Entries Tagged as 'Berlin'

Wenn die Vernissage mal kurz vorbeischaut

Und wieder eine gelungenes Projekt von wientjesgogo, die schon mit ihrer Wientjes mobile bar für eine kretive Umnutzung der bekannten Robben & Wientjes Fahrzeuge sorgten und dabei ironisch mit dem Thema Gentrifizierung spielen.

WIENTJES CONTEMPORARY ist eine ultramobile Galerie unterwegs auf den Straßen Neuköllns und bereit jede beliebige Schmuddelecke innerhalb von Minuten durch eine kleine Vernissage aufzuwerten. Auf 5,4 qm wird die Arbeit “Rush” von Jonas Lewek gezeigt, die sich mit den Themen Geschwindigkeit und ablaufende Zeit auseinandersetzt.

Videoportrait vom Prinzessinnengarten

Monocle hat ein schönes Videoportrait vom Prinzessinnengarten am Moritzplatz in Berlin produziert. Urbanophil hat schon mehrfach über das Projekt berichtet und den letzten urbanoFILMS-Abend unter dem Motto “Grün statt grau” an diesem Ort veranstaltet.
Wer noch weiteren Lesebedarf hat, dem sei dieser Artikel bei ZEITOnline empfohlen.

Trinken und dem Kiez was Gutes tun


Ein interessantes Projekt für den biertrinkenden Kiezbewohner (aktuell nur in Berlin) ist Quartiermeister, ein Bier, dessen Erlöse dem Kiez, wo es getrunken wurde zu gute kommen sollen.

Quartiermeister ist das Bier für den Kiez. Mit jeder Flasche Quartiermeister trägst du zur Förderung sozialer Initiativen und Projekte in deinem Berliner Kiez bei.

Das Projekt befindet sich noch am Anfang und sucht noch nach Vorschlägen, welche Projekte gefördert werden. Ebensogut können auch eigene Ideen für Projekte entwickelt werden, die durch Quartiermeister gefördert werden.

Ein bisschen mehr zur Ideeentwicklung, Finanzierung und dem Nutzen erfährt man im Interview mit dem Macher Sebastian Jacob mit der Jetzt.

Na, denn mal Prost!

Ausstellung: auf.einander.bauen

28. August 2010 10:00bis31. August 2010 18:00

“Die Ausstellung “auf.einander.bauen” präsentiert 12 erfolgreich realisierte Baugemeinschaftsprojekte in der Berliner Innenstadt. Sie zeigt, dass das Stadtbild durch die zukunftsweisenden Ideen eines verdichteten und umweltbewussten Wohnens gewinnt, und das Berliner Wohnungsangebot wird durch diese kostensparende Form der Eigentumsbildung vielfältiger. Mehr noch: Diese Wohnform kann zur sozialen Stabilisierung innerstädtischer Quartiere beitragen, denn Baugemeinschaften sind erfahrungsgemäß “soziale Anker”. Baugemeinschaften verwirklichen ihren Lebensstil häufig nicht nur in den eigenen vier Wänden, ihre Mitglieder engagieren sich auch überdurchschnittlich im Kiez.” (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)

Zeit: 02.-31.08.2010
Öffnungszeit: Mo-Sa 10:00-18:00 Uhr
Ort: Lichthof der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Am Köllnischen Park 3, Berlin-Mitte

OPER DYNAMO WEST bespielt die “Rosa Röhre”

TUB Umlaufkanal "Rosa Röhre", 1975/76, Ludwig Leo. Foto: TUB

TUB Umlaufkanal "Rosa Röhre", 1975/76, Ludwig Leo. Foto: TUB

Die West-Berliner OPER DYNAMO WEST inszeniert ab dem 19. August 2010 (Premiere) “VWS Der Findling”, eine Musiktheater-Performance nach Heinrich von Kleist und Heiner Müller in der “Rosa Röhre” im Tiergarten (Foto).

OPER DYNAMO WEST haben sich 2006 in West Berlin gegründet und sind ein Theater des Urbanen. Sie inspizieren und erforschen Orte, führen Interviews, sammeln Materialien und verweben diese Fundstücke und Ergebnisse mit fiktiven Elementen. Daraus entstehen Stücke, die vor Ort in der Stadt oder im Theater gezeigt werden. Architektur, Geschichte und urbane Strukturen der Spielorte sind werden so zum Bestandteil der Stücke. [Read more →]

MERIDIAN | URBAN – Call for Proposals

Nachdem sich das Haus der Kulturen der Welt mit dem Projektaufruf “überlebenskunst” bereits an Akteure im urbanen Raum gewandt hat, lädt es nun Nachwuchskuratoren ein, Vorschläge für ortsspezifische Kunstprojekte im Rahmen von Meridian | Urban. Curatorial Projects on Health einzureichen.

Kuratoren sind aufgefordert, Kunstprojekte für das Stadtzentrum Berlins vorzuschlagen. Es werden Projekte gesucht, die sich mit dem Verhältnis von Kunst und Gesundheit auseinandersetzen, seine Bedeutung für das zeitgenössische urbane Leben ansprechen und bestehende Menschenbilder hinterfragen. (HKW)

Hier werden vielleicht neue Projekte für den Urban Intervention Award der Zukunft geboren. Die gesamte Beschreibung des Call for proposals findet ihr hier. Annahmeschluß ist der 17. September 2010.

Heute: urbanoFILMS#14 reloaded: grün statt grau

urbanoFILMS#14 reloaded: grün statt grau am 29. Juli in den Prinzessinnengärten am Moritzplatz

planen kann man vieles nur das wetter nicht. wegen des einsetzenden regens und der drohenden gewitterstürme konnten wir am 22. Juli 2010 leider unser filmprogramm nicht wie beabsichtigt durchführen.

eine woche später nun gibt es eine wiederholung, wenn auch in abgespeckter form (quasi passend zu den abgespeckten temperaturen!). also keine führungen, nur filme gucken. und ohne schlechtwetteroption!

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Pressetip: Berliner Lebensadern

Lebensader Bergmannstraße

An dieser Stelle der kurze Hinweis auf eine lesenswerte Reihe, die der Tagesspiegel gerade veröffentlicht: Berliner Lebensadern – spannende Geschichten über Berliner Straßen, die wir alle kennen und mögen. Ganz im Gegensatz zu den touristischen Highlights der jeweiligen Straßen wird hier vor Allem die Geschichte der Straße und das ganz alltägliche Leben beschrieben.

Bisher erschienen sind Artikel zu: Oranienstraße | Motzstraße | Schiffbauerdamm | Bergmannstraße | Martin-Luther-Straße | Sybelstraße | Immanuelkirschstraße | Schillerpromenade .

Viel Spaß beim Lesen und (neu)entdecken der Straßen!

Ausstellung: Mit dem Townhouse leben

19. August 2010 14:00bis21. August 2010 19:00

“Mit dem Townhouse leben”

Eine Informationsausstellung organisiert von Dominikus Müller und Kito Nedo in der Galerie Kai Hölzer.

Mit dem Niedergang der Rohstoff-, Waren- und Investitionsgüterproduktion in den westlichen Industrienationen und dem Umbau zu Dienstleistungs- und Informationswirtschaften geht ein Strukturwandel von Städten einher, durch die an immer mehr Orten immer größere auch innerstädtische Areale ungenutzt bleiben.

Parallel dazu ist, beginnend mit der Abschaffung der Privilegien und Bindungen der Wohnungsgemeinnützigkeit 1988 und fortgeführt im Rückzug des Bundes aus der Förderung im Zuge der “Föderalismusreform” von 2006 der soziale Wohnungsbau seit Jahren schon im Niedergang begriffen. Auch in Folge der Privatisierung von Wohnungsbaugesellschaften sind heute weniger als 9 Prozent des Wohnraums im Westteil Berlins den Sozialwohnungen zuzuzählen. Selbst im Ostteil der Stadt sind es trotz weiträumiger Plattenbauviertel kaum mehr als 20 Prozent. Bauen, so scheint es, ist wieder Bürgersache.

Berlin, an seine Vorreiterrolle in Sachen politischer und gesellschaftlicher Radikalisierungen gewöhnt, hat sich mit seinem “Planwerk Innenstadt” von 1999 eine Strategie zur “Reurbanisierung und Revitalisierung der historischen Mitte und der City-West” gegeben, die im wesentlichen darauf beruht, Innenstadt-Brachen insbesondere durch eigentumsfähige Gebäudetypologien zu ergänzen und kommunale Grundstücke für selbstnutzende Bauherren und Bauherrengemeinschaften zur Verfügung zu stellen.

Explizit Bezug nehmend auf Tom Wolfes Abrechnung mit den Ideen des sozialen Wohnungsbaus in seiner 1981 erschienenen Kampfschrift “From Bauhaus to our House” (dt. Titel “Mit dem Bauhaus leben”) kanalisiert “Mit dem Townhouse leben” den medialen Rausch, den der neo-bourgeoise Bauboom in der City und den zentralen Randlagen Berlins ausgelöst hat. In hunderten unkommentierten und aleatorisch ausgewählten Texttafeln und Fotografien rückt der Akteur in den Fokus, der sich als eigentliche Triebfeder des Umbaus der Städte erweist: Der Markt und seine Sprache in Immobilienbeilagen, Werbeprospekten, und wohlmeinenden wie kritischen Berichterstattungen. Den von Dominikus Müller und Kito Nedo ausgewählten Textsamples und Zitaten sind Fotografien der in Berlin lebenden Künstlerin Nine Budde gegenübergestellt. Als Mehrkanal-Diashow schneiden sie mitten hinein in die als Filetstücke kommunizierten Innenstadtlagen, die den Speckgürtel längst als bevorzugte Wohnlage des neuen Geschmacksbürgertums abgelöst haben.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit einem Text von Robert Burghardt und Fotografien von Nine Budde.

Öffnungszeiten:

Alte Buchstaben an neuem Ort

Die Buchstaben ziehen um. Foto: Buchstabenmuseum

Die Buchstaben ziehen um. Foto: Buchstabenmuseum

Das Buchstabenmuseum ist umgezogen! Vor einiger Zeit berichteten wir bereits über diese liebenswerte Initivative, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Leuchtreklame, Werbeschriftzüge und Embleme zu sammeln, um sie vor der Zerstörung zu bewahren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Nach dem die Sammlung schnell immer größer wurde, ist nun das Museum vom Spittelmarkt in die Markthalle am Alexanderplatz in größere Räume umgezogen. Urbanophil hat sich umgesehen und ist begeistert: Die Buchstaben haben nun viel Platz und können in mehreren kleinen Räumen bestaunt werden – der ein oder andere Schriftzug ist sicherlich dabei, den man in der Stadt gesehen, vielleicht sogar  schon vermisst hat.

Informationen zum Museum und viele Buchstaben gibt es hier.

Öffnungszeiten:
Do – Sa 13 – 15 Uhr,
Eintritt: 2,50 Euro

Karl-Liebknecht-Straße 13, Markthalle “Berlin Carré”, 1.OG
10178 Berlin – Mitte
U+S Alexanderplatz