Entries Tagged as 'Stadtentwicklung'

Das Affordable-Housing-Kit


Das Center For Urban Pedagogy (CUP) aus Brooklyn, New York hat ein Affordable-Housing-Kit entwickelt, mit dem spielerisch-grafisch der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum eines Stadtquartiers dargestellt werden kann. Ziel dieses Werkzeugs soll es sein, den Bewohnern den Prozess der Standortentscheidung und Preisgestaltung von Sozialwohnungen nachvollziehbar zu machen, um ihnen zu ermöglichen, auf Augenhöhe mit den zuständigen Behörden zu verhandeln.

Dazu hat CUP auch eine sehr interessante interaktive Karte von New York mit der Verteilung der Bewohner nach Medianeinkommen je Stadtteil angefertigt.

Dieses Video erklärt noch einmal die Funktionsweise und den Zweck des Affordable-Housing-Kits:
http://www.vimeo.com/7031482

Schlosskuppel oder Autobahn…?

In einem spannenden Interview mit dem Tagesspiegel zeigt der “Verkehrs- und Bauminister” Peter Ramsauer die drängenden Fragen auf, mit denen sich sein Ministerium gegenwärtig und in naher Zukunft auseinandersetzen muss.

Amüsant zu lesen. Man darf gespannt sein, mit welcher Politik sich das aktuelle BMVBS unter schwarz-gelb zukünftig profilieren wird.

Jetzt geht’s los…!?

THF
Eroberung der Start- und Landebahnen! (Foto: Galene Haun)

An Ideen zur Entwicklung des Tempelhofer Feldes mangelt es wahrhaftig nicht. Ob sie jemals alle zur Umsetzung kommen, wird die Zeit zeigen. Sicherlich ist viel Platz auf dem Gelände, aber viele Nutzungen haben ähnliche Standortansprüche und somit ist es vielleicht doch nicht so einfach, alles auf der riesigen Fläche unterzubringen. Die Bürgerbeteiligung und viele Projekte – so auch das Studienprojekt “Grand Opening Tempelhofer Feld” – liefern eine Menge Ideen, die bei einer späteren Entwicklung der Parklandschaft zum tragen kommen sollten. Auch die IGA Berlin 2017 soll einen wichtigen Beitrag leisten. Doch das ist alles noch Zukunftsmusik.

Erstmal wird das Feld am 8. Mai geöffnet und dann wird sich zeigen, wie viel geplante Entwicklung die Fläche braucht oder veträgt und wie viel sich vielleicht ganz von alleine entwickeln wird. Wer seine Ideen zur Eröffnungsfeier einbringen möchte, kann dies noch bis zum 19. Februar mit einem Konzept tun: Es werden Akteure gesucht, die zum Motto “Bewegungsfreiheit” den Besuchern ein aktives Bewegungsangebot liefern. Wenn die Bewegung dann in den Regelbetrieb übergeht, kann der Sommer kommen!

Gated Warsaw

Im folgenden Beitrag setzt sich die Monika Komorowska mit Gated Communities auseinander, die in Warschau in den letzten Jahren ein bestimmendes Element der Stadt geworden sind. Der Artikel ist Teil der demnächst anstehenden Publikation zum städtebaulichen Workshops Warschau – Berlin, der an der TU Berlin und der Politechnika Warschau durchgeführt wurde.

Marina_Mokotow

The gate to Marina Mokotów, with divided acess for inhabitants and guests. (Foto: M. Komorowska)

The development of Warsaw is bubble-like. During the twenty years that have passed from the fall of communism, the city has been growing chaotically without the general long-term strategy. The key word to this period is privatization, not only in relation to the economy, but also to space. Predominantly lacking master plans, Warsaw grew according to the most exuberant ideas of developers welcomed by the city authorities. This is the reason why, when visiting Warsaw for the fi rst time, it is easier to fi nd a commercial center, then a true center of Warsaw. The malls with their controlled access and illusion of a street life – are not the only example of privatization of space, retail bubbles appeared on the map of Warsaw as quickly as housing bubbles.

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Podiumsdiskussion | Ein Recht auf São Paulo – Öffentlicher Raum, Mitbestimmung und Stadtreform

2. März 2010
19:30

In der Reihe “Stadtporträts” findet die 3. Veranstaltung unter dem Titel Ein Recht auf São Paulo – Öffentlicher Raum, Mitbestimmung und Stadtreform statt.

“‘Das Recht auf Stadt’ ist der Titel des nächsten UN World Urban Forum, das im März 2010 in Brasilien stattfinden wird. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Debatte darüber, was eine Stadt ausmacht: öffentlicher Raum, Dienstleistungen, Mobilität. „Das Recht auf Stadt“ steht auch für ein Konzept von BürgerInnenbeteiligung in der Stadtentwicklung. In Brasilien wurden dafür bereits politische Strukturen geschaffen. Eine aktive Bewegung für Stadtreform setzt sich vehement dafür ein, diese Räume auch zu nutzen.
Das Portrait von São Paulo soll das Recht auf Stadt am konkreten Beispiel diskutieren. Dabei gilt das besondere Augenmerk einerseits der Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum, andererseits den Erfahrungen von BürgerInnenbeteiligung in der Megastadt. Ein Kommentar zum Gebrauch des Begriffs „Recht auf Stadt“ in Deutschland soll einen Eindruck von der Bandbreite an Themen und Bewegungen vermitteln, die unter diesem Titel zusammengefasst sind.”

Informationen: Annette von Schönfeld, Fon: 030 – 285 34 325

Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung Berlin
Veranstaltungs- ort: Raum: Beletage, Schumannstr. 8, Berlin Mitte

Lageplan

Ausstellung: Seismograph City – Hamburg im Dialog

4. März 2010
11:00bis19:30

“Das Universum Stadt definiert sich nicht nur als Impulsgeber kultureller, gesellschaftlicher, ökonomischer und ökologischer Prozesse, sondern auch als Seismograph globaler Entwicklungen. Angesichts der weltweiten Herausforderungen bei der Entwicklung nachhaltiger Strategien und Konzepte in Architektur und Stadtplanung kommt der Profession der Architekten dabei eine tragende, auch politische Rolle und eine große Verantwortung zu.
Der Klimawandel mit all seinen Auswirkungen stellt die Städte vor neue Herausforderungen, die auch in Hamburg zu einer Neubewertung der lokalen Handlungserfordernisse geführt haben. Mit einem umfangreichen Klimaschutzprogramm sollen hier bis zum Jahr 2020 ca. 40 Prozent der CO2 Emissionen reduziert werden. Als „European Green Capital“ wird Hamburg 2011 den Titel der Klimahauptstadt Europas tragen. 2013 wird hier die Internationale Bauausstellung mit einer Vielzahl neu entwickelter ökologischer Projekte die Thematik weiter vertiefen.

Die Ausstellung „Seismograph City“ , setzt dabei auf den internationalen Dialog. Sie zeigt in einem weit gefächerten Spektrum von realisierten Bauvorhaben, im Prozess befindlichen Projekten, wie auch visionären Entwürfen die Spannbreite aktueller nationaler wie internationaler architektonischer und städtebaulicher Entwicklungen im Kontext nachhaltiger Strategien. Mehr als 80 Projekte aus den Bereichen Neubau, Umnutzung, Infrastruktur, Hochwasserschutz, Küstenbebauung, neue Energiegewinnung und Visionen werden zu sehen sein.
Die vorgestellten Arbeiten geben einen spannenden Einblick (nicht Überblick) in den gegenwärtigen Planungsstand der Stadt Hamburg im Vergleich mit anderen Städten und Ländern, wie z.B. Bangkok/Thailand, New Orleans/USA, Reykjane/Island, Chongming Island/China, Caracas/Venezuela, Quebec/Kanada, Kampem/Niederlande u.v.m.”
(Quelle: Aedes Berlin)

Zeitraum: bis 4. März 2010
Ort: Aedes Am Pfefferberg, Christinenstraße 18-19, Berlin-Mitte
Öffnungszeiten: Di-Fr 11 bis 18.30 Uhr, Sa-So 13 bis 17 Uhr

Der menschliche Zaun als Antwort auf Gated Communities in Warschau

Living-Fence_klein

Im Rahmen des von den Urbanophilen Nikolai Roskamm und Stefan Höffken geleiteten städtebaulichen Workshops Warschau – Berlin an der TU Berlin und der Politechnika Warschau entstanden neben städtebaulichen Entwürfen auch kritische Auseinandersetzungen mit der aktuellen gesellschaftlichen Situation in Warschau. Einer der Studierenden, Mateusz Maj, beschreibt im folgenden Artikel eine daraus resultierende Idee, um auf die zunehmenden Gated Communities in der Region Warschau zu antworten. Der Natolin Reactor als künstlerisch-kreative Aktion, soll einen kritischen Blick werfen und Anstoss zu einer Debatte um die zunehmende Privatisierung und Abgrenzung des öffentlichen Raumes in Warschau geben.

//Gastbeitrag von Mateusz Maj//

The life in Warsaw suburbs changed in the last years. Gated communities bloom. Dealing with the Przy Bażantarni Street Natolin – a district of Warsaw – our group dealt with the topic of gating the private space. Analyzing the history and the current situation we developed the NATOLIN REACTOR – a part of which was the Living Fence Day.

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Neue Publikation zu Tempelhof

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Bericht über Tempelhof in der Abendschau mit dem Studienprojekt

Da wir von urbanophil das Studienprojekt “Grand Opening Tempelhofer Feld” hinsichtlich der Erstellung der Online-Diskussionplattform Tempelhofdebatte unterstützt haben und Nikolai Roskamm Betreuer des Projektes war, möchten wir natürlich auf die gerade erschienene Publikation hinweisen, welche die Projektergebnisse zusammenfasst und eine gute Ergänzung zu den vielfachen Schriften zum Thema Tempelhof darstellt.

Grand Opening Tempelhofer Feld – Endbericht Bachelorprojekt 2008/2009 (PDF 15,0 MB)

So entwickelte das Projekt Ideen einer Fahrrad-Aktion auf dem Tempelhofer Feld, setzte sich mit einer prozessorientierten Bauleitplanung auseinander und diskutierte mittels des Onlineforums und auf Veranstaltungen mit der Öffentlichkeit. Also eine vielschichtige Auseinandersetzung mit einem aktuellen und wichtigen Thema der Berliner Stadtentwicklung.

“Boah! Schön is dat nich.”

Wie spätestens seit einigen Tagen jeder mitbekommen haben dürfte, ist die Stadt Essen unter dem Titel RUHR.2010 Kulturhauptstadt Europas 2010. Ein Jahr lang wird es im ‘Pott’ ca. 2.500 Veranstaltungen u.a. aus den Bereichen Musik, Theater und Kunst geben. Die Kultur soll als wichtiger Faktor des Strukturwandels der Kohle- und Stahlregion präsentiert werden. Zum Eröffnungswochenende wurde die Zeche Zollverein mit ca. 100.000 Besuchern geradezu überrannt.

Als Auftakt zu vielleicht noch folgenden Artikeln auf urbanophil über dieses urbane Großereignis, empfehlen wir einen äußerst amüsanten und kurzweiligen Artikel über das Ruhrgebiet und den dort lebenden Menschenschlag, der in der aktuellen Ausgabe der ZEIT zu finden ist, verfasst vom Kabarettisten und Schriftsteller Frank Goosen, Zitat:

“Wir Einheimischen stehen bisweilen auf unseren Eisenbahnbrücken, schauen auf die halbherzigen Skylines unserer zusammenwuchernden Gemeinden und denken: Boah! Schön is dat nich.

Wir im Ruhrgebiet laden Auswärtige gern ein, zu uns zu kommen, um ihren Begriff von Schönheit zu erweitern. Eine mittelalterliche Garnisonsstadt mit Stadtmauer, Fachwerkhäusern und Fürstenresidenzen schön finden, das kann jeder. Aber auf dem Gasometer in Oberhausen stehen, sich umgucken und sagen: Wat ’ne geile Gegend!, das muss man wollen.”

Leseempfehlung! Dieser Artikel macht definitiv gute Laune (und Lust, ins Ruhrgebiet zu fahren!).

Workshop: Beyond Planwerk Innenstadt

28. Januar 2010
18:00bis20:00
29. Januar 2010
09:00bis19:00

Beyond Planwerk Innenstadt copyright by CMS

Das Center for Metropolitan Studies der TU Berlin veranstaltet am 28. und 29. Januar einen Workshop zum Planwerk Innenstadt. Ziel ist, über das Planwerk Innenstadt hinaus zu denken und  innovative Ansätze und Ideen für ein strategisches Leitbild Berlins zu entwickeln, das den neuen Herausforderungen (benachteiligte Quartiere, Wasserlagen, Umnutzung der Flughäfen, Touristifikation etc.) gerecht wird.  Eine breite Stadtentwicklungs- und Städtebaudebatte soll angestoßen werden – im Fokus steht dabei der  gesamtstädtische Blick.

Eine spannende Veranstaltung! Mehr Informationen  zum Ablauf, zu den thematischen Schwerpunkten und den Inhalten der Inputreferate gibt es hier.

Eine Anmeldung ist bis zum 20.01. notwendig unter beyondplanwerk@metropolitanstudies.de

Ort: Center for Metropolitan Studies (CMS) an der TU Berlin, Ernst-Reuter-Platz 7, 10587 Berlin, Raum TEL 3-0

Zeit: 28. Januar: 18:00 – 20:00 Uhr; 29. Januar: 9:00 – 19:00 Uhr