen  &#8211; aktuell als auch in den letzten 300 Jahren Stadtgeschichte. Bezeichnenderweise waren sie aber nie – oder zumindest nicht in erster Linie – die Profitierenden solcher sozialer Umbrüche. Auch waren sie selten die Initialzündungen dieser Entwicklungen, oft aber die kritische Masse. Und die Spanne dieser Veränderungen reicht allein in den letzten 25 Jahren von der islamistischen Revolution im Iran über den Arabischen Frühling bis hin zur Etablierung von Migranten in den politischen Führungseliten eines Landes wie in der Türkei. <b>„Die ausländischen Dorfbewohner und Einwanderer von gestern sind die städtischen Ladenbesitzer von heute und die freiberuflichen Akademiker und Spitzenpolitiker von morgen. Ohne diese Metamorphose stagnieren und sterben die Städte.“</b></p>
<p>Neben solchen und ähnlichen allgemein zitierfähigen Aussagen – andere Beispiele sind: <b>„Gips und Farbe an den Häuserwänden sind auf der ganzen Welt ein Zeichen für frei verfügbares Einkommen“</b> oder der Feststellung, dass sich nach der ersten Transformation der Ankunftstädte städtebaulich IMMER fünfgeschössige Multifunktionsbauten etablieren – wird Saunders in den letzten Kapiteln geradzu normativ und appeliert an das Ausnutzen umfassender und vielseitiger planerischer Instrumente zur Vorbereitung und Verwaltung dieser Arrival Cities. Doch so sehr man vielen dieser Vorschläge auch zustimmen möchte, in diesem Teil liegt wohl die größte Schwäche des Buches – oder besser gesagt des thematischen Ansatzes. War die Analyse so erfrischend wertfrei, durchdacht und stimmig, so sind die Schlussfolgerungen teilweise halbherzig, teilweise widersprüchlich und vor allem wichtige „Nebenwirkungen“ wie dem Ökologischen Fussabdruck dieser Verstädterung oder Folgeerscheinungen wie Suburbanisierung einfach ausblendend. Doch trotz oder vielleicht sogar wegen dieser durchaus kontroversen Appelle an die Politiker, Planerzunft und Architektenschaft ist Saunders Buch eine absolut lesenswerte Lektüre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>&#8220;Arrival City </b><br />
Autor: Doug Saunders<br />
Aus dem Englischen von <a href="http://www.randomhouse.de/Autor/Werner_Roller/p54840.rhd" target="_blank">Werner Roller</a><br />
Erschienen im <a href="http://www.randomhouse.de/house/publishinghouse.jsp?pub=10000" target="_blank">Blessing Verlag</a> (September 2012)<br />
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 576 Seiten<br />
Preis: € 22,95, ISBN: 978-3-89667-392-3<br />
<a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Arrival-City/Doug-Saunders/e280019.rhd?edi=280019" target="_blank">Link zum Buch</a><br />
<a href="http://www.randomhouse.de/Autor/Doug_Saunders/p426396.rhd" target="_blank">Webseite des Autors</a></p>
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		<title>Rezension &#8220;AUS HAMBURG &#8211; Lokale Positionen urbaner Landschaftsgestaltung&#8221; von Sarah C. Schreiner (Hrsg.)</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 07:36:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[urbanoREVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsarchitektur]]></category>

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		<description><![CDATA[Urbane Landschaften sind seit den letzten Jahren immer stärker in den Fokus der (fachlichen) Aufmerksamkeit gerückt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Urbane Landschaften sind seit den letzten Jahren immer stärker in den Fokus der (fachlichen) Aufmerksamkeit gerückt. Der Begriff Landschaft hat im selben Zeitraum an Bedeutung aber gleichzeitig auch eine inhaltlich Aufweitung erfahren. Bei Siverts in der &#8220;Zwischenstadt&#8221; und vor allem bei Sieferle mit seinem Begriff der &#8220;Totalen Landschaft&#8221; hat der Begriff Landschaft fast alle räumlichen Elemente, auch die urbanen, in sich aufgenommen. Folgerichtig beschränkt sich die Autorin auch nicht auf einen Typ Landschaftsgestaltung (Parks, Gärten&#8230;) sondern lässt ein weites Spektrum zu. In &#8220;Aus Hamburg&#8221; wird versucht, diesem Umstand nicht über die Diskussion des physikalischen oder symbolischen Phänomens Landschaft, sondern über die Produzenten und Gestalter näher zu kommen. Was treibt Gärtner, Landschafts-architekten, Künstler, Denkmalpfleger, Wissenschaftler und Sounddesigner an, unsere Landschaft zu verändern?</p>
<div id="attachment_21431" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-large wp-image-21431" alt="aushamburg_ansicht01" src="http://www.urbanophil.net/wp-content/uploads/2012/12/aushamburg_ansicht01-500x375.jpg" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Abb.: Gudberg Verlag mit freundl. Genehmigung von Birgitt Frey</p></div>
<p><span id="more-21430"></span>Sarah C. Schreiner versammelt 16 verschiedener Akteuere aus Hamburg, die ihre persönlichen Positionen, Arbeitsweisen und Tätigkeitsfelder in kurzen Texten vorstellen. Eingeleitet durch zwei knappe Vorworte gliedert sich das Buch in die vier Kapitel: diskutieren und dokumentieren, entwerfen und produzieren, bewahren und pflegen sowie forschen und lehren. Das Spektrum der versammelten Texte reicht von Tätigkeitsbeschreibungen über theoretische Abhandlungen bis zu Tagebuchauszügen. Es ergibt sich eine Melange aus persönlichem und fachlichen Statements, aus der auch die Motivation der vorgestellten Personen teilweise erkennbar wird. Dabei führen die einzelnen Artikel unterschiedlich tief in die theoretische Materie ein.<br />
Sarah C. Schreiner verzichtet bewusst auf eine Ansammlung populärer Büros und deren Projekte. Es ist weder den Anspruch eine vollständige Liste in Hamburg tätiger Landschaftsgestalter noch ein Reiseführer zu relevanten Projekten in Hamburg zu veröffentlichen. Große aktuelle Projekte in der Stadt (Hafencity, IBA/IGA &#8230;) werden nur am Rande von einigen Autoren erwähnt. Es geht in dem Buch auf angenehme Weise um das alltägliche Arbeiten mit Landschaft und der Menschen, die dazu gehören. Der Fokus liegt eher auf der Betrachtung von Arbeitsweisen und weniger in der Frage, was urbane Landschaften tatsächlich genauer sein könnten. Durch den Vergleich mehrerer persönlicher Selbstverständnisse und Tätigkeitsschwerpunke kann der Leser diverse Landschaftsdefinitionen erahnen. Wie der Untertitel bereits richtig beschreibt, geht es um Positionen nicht um Definitionen.<br />
persönlicher Bildaufbau keine Landschaftsbestimmung</p>
<p>Insgesamt bietet &#8220;Aus Hamburg&#8221; eine gute Übersicht landschaftsgestaltender Berufe und einen empfehlenswerter Einstieg in die Diskussion aktueller Landschaftsge-staltung. Das handliche Format und die Unterteilung in viele Unterkapitel macht das Buch zu einem idealen U-Bahnbegleiter.</p>
<p><strong>AUS HAMBURG: Lokale Positionen urbaner Landschaftsgestaltung</strong><br />
Herausgegeben von Sarah C. Schröder<br />
Erschienen im Gudberg Verlag Hamburg<br />
Softcover, 124 Seiten<br />
Preis: EUR 18,90, ISBN: 978-3-943061-18-5<br />
<a href="http://www.gudberg.de/gud/?p=2606" target="_blank">Link zum Buch</a></p>
<p><strong>Über den Autor:</strong> </p>
<ul>
<li>Moritz Bellers (*1980) studierte zwischen 2002 und 2008 Landschafts- und Freiraumplanung an der Leibniz Universität in Hannover sowie zwischen 2004 und 2005 Landschaftsarchitektur an der Universiteit Wageningen WUR/Nederlands.</li>
<li>Von 2009 bis 2011 war er angestellt im Büro Urbane Gestalt, Landschaftsarchitekten in Köln.</li>
<li>Seit Juli 2010 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Landschaftsplanung und Ökologie an der Universität Stuttgart.</li>
<li>Seit 2011 Mitglied in der Forschungsgruppe Baubotanik (IGMA) an der Universität Stuttgart.</li>
</ul>
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		<title>Buchrezension: „Metropole: Zivilgesellschaft“ der IBA Hamburg</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Dec 2012 08:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Meier</dc:creator>
				<category><![CDATA[urbanoREVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[IBA Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[In der sechsten Ausgabe der Publikationsreihe „Metropole“ nähern sich unter dem Dach der Internationalen Bauausstellung (IBA) Hamburg verschiedene Autoren dem Themenkomplex Zivilgesellschaft und beschreiben in einem Mix aus übergreifenden  und projektbezogenen Artikeln verschiedene Aspekte dieses nicht ganz einfachen Begriffs.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_21422" class="wp-caption alignnone" style="width: 242px"><img class="size-full wp-image-21422" alt="Cover_Metropole" src="http://www.urbanophil.net/wp-content/uploads/2012/12/Cover_Metropole.jpg" width="232" height="230" /><p class="wp-caption-text">Abb. Jovis Verlag</p></div>
<p>In der sechsten Ausgabe der <a href="http://www.urbanophil.net/urbanophil/urbanoreview/rezension-schriftenreihe-metropole/">Publikationsreihe „Metropole“</a> nähern sich unter dem Dach der Internationalen Bauausstellung (IBA) Hamburg verschiedene Autoren dem Themenkomplex Zivilgesellschaft und beschreiben in einem Mix aus übergreifenden  und projektbezogenen Artikeln verschiedene Aspekte dieses nicht ganz einfachen Begriffs. Ein Vorhaben, das im Grundsatz sehr lesenswert ist und seine Stärken vor allem dort ausspielen kann, wo (selbst)kritische Positionen eingenommen werden.</p>
<p><span id="more-21420"></span></p>
<p>Das Buch gliedert sich hierfür in die Kapitel „Thesen: Befunde und Einschätzungen“, „Umschau: Erkenntnisse und Lehren“, „Erfahrungen: „Möglichkeiten und Grenzen“ und „Positionen: Notwendigkeiten und Auswege“, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte setzen &#8211; so ist „Erfahrungen“ sehr stark von Berichten aus der Praxis (vorrangig aus der IBA) geprägt, während in „Thesen“ eher generelle (wissenschaftliche) Fragestellungen beleuchtet werden. Alle Artikel sind auf Deutsch und Englisch geschrieben und großformatig bebildert, was sie gut lesbar und für die Leser einfach zugänglich macht. Die Autoren sind hochkarätig besetzt (u.a. Martina Löw, Klaus Selle) und sichern damit eine hohe Qualität der Inhalte. Zusätzlich schafft es die Publikation auch überraschend gut, die praktischen und theoretischen Inhalte zu verbinden und anhand der Gesamtüberschriften zu strukturieren. Es zeigt sich aufgrund der Vielfalt und Masse an Beiträgen aber auch, dass viele Themen nur ausschnittsweise dargestellt werden können und dass man bei einzelnen Beiträgen gerne weiter- oder mehr Hintergrundinformationen lesen würde. Dies ist vor allem bei den Teilen der Fall, bei denen in Nebensätzen auch (selbst-)kritische Kommentare zu klassischen Prozessen der Bürgerbeteiligung anklingen (wie im Beitrag von Daniel Luchterhandt zu den Beteiligungsformaten der IBA, dem Beitrag von Christoph Twickel zum ‚Recht auf Stadt‘ oder dem Beitrag von Gabriela B. Christmann zu Raumpionieren). Die Publikation wird deshalb vor allem für diejenigen Leser interessant, die einen aktuellen Überblick erhalten möchten, was in Deutschland derzeit über Zivilgesellschaft und Beteiligungsprozesse gedacht wird, um diese Gedanken dann in anderen Publikationen zu vertiefen &#8211; gerade dadurch auch unterstützt, dass nach den Beiträgen kein Fazit gezogen wird und man selbst weiterdenken kann. Und die Publikation bietet sich natürlich für diejenigen an, die sich auf verschiedenen Ebenen und jenseits von Hochglanzbroschüren über Grundgedanken und Hintergründe der IBA informieren möchten. Ein spannendes Grundlagenwerk für das kommende IBA-Jahr 2013.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Metropole 6: Zivilgesellschaft</b><br />
von Internationale Bauausstellung Hamburg (Hg.)</p>
<p>November 2012, 352 Seiten, 32,00 €<br />
DEUTSCH/ENGLISCH<br />
ISBN 978-3-86859-220-7<br />
<a href="http://www.jovis.de/index.php?idcatside=3732&amp;lang=1" target="_blank">Link zum Verlag</a></p>
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