Entries Tagged as 'Rezensionen'

Buchvorstellung: Oper Dynamo West, Die Stadt als Bühne.

1. Oktober 2010
19:00bis23:00

Vor kurzem berichtete urbanophil von der spannenden Theatergruppe “Oper Dynamo West”, die an besonderen Orten in Berlin Stücke inszeniert, immer spielt dabei der Ort und die Begegnung mit den Bewohnern und Nutzern des Ortes eine wichtige Rolle – zuletzt wurde die Rosa Röhre im Tiergarten bespielt. Zur Rezension geht´s hier.

Am 1. Oktober wird im Amerika-Haus das Buch “Die Stadt als Bühne” vorgestellt, das die Musiktheater-Projekte von “Oper Dynamo West” dokumentiert. Los geht´s um 19 Uhr.

Vom 2. bis 10. Oktober ist außerdem eine Ausstellung zu “Oper Dynamo West”, täglich von 17 – 22 Uhr, im Amerika-Haus zu sehen.

Ort: Amerika-Haus, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin
Buchvorstellung: 1. Oktober ab 19 Uhr, anschließend Amerika-Haus-Fest
Ausstellung: 2. bis 10. Oktober, täglich 17 – 22 Uhr

In der Röhre geschaut: “VWS Der Findling”

VWS der Findling in der Rosa Röhre. Foto: Oper Dynamo West

VWS der Findling in der Rosa Röhre. Foto: Oper Dynamo West

„…was mir bleibt, wenn mir nichts blieb“ steht mitunter zu Beginn des Stücks in Buchstaben aus Licht an einem schmalen, langen Streifen der Bühne der Oper Dynamo West. Von dem gestrigen Abend bleibt viel.

Nach dem Bahnhof Zoo, dem Europacenter und dem Bikinihaus am Breitscheidplatz sind es nun die Flachwasserrinne und ihr Beckenrand einige Stockwerke unter der Rosa Röhre, unter dem Zentrum der Versuchsanstalt für Wasser- und Schiffbau, die sinnlich in Szene gesetzt werden.

Die Oper Dynamo West inszeniert “VWS Der Findling”, eine Musiktheater-Performance nach Heinrich von Kleist und Heiner Müller in der “Rosa Röhre” im Tiergarten. Die Regisseurin Janina Janke, der audiovisuelle Komponist Maurice de Martin und die Autorin Kristin Schulz entwickelten die am Donnerstag uraufgeführte Neuinterpretation des Motivs vom Findling als Musiktheater. [Read more →]

Rezension + Tipp: „Post Oil City“

Noch bis zum 18. Juli ist in der Berliner ifa-Galerie eine höchst empfehlenswerte Ausstellung zu besichtigen: Post Oil City, über die „Stadt nach dem Öl“. Die Ausstellung ist auf Grundlage der gleichnamigen Arch+-Ausgabe vom Januar 2010 konzipiert worden (das Heft ist in der Ausstellung oder über die Website käuflich erhältlich).

Post Oil City ist nach den Oberthemen „Nachhaltigkeit“, „Stadtverkehr“ und „Stadtsystem“ gegliedert. Für jedes der drei Themen wurde eine umfangreiche und höchst informative [Read more →]

„Connor hat Depressionen“

Clean Air Pod: Ant Farm (Chip Lord, Doug Michels und Curtis Schreier) 1970; Foto: Chip Lord, Courtesy Ant Farm

Warum bloß ist der Held der Terminator-Saga so unheilvoll erkrankt? Weil er die Welt einmal gerettet hat und nun die Last einer unbestimmten Zukunft trägt? Weil er immerfort kämpft gegen übermächtige Gegner und nicht ausschließen kann, diesen mit seinen Bemühungen gar in die Hände zu spielen? Weil er sich völlig isoliert hat, um den Spürsystemen der Maschinen entgehen zu können?

Im Buch „Klimakapseln. Überlebensbedingungen in der Katastrophe“ von Friedrich von Borries – der auch Kurator der gleichnamigen Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe ist – schlüpft der Archivar in die Rolle des Terminators. [Read more →]

Metasprache des Raums

Esckhard Schulze Fielitz, Raumstadt, 1959

Metasprache des Raums – so der Titel des neu erschienenen Buchs zu Eckhard Schulze-Fielitz. Und tatsächlich scheint die Stukturierung des Raumes entlang unsichtbarer geometrischen Linien als das verbindende Element im Werk des 1929 in Stettin geborenen Architekten: vom frühen Erfolg des Landeshauses in Köln über seine abstrakten Raumstudien und im Luftraum angesiedelten Städte in den Sechziger Jahren bis hin zur Siedlung Ach, der, so Schulze-Fielitz, „gelandeten Raumstadt“. [Read more →]

Rezension | Schriftenreihe METROPOLE

//Urbanophil eröffnet eine Rezensionsreihe. Hier werden wir künftig unregelmäßig neue Publikationen vorstellen und besprechen. Den Auftakt macht Christian Berkes, der redaktioneller Mitarbeiter bei ARCH+ war und als Stadtforscher in Berlin lebt.//

Auffassungen der Wissenschaft über das Wesen der Welt

Kehrt man am ersten frühlingshaften Tag des Jahres vom Seespaziergang zurück, war man offensichtlich der einzige, der drei insgesamt 900seitige Bücher und einen Laptop in einem Rucksack ohne stilistischen Mehrwert mit sich herumgetragen hat. Man könnte sich fragen, wozu. Die Antwort: wissenschaftliche Begleitung. Das steht auf dem Umschlag des ersten Bandes der Schriftenreihe „METROPOLE:“, welche seit 2007 die Arbeit der Internationalen Bauausstellung Hamburg flankiert. [Read more →]