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urbanoREVIEW

urbanoREVIEW ist unsere Rezensionsreihe, in der wir Bücher, Webprojekte, Zeitschriften oder andere Medien aus urbanophiler Sicht rezensieren.

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Rezension „Landscript 2: Filmic mapping. Documentary Film and the Visual Culture of Landscape Architecture” von Fred Truninger

Was genau ist eigentlich Mapping? Was hat das mit Film zu tun? Und vor allem: Was hat das mit Landschaft zu tun?

Abb.: Cover Filmic-Mapping, mit freundlicher Genehmigung des Jovis Verlags

Abb.: Cover Filmic-Mapping, mit freundlicher Genehmigung des Jovis Verlags

Während ich das Buch „Filmic mapping. Documentary film and the Visual Culture of Landscape Architecture “ las, saß ich einige Male im Café und wurde dort gefragt, worum es sich denn bei dem Inhalt des Buches handle. Als ich erklärte, dass sich das Buch mit Landschaft auseinandersetzt, schaute ich in fragende Gesichter. Wie Landscript 1 hat auch die zweite Ausgabe dieser Reihe ein auf den ersten Blick schlicht gestaltetes Cover mit schwarzer Typographie auf weißem Hintergrund – ohne Abbildung, wie wir es eigentlich im Zusammenhang mit Landschaft gewohnt sind. „Filmic mapping“ hat allerdings nicht wie der erste Band eine vorwiegend haptisch erlebbare Oberfläche, sondern –  bezugnehmend auf das Thema dieser Ausgabe – einen Einband, der ähnlich einem Bildschirm reflektiert und flimmert. Mit diesem Einband setzen die Herausgeber von Landscript also das der Reihe grundlegende Hinterfragen bestehender Formen der Wahrnehmung, des Begreifens und der Repräsentation von Landschaft, fort.

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Rezension »En passant – Reisen durch urbane Räume: Perspektiven einer anderen Art der Stadtwahrnehmung« herausgegeben von Kay von Keitz und Sabine Voggenreiter

Neue Herangehensweisen an die Wahrnehmung von urbanen Räumen haben momentan Konjunktur. Begründet liegt dies in einem gesteigerten Interesse an urbanen Prozessen und den individuellen Lebensumwelten, die über unterschiedliche Formate bewusst gemacht und erlebt werden können.

Das Buch »En passant – Reisen durch urbane Räume: Perspektiven einer anderen Art der Stadtwahrnehmung«, das aus der Stadterfahrungsreihe der Kölner Architektur-biennale »Plan« im Jahr 2008 hervorgegangen ist, greift vier unterschiedliche Positionen zur Stadtwahrnehmung auf und präsentiert diese in Form einer erweiterten Dokumentation der zugrundeliegenden Spaziergänge.

Abb. Cover des Buches "En passant", Jovis Verlag Berlin

Abb. Cover des Buches „En passant“, Jovis Verlag Berlin

Die vier Protagonisten, die von den Herausgebern und Andreas Denk, dem Chefredakteur der Zeitschrift »der Architekt«, eingeladen wurden Spaziergänge durch die Kölner Innenstadt zu entwickeln, praktizierten diese im Rahmen der Veranstaltung und reflektieren diese in ihren Texten, die im Buch versammelt sind. Mit Markus Ambach, Bertram Weisshaar, Boris Sieverts und Cristian von Wissel konnten zugleich vier der aktivsten Protagonisten der Stadtwahrnehmungsszene gewonnen werden, die Einblicke in ihre Sicht-, Denk- und Vorgehensweise gaben.

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Rezension „Das Haus der drei Religionen“ von Gregor Hohberg und Roland Stolte [Hg.]

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Abb. DOM publishers

Schon wenn man das Buch „Das Haus der drei Religionen“ aufschlägt, wird einem der besondere Bezug dieser Publikation deutlich: Der Schutzumschlag ist in goldener Farbe gehalten und der Inhalt ist von beiden Seiten lesbar, in die eine Richtung auf Deutsch, Englisch und Türkisch und in die andere Richtung auf Arabisch und Hebräisch. Es ist also keine übliche Publikation zu einem Architekturwettbewerb, sondern es fließen unterschiedliche Traditionen und Hintergründe schon rein optisch in das Ergebnis mit ein. Im Inneren wird dieser Anspruch dann gehalten, indem sich dem Leser die spannende architektonische Frage eröffnet, wie ein multireligiöses Zentrum heutzutage aussehen könnte. Konkret handelt sich um die Darstellung des Ergebnisses des Wettbewerbs um den Neubau des multireligiösen Zentrums auf dem Gelände der ehemaligen Petrikirche in Berlin.

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Rezension »New York« ein Fotoband mit Fotografien von Thomas Hoepker

New York übt schon schon seit Generationen eine besondere Anziehungskraft aus und bietet eine Projektionsfläche für die Sehnsucht nach Freiheit, Geschwindigkeit und einer lebendigen Urbanität. Derzeit erlebt die Stadt eine große Renaissance, was sich in vielen just erschienenen Publikationen widerspiegelt. Auf vielfältige Weise wird versucht einzufangen, was diese Stadt zu einem einzigartigen Sehnsuchtsort macht.

© New York by Thomas Hoepker, View of Times Square and Broadway at rush hour, 1983, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2013 Thomas Hoepker/Magnum Photos

© New York by Thomas Hoepker, View of Times Square and Broadway at rush hour, 1983, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2013 Thomas Hoepker/Magnum Photos

Dieses Gefühl ist aber in ständiger Gefahr vereinnahmt zu werden, denn die Bilder, die diese Stadt produziert, sind häufig Sinnbilder, denen eine gewichtige Bedeutung beigemessen wird. Alltägliche Szenen, Zwischenmenschlichkeiten, Ereignisse haben immer eine Metaebene, die vergleichbare Bilder aus anderen Städten nicht hätten. So bewegt sich ein Fotograf in New York immer im Spannungsfeld zwischen Kunst und Sehnsuchtsprojektion, zwischen Zeugnis und Inszenierung, zwischen Alltag und Kitsch.

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Rezension »Haus Tugendhat« ein Film von Dieter Reifahrt

»Wir erhalten, in dem wir Verändern. Dies ist ein Grund-wiederspruch, den wir nicht überwinden können.« Ivo Hammer

Mit »Haus Tugendhat« ist kürzlich ein Film in ausgewählte Kinos gekommen, der sich auf die Suche nach den Prinzipen der Architektur Mies van der Rohes, seiner Leitsätze und Vorgehensweise sowie seiner Auftraggeber macht. Exemplarisch verhandelt der Regisseur Dieter Reifarth dies am Haus Tugendhat in Brno (ehemals Brünn) und der gleichnamigen Familie, die durch Krieg und Verfolgung über die ganze Welt zerstreut wurde.
Das Haus Tugendhat ist unbestritten eine, wenn nicht die Ikone moderner Architektur, an der die Grundprinzipien des modernen Bauens abgelesen werden können. Mies van der Rohe verdichtete in ihm seine ganze Erfahrung sowie seinen sozialutopischen Anspruch, den er versuchte über eine fließende Raumanordnung und kommunikative Strukturen zu materialisieren.

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Haus Tugendhat – ca. 1930/1931 – Foto: Rudolf de Sandalo © strandfilm, Pandora Film Verleih

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