Entries Tagged as 'Digitale Kultur'

Die Vermessung Tiranas

checked

„New York is a livable city“ ist eine der Aussagen, die einer internationalen Gruppe von Studenten zu profan und eindimensional war. Daraufhin beschlossen sie eine Stadt mit all ihren „Layern“ zu vermessen – und zwar per Kamera aus der Straßenperspektive. Die den meisten Europäern noch unbekannte Hauptstadt Albaniens Tirana bot sich für die Untersuchung an. Wer schon mal nach Reiseführern für Tirana gesucht hat, weiß wie rar diese sind – aber genau das war den Studenten wichtig, die Stadt sollte ohne Vorprägungen und Vorbehalte  besucht werden. Das Ergebnis der Vermessung ist eine interaktive Karte, auf der man Layer für Layer erkunden kann. Die Liste der Layer ist lang, so kann man thematische Entdeckungstouren der besonderen Art  durch die gesamte Stadt machen.  Das Spektrum reicht von Orten der sozialistischen Architektur bis hin zur Dokumentation von ganzen Stadtrhythmen, sowie allerhand ethnologischen Beobachtungen.  So viel sei noch gesagt: Untertitel des Projektes “Physis Stadt Tirana” war  “Walking every street”.  Ein besonderer Spaß für alle Stadt-gierigen!

Der Rosenthaler Platz: Ein Farbenmeer!

checked

Foto: Daniela Reschke

Da radelte man gestern am Rosenthaler Platz entlang und wunderte sich über das prächtige Farbenmeer auf dem Asphalt und tatsächlich: Das Netz und die bekannte Blog-Szene ist schon voll von Artikeln. Am gestrigen Sonntag wurden am Rosenthaler Platz durch mehrere Personen literweise Farbe vor den wartenden Autos verschüttet, die Autos haben diese dann in schönen Formen über den Platz verteilt. Laut BZ möchte die BSR auf Regen warten, da die Farbe abwaschbar sein. Bleibt also zu hoffen, dass das für heute angekündigte Gewitter ausbleibt… Weitere Fotos und Informationen gibt es u. a. bei just und auch auf dem schreibomat-blog. Gefunden wurde die Geschichte über urbanshit.de. Vielen Dank an beide.

Hier noch ein Video von der Entstehung. Wenn man sich den Ton genau anhört, dann könnte man auf die Idee kommen, dass da jemand Bescheid wusste…:

YouTube Preview Image

Bekanntlich befindet sich am Rosenthaler Platz das St. Oberholz, der Ort an dem sich fast ausschließlich Menschen mit weißen Rechnern tummeln, wahlweise als digitale Bohème oder urbane Penner bezeichnet. Der Ort ist für eine solche Aktion also gut gewählt, denn über die schnelle Verbreitung braucht man sich keine Sorgen machen. Interessant ist deshalb noch eine Geschichte, die auf dem Blog ‘The Ambassador’ erzählt wird:  Der Autor (im St. Oberholz sitzend) postet ein Foto auf Twitter und einen kleinen Artikel auf seinem Blog und bekommt innerhalb von kurzer Zeit so viel Response wie noch nie. Für ihn (und auch für uns) eine faszinierende Geschichte, wie schnell sich Informationen durch die sozialen Medien verbreiten.

Urban Defender

checked YouTube Preview Image
Studierende der Zürcher Hochschule der Künste haben das interaktives Stadtspiel “Urban Defender” entwickelt, bei dem Mannschaften mit einem Ball Blöcke in der Stadt für sich in “Anspruch” nehmen. Der Ball ist mit diverser Technologie vollgestopft (GPS, Beschleunigungssensor, drahtlose Kommunikation, Vibrationsfunktion, LEDs usw.), um den Spielverlauf in einer digitalen Karte nachzeichnen und auswerten und den Spieler eine Rückmeldung über den Spielverlauf geben zu können.

Until now, when thinking about various zones and districts we thought about parks, streets, business buildings – the purpose of the zone. We tried to change this point of view. For our game, not the purpose (business, travel, recreation, eating, entertainement) of the zone is important. The people who identify themselves with the district are important (I live in there – it is my home, i love/hate this district, I eat / work / go to school here). A person who identifies with a district, want’s to own the district.

Inspiration für die Studierenden waren Straßengangs, die ihre Straßenzüge und -blöcke sichtbar für sich “claimen”. Das sollte spielerisch von jung und alt nachempfunden werden können – allerdings nicht am Computer, sondern in der realen Welt.

YouTube Preview Image

Interview zum spacemag #2

checked

Wir von urbanophil sind aus dem Häuschen: Kürzlich erschien Ausgabe 2 des Magazins spacemag, vom Hamburger spacedepartment. Die Ausgabe steht unter dem Motto ‘Gaffa Urbanismus‘, jedes einzelne Titelblatt der Ausgabe ist individuell mit verschiedenen Tapebändern gestaltet (s. Foto) und inhaltlich sind wir von der Vielseitigkeit und dem Gehalt des Magazins durchweg begeistert. Im Impressum ist zu lesen, dass das spacemag “ein Magazin für urbane Phänomene und urbane Alltagskultur” ist. Wir von urbanophil wollten es ein bisschen genauer wissen: spacedepartment, wer ist das eigentlich? Wie kam es zum spacemag, was ist jetzt nochmal genau Gaffa Urbanismus und darf man zukünftig noch mehr erwarten?
Genügend Anlässe für ein ausführliches Interview mit Sven Lohmeyer vom spacedepartment aus Hamburg. Neben den bereits angesprochenen Themen ging es um derzeitige Entwicklungen in der Hansestadt, wie die Künstlerproteste im Gängeviertel und die Diskussionen um den Innenstadt-Ikea in Hamburg Altona und welchen Einfluss das Internet und soziale Medien auf Stadtplanung und Stadtentwicklung ausüben.

UP: Wie kam es zu dem Thema eurer aktuellen Ausgabe des spacemag: „Gaffa Urbanismus“?
SD: Einige Mitglieder vom spacedepartment beschäftigen sich seit Längerem mit dem Thema des informellen Städtebaus und wir wollten daher ein Magazin darüber machen. Lange Zeit war also „Informelle Stadt“ der Arbeitstitel dieser Ausgabe. Aber das war uns am Ende ein zu sperriger Begriff. Wir haben dann „Gaffa Urbanismus“ als Kunstwort erfunden, als Synonym für etwas ‘nicht reglementiertes’, etwas ‘(noch) nicht fertiges’. Wir haben dann ein ‘Call for Papers’ veröffentlicht und gewartet was passiert: Was weckt dieser Begriff für Assoziationen? Wie entwickelt sich der Begriff? Im Magazin ist nun natürlich viel über Streetart, viel über Gaffa-Kunst und das Gaffa-Tape zu lesen, aber eben auch über… [Read more →]

Web 2.0 & Stadtplanung

checked

Die University of Southern California hat im Rahmen ihres Graduiertenprogramms “Internet Technologies for Policy & Planning” ein interessantes Whitepaper zum Einsatz von Web 2.0-Technologien (bspw. Twitter, Web GIS oder Mapping) für Planungsprozesse herausgegeben.

Zu den Einsatzmöglichkeiten von Twitter und Webmapping in der Stadtplanung hat Stefan Höffken in der Ausgabe 05/09 der PLANERIN ebenfalls einen Artikel veröffentlicht.

Die Veröffentlichung der University of Southern California kann kostenlos unter http://ppd599.wordpress.com/whitepaper/ heruntergeladen werden.

How to build a fake Google Street View car

checked http://www.vimeo.com/9455140

Im Rahmen der Transmediale 2010 haben die Mitglieder von F.A.T. mehrere Projekte unter dem Motto “FUCK GOOGLE” erstellt. Darunter auch ein gefaketes Google Street View-Auto, mit dem sie anschließend durch Berlin gefahren sind. Die teilweise inszenierten, teilweisen echten Reaktionen der Berliner auf die Gegenwart des Autos wurden in diesem Video festgehalten.

F.A.T, u. a. mit dem Bauplan für die Google Street View-Kamera als PDF-Download.

via rebel:art

Great Street Games – Interaktive Lichtinstallation simultan in drei Städten

checked http://www.vimeo.com/9294813

Im vergangenen Oktober wurde im Rahmen des Kulturprogramms zum “Great North Run” (Halbmarathon im Norden Englands) eine interaktive Lichtinstallation von KMA simultan auf öffentlichen Plätzen in den Städten Gateshead, Sunderland und Middlesbrough vorgeführt. Die “Great Street Games” ermöglichten Passanten, live gegen Passanten der anderen Städte zu spielen, indem sie durch ihre Bewegung Lichtpunkt in die Zone der “gegnerischen” Stadt beförderten.

Lights on – Medienfassadenkunst

checked http://www.vimeo.com/4706049

Nachdem letztes Jahr ja das Medienfassadenfestival für einige Ernüchterung in Bezug auf die Möglichkeiten der digitalen Fassaden sorgte (zumindest beim Autor), zeigt der obige Film nun endlich wieder eine tolle Inszenierung, welche die Möglichkeiten der neuen Technologien inspiriend nutzt. In der Kombination aus der im Gebäude installierten LEDs und schöner Musik ist hier ein tolles Kunstwerk für das Ars Electronica Center in Linz entstanden. Am besten in Fullscreen-Modus anschauen und den Sound aufdrehen. Dank an Vincent für den Link.

Urban Gaming

checked http://www.vimeo.com/187209

Anstatt sich zwischen den vier Wänden mit einer Flimmerkiste im Kleinformat zufrieden zu geben, haben in Stockholm ein paar xbox-Fanatiker etwas größer gedacht. „Urban gaming is the new way of gaming“ – das ist ihr Motto. Mit einem VW-Bully, einem leistungsstarken Beamer und einer Spielekonsole touren sie nachts durch die Stadt und nutzen Hochhäuser, Fabrikhallen und Silos als Projektionsfläche. Das Video spricht für sich.

Echt? Virtuell? 3D-Visualisierungen heute

checked


Transbay Transit Center Demo from steelblue LLC on Vimeo.

Digitale 3D-Visualisierungen werden immer detailreicher und realer. Als Augmented Reality kann das zu beeindruckenden und sinnvollen Präsentationsformen führen, so lange klar ist, was real und was virtuell ist. Anders hingegen beim obigen Video, in dem die digitale Visualisierung so real erscheint, dass “reale” Personen darin kaum noch auffallen. Faszinierend, wie weit die Visualisierungstechniken inzwischen sind.

Wir müssen nur aufpassen, dass uns uns nicht irgendwann die echte Welt “irgendwie komisch” und “unwirklich” vorkommt.

[via: digital urban]