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Kostenloser Ausflug am Wochenende aufs Tempelhofer Feld

THF Weekend

Eine seltene Gelegenheit steht am Wochenende an: Das Betreten des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Die viel diskutierte Öffnung des Tempelhofer Feldes lässt zwar noch bis Mai 2010 auf sich warten, doch gibt es an den nächsten beiden Wochenenden (3./4. und 10./11. Oktober) die Möglichkeit eines Besuchs auf dem Gelände.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur „Parklandschaft Tempelhof“ werden neben Diskussionen zur Zukunft von THF und einer Ausstellung über die Geschichte des Flughafens auch Bustouren und geführte Spaziergänge über einen Teil des Feldes angeboten. Der Zugang in das Flughafengebäude und auf das Feld, aber auch die Teilnahme an allen Veranstaltungspunkten sind kostenlos und offen für alle Interessierte. Während für die Bustour eine Anmeldung erforderlich ist, kann an den geführten Spaziergängen spontan teilgenommen werden. [Read more →]

urbanoFILMS #10 – Beyond Streetart

Nun geht unsere Reihe urbanoFILMS in die zehnte Runde und wir freuen uns auf einen schönen Abend. Das Ganze steigt Dienstag den 29.09. in der Brauerei Friedrichshöhe, Landsberger Allee 54, um 20 Uhr. Weitere Infos findet ihr hier.

Call for Papers zum Thema “Gaffa-Urbanismus”

Die erste Ausgabe haben wir ja schon mit Freuden gelesen. Nun geht das nächste Magazin des hamburger SpaceDepartment an den Start. Das Thema ist diesmal “Gaffa-Urbanismus”:

Gaffa Urbanismus ist das Resultat spontaner und improvisierter Kombination von Objekten und Ideen im städtischen Kontext. Oft vorbei an bestehenden Kenntnissen, Gewohnheiten und Regularien führt die Gaffa-Methode zu neuen kulturellen Erscheinungsformen und städtischen Funktionsmustern. 

Gaffa Urbanismus geht über den Begriff der “informellen Stadt” hinaus. Das SpaceDepartment sucht nicht die DNS des Informellen, sondern vielmehr lokale und globale Geschichten aus den Bereichen Mensch, Ökonomie, Stadt und Gesellschaft und möchte damit einen Diskurs über die Wellblechhütte hinaus anregen. (spacedepartment.de)

Einsendeschluss ist der 31.10. Wir sind gespannt auf eure Beiträge…

Vernissage – DIE GRENZE VERLÄUFT NICHT …

2. Oktober 2009
18:00bis21:00
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DIE GRENZE VERLÄUFT NICHT ...
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Eine kritische Ausstellung über Grenzkontrollen und das
'Migrationsmanagement' an den östlichen Außengrenzen
der europäischen Union.

text | foto | film | installation | diskussion

03.10.09 - 13.10.09, täglich 14-20 Uhr
Vernissage am 2.10., 18-21 Uhr

Neue Galerie im Kunsthaus Tacheles
Oranienburger Straße 54 | 4.OG
U Oranienburger Tor, S/U Friedrichsstraße

Mehr Informationen unter
www.dieGrenzeverlaeuftnicht.org

Symposium – STRUKTURALISMUS in Architektur und Städtebau RELOADED

19. November 2009 14:00bis21. November 2009 14:00

Der ursprünglich in der Linguistik entwickelte strukturalistische Ansatz wurde seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts als wissenschaftliche Methode in die Anthro-pologie und andere Humanwissenschaften eingeführt. Die für den Strukturalismus wesentliche Doppelkategorie von Primär- und Sekundärstruktur (langue und parole), in der die Sekundärelemente durch das Regelwerk der Primärstruktur zueinander in Beziehung gesetzt werden, avancierte in den 60er und 70er Jahren auch zu einer Leitideologie in Architektur und Städtebaus. Ursprünglich in Holland und im Umkreis der Architektengruppe Team 10 entwickelt, verbreitete sich der Strukturalismus rasch weltweit. Nahezu alle utopischen Bewegungen der 60er Jahre können dem Struktu-ralismus zugeordnet werden und viele Forschungsprojekte und theoretische Ansätze jener Zeit lassen sich im Rückblick als strukturalistisch bezeichnen. War der Struktu-ralismus in der Architektur zunächst mit dem Anspruch angetreten, humanere Um-weltstrukturen für die Massengesellschaft zu entwickeln, so konnte er sich letztlich selber nie vom Makel der Serialität und der Monotonie befreien. Die gebauten Bei-spiele wurden oft als inhuman empfunden, sie sind im konkreten Gebrauch vielfach gescheitert. Der Mangel an Individualität und der Determinismus der Primärstruktur haben dem architektonischen Strukturalismus den Vorwurf des Antihumanismus eingebracht. Ende der 70er Jahren hatte er seine Attraktivität als Leitideologie in der Architektur eingebüßt.

Seit den frühen 90er Jahren sind wir Zeugen eines Wiederauflebens strukturalisti-scher Tendenzen in der Architektur. Parallel dazu ist auch das Interesse an den utopischen Aspekten der strukturalistischen Strömungen der sechziger Jahre gestiegen. Stieß der Strukturalismus in den 70er Jahren an damals unüberwindbare Komplexitätsgrenzen, so spricht heute vieles dafür, dass das Wiederaufgreifen des offensichtlich unvollendeten Projekts ursächlich mit der Informationstechnologie zusammenhängt, durch die sich neue Möglichkeiten des Umgangs mit Komplexität eröffnen. Man spricht vom Neo-Strukturalismus digitaler Prägung. Dieser unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von seinem Vorläufer aus den 60er Jahren. Die neuen, rechnergestützten Werkzeuge führen logischerweise zu neuen Denkansätzen und anderen Ergebnissen. Wir beobachten eine enorme Steigerung der Komplexität bei den Primärstrukturen: weg von schlichten Rastern hin zu komplizierten, unregelmäßigen Strukturen, wobei das algorithmische Entwerfen den Horizont des alten Strukturalismus bei weitem übersteigt. Es stellt sich die Frage, ob Primär- und Sekundärstrukturen heute nicht so aufgefasst werden müssen, dass sie in komplexen Wechselwirkungen miteinander stehen, die durch Algorithmen beschrieben werden können.

Soll uns der heutige digitale Strukturalismus bei der Lösung der nach wie vor unge-lösten Frage der Behausung einer Massengesellschaft unter gleichzeitiger Wahrung der Individualität des Einzelnen weiterbringen, dann wird er dies vermutlich ohne eine utopische Synthese aller, auch der psychologischen, sozialen und gesellschafts-politischen Aspekte nicht leisten können. Die Frage nach der Zukunftsfähigkeit des strukturalistischen Ansatzes wird sich wahrscheinlich darauf zuspitzen, ob seine Humanisierung (seine Individuation) systemimmanent, d.h. auf dem Wege der Perfektionierung der numerisch-technologischen Beherrschung der Komplexität gesucht wird, oder ob von diesem System unabhängige, individuelle, gar irrationale Elemente zur Lösung des Problems herangezogen werden.

Um der großen Bandbreite und der Heterogenität der Fragestellungen gerecht zu werden, wird das Symposium in vier thematischen Sektionen organisiert und durch einen kompakten, öffentlichen Vortragszyklus in zwei Blöcke unterteilt.

Vorläufiges Programm

Donnerstag, 19.11.09 ab 14.00
Sektion 1
Strukturalismus und Architektur

Einführung: Prof. Dr. Tomáš Valena (München)
5 Kurzreferate
Keynote: Prof. Dr. Georges Teyssot (Québec) angefragt
Moderation: Bernhard Langer (ETH Zürich)
Ehrengast: Arnulf Lüchinger (Den Haag)

Freitag, 20.11.09 ab 9.00
Sektion 2
Der heroische Strukturalismus

Keynote: Prof. Dr. Koos Bosma (VU Amsterdam) angefragt
9 Kurzreferate
Moderation: Prof. Dirk van den Heuvel (TU Delft)
Ehrengast: Prof. Doris Thut (München) angefragt

Öffentliche Vorträge
Strukturalismus Reloaded?

Prof. Dr. Herman Hertzberger (Amsterdam)
Winy Maas (MVRDV Rotterdam)
Prof. Dr. Jörg Gleiter (FU Bozen)
Moderation: Nikolaus Kuhnert (ARCH +)

Samstag, 21.11.09 ab 9.00
Sektion 3
Neo-Strukturalismus digitaler Prägung

Keynote: Fabian Scheurer (Zürich)
10 Kurzreferate
Moderation: Georg Vrachliotis und Dr. Toni Kotnik (ETH Zürich)

Plenum
Strukturalismus – kritischer Ausblick

3 Impulsreferate
Plenum mit den Referenten
Moderation: Nikolaus Kuhnert (ARCH +)

Termin
19. – 21.11. 2009

Ort
Hochschule München
Fakultät für Architektur
Karlstrasse 6
80333 München

Veranstalter
Fakultät für Architektur
Hochschule München

Prof. Dr. Tomáš Valena
Tel +49 89 1265 2657
valena@hm.edu

Kooperationspartner
ARCH +
Institut gta ETH Zürich
Professur CAAD ETH Zürich
TU Delft

MEHR INFOS: lrz-muenchen.de/~architektur/

Weserrakete

10. Oktober 2009
17:00

Die Weserrakete ist das erste Neuköllner Musikfestival und findet ein bis zweimal jährlich rund um die Weserstrasse statt. Nicht kommerziell organisiert werden einen Abend lang Musikliebhaber und Musiker in Räumlichkeiten (Kneipen, Bars, Gallerien, Vereinsräumen) entlang und im Umfeld der Weserstrasse bei freiem Eintritt zusammengeführt. Entstanden aus dem “Gelegenheiten e.V., dem Pionierprojekt des Kiezes”.

Weitere Infos: weserrakete.de/

Temporäre Fassadenkunst

http://www.vimeo.com/6555161

Passend zu unseren anstehenden urbanoFILMS #10 mit dem Thema Streetart, haben wir ein schönes Video gefunden. Der Streetart Künstler blu hat uns letztes Jahr mit seiner schicken Animation begeistert. Nun hat er wieder ein neues Werk, welches einfach beeindruckt:

Raum und Farbe verschmelzen zu einer neuen Welt und hauchen dem alten Ort neues Leben ein. (urbanshit.de)

So ist es! Viel Spaß beim ansehen.

[via urbanshit.de]

urbanoFILMS #10

29. September 2009 20:00bis30. September 2009 00:00

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Beyond Streetart – Neue Tendenzen einer urbanen Kultur

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flyer_urbanofilms-101

Unsere Filmreihe urbanoFILMS geht in die 10te Runde. Dieses kleine Jubiläum möchten wir mit Euch an einem spektakulären Ort feiern. In der Galerie Friedrichshöhe, im 3. Stock der ehem. Patzenhofer Brauerei (PHB). Im Außen- und Innenbereich des denkmalgeschützten, klassizistischen Gründerzeitkomplexes haben sich bekannte Streetart-Künstler mit zum Teil großartigen Kunstwerken verewigt.

Thema dieser urbanoFILMS sind neue Entwicklungen im Bereich der Streetart. Nachdem diese Kunstform in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit bekam, suchen viele Künstler neue Ausdrucksmöglichkeiten – und manch einer redet vom „Tag, an dem Streetart starb“ (art-Magazin). So war Streetart Symbol für den “Abenteuerspielplatz Stadt” und ist nun dort wo sie nie hin wollte – weg von der Straße, in Museen und Galerien.

Um zu sehen, wohin die Reise gehen kann, welche Relevanz Streetart im städtischen Raum hat und was die neuen Tendenzen sind, laden wir ein zum Dokumentarfilm„MAMBO“ (Regie: Anne Bürger) über den Pariser (Streetart-)Künstler Mambo. Vorab stellt ein Mitglied des Künstlerkollektivs „POST“ eine Auswahl ihrer Streetart-Projekte vor.

Programm

  • Präsentation des Streetart-Kollektivs POST
  • „MAMBO“ – der Film
  • Kurze Gesprächsrunde mit Regisseurin Anne Bürger
  • Musik & Socialising

WO: PHB, Galerie Friedrichshöhe, Landsberger Allee 54

WANN: 29.09.2009 20:00 Uhr

UNKOSTENBEITRAG: 3 €

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Da wir in einem alten Fabrikgebäude sitzen, ist es ratsam, sich etwas wärmer einzukleiden. Eine Decke und gemeinsames Kuscheln – und einem schönen Filmabend steht nichts im Weg.

Für das leibliche Wohlergehen haben wir Getränke, wie Limonade, Wasser und Bier besorgt.

Berliner Gedichte

Heute wird es ein wenig literarischer. Unser Gastautor, der Blogger Olaf Schroth, hat sich auf die Suche nach interessanten Gedichten mit städtischen Bezug gemacht. Lest selbst:

ANGSTGEBET IN WOHNUNGSNOT

Ach, lieber Gott, gib, daß sie nicht
Uns aus der Wohnung jagen.
Was soll ich ihr denn noch sagen –
Meiner Frau – in ihr verheultes Gesicht!?

Ich ringe meine Hände.
Weil ich keinen Ausweg fände,
Wenn’s eines Tags so wirklich wär:
Bett, Kleider, Bücher, mein Sekretär, –
Daß das auf der Straße stände.

Sollt ich’s versetzen, verkaufen?
Ist all doch nötigstes Gerät.
Wir würden, einmal, die Not versaufen,
Und dann: wer weiß, was ich tät.
Ich hänge so an dem Bilde,

Das noch von meiner Großmama stammt.
Gott, gieße doch ewas Milde
Über das steinerne Wohnungsamt.
Wie meine Frau die Nacht durchweint,
Das barmt durch all meine Träume.

Gott, laß uns die lieben zwei Räume
Mit der Sonne, die vormittags hinein scheint.

Mag dieses Gedicht von alt eingesessenen Mietern aus Friedrichshain stammen, welche die Mietsteigerungen seit der Wiedervereinigung nicht mehr aufbringen können? Nein, dieses Gedicht ist aus dem Jahr 1923 und aus der Feder des Berliner Kabarettisten Joachim Ringelnatz, der sich in mehreren Gedichten mit seiner Heimatstadt auseinandersetzte. 1933 wurden die Werke jedoch von den Nazis als „entartet“ verboten. Weitere teilweise lustige, nachdenkliche oder ironische, aber noch immer aktuelle Gedichte zu Berlin:

Was fehlt auf unserer kleinen kargen Insel? Ein Bergpanorama!

YouTube Preview Image

BIG sind eins der aufstrebenden Architekturbüros, die in letzter Zeit von sich reden machen. Interessant zum einem, weil sie tolle Architektur machen (z.B. der Mountain),  neue Wege der Projektpräsentation ausprobieren und mit provokanten Ideen überraschen. In dem Video gibt Bjarke Ingels – “der vermutlich lustigste Konzeptkünstler der zeitgenössischen Architektur” (art) – einen Überblick über die Arbeitsweise von BIG und die aktuellen Projekte. Tolle Ideen, ikonografische Architektur und ein Megaprojekt in Aserbaidschan – Zira Island.

Klingt größenwahnsinnig (und ist es vielleicht auch). Aber im Unterschied zu Projekten wie der Palme, soll das Projekt umweltfreundlich sein und ein karges Eiland begrünen (mehr Infos gibt´s hier). Hat jemand dazu mehr Infos zur Ökobilanz – oder ist es doch wieder nur (ein funktionierender) Marketing-Gag?

Wie auch immer, das Video ist inspirierend und unterhaltsam (ich habe herzlich gelacht bei P. Johnson´s “I´m a whore”). Viel Spass beim Ansehen.