zehn Anti-Helden

by Christian Berkes (Gastautor) | 6. Juni 2012 23:32

Der hier zu findende Essay von Christian Berkes ist eine kritische Reaktion auf den Beitrag „Benötigt die Netzwerkgesellschaft eine neue Stadtplanung?“ von Prof. Bernd Streich und die in ihm geäußerten zehn Thesen.

1. Die Netzwelt gleicht einem traumhaften Meer aus nicht endend wellenden Informationen. Die Hoffnung auf eine Zeit allgegenwärtigen Wissens zerstäubt in den bluescreen. Nennen wir ihn Himmel. Hier und da taucht die Nautilus aus den Wogen und ermöglicht den Auf-enthalt. *

 

Netzwerktechnologien sind nicht per se sozial. Gesellschaftliche Kommunikations-bedürfnisse und -notwendigkeiten leiten sich gerade auch aus dieser alltäglichen Erfahrung ab. Zu erklären, dass eine „Wissensgesellschaft“ durch den Informations-austausch geprägt sei, bedeutet zudem keinesfalls, dass man von einer Sphäre des „ubiquitären Wissens“ ausgehen könnte. Um dies zu belegen muss man lediglich die politisch, finanziell und technisch regulierten Zugänge zur Wissensbildung befragen. Dieser Aufgabe sollte sich eine zeitgenössische Stadtplanung widmen.

 

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