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Ob in Barcelona mit dem Torre Agbar, dem Kunsthaus Graz oder dem Expo-Media Light-Cube: Medienfassaden werden im Stadtraum immer präsenter. Die steigende Anzahl von Medienfassaden wird in der Fachdiskussion von Urbanistik, Architektur und Mediendesign als ein anhaltender – nachhaltig wirksamer – technologischer Entwicklungsschritt gesehen. Und dieser „Trend wird sich auf die Stadt auswirken“ (www.azw.at).
Sind Medienfassaden einfach eine Überstilisierung der Litfasssäule, d.h. nur eine neue technische Möglichkeit und Ausdrucksform? Oder sind die Folgen weitreichender und bedeutet ihre Außen-Orientierung und ihre visuelle Intensität eine neue Qualität? Klar ist, dass sie über die physischen Grenzen des Gebäudes hinaus treten und ihr Bezugspunkt die Menschen im Stadtraum sind. Die Diskussion bewegt sich im Spannungsfeld einer positiven Sichtweise, als „Ausdruck einer kreativen Stadtkultur” (http://regisseur.wolfgang-lanzenberger.de) – mit der Hoffnung auf eine interaktive Stadt – und einer pessimistischen Vision (einer inszenierten, zunehmend privatisierten und damit kommerzialisierten Stadt). Egal ob als digitale Litfasssäule, als Vorboten der digitalen Stadt oder die Bedrohung der totalen Vermarktung des öffentlichen Raumes, eines ist klar: die weitere Verbreitung von Medienfassaden ist nicht aufzuhalten und wird durch technologischen Fortschritt und damit einhergehende Kostenreduzierung zunehmen, wie Prof. J. Sauter (ART + COM) auf dem Symposium DesignCity des Desginmai sagte.
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Tags: Architektur, Design, Digitale Kultur, Stadtplanung/ Urbanismus by s.hoeffken
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