Mal wieder ein beeindruckendes Video aus dem Hause OMA. Es ist schick animiert, und gerade die Stadtansichten beeindrucken. Das Gebäude selber allerdings - das worum es sich in dem Video eigentlich dreht - wirkt langweilig und setzt die kubische, kistenstapelnde Architektur von Koolhaas und OMA (1, 2, 3, 4) uninspiriert fort.
Es ist definitiv ein Luxus-Problem, wenn Wohnungen nicht vermietet werden, weil der Hausbesitzer genug Geld mit der Werbung durch die Medienfassaden an seinem Hochhaus verdient (hier gibt es das Video in besser Qualität). Vielleicht liegt es aber auch daran, dass viele in einem solchen Haus nicht wohnen möchten, da es den ganzen Tag durch die Fenster reinleuchtet. Und das tut es am Times Square zur Genüge, wie man diesem Video entnehmen kann. Gefunden über de-bug.
Räumliche Planungen und Statistiken werden von niederländischen Institutionen in zunehmendem Umfang und immer abgestimmter frei für Google Earth zur Verfügung gestellt. Das nationale Statistikamt (cbs.nl) hat unter anderen einen kml-layer mit Stadtteilabgenzungen (`buurt´) und -Informationen veröffentlicht. Die vom Bauministerium (vrom.nl) mitfinanzierte `nieuwekaart´ visualisiert jährlich alle raumrelevanten Planungen in Flächen und Informations-placemarks für GIS und Google-Earth.
Dadurch sind alle niederländischen Bauvorhaben - wie am Beispiel der Utrechter Stadterweiterung `Leidsche Rijn´(größtes Vinex-Gebiet) dargestellt - visualisierbar und mit diversen Projektdaten versehen. Ab 2009 werden alle Planungebenen durch das neue Raumordnungsgesetz und ein Programm zum digitalen Austausch und zur Veröffentlichung verpflichtet. (erstversion: publicspace.nu)
Erste Visualisierungen der Daten (Quelle: CPE)
An der TU Kaiserslautern läuft derzeit das Projekt emomap, welches sich mit der Kartierung von psychologischen Daten im städtischen Raum beschäftigt. Im Rahmen von Spaziergängen durch die Mannheimer Innenstadt werden - mittels des Smart-Bands - Hautwiderstand und Pulsschlag, sowie per GPS die Geokoordinaten gemessen. Diese können dann in z.B. in Google Earth visualisiert werden. Das Projekt knüpft an die Projekte Biomapping (wir berichteten), e-motion-city.com und Erkenntnisse zur Nutzung von Google Earth in der Stadtplanung an. Ziel ist dabei herauszufinden, ob und wie sich emotionale Regungen von Menschen im Stadtraum messen lassen.
Die Studenten haben eigene Blogs (1, 2, 3, 4), auf denen die Entwicklung mitverfolgt werden kann. Seminarleiter Peter Zeile und Mitinitiator Stefan Höffken (urbanophi.net) werden im Rahmen des Vortrags “Google Earth, GPS, Geotagging und neue Möglichkeiten für die Stadtplanung - Ein emotionales Kiezportrait” auf der CORP die ersten Ergebnisse präsentieren (das komplette Paper hier).
(Photo von: Bettina Tizzy via flickr)
“Manches wird online überhaupt erst für ein breites Publikum handhabbar.” Dieses Zitat stammt aus den Netzdepeschen der Süddeutschen Zeitung, die sich in einem Artikel damit beschäftigt, dass das Internet viele Informatinen aus der realen in die virtuelle Welt “saugt” - und damit mehr Leuten besser zugänglich macht.
Ein Beispiel sind dabei die Karten der David Rumsey Map Collection. So ist eine Karte von Los Angeles aus dem Jahr 1880 nun in 3D zu besichtigen. Ebenso kann man einige der Karten nun in Secondlife oder auch Google Earth anschauen. Die Digitalisierung vereinfacht zunehmend den Zugang zu historischem Kartenmaterial und verknüpft alte und neue Techniken, so dass man sich die Karten als Overlay in Google Eart anschauen kann. Interessant dürfte es zudem werden, wenn neben den historischen Karten auch historische Stadtmodelle in Google Earth zu finden sind und damit ein Blick in die Vergangenheit unserer Städte möglich wird.