Entries Tagged as 'Verkehr'

Der ergonomische Zebrastreifen

Ergo Crosswalk von Jae Min Lim

Der von Planern erdachte Weg aber von den Nutzern tatsächlich gewählte Weg kann so manchmal erheblich von einander abweichen. So entstehen in Parks häufig Trampelpfade abseits der offiziellen Wege – oft quer über eine Grünfläche. Ein weiteres Beispiel der Diskrepanz zwischen Planung und Realität sind Fußgängerüberwege, die ein rechtwinkliges überqueren vorzuschreiben versuchen.
Einen Beitrag zur Verkehrssicherheit hat nun der Koreanische Designer Jae Min Lim eingebracht: Ergonomische Zebrastreifen. Sie sind so gebogen, dass sie einen möglichst optimalen und kurzen Weg von allen Richtungen ermöglichen.

“When people cross roads, they tend to take the fastest shortcut. they sometimes do it intentionally, but mostly it is an unconscious act. this kind of action violates the traffic regulations and sometimes threatens the safety of the pedestrians. the »ergo crosswalk« is a design that makes people follow the law, as well as consider their habits or unconscious actions. it will encourage pedestrians to follow the lines of the cross walk and protect them from any potential danger. if regulations cannot force people to follow the law, wouldn’t it be more reasonable to change the law and fulfill the main purpose of keeping the safety and convenience of the pedestrian? [...]”
- Jae Min Lim

Um die Verkehrssicherheit noch weiter zu erhöhen schlägt Jae Min Lim vor, die Zebrastreifen aus LEDs herzustellen, die jeweils in weiß/grün oder rot leuchten, je nachdem wie die Ampel gerade geschaltet ist. Der Strom für die LEDs soll durch die kinetische Energie der Passanten und Autos erzeugt werden, die über in der Fahrbahn eingelassene Felder sich bewegen.

via Designboom (mehr Fotos)

PARK(ing) Day 2010

urbanophil hat im vergangenen Jahr über den PARK(ing) Day berichtet. Am 17. September 2010 steht der nun mittlerweile 5. PARK(ing) Day vor der Tür. Beim PARK(ing) Day werden straßenbegleitende Parkplätze für einen Tag in öffentliche Grün- oder Freizeitanlagen transformiert.

PARK(ing) Day is a annual open-source global event where citizens, artists and activists collaborate to temporarily transform metered parking spaces into “PARK(ing)” spaces: temporary public places. The project began in 2005 when Rebar, a San Francisco art and design studio, converted a single metered parking space into a temporary public park in downtown San Francisco. Since 2005, PARK(ing) Day has evolved into a global movement, with organizations and individuals (operating independently of Rebar but following an established set of guidelines) creating new forms of temporary public space in urban contexts around the world.

The mission of PARK(ing) Day is to call attention to the need for more urban open space, to generate critical debate around how public space is created and allocated, and to improve the quality of urban human habitat … at least until the meter runs out!

Angekündigte Aktionen in Deutschland:

  • In München werden 21 Parkplätze verteilt im gesamten Stadtgebiet vom Greencity e.V. umgestaltet.
  • In Kiel wird die Aktion an einem noch bekannt zu gebenden Ort von The Greenroom Project und Loadsman Kiel durchgeführt.
  • Die Transition Town Initiative entsiegelt den großen Parkplatz an der Wunstorfer Str. in Limmer (bei Hannover).

Eine Übersicht über alle Projekte weltweit gibt es hier. Der PARK(ing) Day ist Open Source, jeder kann mitmachen. Vielleicht lässt sich die Liste mit Aktionen in Deutschland ja noch erweitern…?!

1UP! Ranking der größten U-Bahnnetze der Welt

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Dieses witzige Video lässt die größten U-Bahnnetze der Welt im 8-Bit-Stil gegeneinander antreten. Der Gewinner kann natürlich nur Tokio heißen, dennoch ein schönes Ranking. Wer es etwas genauer wissen will, dem sei noch diese Infografik empfohlen.

Die versteckten Kosten von Suburbia

Abogo Transportation Cost Calculator

Das Center for Neighborhood Transport hat ein Online-Tool erstellt, mit dem sich die durchschnittlichen monatlichen Kosten für Mobilität berechnen lassen. Das Tool mit dem Namen Abago berücksichtigt individuelle Faktoren, wie die Nähe des Wohnstandorts zum nächsten ÖPNV-Haltepunkt oder durchschnittliche Pendelzeiten aber auch regionale Faktoren wie den Motorisierungsgrad, die Einwohnerdichte oder die Anzahl an Jobs.

Abogo is a tool that lets you discover how transportation impacts the affordability and sustainability of where you live.

Wie zu erwarten zeigt sich, dass die Mobilitätskosten in Suburbia deutlich höher liegen als in den Innenstädten.
Leider ist das Tool nur für die USA verfügbar.

via GOOD.is

San Franciscos Busflotte im Zeitraffer

Flickr Video

Ein tolles Video von Eric Fischer, der mit den Daten der GPS-Geräte an Bord der Busse die Bewegungen aller Busse im Stadtgebiet von San Francisco über einen Monat visualisiert hat.
Und wo wir gerade beim Thema Bus sind: Eine schöne und funktionale, bunte Installation “verschlingt” seit einiger Zeit in Porto Wartehäuschen von Bushaltestellen.

BusStopSymbiosis | Foto: Dinis Sottomayor, Diogo Aguiar, Teresa Otto, Manuel Magalhães, OPOLab

ÖPNV macht schlank!

GOOD.is Transparency: Driving Is Why You're Fat

In Good Old Europe ist die Erkenntnis, dass der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) mehr Vor- als Nachteile hat, wohl so ziemlich jedem bekannt. In den USA hat er dagegen weiterhin Akzeptanzprobleme. Da kann vielleicht das Schönheits- und Gesundheitsargument eine Lanze brechen?! Eine Studie, die vom Verband der amerikanischen Verkehrsunternehmen beauftragt wurde kommt nun zum Ergebnis, dass die Nutzung des ÖPNV schlank macht.

“Use of public transit simply means that you walk more which increases fitness levels and leads to healthier citizens. More importantly, increasing use of public transit may be the most effective traffic safety counter measure a community can employ.”
William Millar, Präsident der American Public Transportation Association

Doch noch mehr: Die Nutzung des ÖPNV führt dazu, dass das individuelle Risiko von fünf der zehn häufigsten Lebensverkürzungsmaßnahmen betroffen zu sein deutlich niedriger liegt – darunter Krebs, Herzkrankeiten und … Autounfälle.
Vielleicht nicht gerade nobelpreiswürdig, aber weiteres Wasser auf den Mühlen!

» ganze Studie zum Download (PDF)

London Tube Map Music Video

Eine hübsche Video-Visualisierung des Londoner U-Bahnnetzplans. Der Song “Strange Train” stammt von den Creeping Charlies. Viel Spaß!

Die Auto-Tramfähre


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Präsentation des Konzepts | Übersetzung (runterscrollen)

Insbesondere in Schwellenländern ist der rasant zunehmende Autoverkehr eines der Hauptprobleme in den Städten. Die Luftqualität ist so katastrophal, dass die Menschen nur noch mit Mund- und Nasenschutz vor die Tür gehen. Die Straßen sind bis zum Horizont zugestaut und der öffentliche Personennahverkehr kommt ebenfalls nicht voran. Der Bau neuer U-Bahnlinien ist kaum zu finanzieren und zudem mit langen Planungs- und Bauzeiten verbunden.
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The Oakland Streetcar Plan

Eine Straßenbahn für Oakland (USA)

Über ein spannendes Projekt eines Stadtplanungsstudenten der Stanford University berichteten kürzlich die Financial Times Deutschland – der Oakland Streetcar Plan. Daniel Jacobson hat eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer 4 km langen Straßenbahnstrecke in Oakland (Kalifornien) erstellt und will damit zur Aufwertung  der vor sich hinvegetierenden Stadt beitragen. Spannende Sache, sehr lesenswerte Artikel.

Vielen Dank an Peter für den Hinweis!

Das Leid der Pendler – IBM 2010 Commuter Pain Survey

Wenn Menschen lieber mehr arbeiten würden, als noch mehr Zeit mit Pendeln zu verbrauchen (siehe Grafik oben), dann läuft etwas schief. IBM hat in seiner Commuter Pain Survey über 8.000 PKW-Pendler in 20 Städten weltweit befragt und die Ergebnisse vor Kurzem vorgestellt.
In den Augen der Mehrheit der Befragten hat sich der Pendelverkehr per Auto in den letzten drei Jahren verschlimmert. Insbesondere in den explosionsartig wachsenden Städten der Schwellenländer werden die Pendelzeiten immer länger. Mit Abstand am längsten benötigt man in Moskau, wo im Durchschnitt die Autofahrer täglich 2,5 Stunden im Stau stehen.
57 % der Befragten gaben an, dass das Pendeln per PKW ihre Gesundheit negativ beeinflusst habe. Ein Drittel ist zudem der Überzeugung, dass durch das tägliche Pendeln ihre Leistungsfähigkeit im Job oder in der Ausbildung gelitten habe.

“Traditional solutions — building more roads — will not be enough to overcome the growth of traffic in these rapidly developing cities, so multiple solutions need to be deployed simultaneously to avoid a failure of the transportation networks,” said Naveen Lamba, IBM’s global industry lead for intelligent transportation. “New techniques are required that empower transportation officials to better understand and proactively manage the flow of traffic.”

Berlin als einzige vertretene deutsche Stadt hat verhältnismäßig gut abgeschnitten.