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Ausstellung: Zlín – Modellstadt der Moderne

1. Februar 2010 10:00bis12. Februar 2010 18:00
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Quelle: google

Ausstellung in der PINAKOTHEK DER MODERNE in München

Die Entwicklung der im Osten Tschechiens gelegenen Stadt Zlín im 20. Jahrhundert ist eng mit der Schuhfabrik Bat’a verbunden. Der Unternehmer Tomás Bat’a und sein Stiefbruder Jan Antonín ließen den kleinen Ort von 1923 bis 1938 wie ein riesiges Labor für gemeinschaftliches Leben und Arbeiten ausbauen. Nach Plänen von Frantisek Lydie Gahura entstand über einem Gebäuderaster von 6,15 m x 6,15 m eine Stadt im Grünen mit weitläufigen Fabrikanlagen, Wohngebäuden sowie kulturellen und sozialen Einrichtungen. Die Bat’as vereinten geschicktes Unternehmertum, fordistische Schuh-Serienproduktion und soziales Experiment. In der von Vladimír Karfík, einem ehemaligen Mitarbeiter Le Corbusiers, errichteten Konzernzentrale ¬ª21¬´ ließ sich Bat’a ein Büro in Form eines zimmergroßen Aufzugs konstruieren, von dem aus er mit der ganzen Welt kommunizieren und gleichzeitig seine Arbeiter überwachen konnte. Die weltweit einzige, streng nach funktionalistischen Prinzipien errichtete Stadt wurde von vielen Politikern und modernen Architekten studiert und bewundert.
In der Ausstellung werden die architektonische Entwicklung und der sozialgeschichtliche Hintergrund Zlíns mit Modellen, Plänen, Fotografien und Filmen vorgestellt. Ergänzend werden die selbst in Fachkreisen kaum bekannten Planungen Le Corbusiers für Bat’a – Stadterweiterung von Zlín, weltweite Schuhläden, eine Fabrikanlage und ein Bat’a-Pavillon für die Weltausstellung in Paris 1937 – mit Originalzeichnungen und einem Modell präsentiert.

Die Ausstellung ist bis zum 21.2.2010 in München zu sehen.

Die Wiederentdeckung des Erntens im urbanen Alltag.

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Quelle: AgropolisQuelle: Agropolis

Mit ihrem Konzept, nicht nur Landschaft sondern auch Landwirtschaft in die Metropole zu holen, gewann Agropolis den ersten Preis des Wettbewerbs Open Scale München, ein Interdisziplinärer Ideenwettbewerb und ein Pilotprojekt im Rahmen der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ des BMVBS / BBSR, Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung.

Agropolis möchte in München eine metropolitane Nahrungsstrategie anregen, die von der Produktion bis zur Zubereitung sowohl eine zukunftsfähige Nahrungsökonomie artikuliert als auch räumlich erfahrbar und erkennbar wird. Im Mittelpunkt stehen die Förderung von Eigenanbau und nachhaltigem Umgang mit der Ressource Boden. Das Ernten wird wieder Teil der alltäglichen Lebensabläufe in der Stadt. Als Modellprojekt wird für das Stadtentwicklungsgebiet Freiham der “Agrikulturpark Freiham” in den Prozeß der Bebauung integriert, der für öffentliche und private Räume eine zusätzliche Dimension städtischer Lebensqualität erschließt.

In Freiham entsteht eine neuartige, attraktive Atmosphäre. Von dort ausgehend trägt entlang der vorgesehenen Erschließungssysteme die “Viktualientram” Nahrungsmittel und Ideen Urbaner Landwirtschaft mitten in die Stadt.

FreihamQuelle: Agropolis

In diesem weiteren Fokus werden mit einer Reihe von Maßnahmen auch innerstädtischere Räume urbar gemacht und immer mehr Münchner in Verbindung mit Praktiken der Ernährungsversorgung gebracht, u.a. mit den integrativen “Grünen Räumen” und dem “Nahrungsstadtplan”.

Mehr zum Konzeptinhalt ist nachzulesen unter:
http://www.agropolis-muenchen.de/

Die indische Kreuzung

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// Gastbeitrag von Georg Jahnsen aus Mumbai //

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Indische Kreuzung (Fotograf: Georg Jahnsen)

In einem der vergessenen Stadtviertel Mumbais, an diesem einen Sonntag, an dieser einen Kreuzung, passierte es mal wieder, dass nichts mehr ging. Autos, Rickshaws, Handkarren, Kühe, Ziegen, herumstehende und herumliegende Gegenstände und jede Menge Menschen waren plötzlich ineinander verkeilt ohne sich dabei zu berühren. Respektvolles ineinander verkeilt sein. Es wurde mit den Händen gefuchtelt und Lärm veranstaltet. Normalerweise hilft dies beim eigenen Vorankommen in Mumbai. Nicht so an diesem Tag und an dieser Kreuzung. Am Schluss versuchte jeder noch die letzten paar freien Zentimeter vor sich zu gewinnen. Doch dadurch wurde die Situation nur noch vertrackter. Die letzten möglichen Lücken, die noch als Auswege hätten benutzt werden können, schlossen sich. Ein letztes allgemeines Hupen und Rufen bäumte sich auf. Und dann wurde es still. [Read more →]

Bierpinsel bald im neuen Gewand

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Bierpinsel

…urbanophil war durch seine ausgezeichneten Kontakte natürlich wieder etwas früher informiert, aber nun hat auch die ‘gemeine Presse’ davon erfahren: Der Bierpinsel wird im kommenden Frühjahr ein neues Gewand erhalten. Drei Streetartkünstler werden die Außenhaut des Bierpinsels temporär neu gestalten. Nachzulesen ist das im Detail bei der Berliner Zeitung…

Interview mit der Künstlerin Daniela Brahm

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Die Künstlerin Daniela Brahm beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der Stadt als sozialem Raum. Zudem ist sie Mitbegründerin von ExRotaprint. Dies ist eine ungewöhnliche Initiative von Künstlern um ein altes Fabrikgelände als Raum für das Zusammentreffen von Kunst und urbaner Alltagskultur zu erhalten. Ihre letzte Installation in Warschau, “The Big Argument“, war inspiriert durch die Auseinandersetzung zwischen sozialen Gruppierungen in Warschau. Auf diese Weise mischt sich die Stimme der Kunst in den urbanen Diskurs. Dieses Zusammenspiel aus Kunst und sozialer Aktivität war der Grund, sich mit Daniela Brahm eingehender zu unterhalten.

In diesem Zusammenhang organisiert urbanophil in Kooperation mit den Jungen Meistern am 14. Januar eine Führung durch das ExRotaprintgelände und die Arbeit von Daniela Brahm.

(Das Interview führten Cornelia Escher und Stefan Höffken).

Kürzlich hast du in Warschau eine Installation realisiert: “The Big Argument”. Dieses Arbeit setzt sich ja mit der gebauten Umwelt auseinander. Kannst du kurz beschreiben, worum es dir dabei ging?

Die Installation “The Big Argument” realisierte ich auf Einladung des Museum of Modern Art in Warsaw für den Platz, an dem in Zukunft der Neubau des Museums entstehen soll. Die Idee war, den Diskurs der Kunst, der innerhalb einer kleinen Gruppe von Menschen geführt wird, in die Stadt und damit in die Öffentlichkeit zu bringen und transparent zu machen. Was mich in Warschau besonders beeindruckt, ist die visuelle Lautstärke, mit der die unterschiedlichsten Gruppierungen versuchen, Einfluss zu gewinnen und ihre Projekte zu realisieren. Die Stadt ist voll mit Plakaten, haushohen Billboards, Texten auf Wänden und Schildern, voll mit Neubauten, Glasfassaden, Markthallen, Marktständen und fliegenden Händlern.

Das heißt alle möglichen sozialen Interessengruppen besetzen den Stadtraum? Jede versucht also mit ihren – sehr unterschiedlichen – Mitteln, sich durchzusetzen?

Ja, diese “große Auseinandersetzung” prägt das Bild, das durch die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten, die dahinter stehen, zu einem sehr diversen Bild wird. Das fasziniert mich. Und davon handelt die Installation. Dass sich die Kunst in dieses Getümmel einmischt, ist eher selten. Und das, obwohl wir den Stadtraum als ein wesentliches Referenzsystem sehen können, das die Gegenwartskunst ausmacht.

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Buchpräsentation: Architekturführer Berlin-Mitte

16. Dezember 2009
14:00bis17:00
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Ein neuer, mehr als 1200 Bauten, Plätze, Projekte und Straßenzüge umfassender Architekturführer zum Stadtbezirk Mitte wird am 16.12. um 14 Uhr in Clärchens Ballhaus vorgestellt. Autorin und Herausgeberin des Architekturführers Berlin-Mitte ist Dorothee Dubrau, langjährige Baustadträtin des Bezirks Mitte. Neben den vielen historischen Bauwerken und bereits realisierten bekannten und weniger bekannten Neubauten ist auch den zahlreichen Bauten ein Kapitel gewidmet, die bereits abgerissen wurden oder in naher Zukunft werden sollen.

Ort und Zeit: Clärchens Ballhaus, Auguststraße 24, 10117 Berlin; am 16. Dezember um 14 Uhr Programm der Buchpräsentation

Von Stromkästen und Plattenbauten

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Der Streetart-Künstler evol gestaltet Stromkästen, Blumenkübel und Mülleimer und lässt sie zu Plattenbauten werden. Ferner hat er im Untergeschoss eines leerstehenden ruinösen Dresdner Schlachthauses alte Fundamentblöcke ebenfalls als Plattenbauten gestaltet, so dass dort eine düstere Miniaturgroßwohnsiedlung entstanden ist.

Umfassende Fotosammlungen finden sich in evols flickr-Account und auf seiner Homepage unter http://www.evoltaste.com.

Rathausforum | Zukunftsraum Historische Mitte

17. Dezember 2009
18:00
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Das Rathausforum – ein Raum, der auf Neugestaltung wartet. Bis 2017 bestimmt der U-Bahnbau dort wesentlich das Geschehen. Für die Zeit danach gibt es vielfältige Überlegungen: Bestandsentwicklung mit Bebauung für unterschiedliche Nutzungen oder Parkanlage als öffentlicher Raum sind zwei, die die Spannungsbreite zeigen.

Die überraschenden Ergebnisse werden den Besucherinnen und Besuchern in dieser dritten Veranstaltung zum Rathausforum präsentiert und in kleinen Gruppen gibt es viele Möglichkeiten, sie im Dialog zu erörtern. Gemeinsam
wird festgehalten, welche neuen Ideen hinzugekommen sind und welche Entwicklungsperspektiven gesehen werden.

  • Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin Berlin
  • Graft Gesellschaft von Architekten mbH
  • Büro Kiefer landschaftsarchitektur berlin
  • David Chipperfield Architects Gesellschaft von Architekten mbH

Moderation: Elisabeth Ferrari, Ferrari Beratung

Weitere Infos: pdf

Streitraum: Architektur und Vertrauen – Der Streit um das Humboldt-Forum

13. Dezember 2009
12:00bis14:00
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Mit dem Bundestagsbeschluss von 2002 und dem 2008 abgeschlossenen Abriss des Palasts der Republik sollte den Plänen für eine Rekonstruktion der Schlossfassade nichts mehr im Weg stehen. Das Bundesbauministerium stellte über 500 Millionen Euro in Aussicht, die internationale Jury aus namhaften Architekten hat einen Entwurf gekürt, das Humboldt-Forum als ¬ªbedeutendstes kulturelles Bauvorhaben¬´ sollte den ¬ªDialog der Künste und Wissenschaften¬´ fördern. Doch was das Humboldt-Forum eigentlich inhaltlich leisten soll, bleibt umstritten. Mit erheblicher Verspätung setzt nun ein Streit, nicht nur um die Ausschreibung und den gekürten Entwurf, sondern auch um die Gestaltung des Humboldt-Forums ein: Dient das Forum lediglich der nachträglichen Legitimation der Schlossrekonstruktion? Wie kann eine Präsentation der Kunst der Kulturen der Welt historisch-selbstkritisch aussehen? Wie sehr kann Architektur die unheilvolle Geschichte des Kolonialismus mitdenken bzw. wie sehr muss Architektur sie mitdenken, wenn sie sich zur Aufgabe stellt, die ethnologischen Sammlungen Berlins zu zeigen? Welche Rolle wird ein solches Forum in der Mitte Berlins spielen und welches Selbstverständnis der Stadt und ihrer Geschichte wird es repräsentieren?

Ort der Veranstaltung: Schaubühne am Lehniner Platz

Rettet die Schriftarten

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rettet die zierfische

Leuchtschriften prägen das Stadtbild auf verschiedenste Art. Gerade Jahrzehnte alte Schriftzüge tragen zur Atmosphäre von Straßenzügen und Orten bei und werden zu Widererkennungspunkten. Oft verschwinden solche Relikte sang- und klanglos, wenn das zugehörige Geschäft geschlossen oder umgebaut wird. Seit 2005 gibt es allerdings eine Berliner Initiative, die sich sie Bewahrung und Dokumentation von Buchstaben zur Aufgabe gemacht hat: Das Buchstabenmuseum.

Gesammelt werden in erster Linie Leuchtreklame-Schriftzüge von Geschäften und Institutionen. Wert wird dabei auf handwerklich hochwertige Schriftzüge, Zeichen und Schilder aus dem öffentlichen Raum gelegt.

Im Schaudepot des Museums am Spittelmarkt lehnt das KaDeWe am roten Sparkassen S. Große gelbe Lettern des Ebbinghauses liegen auf dem Boden, vermischt mit den Buchstaben des Hauses des Rundfunks der DDR. Im Nebenraum treffen sich die Zille-Stuben mit dem Emblem der Markthalle am Alexanderplatz und blicken auf ein altes blaues U-Bahn U.

Momentan bittet die Initiative um Mithilfe: Das Buchstabenmuseum möchte die oben abgebildeten bekannten leuchtenden Zierfische und den Schriftzug des gleichnamigen und Geschäfts am Frankfurter Tor erwerben, um sie dauerhaft für das Museum sichern zu können. Mehr Infos zur Spendenaktion und den Öffnungszeiten des Schaudepots unter buchstabenmuseum.de

Hinweise zu erhaltenswerten und gefährdeten Schriftzügen können dort auch gegeben werden, um sie für die Sammlung des Museums zu retten.