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urbanoREVIEW

urbanoREVIEW ist unsere Rezensionsreihe, in der wir Bücher, Webprojekte, Zeitschriften oder andere Medien aus urbanophiler Sicht rezensieren.

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Rezension „Wir bauen Deutschland. 40 Entscheider der Stadtentwicklung im Portrait“

… oder die Antwort auf die Frage: Was ist Stadtplanung?

Worum geht es?

Durch Zufall bin ich auf das Buch „Wir bauen Deutschland“ aufmerksam geworden und spontan hat mein Herz einen Sprung gemacht: Dieses Buch portraitiert nicht nur 40 Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung, deren tägliches Arbeitsfeld die Stadt ist. Dieses Buch dokumentiert das aktuelle Verständnis und die gegenwärtigen Herausforderungen von Stadtentwicklung und Stadtplanung. Dieses Buch vermittelt anschaulich, persönlich, humoristisch und höchst informativ, was das Berufsfeld Stadtplanung heute ausmacht.

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Rezension „Was heißt hier Stadt?“ von Brigitte Schultz

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Abb. Jovis Verlag

Es ist in gewisser Weise Eulen nach Athen tragen, wenn man Stadtplanern und Architekten etwas über die Stadtbauwelt erzählen möchte, ist diese Zeitschrift doch seit der Gründung Anfang der 1960er Jahre zu einem der bekanntesten Fachorgane aufgestiegen. Es wird wenige Diskurse geben, die sich nicht in der einen oder anderen Art auf Texte oder Diskussionen der Stadtbauwelt beziehen und die Autoren bestimmten diese zu weiten Teilen mit. Es ist das besondere Verdienst der Publikation „Was heißt hier Stadt? – 50 Jahre Stadtdiskurs am Beispiel der Stadtbauwelt seit 1964“ von Brigitte Schultz, diese knapp 50-jährige Geschichte einmal systematisch auszuwerten und in Hinblick auf die zentralen Diskussionslinien aufzubereiten.

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Rezension: „Architekturwissen Bd. 1 und 2“ von Susanne Hauser, Christa Kamleithner und Roland Meyer (Hrsg.)

Ich kenne noch die Zeiten, in denen meine Urgroßmutter, wenn sie mit einer bestimmten Frage nicht mehr weiter wusste, in die kleine Hausapotheke, das Buch mit den Haushaltstipps oder das Brevier des Weltwissens schaute. Allesamt Bücher, die in jedem Haushalt standen und dabei halfen, die Dinge verständlich zu machen, für die eine entsprechende Fachbildung fehlte.

Architekturwissen von Susanne Hauser, Christa Kamleithner und Roland Meyer herausgegeben, ist ein zweibändiges ebensolches Kompendium, das in keinem Haushalt fehlen sollte, der sich für Architektur, Raum, Wahrnehmung, Gestaltung oder Baukunst und die dazugehörigen Theorien interessiert.
Gedacht als Handapparat der Texte, die innert der Ausbildung am Lehrstuhl Susanne Hausers an der UdK Berlin vermittelt werden, wurde dieses Werk, sorgfältig gepflegt und umfangreich kommentiert, nun für die Öffentlichkeit im Transcript-Verlag verlegt.

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Rezension: Atelier Bow-Wow, A Primer

Abb.: Atelier Bow-Wow, A Primer, Verlag Walter König 2013

Abb.: Atelier Bow-Wow, A Primer, Verlag Walter König 2013

In aktuellen Architektur- und Städtebaudiskursen richtet sich der Fokus wieder vermehrt auf die Betrachtung kleiner Maßstäbe in Verbindung mit gesellschaftlichen Bedürfnissen und nachhaltigen Strukturen – großmaßstäbliche Effektarchitekturen werden indessen hinterfragt. Dazu gewinnt der Begriff der Dichte neue Prägnanz in der Debatte um Lösungen für geeignete Formen urbanen Zusammenlebens.

Es ist nur konsequent, dass in diesem Kontext die Arbeiten des Ateliers Bow-Wow aus Tokyo besondere Aufmerksamkeit erfahren und das jetzt vorgelegte Buch die Erfahrungen aus fast 20 Jahren Forschung und Praxis aufzeigt. Der „Primer“ ist zum einen ein

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Rezension „WERTE. – Begründungen der Denkmalpflege in Geschichte und Gegenwart“ Hans-Rudolf Meier, Ingrid Scheurmann und Wolfgang Sonne (Hrsg.)

Selten fand ich das Cover eines Buches passender, als das des Bandes “WERTE.”, das letzten Monat im Jovis Verlag Berlin erschienen ist. Das Cover zeigt den halb abgerissenen Palast der Republik. Lediglich die Treppenhäuser stehen noch trotzig vor der „historischen“ Kulisse mit Lustgarten, Altem Museum, Berliner Dom, Marienkirche etc., aber auch vor der schon neubebauten Ecke an der Spandauer Straße.

Abb.: Jovis Verlag

Abb.: Jovis Verlag

Auf diesem, vom Fotografen Matthias Koch aufgenommenen Bild verdichten sich nicht nur an die 800 Jahre ablesbarer Berliner Stadtgeschichte, sondern auch die großen Auseinandersetzungen um Zerstören und Bewahren, was an dieser zentralen Stelle der Hauptstadt immer mehr mit Bildern und politischen Narrativen zu tun hatte, denn mit zentralen Werten der Denkmalpflege und einer Diskussion um diese.

Obgleich es für den Berliner Schlossplatz zu spät ist, eine (erneute) Wertediskussion zu führen, kann am Umgang mit dem Areal, dem Abriss des Palastes der Republik und dem Gezerre über die Neubebauung gut abgelesen werden, wie sich die Rahmenbedingungen dieser, seit der Begründung der modernen Denkmalpflege um 1900, verändert hat. Nicht dass es um die Bebauung oder Nichtbebauung des Schlossplatzes keinen Diskurs gegeben hätte, doch das Verfahren offenbart, wie es heutzutage um die Erinnerungskultur im Lande bestellt ist. Und nicht nur das, sondern auch, wer die Akteure sind, mit welchen Interessen sie ihre Ziele verfolgen und mit welchen Argumentationen sie die Deutungshoheit über den Ort und die Geschichte erringen.

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